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Medieninformation: EEG-Novelle: Photovoltaikausbau ja, Freiflächenanlagen auf Ackerland nein

Anlässlich der im Rahmen des sogenannten Osterpakets verabschiedeten EEG-Novelle fordert der Thüringer Bauernverband (TBV) mit Blick auf den angestrebten Ausbau der Photovoltaik zuerst das Potential an städtischen Dachflächen, bereits versiegelten Flächen sowie an Brache- und Konversionsflächen auszuschöpfen, bevor Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen Flächen installiert werden. „Grundsätzlich gilt, dass landwirtschaftliche Nutzflächen, egal ob Acker- oder Grünland, der Produktion von Nahrungsmitteln dienen. Sie sind, gerade auch in diesen unsicheren Zeiten, unverzichtbar zur Gewährleistung der Ernährungssicherheit der Bevölkerung“, so Dr. Klaus Wagner, Präsident des TBV.

Wenn Anlagen auf Freiflächen errichtet werden sollen, müsse, so die Forderung der Thüringer Landwirtschaft, den Agri-Photovoltaikanlagen der Vorzug gegeben werden. Agri-Photovoltaikanlagen ermöglichen die gleichzeitige Nutzung von Flächen für die landwirtschaftliche Pflanzen- oder Tierproduktion und die Photovoltaik-Stromproduktion: „Unten Landwirtschaft, oben Strom – dieses, allerdings nicht ganz einfach umzusetzende Konzept, kann zusätzlichen Flächenverbrauch verhindern und führt durch die Doppelnutzung zu einer höheren Wertschöpfung“, so Wagner. Insbesondere auf Grünland sei eine solche Anlage gut vorstellbar, etwa wenn Schafe unter den aufgestellten Solarmodulen weiden können. Auch für den Gemüse- und Obstanbau seien Agri-Photovoltaikanlagen denkbar. Für den Anbau von Getreide, wie er vorwiegend in Thüringen betrieben werde, sehe man derzeit keine praxistaugliche und wirtschaftliche Nutzungsmöglichkeit, so Wagner weiter. Dies gelte insbesondere mit Blick auf die hohen Investitionskosten und der fehlenden Infrastruktur zur Stromeinspeisung vor Ort. 

Eine Neuerrichtung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen darf nur Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Landwirtinnen und Landwirten erfolgen und sollte ausschließlich auf ertragsschwachen Standorten in Betracht gezogen werden. Dabei muss ein zusätzlicher Verbrauch landwirtschaftlicher Nutzfläche durch naturschutzfachliche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für errichtete Photovoltaik-Freiflächenanlagen verhindert werden. Den Bau von Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf wertvollen Acker- und Grünlandflächen, die bisher der Produktion von Nahrungsmitteln dienen, lehnt der Verband demgegenüber entschieden ab: „Wenn hierzulande fruchtbare Ackerflächen zugebaut werden und nicht mehr für den Anbau von Lebensmitteln zur Verfügung stehen, muss in anderen Teilen der Welt neues Ackerland durch Rodungen erschlossen werden, sodass die Umwelt und das Klima letztlich zu den großen Verlierern der Energiewende zählen würden“, so Wagner.

Aktuell besteht ein sehr hohes Interesse von Investoren an Ackerflächen zu Errichtung von Photovoltaikanlagen, die mit Pachtpreisangeboten an die Verpächter herantreten die mehrfach über den Pachtpreisen liegen, die, die Landwirtschaft mit Lebensmittelerzeugung erwirtschaften kann.: „Steigen großflächig ortsfremde Investoren ein, besteht die Gefahr, dass der Agrarstruktur irreversibler Schaden zugefügt wird und die Wertschöpfung andernorts anfällt. Das ist weder den Menschen vor Ort, noch den Landwirtinnen und Landwirten zu vermitteln“, so Wagner. Daher müsse die Thüringer Landesregierung jetzt aktiv werden und die Landwirtschaft, die Kommunen sowie die Bürgerinnen und Bürger vor Ort an einen Tisch bringen, um gemeinsam ortsverträgliche Projekte zu entwickeln. Bürgerenergieprojekten ist beim Photovoltaikausbau der Vorrang zu geben.

