Pressemitteilungen

Medieninformation: Afrikanische Schweinepest und Corona-Pandemie

Medieninformation

Afrikanische Schweinepest und Corona-Pandemie

Sinkende Preise und fehlender Platz – Thüringer Schweinehalter*innen stehen mit dem Rücken zur Wand

Sinkende Erzeugerpreise für Schlachtschweine und fehlende Schlachtkapazitäten setzen die Thüringer Schweinehalter*innen wirtschaftlich zunehmend unter Druck. Ursächlich hierfür ist der Preisverfall wegen des Auftretens der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland und den Folgen der Corona-Pandemie. So sank aufgrund des Corona-bedingten Rückgangs der Schlachtkapazitäten der Erzeugerpreis für Schlachtschweine von 2,02 Euro (März 2020) je Kilogramm Schlachtgewicht auf 1,47 Euro (Sept. 2020). Nachdem im September erstmals die ASP bei einem Wildschwein in Deutschland nachgewiesen wurde, stürzte der Erzeugerpreis nochmals um 20 Cent auf heute 1,27 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht. Die finanziellen Folgen seien existenzbedrohend, so André Telle, Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Schweinehalter in Thüringen: „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Im Moment verzeichnen wir pro Mastschwein einen Verlust von 40 Euro. Bei einer Produktion von 17.000 Mastschweinen pro Woche bedeutet das ein Minus von 680.000 Euro für die Thüringer Betriebe. Und das jede Woche.“

Insbesondere die fehlenden Schlachtkapazitäten sind für die Schweinehalter*innen zunehmend problematisch. Verbleiben die Schweine in den Ställen und werden nicht abgeholt, werden sie immer größer und schwerer. Dadurch aber sinkt der Verkaufspreis weiter: Für Tiere, deren Gewicht nicht mehr in den optimalen Gewichtskorridor passt, d.h. die zu schwer und zu groß sind, zahlen die Schlachthöfe nur noch einen Preis von 0,71 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht. Dadurch können die wöchentlichen Verluste der Thüringer Schweinehalter*innen auf mehr als eine Million Euro ansteigen. Dies sei nicht hinnehmbar, so Dr. Klaus Wagner, Präsident des Thüringer Bauernverbandes: „Wir fordern umgehend finanzielle Hilfen für unsere schweinehaltenden Betriebe, wie sie in anderen von der Corona-Pandemie betroffen Branchen möglich sind. Auch muss die Abrechnungsmaske für Schlachtschweine geöffnet werden.“ Geschehe das nicht, so die Befürchtung des Bauernpräsidenten, stünden hier in Thüringen bald viele schweinehaltende Betriebe vor dem Aus. Das müsse verhindert werden: „Es kann doch nicht sein, dass die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie einseitig auf den Schultern der Schweinhalter*innen abgeladen werden.“ Um den Rückstau abzubauen, müssten zudem regionale Schlachtkapazitäten erhalten bleiben und die Schlachthöfe in die Lage versetzt werden, wieder unter voller Auslastung zu arbeiten, so die Forderung Wagners: „Den Schlachthöfen muss es möglich sein, die Arbeitszeiten unter Einhaltung der Arbeitsschutz- und Hygieneregeln flexibel gestalten zu können. Vor allem bewährte Hygienekonzepte müssen flächendeckend Anwendung finden.“

Die negative Entwicklung betrifft längst nicht mehr ausschließlich Mäster. Auch ferkelerzeugende Betriebe stehen zunehmend unter Druck, da den Mästern schlicht der Platz fehlt, um neue Tiere einzustallen. Das hat auch hier extreme Auswirkungen auf den Preis. Ferkel werden derzeit für 27 Euro gehandelt, am Spotmarkt werden sogar nur Preise von 10 bis 15 Euro bezahlt, während es 2019 noch über 70 Euro waren


Hintergrund

Der Überhang an Tieren steigt jede Woche weiter an und der Platz in den Ställen wird knapp. Derzeit beträgt der Schlachtschweinestau deutschlandweit ca. 570.000 Tiere. Bis zum Jahresende wird ein Überhang von bis zu einer Million Tieren prognostiziert. Nach Schätzungen der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands fehlen wöchentlich rund 80.000 Schlachtungen, um zu verhindern, dass der Überhang weiter anwächst. Um den Überhang abzubauen, bedarf es noch weitaus mehr Kapazitäten. Würden die Schlachtbetriebe ihre Produktion wieder auf 100 Prozent ausweiten, wären wöchentlich wieder 100.000 Schlachtungen mehr möglich.

