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Marktfrucht & Futterbau

Marktfrucht & Futterbau (209)

Die EU-Kommission hat zur Teilnahme an einer öffentlichen Konsultation zu einem möglichen Bodengesundheitsgesetz aufgerufen. Dazu sollen sich insbesondere Landbesitzende und -bewirtschaftende beteiligen. Mit dem neuen Gesetz sollen Regeln für eine nachhaltigere Nutzung und Wiederherstellung von Böden festgelegt werden, um den Zustand der Böden bis 2050 deutlich zu verbessern. Der Onlinefragebogen gliedert sich in zwei Teile, einen allgemeinen Teil, der von allen Interessierten beantwortet werden soll (Bearbeitungszeit ca. 10 Minuten), und einen zweiten Teil, der auf eine Beantwortung durch Interessenträger mit Fachkenntnissen ausgerichtet ist (Bearbeitungszeit ca. 25 Minuten). Der erste Teil kann auch ohne die Beantwortung des zweiten Teils erfolgen. Alle…

DBV Ackerbauinfo 37/2022

Freitag, 16. September 2022

Erhöhtes Mutterkornvorkommen im Roggen

Im Rahmen der Untersuchung der „Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung 2022“ des Max-Rubner-Institutes wurde beim Roggen festgestellt, dass das mittlere Vorkommen von Mutterkornsklerotien gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht war. In 28 % der untersuchten Proben beim Roggen wurde der Grenzwert von 0,5 g/kg überschritten. In den auf weitere Mykotoxine untersuchten Ernteproben wurden bisher.....

Eine Einigung zwischen Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und EU-Kommission war laut Deutschen Bauernverband zu den geplanten Änderungen beim GLÖZ 6 (Mindestboden­bedeckung in sensiblen Zeiten) im GAP-Strategieplan bisher nicht möglich.
Nach Corona-bedingter kleiner Runde im vergangenen Jahr, fand das diesjährige Kyffhäuser Erntegespräch am 8. September wieder im bewährten Format statt. Martin Tacke, Ge­schäftsführer der Agrarproduktion Hohenebra GmbH und zugleich Vorstandsmitglied des Kreisbauernverbandes, empfing die Gesprächsrunde im Unternehmen in Hohenebra und berichtete gegenüber den Vertreterinnen und Vertretern der Medien über die abgelaufene Erntesaison. Das Unternehmen be­wirtschaftet einen Marktfruchtbetrieb mit rund 2.000 ha. Nach großen Bedenken noch im Frühjahr, zeigte er sich mit dem Ernteergebnis, welches leicht über den betrieblichen langjährigen Mittel liegt, zufrieden. Die diesjährige Getreideernte begann außerordentlich früh und aufgrund der trockenen Wetterlage wurde sie auch frühzeitig beendet. Anschaulich anhand…

DBV Ackerbauinfo 36/2022

Freitag, 09. September 2022

Weizenversorgung weiter schwierig

Die russische Kritik bezüglich der Umsetzung sicherer Exportrouten für ukrainisches Getreide lässt am Fortbestand des Abkommens zweifeln, was den Weizennotierungen Auftrieb gibt. Diesen erhielt der Weizen jüngst, nachdem die russische Regierung Kritik an der Umsetzung der sicheren Passage für ukrainische Getreideexporte und deren Zielhäfen geübt hatte. Diese........

DBV Ackerbauinfo 35/2022

Freitag, 02. September 2022

Türkei erhöht Durchfahrtkosten

Die Türkei hat den Preis für die Durch-fahrt von Schiffen durch die Meerenge der Dardanellen und durch den Bosporus um das Fünffache von 0,8 US-Dollar auf 4 US-Dollar je Tonne erhöht, wie lokale Medien unter Berufung auf das türkische Verkehrsministerium berichten. Die Durchfahrt ist die einzige Möglichkeit für den Transport von Gütern vom Schwarzen Meer zum.......

DBV Ackerbauinfo 34/2022

Freitag, 26. August 2022

Kartoffelernte unterdurchschnittlich

Anhaltende Dürre im August lässt 2022 nur unterdurchschnittliche Erträge zu. 10 Mio. t Kartoffeln werden wohl nicht zusammenkom-men. EU-weit fehlt es auch an guten Erträgen. Hohe Preise für Speise- oder Pommes-Frittes-Kartoffeln werden Mengen aus anderen Segmenten anziehen. Unter anderem könnte damit der Bedarf gedeckt sein.......

DBV Ackerbauinfo 33/2022

Freitag, 19. August 2022

Mais kann Preise nicht halten

Die Maisnotierungen konnten trotz der Aussicht auf eine kleinere europäische Ernte in der zurückliegenden Handelswoche ihr Niveau nicht halten. Auch der sehr schlechte Zustand der französischen Maisfeldbestände konnte die Verluste nur begrenzen. Druck erzeugte das gesteigerte Angebot an ukrainischen Partien. Nach ukrainischen Angaben wird derzeit ein Konvoi bestehend.......

Noch bis zum 19.September 2022 läuft eine Online-Befragung der EU zum kürzlich veröffentlichten Pflanzenschutzpaket.

