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Marktfrucht & Futterbau

Marktfrucht & Futterbau (209)

Trotz wiederkehrender Bekundungen seitens der Politik sich für eine Reduzierung des Flächenverbrauchs einzusetzen, steigt der Druck auf landwirtschaftliche Flächen in Deutschland immer weiter. In den letzten Jahrzehnten hat Deutschland im Durchschnitt mehr als 50 Hektar pro Tag an landwirtschaftlicher Fläche verloren. Im Gegenzug nahmen Siedlungs- und Verkehrsflächen sowie Waldgebiete zu. Auch wenn dies die Nahrungsversorgung des Landes nicht akut gefährdet, so ist Landwirtschaftsfläche eine kostbare und schützenswerte Ressource, so das Thünen-Institut in einer am 24. Oktober veröffentlichten Studie. In dieser haben die Forscherinnen und Forscher geschätzt, wie viel Landwirtschaftsfläche bis 2030 für andere Nutzungszwecke in Anspruch genommen wird, wenn die…
Zur digitalen Präsidiumssitzung des Thüringer Bauernverbandes am 12. Oktober war auch die Entwicklung an den Getreide- und Ölsaatenmärkte ein Thema. Dazu eingeladen war die Marktexpertin Wienke von Schenk von der Agramarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI). Sie gab den Teilnehmenden einen Einblick in das aktuelle Geschehen bei den Getreide- und Ölsaatenmärkten sowie der Marktlage und Preisentwicklung. Der weltweite Verbrauch von Weizen ist in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen. Auch die Erzeugung von Weizen durch Züchtungsfortschritte und verbesserten Anbauverfahren konnte ebenfalls gesteigert werden, sodass der Verbrauch gedeckt werden konnte. Ausnahmejahre, in denen der Verbrauch über der Erzeugung lag, waren 2011, 2013, 2018 und…

DBV Ackerbauinfo 42/2023

Freitag, 20. Oktober 2023

 

Konkurrenz um China bei Weizenlieferung

Chinesische Käufer sind auf dem Markt aktiv, um französischen und australischen Weizen zu erwerben. In den vergangenen sechs Wochen haben sie sich bereits mindestens 2,3 Millionen Tonnen für die Verschiffung im Zeitraum November bis Februar gesichert, wie Argusmedia berichtet. So hat China mindestens fünf Lieferungen von australischem Weizen für die Verschiffung im November/Dezember gekauft. Dies geschieht nach mehreren Kaufrunden seit Anfang September, als französischer Weizen in den Auftragsbüchern dominierte. Nach Angaben von Importeuren hat China bisher mindestens 30 Panamax-Lieferungen mit französischem Weizen für die Verladung im Dezember bis Februar gekauft, wobei einige französische Verkäufer Argus sagten, dass die Gesamtzahl noch höher sein könnte. Die Lieferungen sollen 2024 in China ankommen, im Rahmen der Quoten für das neue chinesische Kalenderjahr. Das bedeutet, dass einige der Mengen möglicherweise nicht auf die Weizenimportquote

In der Sitzung des Fachausschusses der Europäischen Kommission für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel (ScoPAFF) vom 13. Oktober konnte keine qualifizierte Mehrheit für oder gegen einen Antrag auf Wiederzulassung von Glyphosat für weitere zehn Jahre erreicht werden. Damit wird der Verordnungsvorschlag nun an das Appeal Committee der EU-Kommission (Berufungsausschuss) weitergegeben. Dieser soll laut Plan am 15. November tagen und dort über die Wiederzulassung abstimmen. Der Berufungsausschuss setzt sich aus Vertretern der EU-Länder zusammen und wird von der EU-Kommission geleitet. Hierbei handelt es sich nicht um ein ständiges Gremium, sondern um ein Verfahrensinstrument, das den Mitgliedsstaaten die Möglichkeit gibt, eine zweite…

DBV Ackerbauinfo 41/2023

Freitag, 13. Oktober 2023

 

Studie zum Stickstoffdünger

Die derzeitige globale Getreideproduktion könnte mit einer deutlich geringeren Gesamtdüngung aufrechterhalten werden, wenn der Einsatz von Stickstoffdünger weltweit gleich-

mäßig über die Anbauflächen verteilt würde. Zu diesem Ergebnis kommen Modelle von Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Danach soll das Niveau der weltweiten Getreideproduktion mit einem deutlich geringeren globalen Düngemitteleinsatz gehalten werden können. Rund 60 Prozent des weltwei-ten Stickstoffdüngereinsatzes entfallen zurzeit auf Getreidekulturen wie Mais, Weizen oder Reis, wie das KIT jetzt mitteilte. Diese Pflanzen benötigen Stickstoffdünger, um zu wachsen. Zudem soll der Einsatz der Dünge-mittel die Erträge