>> PDF-Download Medieninformation

Kontakt

Axel Horn
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Telefon: +49 361 262 53 228
Mobil: +49 1520 1893 493
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Medieninformation: Sachkundeprüfung Isoflurannarkose

Medieninformation

Sachkundeprüfung Isoflurannarkose

Wir haben Schaden von unseren Schweinehalter*innen abwenden können

Der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Thüringens (IGS) und dem Thüringer Bauernverband (TBV) ist es im Dialog mit dem zuständigen Amtstierarzt und dem Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie gelungen, die Prüfungsmodalitäten für die Sachkundeprüfung zur Isolflurannarkose zu ändern. Dies war aus Sicht der Verbände zwingend notwendig geworden, nachdem in der ersten Prüfung nach dem Isofluran-Lehrgang in Thüringen 95 Prozent der Prüflinge nicht bestanden hatten. Grund hierfür war, dass es Diskrepanzen zwischen den Lehrinhalten und den Prüfungsfragen gegeben hatte. Auch waren die Fragestellungen und die zur Auswahl stehenden Antwortmöglichkeiten sachlich und fachlich falsch gewesen.

Die jetzt erreichten Änderungen der Modalitäten zur schriftlichen Isofluran-Sachkundeprüfung in Thüringen haben bestehende Missverständnisse allerdings nicht gänzlich behoben, sodass eine Angleichung an das Anforderungsniveau anderer Bundesländer nicht vollständig möglich war. „Mehr war leider nicht zu erreichen. Ich bin trotzdem froh, dass wir einen noch größeren Schaden von unseren Betrieben abwenden konnten“, so Bert Kämmerer, Schweinhalter aus der Geratal Agrar GmbH & Co KG in Andisleben, IGS-Mitglied und Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Erfurt-Sömmerda. Kritisch bleibt die Ungleichbehandlung der Teilnehmer*innen des ersten Lehrganges. Diese hätten bei anderen Voraussetzungen auch beim ersten Mal bestanden.

Die negative Entwicklung betrifft längst nicht mehr ausschließlich Mäster. Auch ferkelerzeugende Betriebe stehen zunehmend unter Druck, da den Mästern schlicht der Platz fehlt, um neue Tiere einzustallen. Das hat auch hier extreme Auswirkungen auf den Preis. Ferkel werden derzeit für 27 Euro gehandelt, am Spotmarkt werden sogar nur Preise von 10 bis 15 Euro bezahlt, während es 2019 noch über 70 Euro waren


Hintergrund

Ab dem Jahr 2021 ist die Ferkelkastration in Deutschland nur noch nach vorheriger Betäubung gestattet. Eine der Alternativen ist die Inhalationsnarkose mit Isofluran. Fast zwei Drittel der Thüringer Betriebe wollen ihre Mitarbeiter*innen entsprechend fachlich fit machen. Das Verfahren kann von den Landwirt*innen selbst durchgeführt werden, wenn sie erfolgreich an einem Lehrgang teilgenommen, die vorgeschriebenen theoretischen und praktischen Prüfungen bestanden haben und einen Sachkundenachweis besitzen.

>> PDF-Download Medieninformation

Kontakt

Axel Horn
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Telefon: +49 361 262 53 228
Mobil: +49 1520 1893 493
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Medieneinladung: Rücksichtnahme auf Feld- und Wirtschaftswegen

Medieneinladung

Rücksichtnahme auf Feld- und Wirtschaftswegen

Mehr gegenseitige Rücksichtnahme auf Feld- und Wirtschaftswegen

In Feld und Flur treffen verschiedene Interessen aufeinander, die manchmal zu Konflikten führen können. Der Thüringer Bauernverband möchte dafür werben, dass alle, die dort zusammentreffen, Rücksicht aufeinander nehmen.