Hintergrundinformation

Am 8. Juli hat der Bundesrat die EEG-Novelle im Zuge des sogenannten Osterpakets der Bundesregierung bestätigt, womit ehrgeizige Ziele für den Ausbau erneuerbarer Energien gesetzt werden. Das Paket sieht in dem Artikel-Gesetz zu Sofortmaßnahmen für einen beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien und weiteren Maßnahmen im Stromsektor u. a. den Ausbau der Solarenergie von aktuell 60 Gigawatt auf 215 Gigawatt im Zieljahr 2030 vor. So würden pro Jahr 22 Gigawatt hinzukommen. Bereits 2024 sollen 88 Gigawatt installiert sein. Zwei Jahre später 128 Gigawatt und bis 2028 sollen es 172 Gigawatt sein. Die Zielmarke für das Jahr 2040: 400 Gigawatt installierte Photovoltaik-Leistung. Der Anteil an Solarenergie am Strommix wird mit dem beschlossenen Ausbaupfad für Solarenergie von 10 Prozent heute auf 30 Prozent steigen.

Ende 2021 waren in Deutschland Photovoltaikanlagen installiert, die auf knapp 30.000 Hektar knapp 60 Gigawatt Strom produzieren.

Der TBV hatte im Vorfeld der Gesetzgebung ein Positionspapier erstellt, das auf der Verbandshomepage unter https://tbv-erfurt.de/files/downloads/themen/erneuerbare-energien/2022/TBV_Positionierung_Photovoltaik.pdf einzusehen ist.

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Medieninformation: Agrarförderprogramme auf dem Prüfstand. Forschungsprojekt zu Fortentwicklung der Agrarförderung gestartet – Landwirtinnen und Landwirte für Teilnahme gesucht

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Rostock (Agrarökonomie) und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung in Leipzig wollen gemeinsam mit Praxispartnern dazu beitragen, die Agrarumweltmaßnahmen der Landwirtschaftsförderung zu verbessern. Ein Modellgebiet liegt in Thüringen und wird von der Natura 2000-Station Unstrut-Hainich/Eichsfeld (Wildtierland Hainich gGmbH) als Praxispartner betreut. Der Thüringer Bauernverband ruft gemeinsam mit den Projekt- und Praxispartnern Landwirtinnen und Landwirte zur Teilnahme auf.

„Dieses neue Projekt zielt darauf ab, dass Landwirte und Naturschützer gemeinsam Vorschläge zur Weiterentwicklung der Landwirtschaftsförderung erarbeiten. Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, eine Modellregion hier nach Thüringen zu holen“, erläutert Dr. Katrin Vogel, Geschäftsführerin der Wildtierland Hainich gGmbH. „Der Verlust der Artenvielfalt ist neben der Klimakrise die größte Herausforderung unserer Zeit. Auch auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen muss hier gegengesteuert werden und das gelingt nur gemeinsam mit der Landwirtschaft und mit praxistauglichen Instrumenten“.

„Als Thüringer Bauernverband unterstützen wir die Ziele des Projektes. Besonders wichtig ist dabei, dass auch die ökonomischen und soziologischen Aspekte für die Landwirtschaft bei diesem Projekt in den Blick genommen werden. Denn die Landwirtschaft möchte Artenvielfalt auf ihren Flächen, muss aber auch ökonomisch arbeiten. Wir hoffen, dass sich viele Landwirtinnen und Landwirte beteiligen“, sagt Dr. Klaus Wagner, Präsident des Thüringer Bauernverbandes.

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) gehört zu den wichtigsten Aufgabenfeldern der EU. Im Laufe der Jahre wurde sie immer wieder umgestaltet und soll auch weiterhin fortentwickelt werden. Die GAP ist das umfangreichste Förderinstrument der EU und stellt einen nicht unerheblichen Anteil am Einkommen landwirtschaftlicher Betriebe dar. Zugleich wurde in den letzten Jahren deutlich, dass in der durch Menschen erschaffenen Kulturlandschaft ein Rückgang der Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren festzustellen ist. Die Frage ist nun, wie die für Ökosystemleistungen vorgesehenen Finanzmittel der EU so eingesetzt werden können, dass sie für Natur- und Artenschutz sowie für Landwirtschaft gleichermaßen von Nutzen und auch praktikabel sind.

Thüringen wurde als Modellgebiet ausgewählt, um gezielt mit Landwirtinnen und Landwirten ins Gespräch zu kommen. Geplant sind bis Herbst 2024 Betriebsbefragungen. Hierbei können Landwirtinnen und Landwirte ihre Präferenzen und Kritikpunkte in Bezug auf Umweltmaßnahmen angeben. In Austauschplattformen werden die Erfahrungen und Vorschläge gesammelt und über die Ergebnisse informiert und diskutiert.

