Pressemitteilungen

Medieninformation: Investitionsförderung und Zukunftsprogramm Landwirtschaft

Dilettantismus macht Vergabe der „Bauernmilliarde“ zum Rohrkrepierer

 

Die Beantragung einer Förderung für besondere umwelt- und klimaschonende Bewirtschaftungsweisen im Rahmen des Investitions- und Zukunftsprogramms (sog. Bauernmilliarde) entpuppte sich gestern für die meisten Landwirte als Rohrkrepierer. Unter der Last der Anfragen brach das Onlineportal der landwirtschaftlichen Rentenbank zusammen, so dass die meisten Landwirte außer der Meldung „server error“ oder „Seite nicht erreichbar“ wenig zu sehen bekamen. Am Abend erschien dann unvermittelt die Mitteilung, das so viele Zuschussanträge im Onlineportal eingegangen seien, dass die für das erste Halbjahr 2021 eingeplanten Haushaltsmittel für Maschinen und Geräte der Außenwirtschaft von 72,5 Millionen Euro bereits ausgeschöpft sind. Nur für Wirtschaftsdüngerlager ist aktuell eine Antragstellung im Onlineportal möglich. „Dilettantisch– anders kann man die zentrale Vergabe über die Landwirtschaftliche Rentenbank nicht bezeichnen“, so die harsche Kritik des Präsidenten des Thüringer Bauernverbandes Dr. Klaus Wagner am gestrigen Vergabeverfahren. „Statt auf diesem intransparenten Weg die Mittel zu vergeben, hätte man auf bewährte Wege der Fördervergabe wie die der Thüringer Aufbaubank setzen müssen. Im Ergebnis konnte, soweit uns bekannt ist, kein einziger Thüringer Landwirt einen Antrag stellen. Wichtige Zukunftsinvestitionen in besseren Umwelt- und Klimaschutz bleiben so vielerorts auf der Strecke.“

Neben dem Vergabeverfahren steht auch die Höhe des Fördervolumens in der Kritik. „72,5 Millionen Euro für Maschinen reichen bundesweit nur für rund 2.000 Anträge. Das ist viel zu wenig, wenn man den Umfang der notwendigen Investitionen sieht, um den immer höher werdenden Ansprüchen an Klima, Umwelt, der grünen Agrarwende gerecht zu werden“, so Wagner. Der Bauernverband fordert deshalb, dass das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zeitnah zunächst verfügt, Mittel aus dem Jahr 2022 vorzuziehen, damit alle investitionswilligen Landwirte die Möglichkeit erhalten, eine Förderung zu beantragen.

 

Hintergrundinformation

 

Das Investitions- und Zukunftsprogramm (IuZ) ist finanziell, mit 815 Millionen Euro, der größte Teil der „Bauernmilliarde“. Zweck dieses Zukunftsprogramms ist die Förderung der Landwirtschaft und des Gartenbaus bei Investitionen zur Anpassung an besondere umwelt- und klimaschonende Bewirtschaftungsweisen. Dabei werden die drei Förderbereiche Maschinen und Geräte der Außenwirtschaft, Anlagen und Bauten zur Lagerung von Wirtschaftsdüngern sowie Technik zur Separierung von flüssigen Wirtschaftsdüngern unterschieden. 2021 stehen insgesamt 207 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Mittel werden allerdings zeitlich separiert und auf die Fördertatbestände portioniert. Dies bedeutet, dass für das erste Halbjahr 2021 insgesamt 72,5 Millionen Euro für Maschinen, 26 Millionen Euro für die Lagerstättenerweiterung für Wirtschaftsdünger und 5 Millionen Euro für die Gülleseparierung zur Verfügung stehen. Sollten die Mittel in einem oder mehreren Förderbereichen vor Ablauf des Halbjahres ausgeschöpft sein, dann setzt die Landwirtschaftliche Rentenbank eine Antragspause für einen oder mehrere Förderbereiche bis zum Beginn des zweiten Halbjahres. Das bedeutet, dass das Onlineportal für diesen Förderbereich erst zum 1. Juli wieder öffnet.