„Zu diesem Zweck unterstützt der Thüringer Bauernverband alle Thüringer Landwirt*innen beim Anbringen von entsprechenden Hinweisen auf den Radwegen, mit denen zur gegenseitigen Rücksichtnahme aufgefordert wird“, so Bauernpräsident Dr. Klaus Wagner. Anlässlich des diesjährigen Ernteendes und dem Beginn der Aussaat, werden der Bauernpräsident, Landrat Harald Henning, Landwirt*innen sowie Gemeindevertreter*innen für die Öffentlichkeit das Auftragen der Hinweismarkierung „Rücksicht macht Wege breit“ mit Schablonen und Kreidespray auf einem Radweg für die Öffentlichkeit demonstrieren und erläutern.

Der Thüringer Bauernverband lädt hierzu alle Vertreter*innen der Medien herzlich ein.

Termin: Donnerstag, 8. Oktober 2020, 14.30 Uhr
Ort: Radweg Gramme Mühle, Kranichborner Weg, 99195 Alperstedt

Die Veranstaltung eignet sich hervorragend für die Berichterstattung in Wort und Bild.

Landwirtschaftliche Flächen dienen der Produktion von hochwertigen Nahrungs- und Futtermitteln. Unsere Landwirt*innen erreichen ihre Arbeitsflächen über Feld- und Wirtschaftswege, die auch als Radrouten oder Fußwege genutzt werden. Gerade in besonders arbeitsintensiven Zeiten, in denen die Landwirt*innen günstiges Wetter nutzen möchten, freuen sie sich über eine freie Fahrt zum Feld. Unsere Bitte ist, dass die Radfahrer*innen und Fußgänger*innen Rücksicht nehmen und dem landwirtschaftlichen Verkehr Vorrang gewähren.


Hintergrund

Ab dem Jahr 2021 ist die Ferkelkastration in Deutschland nur noch nach vorheriger Betäubung gestattet. Eine der Alternativen ist die Inhalationsnarkose mit Isofluran. Fast zwei Drittel der Thüringer Betriebe wollen ihre Mitarbeiter*innen entsprechend fachlich fit machen. Das Verfahren kann von den Landwirt*innen selbst durchgeführt werden, wenn sie erfolgreich an einem Lehrgang teilgenommen, die vorgeschriebenen theoretischen und praktischen Prüfungen bestanden haben und einen Sachkundenachweis besitzen.

>> PDF-Download Medieninformation

Kontakt

Axel Horn
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Telefon: +49 361 262 53 215
Mobil: +49 160 4715 951
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Medieninformation: BUND/NABU - Feldmausplage

Medieninformation

BUND/NABU - Feldmausplage

BUND und NABU machen sich die Welt, wie sie ihnen gefällt

Die heute vor der Thüringer Staatskanzlei demonstrierte Unterstützung von BUND und NABU für den Schutz des Feldhamsters und gegen den Einsatz von Rodentiziden zur Bekämpfung der Feldmausplage zeigt aus Sicht des Thüringer Bauernverbandes (TBV) einmal mehr, das die Umweltverbände alle Fakten ignorieren, wenn sie nicht in ihr Weltbild passen: „Anders als BUND und NABU behaupten, ist beim sachgerechten verdeckten Ausbringen von Rodentiziden kein Schaden bei Feldhamstern oder Greifvögeln zu befürchten. Das bestätigen sowohl das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit als auch das staatliche Julius-Kühn-Institut eindeutig“, so Katrin Hucke, Hauptgeschäftsführerin des TBV. „Es gibt auch keine Belege, dass Fressfeinde Feldmauspopulationen regulieren oder Schäden an Kulturpflanzen hinreichend verhindern würden“, so Hucke weiter. „Die Umweltverbände handeln hier wie Pippi Langstrumpf und machen sich die Welt, wie sie ihnen gefällt. Das ist kein Umweltschutz, sondern schlicht weltfremd“, so die Kritik der Hauptgeschäftsführerin.

Auch das häufig empfohlene mehrfache grubbern oder pflügen der Felder zur Feldmausbekämpfung richtet aus Sicht des TBV mehr Schaden als Nutzen an: Es verursacht mehr CO2 und lässt die Böden schneller austrockenen. Die intensivere Bodenbearbeitung schädigt zudem die Bauten des zu schützenden Feldhamsters und vergrämt ihn nachhaltig. Der TBV fordert daher weiterhin den Einsatz von Rodentiziden, um die Feldmäuse zielgenau und effektiv bekämpfen zu können. Bei fachgerechter Ausbringung ist keine Beeinträchtigung des Feldhamsters zu befürchten.