„Aktuell suchen wir noch weitere Landwirte, die in den Regionen Eichsfeld (Raum Niederorschel, Leinefelde-Worbis, Dingelstädt), Thüringer Becken (Raum Bad Tennstedt, Bad Langensalza) und Jena an dem Projekt teilnehmen wollen“, informiert Dr. Ronald Brudler, Projektleiter der Wildtierland Hainich gGmbH. „Den beteiligten Landwirten bieten sich viele Vorteile bei einer Teilnahme: Sie haben die Möglichkeit, ihre Anregungen direkt einzubringen und so die Landwirtschaftsförderung zu verbessern, sie kommen in Austausch mit anderen Landwirten in den Austauschplattformen, können bei Interesse eine naturschutzfachliche Beratung für ihren Betrieb erhalten und, falls gewünscht, an einem Tier- und Pflanzenmonitoring auf ihren Flächen teilnehmen. Dabei können sie auch gerne selbst mitwirken, so Dr. Brudler weiter. Für den Zeitaufwand in den Austauschplattformen gibt es eine Aufwandsentschädigung.

Das Projekt CAP4GI (Hebel und Potenziale in der Gemeinsamen Agrarpolitik für eine bessere Unterstützung von grüner Infrastruktur, Biodiversität und Ökosystemleistungen) wird im Rahmen der Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt (FEdA) des Bundesministeriums für Bildung Forschung (BMBF) durchgeführt. Projektlaufzeit ist November 2021 bis Oktober 2024 mit einem Gesamtvolumen von rund 1,9 Millionen Euro, davon entfallen etwa 245.000 Euro auf den Thüringer Teil.

 

Bild: Feldrain im Kyffhäuserkreis; Wildtierland Hainich gGmbH, Marcel Komischke

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Nachfragen zum Forschungsprojekt bitte an:

Dr. Juliane Vogt
Leiterin der Natura 2000-Station Unstrut-Hainich/Eichsfeld

Mobil: +49 (0)176 345 563 58
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Dr. Ronald Brudler
Projektleiter CAP4GI

Mobil: +49 (0)1590 479 99 75
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Natura 2000-Station „Unstrut-Hainich/Eichsfeld“
Dorfstraße 77 A
99820 Hörselberg-Hainich

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Internet: http://www.wildkatzendorf.com/de/natura-2000/natura-2000-station.html

 

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Medieninformation: Erntestart 2022 – Landwirte erwarten unterdurchschnittliche Erträge

Ende dieser Woche startet im Thüringer Becken die diesjährige Ernte. Kälte zu Beginn des Jahres und die Trockenheit im Frühjahr verheißen jedoch keine guten Erträge. In Nordthüringen, wo aufgrund der klimatischen Bedingungen in Thüringen normalerweise zuerst geerntet wird, beginnen die Landwirtinnen und Landwirte erst Anfang nächster Woche, da es in der Region in den letzten Tagen bis zu 20 Liter geregnet hatte. Diese Niederschläge waren allerdings die Ausnahme in diesem Frühjahr. Stattdessen mussten nahezu im gesamten Gebiet des Freistaates die Pflanzen mit einer ausgeprägten Trockenheit kämpfen. So fielen von Januar bis Mai nur 225 Liter Regen pro Quadratmeter, rund 20 Prozent bzw. 45 Liter weniger Niederschlag als im vieljährigen Durchschnitt. Dieses Wasser fehlte in der für die Kornausbildung entscheidenden Wachstumsphase der Pflanzen. Auch die niedrigen Temperaturen zu Beginn des Jahres, durch die die Vegetation nicht richtig einsetzen konnte, hatten den Pflanzen bereits zugesetzt. Die Weizenbestände litten zudem unter den beiden Hitzetagen vom Wochenende. Es ist zu erwarten, dass dadurch der Weizen in eine Notreife gegangen ist und so nur weit unterdurchschnittliche Erträge bringen wird.

Geerntet wird in den kommenden Tagen zunächst die Wintergerste, danach Winterraps und anschließend der Winterweizen. Für den Laien sehen die Bestände von weitem gut und üppig gewachsen aus, doch bei einem genaueren Blick ist erkennbar, dass die Pflanzen nicht ihr volles Potential in Ähren und Schoten stecken konnten.