 


Downloads: PDF-Download Medieninformation

 

Kontakt

Axel Horn
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Telefon: +49 361 262 53 228
Mobil: +49 1520 1893 493
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Medieninformation: Verbandswahlen 2020

Dr. Klaus Wagner als Thüringer Bauernpräsident wiedergewählt

96 Prozent der Delegierten stimmen für eine zweite Amtszeit

Die Delegierten des Thüringer Bauernverbandes haben den amtierenden Präsidenten Dr. Klaus Wagner mit überzeugender Mehrheit wiedergewählt. Wagner erhielt in der Corona-bedingt als Briefwahl durgeführten Abstimmung in geheimer Wahl 139 der 145 abgegebenen gültigen Delegiertenstimmen aus den Thüringer Regional- und Kreisbauernverbänden. Das entspricht einem Anteil von rund 96 Prozent. Damit ist Wagner für weitere vier Jahre Präsident des TBV.

Der 50-jährige Wagner leitet als Geschäftsführer die Geschicke der Universal-Agrar GmbH in Riethnordhausen, die im Norden der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt und im Landkreis Sömmerda Flächen bewirtschaftet. Wagner wurde im Dezember 2016 erstmals zum Präsidenten des Thüringer Bauernverbandes gewählt. Seitdem ist der zweifache Familienvater das Gesicht der Thüringer Landwirtschaft und führt in seiner Funktion als Bauernpräsident die vielfältigen Interessen der Thüringer Landwirte und des ländlichen Raumes zusammen. Wagner zeigte sich nach der Wahl entschlossen, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln für die Interessen der Thüringer Landwirt*innen zu kämpfen. „In der aktuell extrem angespannten Lage auf den Höfen und Betrieben braucht es eine starke berufsständische Interessenvertretung mehr denn je. Wenn es uns nicht gelingt, unserenberechtigten Anliegen Gehör zu verschaffen, stehen viele landwirtschaftliche Betriebe bald vor dem aus. Ich bin mir dieser großen Verantwortung bewusst und werde mich auch in den nächsten vier Jahren mit aller Kraft in Politik und Gesellschaft für unseren Berufsstand einsetzen“, so Wagner.

Auch mit Blick auf Wahl der Vizepräsidenten des Thüringer Bauernverbandes entschieden sich die Delegiertenfür Kontinuität. Mit ihren Stimmen sprachen sie nahezu geschlossen den bisher amtierenden und erneut zur Wahl angetretenen drei Kandidaten das Vertrauen aus. Neben Dr. Lars Fliege, Geschäftsführer der Agrargesellschaft Pfiffelbach mbH, wurden Udo Große, Vorstandsvorsitzender Agrargenossenschaft Reinstäd eG, und Toralf Müller, Vorstandsvorsitzender Agrarunternehmen Pfersdorf eG, in ihrem Amt als Vizepräsidenten bestätigt.

Präsident und Vizepräsidenten des Thüringer Bauernverbandes werden durch die Delegierten aus den Thüringer Regional- und Kreisbauernverbänden in einer Landesvertreterversammlung des Verbandes, für vier Jahre gewählt. Um gewählt zu werden, ist in geheimer Wahl die Mehrheit der abgegebenen Stimmen der Landesvertreterversammlung notwendig. Corona-bedingt wurde die Wahl in diesem Jahr als Briefwahl durchgeführt. Insgesamt waren in diesem Jahr waren 187 Delegierte stimmberechtigt. 152 haben ihr Stimmrecht wahrgenommen.


Foto: Dr. Klaus Wagner; TBV
Downloads: Presseartikel | Pressefoto 1 | Pressefoto 2 | Pressefoto 3


Kontakt

Axel Horn
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Telefon: +49 361 262 53 228
Mobil: +49 1520 1893 493
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Medieninformation: Thüringer Milchkönigin 2020-2022