Die Ziele der EU sind:

  1. Allgemeines Reduktionsziel 50% weniger Pflanzenschutz nach Menge und Risiko, mit dem Teilziel 50% Reduktion auch bei „besonders gefährlichen“ Wirkstoffen

  2. ein grundsätzliches Verbot des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln in geschützten Gebieten

  3. zusätzliche bürokratische Auflagen für die Anwender und die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln

Durch die Einbeziehung von Vogelschutzgebieten und von Schutzzonen nach Wasserrahmenrichtlinie wird die Reduktion faktisch zu einem Totalverbot. (siehe letzter Wochenbericht)

Unter dem Link zur Online – Befragung: 

https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/12413-Pestizide-nachhaltige-Verwendung-aktualisierte-EU-Vorschriften-_de

sind alle Landwirte aufgefordert, sich zu äußern, am besten mit Ihrer konkreten, individuellen Betroffenheit. Beispiel für Äußerungen könnten sein:

Wie hoch ist die flächenmäßige Betroffenheit bezüglich Schutzgebiete (FFH, Vogelschutz, Naturschutz, Trinkwasserschutz, Grünes Band etc.)? Welche Auswirkung wird das Verbot für Ihren Anbau, Fruchtfolge Futterversorgung haben?

Welche Auswirkungen wird das faktische Totalverbot für die Futtermittelproduktion in ihrem Betrieb haben und damit für Ihre Tierproduktion aufgrund sinkender Erträge?

Weisen Sie auf Kooperationen mit Trinkwasserversorgern und anderen Akteuren hin, anstatt Pauschalverbote beim Einsatz von PSM.

Durch die geplanten Einschränkungen würde in den Schutzgebieten der Anbau von Fruchtarten wie Raps und Zuckerrüben unmöglich werden. Sollte das bei Ihnen der Fall sein, dann merken Sie das bitte an. Auch Kooperationen mit Imkern können erwähnt werden.

Um sich an der Befragung zu beteiligen, bedingt es einer Registrierung. Frist für Rückmeldungen ist der 19. September 2022
Eine Anleitung zur Registrierung ist unter hier abrufbar.

Alle, neben den Landwirtinnen und Landwirten auch die Gegner des Einsatzes von PSM, haben die Chance, sich zu beteiligen. Deshalb ist eine breite Beteiligung der Landwirte erforderlich. Alle eingegangenen Rückmeldungen werden von der EU-Kommission zusammengefasst, dem EU-Parlament sowie dem -Rat vorgelegt und zudem auch veröffentlicht. Daher ist es wichtig durch zahlreiche Teilnahme aufzuzeigen, dass die geplanten Regelungen für den Berufsstand erhebliche und existenzielle Bedeutung haben.

Am 22. Juni 2022 hat die EU-Kommission einen Verordnungsvorschlag zur Verringerung des Einsatzes und des Risikos von Pflanzenschutzmitteln (PSM) und die Förderung der Biodiversität in der Agrarlandschaft veröffentlicht (SUR).

Aus dem 80-seitigen Entwurfspapier können drei wesentliche Ziele der EU-KOM grob abgeleitet werden:

  1. Allgemeines Reduktionsziel 50% weniger Pflanzenschutz nach Menge und Risiko, mit dem Teilziel 50% Reduktion auch bei „besonders gefährlichen“ Wirkstoffen
  2. ein grundsätzliches Verbot des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln in geschützten Gebieten
  3. zusätzliche bürokratische Auflagen für die Anwender und die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln

Besonders gravierend gestaltet sich die Auflistung der Schutzgebiete in der ein Komplettverbot von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln gelten soll. Dies betrifft alle Schutzgebiete nach Naturschutzrecht, die von Deutschland nach Brüssel gemeldet wurden. Darin inbegriffen sind nach derzeitigem Stand fast alle Arten von Naturschutzgebieten, aber auch Landschaftsschutzgebieten. Darüber hinaus sollen auch die Schutzzonen nach Wasserrahmenrichtlinie, Grundwasserkörper aus denen Trinkwasser entnommen werden und die neuauszuweisende Nitratkulisse mitgemeint sein. Die in der Verordnung vorgesehene Ausnahme gilt für die Bekämpfung von invasiven Arten und Quarantäneschädlingen. Faktisch ist das Verbot von PSM in Schutzgebieten daher einem Totalverbot gleichzusetzen. Es trifft nahezu die gesamte landwirtschaftliche Nutzfläche des Freistaates und die Kollegen der konventionellen wie auch ökologischen Landwirtschaft gleichermaßen.

Die EU-Kommission hat mit dem aktuell vorliegenden Entwurf deutlich über das Ziel hinausgeschossen. Angesichts der aktuellen sozioökonomischen und politischen Herausforderungen sind die Reduktionsziele klar überambitioniert, unverantwortlich und bedürfen einer generellen Ablehnung. Der Thüringer Bauernverband indes informiert die zuständigen Ministerien, EU-Abgeordnete des Freistaats und den Ministerpräsidenten direkt über die Tragweite dieses Vorschlags der Kommission.

Thüringer Bauernverband e.V.
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99094 Erfurt

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