Die sichtbarsten Auswirkungen der Trockenheit sind aktuell bei den Flächen zu finden, auf denen Mais angebaut wird. Die Pflanzen sind zum Teil klein und kümmerlich; lückige Bestände zeigen auf, dass das Maiskorn nicht genügend Bodenwasser zur Verfügung hatte, um zu keimen. Hier bedarf es dringend ausreichender Niederschläge, da der Mais noch in der Lage ist das Wachstum nachzuholen. Für die Wintergerste und dem Raps würden die Niederschläge jedoch deutlich zu spät kommen.

Viele Betriebe haben in den vergangenen Tagen bereits die erste Heuernte für dieses Jahr abgeschlossen. Auch hier war die Trockenheit in den Beständen sichtbar, so dass nicht die Mengen eingebracht werden können, die sonst üblich sind. Für die nächste Heuernte wird ausreichend Niederschlag benötigt.

Der Thüringer Bauernverband appelliert an alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, in den nächsten Wochen achtsam und vorausschauend im Straßenverkehr unterwegs zu sein, da in der Erntezeit vermehrt langsam fahrende Erntemaschinen auf den Straßen unterwegs sind. Zudem erhöht sich das Transportaufkommen durch Traktoren mit Anhängern auf öffentlichen Straßen, was zu Behinderungen führen kann.

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Bilder: Maisbestände im Landkreis Gotha zeigen die Folgen der Trockenheit

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Medieneinladung: Tag des offenen Hofes 2022 - Agrargesellschaft Pfiffelbach öffnet ihre Tore für Jung und Alt

Die Eröffnungsveranstaltung und damit die Eröffnung der Hoffestsaison in Thüringen wird in diesem Jahr am 11. Juni in der Agrargesellschaft Pfiffelbach mbH stattfinden. Als Ehrengäste werden u.a. der Thüringer Staatssekretär für Landwirtschaft Torsten Weil und die Europaabgeordnete Marion Walsmann erwartet.

Die Agrargesellschaft Pfiffelbach mbH wird am Tag des offenen Hofes gemeinsam mit dem Thüringer Bauernverband (TBV) ein Rahmenprogramm mit Landtechnikschau, Traktorpulling, Flurfahrten, Hofbesichtigung, Kinderprogramm u.v.m. gestalten.

Ziel des bundesweit von zahlreichen Bauernfamilien und landwirtschaftlichen Betrieben durchgeführten Tag des offenen Hofes ist es, den Verbraucherinnen und Verbrauchern die Möglichkeit zu eröffnen, selbst einen Blick auf die Wirklichkeit der heimischen Landwirtschaft zu werfen.

Die Agrargesellschaft Pfiffelbach mbH und der TBV laden hierzu alle Vertreterinnen und Vertreter der Medien sowie alle Interessierten herzlich ein.

Zeit: Samstag, den 11. Juni, ab 10:00 Uhr; Betriebsrundgang mit Staatsekretär Torsten Weil, der Europaabgeordneten Marion Walsmann, TBV-Vizepräsident Dr. Lars Fliege sowie weiteren Ehrengästen

Ort: Betriebsgelände der Agrargesellschaft Pfiffelbach mbH, Willerstedter Str. 1, 99510 Ilmtal-Weinstraße OT Pfiffelbach

Die Veranstaltung eignet sich hervorragend für die Berichterstattung in Wort und Bild. Parkplätze stehen ausreichend zur Verfügung.

 

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Medieninformation: Eröffnung des Erfurter Radringes – Mehr Landwirtschaft wagen

Am 17. Mai eröffneten der Beigeordnete für Kultur und Stadtentwicklung der Stadt Erfurt Dr. Tobias J. Knoblich sowie der Thüringer Bauernpräsident Dr. Klaus Wagner in Molsdorf den Erfurter Radring für sportbegeisterte Radfahrerinnen und Radfahrer. Der neu geschaffene Radweg lädt auf 110 km und acht Abschnitten ein, die Thüringer Landeshauptstadt Erfurt zu umrunden und in das ländliche Idyll der Landkreise Sömmerda, Weimarer Land, Gotha und des Ilm-Kreises einzutauchen. Neben den schönen und vielfältigen Landschaften sind es die rechts und links des Wegesrandes aufgestellten landwirtschaftlichen Tafeln, die mit zahlreichen Informationen rund um die Landwirtschaft, die jede Radtour zu einem Erlebnis machen.