Neue Thüringer Milchkönigin gekrönt


Die 20-jährige Lucie Kosemetzky aus Riethnordhausen ist heute zur Thüringer Milchkönigin gekrönt worden. Corona-bedingt erfolgte die Krönung virtuell während einer Onlinekonferenz im Beisein des Thüringer Landwirtschaftsministers Benjamin-Immanuel Hoff und des Vorsitzenden der Landesvereinigung Thüringer Milch Dr. Klaus Wagner. Kosemetzky ist bereits die sechste Botschafterin der Thüringer Milch und wird die nächsten zwei Jahre für das Image der Milch und Milchprodukte sowie der Landwirtschaft werben. Sie zeigte sich hocherfreut angesichts der neuen Aufgabe: „Ich bin sehr stolz, in den kommenden Jahren den Thüringer Milcherzeugern und Milchverarbeitern in der Öffentlichkeit ein Gesicht zu geben. Ich will in meinem Amt versuchen, auch mit kritischen Verbraucherinnen und Verbrauchern ins Gespräch zu kommen und ihnen zeigen, wie moderne Milcherzeugung aussieht und welchen Mehrwert diese für Mensch und Tier erbringt“, so Kosemetzky.

Die neue Milchkönigin erlangte ihr landwirtschaftliches Fachwissen durch eine Ausbildung zur Landwirtin sowie durch zahlreiche in- und ausländische Praktika. Aktuell studiert sie an der Hochschule Anhalt in Bernburg, wo sie u.a. im Junge DLG-Hochschulteam mitarbeitet, in dem engagierte Studentinnen und Studenten frische Ideen und neue Perspektiven für die heimische Landwirtschaft entwickeln.

Hintergrund


An dem Wettbewerb zur Auswahl der Thüringer Milchkönigin, der von der Landesvereinigung Thüringer Milch e.V. (LVTM) und der Thüringer Melkergemeinschaft e.V. ins Leben gerufen wurde, hatten im Vorfeld mehrere junge Thüringerinnen teilgenommen. Alle Teilnehmerinnen hatten sich exzellent vorbereitet und stellten ihr Können engagiert und selbstbewusst vor einer mehrköpfigen Jury dar. Bestehen mussten sie in einem Wissenstest und einem Kurzvortrag. Außerdem bestimmten sie verschiedene Milchprodukte anhand von Geschmack und Aussehen.

Die LVTM ist eine freiwillige Vereinigung der Organisationen der Thüringer Milcherzeuger, der Thüringer Molkereien und Käsereien sowie aller an der Milchwirtschaft beteiligten Wirtschaftskreise. Ihre Aufgabe liegt in der Durchführung von Maßnahmen zur Förderung der Qualität von Milch und Milchprodukten auf der Grundlage des Milch- und Fettgesetzes.



Downloads: Presseartikel | Pressefoto


Kontakt

Axel Horn
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Telefon: +49 361 262 53 228
Mobil: +49 1520 1893 493
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Medieninformation: LIDL und REWE erhöhen Verkaufspreise für Schweinefleisch

Medieninformation

LIDL und REWE erhöhen Verkaufspreise für Schweinefleisch

Landwirte brauchen keine Almosen, sondern Perspektive

Der Thüringer Bauernverband (TBV) begrüßt den Aufschlag auf den Verkaufspreis für Schweinefleisch durch die Lebensmitteleinzelhändler LIDL und REWE. Allerdings lösen diese Aufschläge das grundsätzliche Strukturproblem nicht. Nach wie vor komme vom Verkaufspreis für Lebensmittel zu wenig bei den Landwirten an. Daher müsse die aggressive Niedrigpreispolitik des Lebensmitteleinzelhandels endlich beendet werden: „Statt gönnerhaft Almosen zu verkünden, müssen alle Lebensmitteleinzelhändler darauf hinwirken, die grundsätzlichen Strukturen im Sinne der Lebensmittelerzeuger anzupassen“, so Katrin Hucke, Hauptgeschäftsführerin des TBV. „Nur so bekommen unsere heimischen Landwirte wieder eine Perspektive und nur so werden die Verbraucher auch zukünftig regionale Lebensmittel in den Supermarktregalen finden“, so Hucke weiter.

Schon heute beträgt der Selbstversorgungsgrad für Schweinefleisch in Thüringen nur noch 70 Prozent. Auch bei der heimischen Milchproduktion sind Jahren ein starker Rückgang und zahlreiche Betriebsaufgaben zu verzeichnen. Daher fordert der TBV, dass die hierzulande hohen Produktions- und Tierwohlstandards angemessen honoriert werden. „Wir fordern ein klares und auch langfristiges Bekenntnis zur heimischen Landwirtschaft. Dazu reichen einmalige Zugeständnisse nicht aus“, so Hucke.