Hintergrund

Die Feldmausplage hält in Thüringen weiterhin an und zerstört flächendeckend die Kulturen auf den Feldern. Anfangs waren es die Getreidebestände, mittlerweile sind auch Zuckerrüben, Kartoffeln und Mais betroffen und ein Ende ist nicht in Sicht. Die neue Saat von Raps wächst und wird umgehend von Mäusen aufgefressen. Die Schäden liegen mittlerweile teilweise bei bis zu zwei Dritteln der Rapsflächen der Betriebe in den betroffenen Gebieten. Ganze Rapsflächen sind verloren.

Die inzestuöse Massenvermehrung von Mäusen tritt seit dem Mittelalter alle fünf bis zehn Jahre auf. Aufgrund des Klimawandels ist auch mit kürzer werdenden Abständen zu rechnen. Greifvögel und Niederwild, wie z.B. der Fuchs, reichen nicht aus, um die massenhafte Population der Feldmäuse zu dezimieren. Eine effiziente Form der Schadnagerbekämpfung, wie der Feldmaus, stellt der Einsatz von Rodentiziden dar. Rodentizide gehören zur Klasse der chemischen Pflanzenschutzmittel. Zur Bekämpfung von Schadnagern sind in Deutschland im Rahmen des Pflanzenschutzes lediglich Mittel mit dem Wirkstoff Zinkphosphid zugelassen. Zinkphosphidköder werden hierbei gezielt in die Löcher der Nagetiere abgelegt oder in geeigneten Köderstationen verwendet. Durch eine sachgerechte Ausbringung ist ein Schaden an Nichtzielorganismen (Feldhamster, Haselmaus, Greifvögel usw.) nicht gegeben, da kein direkter Kontakt zustande kommt.

>> PDF-Download Medieninformation

Kontakt

Axel Horn
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Telefon: +49 361 262 53 228
Mobil: +49 1520 1893 493
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Medieninformation: Feldmausplage 2020 - Entschädigungszahlungen

Medieninformation

Feldmausplage 2020 - Entschädigungszahlungen

Umweltministerin Anja Siegesmund zündet erneut Nebelkerze

Aus Sicht des Thüringer Bauernverbandes (TBV) sind die durch die Thüringer Umweltministerin Anja Siegesmund in Aussicht gestellten Entschädigungszahlungen für den Feldmausbefall keine Hilfe für die betroffenen Landwirt*innen. „Statt mit Steuergeld Probleme übertünchen zu wollen, brauchen wir pragmatische und schnell umsetzbare Lösungen zur Bekämpfung der Feldmäuse und zum Schutz des Feldhamsters“, so die Forderung von Dr. Klaus Wagner, Präsident des TBV. Hinzu kommt, dass Entschädigungszahlungen bei den meisten Landwirt*innen aus rechtlichen Gründen mit anderen Beihilfen verrechnet werden müssen. „Umweltministerin Anja Siegesmund zündet hier wieder eine Nebelkerze, die verstecken soll, dass sie den Landwirten im Freistaat in der schwierigen Situation nicht helfen will, obwohl die Möglichkeit besteht, wie das Beispiel Sachsen-Anhalt zeigt.“ so die Bewertung des Bauernpräsidenten. „Die kompromisslose Haltung des Thüringer Umweltministeriums führt dazu, dass sich Fronten verhärten und die Bereitschaft der Landwirte schwindet, sich noch im Artenschutz zu engagieren“, gibt Wagner zu bedenken.

Der Vorschlag seitens des Thüringer Umweltministeriums zur Feldmausbekämpfung, das sogenannte Schwarzmachen der Felder, also das vollständige Einarbeiten von Pflanzenmaterial durch mehrfaches Grubbern oder Pflügen, hilft, so die Einschätzung des TBV, nicht nur wenig, sondern schädigt die Umwelt und gefährdet die zu schützende Feldhamsterpopulation. Hinzu kommt, dass durch die intensive Bodenbearbeitung die Verdunstung des wichtigen Bodenwassers steigt, wodurch das Trockenheitsproblem weiter verschärf wird. Durch die intensivere Bodenbearbeitung werden zudem sowohl die Mäusegänge als auch die Bauten des zu schützenden Feldhamsters in Mitleidenschaft gezogen. Außerdem verringert sich durch das Schwarzmachen der Flächen das Futterdargebot für alle Arten.