„Mehr Landwirtschaft wagen – gerade heute gilt das mehr als je zuvor. Wir Landwirte aus der Region sorgen für gefüllte Regale in den Supermärken, leisten vieles zum Erhalt der Artenvielfalt und tun alles zum Wohl unserer Tiere. Ich lade alle Radbegeisterten ein, nutzen Sie den neuen Rundweg zur sportlichen Erholung, werfen Sie dabei einen Blick auf die Tafeln und lernen Sie die Landwirtschaft in und um Erfurt herum kennen. Sie werden sehen, wir Landwirte machen vieles, was Sie noch nicht kennen und vieles besser, als Sie vielleicht gedacht haben“, so TBV-Präsident Dr. Klaus Wagner.

Die Landwirtschaft stellt einen wichtigen Wirtschaftszweig im Erfurter Becken dar. Da der neue Radweg überwiegend auf ländlichen Wegen durch die Ackerebene, vorbei an bewirtschafteten Feldern, Biogasanlagen und Viehställen führt, lag daher der Gedanke nicht weit, den Weg mit landwirtschaftlichen Informationen für die ihn nutzenden Radfahrer und Radfahrerinnen zu versehen. Sie sollen den Erfurterinnen und Erfurtern sowie ihren radbegeisterten Gästen die heimische Landwirtschaft näherbringen.

IK Rockhausen Getreide1

Entstanden sind mit Fördermitteln aus dem Leaderprogramm (https://leader-thueringen.de) insgesamt 25 Hinweistafeln zu folgenden landwirtschaftlichen Themen: Getreide, Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben, Sonderkulturen-Pfefferminze, Ölfrüchte, Ökolandbau, Leguminosen, Obst, Boden, Milchkühe, Schweine, Geflügel, Honigbiene, Hamster, Landschaftspflege mit Schafen, Biogas, Pflanzenschutz, Düngung, Flächenverbrauch, Grüne Berufe, Knigge in der Landwirtschaft, Agrarumweltmaßnahmen, Bodenbearbeitung und Legehennen.

Alle Tafeln wurden in einem einheitlichen Grunddesign von der Werbeagentur mach.Art aus Gotha gestaltet. Auf der Vorderseite finden sich Informationen zu einem spezifischen Themenfeld und entsprechende Bilder, ein themenbezogenes Spiel für Kinder und Informationen, die nicht unbedingt zur Allgemeinbildung gehören, aber besonders interessant erscheinen.

Die Rückseite der Tafeln enthält eine Karte des Radringes mit allen Tafelstandorten sowie die Auflösung des Kinderspiels. Weiterhin wird ein Landwirtschaftsbetrieb in unmittelbarer Umgebung, passend zum Thema, vorgestellt. Der jeweilige Hinweis auf eine weitere Tafel des Radringes soll Lust am Weiterfahren vermitteln oder Interesse an weiteren Informationen wecken, die über einen QR-Code auf der Seite des Thüringer Bauernverbandes eingeholt werden können.

Alle landwirtschaftlichen Informationstafeln finden Sie hier: https://www.tbv-erfurt.de/verband/laufende-projekte/tafeln-erfurter-radweg

 

Weitere Hintergrundinformationen und Bilder:

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Medieneinladung: Eröffnung des Erfurter Radringes und Einweihung der landwirtschaftlichen Informationstafeln

Am 17. Mai wird der Radring Erfurt durch den Beigeordneten für Kultur und Stadtentwicklung der Stadt Erfurt Dr. Tobias J. Knoblich sowie den Thüringer Bauernpräsidenten Dr. Klaus Wagner eröffnet und für sportbegeisterte Radfahrerinnen und Radfahrer offiziell freigegeben.

Der neue geschaffene Radweg lädt auf 110 km und acht Abschnitten ein, die Thüringer Landeshauptstadt Erfurt zu umrunden und in das ländliche Idyll der Landkreise Sömmerda, Weimarer Land, Gotha und des Ilm-Kreises einzutauchen. Neben den schönen und vielfältigen Landschaften sind es die zahlreichen Highlights und Informationen rechts und links des Wegesrandes, die zu einer Rast einladen. Alternativ kann aus insgesamt sieben thematischen Rundtouren gewählt werden, um die Landeshauptstadt Erfurt sowie die umliegenden Regionen Stück für Stück zu erkunden.