Hintergrund

Nachdem gestern bereits LIDL angekündigt hat, ausgewählte Produkte aus dem Schweinefleischsortiment mit einem Preisaufschlag von einem Euro je kg zu versehen, meldete heute auch die REWE Group, den Preis für Schweinefleisch auf das Marktniveau vor Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest anzuheben.

Aufgrund des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest und der COVID19-Pandemie waren die Preise für Mastschweine dramatisch eingebrochen. Noch zu Beginn des Jahres erhielten die Landwirte rund zwei Euro je kg Schlachtgewicht. Heute liegt der Preis bei 1,19 Euro. In der Summe fehlen damit 50 Euro je Schwein, um die Kosten der Haltung zu decken.

Auch die Auszahlungspreise für Milch liegen auf einem sehr niedrigen Niveau. Im Oktober lag der bundesweite durchschnittliche Auszahlungspreis für einen Liter Milch bei 32,6 Cent. Zur Vollkostendeckung benötigen die Landwirte jedoch weit über 40 Cent je Liter Milch.

PDF-Download Medieninformation

Kontakt

Axel Horn
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Telefon: +49 361 262 53 228
Mobil:+49 1520 1893 493
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Medieninformation: Afrikanische Schweinepest und Corona-Pandemie

Medieninformation

Afrikanische Schweinepest und Corona-Pandemie

Sinkende Preise und fehlender Platz – Thüringer Schweinehalter*innen stehen mit dem Rücken zur Wand

Sinkende Erzeugerpreise für Schlachtschweine und fehlende Schlachtkapazitäten setzen die Thüringer Schweinehalter*innen wirtschaftlich zunehmend unter Druck. Ursächlich hierfür ist der Preisverfall wegen des Auftretens der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland und den Folgen der Corona-Pandemie. So sank aufgrund des Corona-bedingten Rückgangs der Schlachtkapazitäten der Erzeugerpreis für Schlachtschweine von 2,02 Euro (März 2020) je Kilogramm Schlachtgewicht auf 1,47 Euro (Sept. 2020). Nachdem im September erstmals die ASP bei einem Wildschwein in Deutschland nachgewiesen wurde, stürzte der Erzeugerpreis nochmals um 20 Cent auf heute 1,27 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht. Die finanziellen Folgen seien existenzbedrohend, so André Telle, Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Schweinehalter in Thüringen: „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Im Moment verzeichnen wir pro Mastschwein einen Verlust von 40 Euro. Bei einer Produktion von 17.000 Mastschweinen pro Woche bedeutet das ein Minus von 680.000 Euro für die Thüringer Betriebe. Und das jede Woche.“

Insbesondere die fehlenden Schlachtkapazitäten sind für die Schweinehalter*innen zunehmend problematisch. Verbleiben die Schweine in den Ställen und werden nicht abgeholt, werden sie immer größer und schwerer. Dadurch aber sinkt der Verkaufspreis weiter: Für Tiere, deren Gewicht nicht mehr in den optimalen Gewichtskorridor passt, d.h. die zu schwer und zu groß sind, zahlen die Schlachthöfe nur noch einen Preis von 0,71 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht. Dadurch können die wöchentlichen Verluste der Thüringer Schweinehalter*innen auf mehr als eine Million Euro ansteigen. Dies sei nicht hinnehmbar, so Dr. Klaus Wagner, Präsident des Thüringer Bauernverbandes: „Wir fordern umgehend finanzielle Hilfen für unsere schweinehaltenden Betriebe, wie sie in anderen von der Corona-Pandemie betroffen Branchen möglich sind. Auch muss die Abrechnungsmaske für Schlachtschweine geöffnet werden.“ Geschehe das nicht, so die Befürchtung des Bauernpräsidenten, stünden hier in Thüringen bald viele schweinehaltende Betriebe vor dem Aus. Das müsse verhindert werden: „Es kann doch nicht sein, dass die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie einseitig auf den Schultern der Schweinhalter*innen abgeladen werden.“ Um den Rückstau abzubauen, müssten zudem regionale Schlachtkapazitäten erhalten bleiben und die Schlachthöfe in die Lage versetzt werden, wieder unter voller Auslastung zu arbeiten, so die Forderung Wagners: „Den Schlachthöfen muss es möglich sein, die Arbeitszeiten unter Einhaltung der Arbeitsschutz- und Hygieneregeln flexibel gestalten zu können. Vor allem bewährte Hygienekonzepte müssen flächendeckend Anwendung finden.“