Hintergrund

Die Feldmausplage hält in Thüringen weiterhin an und zerstört flächendeckend die Kulturen auf den Feldern. Anfangs waren es die Getreidebestände, mittlerweile sind auch Zuckerrüben, Kartoffeln und Mais betroffen und ein Ende ist nicht in Sicht. Die neue Saat von Raps wächst und wird umgehend von Mäusen aufgefressen. Die Schäden liegen mittlerweile teilweise bei bis zu 60 Prozent der Rapsflächen der Betriebe in den betroffenen Gebieten. Ganze Rapsflächen sind verloren. Die inzestuöse Massenvermehrung von Mäusen tritt i.d.R alle fünf bis zehn Jahre auf, aufgrund des Klimawandels ist auch mit kürzer werdenden Abständen zu rechnen. Trotz der Förderung von Greifvögeln oder Niederwild wie z.B. dem Fuchs, reichen diese Fressfeinde nicht aus, um die massenhafte Population der Feldmäuse zu dezimieren. Eine effiziente Form der Schadnagerbekämpfung, wie der Feldmaus, stellt der Einsatz von Rodentiziden dar. Rodentizide gehören zur Klasse der chemischen Pflanzenschutzmittel. Zur Bekämpfung von Schadnagern sind in Deutschland im Rahmen des Pflanzenschutzes lediglich Mittel mit dem Wirkstoff Zinkphosphid zugelassen. Zinkphosphidköder werden hierbei gezielt in die Löcher der Nagetiere abgelegt oder in geeigneten Köderstationen verwendet. Durch eine sachgerechte Ausbringung ist ein Schaden an Nichtzielorganismen (Feldhamster, Haselmaus, Greifvögel usw.) nicht gegeben, da der direkte Kontakt von

>> PDF-Download Medieninformation

Kontakt

Axel Horn
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Telefon: +49 361 262 53 228
Mobil: +49 1520 1893 493
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Medieninformation: Qualitätssicherung in der Tierhaltung

Medieninformation

Qualitätssicherung in der Tierhaltung

QS-System will zukünftig einheitliche Standards durchsetzen

Der Fachbeirat Rind und Schwein des Qualitätssicherungssystems QS hat in der letzten Woche beschlossen, zukünftig einen einheitlichen Standard für Schweinehalter*innen zu definieren, dessen Anforderungen sowohl für alle deutschen als auch für alle ausländischen Lieferanten gelten sollen. Konkret geht es dabei um das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration, welches in Deutschland ab Januar 2021 gilt. Zukünftig sollen im QS-System nur noch Ferkel anerkannt werden, die entsprechend einer Positivliste der in Deutschland zugelassenen Kastrationsverfahren kastriert wurden. Damit wären die in den Niederlanden zugelassene CO2-Betäubung sowie die in Dänemark praktizierte Kastration unter Lokalanästhesie auch für ausländische Ferkel nicht mehr zulässig, wenn diese mit dem QS-Label vermarktet werden sollen. Weiterhin sollen zukünftig auch die höheren Anforderungen an die Haltung von Sauen, welche mit der Verabschiedung der neuen Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung auf die deutschen Sauenhalter*innen zukommen, auch für ausländische Landwirt*innen gelten.