DBV Ackerbauinfo 40/2023

Freitag, 06. Oktober 2023

 

Erste Auswertungen der Kartoffelernte 2023

 Die Kartoffelernte 2023 fällt laut ersten Auswertungen des BMEL gut aus. Mit 10,9 Millionen Tonnen Kartoffeln ernteten die deutschen Landwirte knapp zwei Prozent mehr als im mehrjährigen Durchschnitt. Mit insgesamt 262.600 Hektar schrumpft die Anbaufläche im Vergleich zum Vorjahr leicht um 4.000 Hektar. Insgesamt war es kein leichtes Jahr für die Kartoffelanbauer. Witterungsbedingt konnten die Knollen erst mit Verzögerung gepflanzt werden und wuchsen durch das kalte, nasse Frühjahr ...

Am 29. September haben die Bundesländer die Chance vertan, die Landwirtschaft um eine Belastung im Bereich der Düngung zu erleichtern. Auf der Tagesordnung der Bundesratssitzung stand die Streichung der Stoffstrombilanz. Die Initiative dazu kam unter anderem auch aus Thüringen. Entgegen dem Votum des Agrarausschusses hat sich das Plenum leider nicht auf die Streichung der Stoffstrombilanz verständigt. Der Deutsche Bauernverband sowie die Landesbauernverbände hatten dies noch einmal in einem Schreiben an die Staatskanzleien gefordert. Bei allem Verdruss über diese Entscheidung ist es positiv zu werten, dass die Länderkammer den Bund erneut nachdrücklich auffordern, ein robustes, rechtssicheres und vollzugstaugliches System für eine…
Das HumusKlimaNetz ist ein Modell- und Demonstrationsvorhaben zum Humusaufbau in Ackerböden. Es sollen zunächst bis Ende 2027 in bundesweit 150 Betriebe innovative und langfristig wirkende Maßnahmen zum Humuserhalt und -aufbau erproben und in der Breite etablieren. Die Gesamtkoordination für das Vorhaben verantworten der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und der Deutsche Bauernverband (DBV). Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch das Thünen-Institut. Am 12. Oktober soll der erste Feldtag im Rahmen des Projektes stattfinden. Es findet auf dem Demonstrationsbetrieb Lerchenhof bei Leipzig statt. Betriebsleiter Robert Künne zeigt, wie sich humusmehrende Maßnahmen in die Betriebsabläufe integrieren lassen. Mit Vorträgen zum Thema Humusaufbau von Prof.…

DBV Ackerbauinfo 38/2023

Freitag, 22. September 2023

 

Kartoffelpreise unter Druck

Die Preise für Speisekartoffeln stehen am heimischen Markt weiterhin unter Preisdruck. Im Norden und Osten des Landes wurden die 30,00 EUR/dt bereits zum Teil unterschritten. Die Einlagerung nimmt dort, wo es möglich ist, an Fahrt auf. Allerdings müssen auch die Qualitäten passen und die Schalenfestigkeit gegeben sei. Die große Frage, die im Raum steht, ist, wie viel von der Bruttoernte am Ende netto dem Markt auch zur Verfügung stehen wird. Im LEH sollen

DBV Bauerninfo Geflügel 38/2023

Freitag, 22. September 2023

 

DBV-Präsidiumserklärung zur Zukunft der Tierhaltung

Anlässlich der anstehenden Herausforderungen für die tierhaltenden Betriebe sowie der Einstellung der Borchert-Kommission hat der DBV eine Präsidiumserklärung zur Zukunft der Tierhaltung „Weiterentwicklung statt Abbau“ verabschiedet. DBV-Präsident Joachim Rukwied betont die Bereitschaft der Betriebe zu einer Weiterentwicklung der Tierhaltung hin zu noch mehr Tierwohl: „Unsere Landwirte sind offen für Veränderungen. Gleichzeitig erwarten sie dabei aber Planbarkeit und Verlässlichkeit seitens der Politik. Die Nutztierhaltung stellt ein essenzielles Standbein unserer heimischen Landwirtschaft dar und ist für die ländlichen Räume von enormer Bedeutung. Allein dies gebietet einen Umbau der Tierhaltung mit Augenmaß und unter der Maßgabe, dass dem Erhalt der heimischen Tierhaltung Priorität eingeräumt wird. Einzig das Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung hat in diesem Sinne eine pragmatische und

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