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Medieninformation: Feldmausplage 2020 - Notfallzulassung

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Feldmausplage 2020 - Notfallzulassung

Notfallzulassung zwingt zur Fortsetzung des Irrwitzes

Die gestern erteilte Notfallzulassung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) ist aus Sicht des Thüringer Bauernverbandes (TBV) in jeder Hinsicht unzureichend, da die Bekämpfung der Feldmausplage für nahezu alle betroffenen Thüringer Landwirt*innen weiterhin unmöglich sein wird. Grund hierfür ist, dass sämtliche Auflagen, die einen Einsatz von Rodentiziden in weiten Teilen Thüringens verbieten, ausnahmslos bestehen bleiben. So dürfen auch zukünftig aus Artenschutzgründen in allen Gebieten, in denen Feldhamster oder Haselmäuse möglicherweise vorkommen könnten, sowie in allen FFH-Gebieten und Rastplätzen von Zugvögeln keine Rodentizide ausgebracht werden. „Damit ist eine selektive Bekämpfung der Feldmäuse auf nahezu allen betroffenen Flächen schlicht unmöglich.“, so TBV-Präsident Dr. Klaus Wagner. „Der Irrwitz geht somit weiter: Statt mit der Aussaat die Grundlage für eine erfolgreiche Ernte und damit unser aller Lebensmittelversorgung zu legen, füttern wir derzeit die Feldmäuse. Diese fressen nämlich die ausgesäten Körner und die jungen Pflanzen. Das ist nicht nur aus sozialer Sicht völlig widersinnig, sondern auch ökonomisch für uns Landwirt*innen desaströs“, so die Kritik des Bauernpräsidenten.

Aus Sicht der Landwirt*innen ist eine Gefährdung anderer Arten durch den Einsatz der Rodentizide nicht zu befürchten, was die Entscheidung des BVL umso unverständlicher macht: „Bei einer sachgerechten verdeckten Ausbringung von Rodentiziden entsteht kein Schaden bei den Feldhamstern oder den Greifvögeln. Das bestätigen nicht nur Studien des staatlichen Julius-Kühn-Instituts eindeutig, sondern auch das BVL selber“, so Wagner. Der Feldhamster ernährt sich von oberirdisch anfallendem Futter. Rodentizide werden jedoch verdeckt ausgebracht, sodass ein Kontakt durch den Feldhamster nicht besteht. Die Löcher der Feldmaus, in denen Köder ausgelegt werden dürfen, sind zu klein, als dass sich der Feldhamster Zugang verschaffen könnte.

Durch die Notfallzulassung ist in den Schutzgebieten eine Ausbringung von Rodentiziden nach wie vor erst ab 1. November möglich. Außerhalb der Artenschutzgebiete erlaubt die Notfallzulassung das Ausbringen des Pflanzenschutzmittels Ratron Giftweizen mit dem Wirkstoff Zinkphosphid vom 9. September 2020 bis 6. Januar 2021. Hierbei ist zusätzlich zu der bisher zugelassen Ausbringung mit der Legeflinte auch eine verdeckte Ausbringung mittels einer Köderlegemaschine (z.B. Wumaki Wühlmauspflug) möglich. Letzteres war bisher grundsätzlich verboten gewesen.

Alternativen zur Feldmausbekämpfung mit Rodentiziden, wie z.B. der verstärkte Einsatz des Pfluges, sind für die Feldhamster sehr problematisch, da hier neben den Mäusegängen auch Hamsterbauten zerstört werden. Zudem verringert sich durch die vermehrte Bodenbearbeitung das Futterdargebot nicht nur für die Feldmaus, sondern auch für den zu schützenden Feldhamster, da die Flächen „schwarz“ gemacht werden und brach liegen. Die vermehrten Erdbewegungen führen außerdem zur Vergrämung des Hamsters. Eine weitere Nebenwirkung intensiver Bodenbearbeitung ist die Schädigung der Bodenstruktur. Zudem steigt die Verdunstung des Wassers und der Boden trocknet aus, was gerade mit Blick auf die derzeitige Trockenheit problematisch ist. Auch der Aufbau von Humus verringert sich.