„Aus Sicht der Erzeuger ist das ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Eine zügige und konsequente Umsetzung kann einen Beitrag zur Zukunftssicherung der einheimischen Schweinehaltung leisten.“, kommentiert die Geschäftsführerin des Thüringer Bauernverbandes Katrin Hucke die Entscheidung des QS-Fachbeirates. André Telle, Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Schweinehalter in Thüringen, ergänzt in diesem Zusammenhang: „Jetzt ist es wichtig, dass die geplante Übergangsfrist bis Ende 2021 auch eingehalten wird. Bis dahin müssen auch ausländische Lieferanten den deutschen Vorgaben entsprechen, die zum Teil deutlich über den europäischen Standard hinausgehen.“


Hintergrund

Das QS-Prüfzeichen steht für geprüfte Qualitätssicherung bei frischen Lebensmitteln. Im QS-System geprüfte Produkte tragen das bekannte blaue Label. Lebensmittel mit dem QS-Prüfzeichen haben einen genau dokumentierten und kontrollierten Lebenslauf. So ist der Weg eines Rindersteaks vom Tierhalter über den Schlachthof und den Metzger bis zum Supermarkt oder bei Äpfeln und Tomaten vom Erzeuger über den Großhändler bis in den Lebensmitteleinzelhandel klar nachvollziehbar. Das Prüfsystem für Lebensmittel umfasst alle Stufen der Lebensmittelkette. Für alle teilnehmenden Betriebe bei QS gelten strenge Anforderungen, etwa zur Rückverfolgbarkeit oder zur Hygiene. Unabhängige Prüfer*innen kontrollieren regelmäßig, ob die Anforderungen eingehalten werden.

Mittlerweile stammen 95 Prozent des Schweine- und Geflügelfleisches aus deutscher Produktion aus QS-zertifizierten Betrieben. Bei Rindfleisch liegt der Anteil bei 85 Prozent. 13,5 Prozent der QS-lieferberechtigten Betriebe stammen aus europäischen Nachbarländern.

>> PDF-Download Medieninformation

Kontakt

Axel Horn
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Telefon: +49 361 262 53 228
Mobil: +49 1520 1893 493
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Medieninformation: 27. Landeserntedankfest in Erfurt

Medieninformation

27. Landeserntedankfest in Erfurt

Immer verfügbare Lebensmittel sind keine Selbstverständlichkeit

Während des diesjährigen Landeserntedankfestes am 26. September der St.-Wigberti-Kirche in Erfurt äußerte der Präsident des Thüringer Bauernverbandes Dr. Klaus Wagner mit Blick auf die Corona-Pandemie die Hoffnung, dass diese zu einem stärkeren Bewusstsein für die Bedeutung Leistung der Landwirt*innen geführt habe: „Vielen Menschen wurde in der Pandemie bewusst, dass immer verfügbare Lebensmittel keine Selbstverständlichkeit sein müssen. Die Befürchtung, ohne Essen zu Bett gehen zu müssen, rückte bei vielen gefühlt näher“, so Wagner. Während seiner Ansprache betonte der Bauernpräsident die besondere Stellung des Erntedankfestes für die Landwirt*innen. „Dieser Tag ist ein Moment der Dankbarkeit, Dankbarkeit für das Gegebene und das Gleistete.“

Wagner erinnerte auch daran, dass die Landwirtschaft in diesem Jahr vielerorts mit der Unbill des Wetters zu kämpfen hatte, darunter größeren Trockenperioden, Spätfrösten zu den Eisheiligen und einer massiven Feldmausplage, die die Ernteergebnisse vieler Landwirt*innen schmälerte. Die insgesamt leicht unterdurchschnittliche Ernte der Thüringer Landwirt*innen war erst durch die Niederschläge im Mai und Juni möglich geworden. Noch im April bestand die akute Gefahr eines dritten Dürrejahres in Folge.

Während des ökumenischen Gottesdienstes übergab der Bauernpräsident vor rund 50 Anwesenden sieben traditionelle Erntekronen der Thüringer Landfrauen an den Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow, Sozialministerin Heike Werner sowie weitere Repräsentant*innen des Freistaates, der Kirchen und der Stadt Erfurt. Aufgrund der Corona-Pandemie fand in diesem Jahr der Gottesdienst und die sich anschließende Bauernmahlzeit unter strikten Hygieneregeln statt, auf den traditionellen Bauernmarkt mit dem landesweit beliebten Unterhaltungsprogramm wurde verzichtet.

>> PDF-Download Medieninformation

Kontakt

Katja Förster
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Telefon: +49 361 262 53 229 Mobil: +49 177 711 39 74 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Thüringer Bauernverband e.V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Tel.: +49 (0)361 262 530
Fax: +49 (0)361 262 532 25
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Kontakt
1000 Zeichen noch.