Die negative Entwicklung betrifft längst nicht mehr ausschließlich Mäster. Auch ferkelerzeugende Betriebe stehen zunehmend unter Druck, da den Mästern schlicht der Platz fehlt, um neue Tiere einzustallen. Das hat auch hier extreme Auswirkungen auf den Preis. Ferkel werden derzeit für 27 Euro gehandelt, am Spotmarkt werden sogar nur Preise von 10 bis 15 Euro bezahlt, während es 2019 noch über 70 Euro waren


Hintergrund

Der Überhang an Tieren steigt jede Woche weiter an und der Platz in den Ställen wird knapp. Derzeit beträgt der Schlachtschweinestau deutschlandweit ca. 570.000 Tiere. Bis zum Jahresende wird ein Überhang von bis zu einer Million Tieren prognostiziert. Nach Schätzungen der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands fehlen wöchentlich rund 80.000 Schlachtungen, um zu verhindern, dass der Überhang weiter anwächst. Um den Überhang abzubauen, bedarf es noch weitaus mehr Kapazitäten. Würden die Schlachtbetriebe ihre Produktion wieder auf 100 Prozent ausweiten, wären wöchentlich wieder 100.000 Schlachtungen mehr möglich.

>> PDF-Download Medieninformation

Kontakt

Axel Horn
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Telefon: +49 361 262 53 228
Mobil: +49 1520 1893 493
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Medieninformation: Sachkundeprüfung Isoflurannarkose

Medieninformation

Sachkundeprüfung Isoflurannarkose

Wir haben Schaden von unseren Schweinehalter*innen abwenden können

Der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Thüringens (IGS) und dem Thüringer Bauernverband (TBV) ist es im Dialog mit dem zuständigen Amtstierarzt und dem Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie gelungen, die Prüfungsmodalitäten für die Sachkundeprüfung zur Isolflurannarkose zu ändern. Dies war aus Sicht der Verbände zwingend notwendig geworden, nachdem in der ersten Prüfung nach dem Isofluran-Lehrgang in Thüringen 95 Prozent der Prüflinge nicht bestanden hatten. Grund hierfür war, dass es Diskrepanzen zwischen den Lehrinhalten und den Prüfungsfragen gegeben hatte. Auch waren die Fragestellungen und die zur Auswahl stehenden Antwortmöglichkeiten sachlich und fachlich falsch gewesen.

Die jetzt erreichten Änderungen der Modalitäten zur schriftlichen Isofluran-Sachkundeprüfung in Thüringen haben bestehende Missverständnisse allerdings nicht gänzlich behoben, sodass eine Angleichung an das Anforderungsniveau anderer Bundesländer nicht vollständig möglich war. „Mehr war leider nicht zu erreichen. Ich bin trotzdem froh, dass wir einen noch größeren Schaden von unseren Betrieben abwenden konnten“, so Bert Kämmerer, Schweinhalter aus der Geratal Agrar GmbH & Co KG in Andisleben, IGS-Mitglied und Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Erfurt-Sömmerda. Kritisch bleibt die Ungleichbehandlung der Teilnehmer*innen des ersten Lehrganges. Diese hätten bei anderen Voraussetzungen auch beim ersten Mal bestanden.