Da der Weg überwiegend auf ländlichen Wegen durch die Ackerebene, vorbei an bewirtschafteten Feldern, Biogasanlagen und Viehställen führt, lag der Gedanke nicht weit, diesen Weg mit landwirtschaftlichen Informationen für die ihn nutzenden Radfahrer und Radfahrerinnen zu versehen. Sie sollen den Erfurterinnen und Erfurtern sowie ihren radbegeisterten Gästen die heimische Landwirtschaft näherbringen. Entstanden sind insgesamt 25 Hinweistafeln zu landwirtschaftlichen Themen, wie beispielsweise Getreide oder Zuckerrüben, Ökolandbau, zu verschiedenen Tierarten, zu Obst, Biogas, Pflanzenschutz und Düngung sowie zu Grünen Berufen und Agrarumweltmaßnahmen.

Zur feierlichen Eröffnung des Erfurter Radringes und der Einweihung der landwirtschaftlichen Informationstafeln laden die Stadt Erfurt und der Thüringer Bauernverband alle Vertreterinnen und Vertreter der Medien herzlich ein.

Termin: Dienstag, 17. Mai 2022, 14.00 bis 15.00 Uhr
Ort:       Molsdorf; Straße An der Gera

Der Treffpunkt ist ausgeschildert, Parkplätze sind vor Ort ausreichend vorhanden. Die Veranstaltung eignet sich hervorragend für die Berichterstattung in Wort und Bild. Für das leibliche Wohl wird gesorgt.

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Medieninformation: Agrarministerkonferenz in Krisenzeiten. Nahrungsmittelversorgung – Leichtfertiges politisches Gerede wird der Lage nicht gerecht

Anlässlich der Agrarministerkonferenz fordert der Thüringer Bauernverband (TBV) die Agrarministerinnen und -minister der Bundesländer sowie Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir dazu auf, die Folgen des Ukraine-Krieges und der europäischen Sanktionen auf die Nahrungsmittelversorgung ernst zu nehmen. „Statt leichtfertig mit einer substanzlosen Teller-gegen-Trog-Diskussion Nebelkerzen für die Öffentlichkeit zu zünden, müssen die politische Verantwortlichen die wirtschaftliche und ökologische Wirklichkeit zu Kenntnis nehmen“, so die Forderung von Katrin Hucke, TBV-Hauptgeschäftsführerin. „Futtergetreide für Tiere kann nicht 1:1 als Brotgetreide verwendet werden, auch lässt sich nicht auf allen Flächen Qualitätsweizen anbauen. Hierfür notwendige Änderungen in der Fruchtfolge gefährden zudem die Bodenfruchtbarkeit, da hierdurch wichtige Pflanzennährstoffe verloren gehen“, so Hucke weiter.

Um die Sicherung der Nahrungsmittelversorgung in und außerhalb Europas zu gewährleisten, fordert der TBV die politisch Verantwortlichen zum einen auf, alles tun, um die explodierenden Produktionskosten für die Landwirtschaft zu senken. Das betrifft den Diesel, aber auch Pflanzenschutz- und Düngemittel, die auf absehbare Zeit nur eingeschränkt und zu exorbitant hohen Preisen erhältlich sein werden. Sollte es hier zu Ausfällen kommen, muss spätestens im nächsten Jahr deutlich geringere Ernten vorprogrammiert. Es müssen deshalb Maßnahmen ergriffen werden, die garantieren, dass auch bei Unterbrechungen der russischen Gaslieferungen hinreichende Produktionskapazitäten für Stickstoffdünger in Europa erhalten werden. Auch die Energiesteuer auf Treibstoffe gilt es vorübergehend auszusetzen werden, um die Kosten zu senken.

Zum anderen ist es aus Sicht der Thüringer Landwirtschaft zudem unabdingbar, die von Seiten der EU-Kommission vorgegebenen kurzfristigen Anpassungen bei der Gemeinsamen Agrarpolitik in Deutschland vollständig umzusetzen: „Während weltweit immer mehr Stimmen vor einer Nahrungskrise warnen, wollen wir hierzulande 4 Prozent der Flächen stilllegen. Das ist angesichts der Krise nicht zu rechtfertigen. Vielmehr müssen wir jetzt das vorhandene Potenzial für die Lebensmittelerzeugung vollständig nutzen“, so Hucke.

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