Die negative Entwicklung betrifft längst nicht mehr ausschließlich Mäster. Auch ferkelerzeugende Betriebe stehen zunehmend unter Druck, da den Mästern schlicht der Platz fehlt, um neue Tiere einzustallen. Das hat auch hier extreme Auswirkungen auf den Preis. Ferkel werden derzeit für 27 Euro gehandelt, am Spotmarkt werden sogar nur Preise von 10 bis 15 Euro bezahlt, während es 2019 noch über 70 Euro waren


Hintergrund

Ab dem Jahr 2021 ist die Ferkelkastration in Deutschland nur noch nach vorheriger Betäubung gestattet. Eine der Alternativen ist die Inhalationsnarkose mit Isofluran. Fast zwei Drittel der Thüringer Betriebe wollen ihre Mitarbeiter*innen entsprechend fachlich fit machen. Das Verfahren kann von den Landwirt*innen selbst durchgeführt werden, wenn sie erfolgreich an einem Lehrgang teilgenommen, die vorgeschriebenen theoretischen und praktischen Prüfungen bestanden haben und einen Sachkundenachweis besitzen.

>> PDF-Download Medieninformation

Kontakt

Axel Horn
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Telefon: +49 361 262 53 228
Mobil: +49 1520 1893 493
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Medieneinladung: Rücksichtnahme auf Feld- und Wirtschaftswegen

Medieneinladung

Rücksichtnahme auf Feld- und Wirtschaftswegen

Mehr gegenseitige Rücksichtnahme auf Feld- und Wirtschaftswegen

In Feld und Flur treffen verschiedene Interessen aufeinander, die manchmal zu Konflikten führen können. Der Thüringer Bauernverband möchte dafür werben, dass alle, die dort zusammentreffen, Rücksicht aufeinander nehmen.

„Zu diesem Zweck unterstützt der Thüringer Bauernverband alle Thüringer Landwirt*innen beim Anbringen von entsprechenden Hinweisen auf den Radwegen, mit denen zur gegenseitigen Rücksichtnahme aufgefordert wird“, so Bauernpräsident Dr. Klaus Wagner. Anlässlich des diesjährigen Ernteendes und dem Beginn der Aussaat, werden der Bauernpräsident, Landrat Harald Henning, Landwirt*innen sowie Gemeindevertreter*innen für die Öffentlichkeit das Auftragen der Hinweismarkierung „Rücksicht macht Wege breit“ mit Schablonen und Kreidespray auf einem Radweg für die Öffentlichkeit demonstrieren und erläutern.

Der Thüringer Bauernverband lädt hierzu alle Vertreter*innen der Medien herzlich ein.

Termin: Donnerstag, 8. Oktober 2020, 14.30 Uhr
Ort: Radweg Gramme Mühle, Kranichborner Weg, 99195 Alperstedt

Die Veranstaltung eignet sich hervorragend für die Berichterstattung in Wort und Bild.

Landwirtschaftliche Flächen dienen der Produktion von hochwertigen Nahrungs- und Futtermitteln. Unsere Landwirt*innen erreichen ihre Arbeitsflächen über Feld- und Wirtschaftswege, die auch als Radrouten oder Fußwege genutzt werden. Gerade in besonders arbeitsintensiven Zeiten, in denen die Landwirt*innen günstiges Wetter nutzen möchten, freuen sie sich über eine freie Fahrt zum Feld. Unsere Bitte ist, dass die Radfahrer*innen und Fußgänger*innen Rücksicht nehmen und dem landwirtschaftlichen Verkehr Vorrang gewähren.


Hintergrund

Ab dem Jahr 2021 ist die Ferkelkastration in Deutschland nur noch nach vorheriger Betäubung gestattet. Eine der Alternativen ist die Inhalationsnarkose mit Isofluran. Fast zwei Drittel der Thüringer Betriebe wollen ihre Mitarbeiter*innen entsprechend fachlich fit machen. Das Verfahren kann von den Landwirt*innen selbst durchgeführt werden, wenn sie erfolgreich an einem Lehrgang teilgenommen, die vorgeschriebenen theoretischen und praktischen Prüfungen bestanden haben und einen Sachkundenachweis besitzen.

>> PDF-Download Medieninformation

Kontakt

Axel Horn
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Telefon: +49 361 262 53 215
Mobil: +49 160 4715 951
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Thüringer Bauernverband e.V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Tel.: +49 (0)361 262 530
Fax: +49 (0)361 262 532 25
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Kontakt
1000 Zeichen noch.