Hintergrund

Die inzestuöse Massenvermehrung von Mäusen tritt i.d.R alle 5 bis zehn Jahre auf. Zuletzt geschah dies 2015. Derzeit sind allein in den am stärksten betroffenen Landkreisen Erfurt, Gotha, Sömmerda, Weimarer Land, llmkreis und Greiz bis zu 80 Prozent der gesamten Acker- und Grünlandflächen von der Feldmausplage betroffen. Trotz der Förderung von Greifvögeln oder Niederwild wie z.B. dem Fuchs, reichen diese Fressfeinde nicht aus, um die massenhafte Population der Feldmäuse zu dezimieren.

Eine effiziente Form der Schadnagerbekämpfung, wie der Feldmaus, stellt der Einsatz von Rodentiziden dar. Rodentizide gehören zur Klasse der chemischen Pflanzenschutzmittel. Zur Bekämpfung von Schadnagern sind in Deutschland im Rahmen des Pflanzenschutzes lediglich Mittel mit dem Wirkstoff Zinkphosphid zugelassen. Zinkphosphidköder werden hierbei gezielt in die Löcher der Nagetiere abgelegt oder in geeigneten Köderstationen verwendet. Durch eine sachgerechte Ausbringung ist ein Schaden an Nichtzielorgansimen (Feldhamster, Haselmaus, Greifvögel usw.) nicht gegeben, da der direkte Kontakt von Nichtzielorganismen zu dem Präparat nicht besteht.

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Axel Horn
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Telefon: +49 361 262 53 228 Mobil:+49 1520 1893 493 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Medieninformation: Afrikanische Schweinepest jetzt auch in Deutschland nachgewiesen

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Afrikanische Schweinepest jetzt auch in Deutschland nachgewiesen

Exportbeschränkungen müssen regionalisiert werden

Der Thüringer Bauernverband (TBV) befürchtet als Folge des ersten Falls der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland einen Preisverfall für Schweinefleisch, der viele Thüringer Schweinhalter*innen vor existenzielle Probleme stellen kann. „Der Befund hat weitreichende Folgen für alle Schweinehalter*innen hierzulande. Es ist zu befürchten, dass der Export und damit auch der Preis für Schweinefleisch einbrechen wird, da die meisten Staaten, wie China, nur Fleisch aus ASP-freien Ländern akzeptieren“, so TBV-Präsident Dr. Klaus Wagner. Ein Preisverfall war auch in Belgien die Konsequenz, nachdem dort im September 2018 ein ASP-Fall bestätigt worden war.

Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie werden die Folgen der ASP aus Sicht des TBV besonders gravierend sein: „Der Preis, den die Landwirt*innen für ihre Mastschweine erhalten, ist in den letzten Monaten aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Schließung des Tönnies-Schlachthofes bereits enorm unter Druck geraten, so dass seit April der Umsatz in der Schweinemast die Vollkosten nicht mehr decken kann. Der jetzt zu befürchtende Preisverfall kann die Betriebe wirtschaftlich nochmals hart treffen“, so der Bauernpräsident. Eine Verstärkung des ohnehin schon anhaltenden Bestandsabbaus der letzten Jahre ist daher nicht auszuschließen. Um dem entgegenzuwirken, fordert Wagner, auch die Unterstützung der Politik: „Wir erwarten, dass sich die Bundesregierung jetzt massiv für eine Anerkennung der Regionalisierung durch Drittstaaten einsetzt. Exportbeschränkungen dürfen nur dort wirken, wo die ASP auch aufgetreten ist. Nur so wird es möglich sein, weiter Schweinefleisch aus Regionen wie Thüringen zu exportieren, die nicht von der ASP betroffen sind.“

Gestern war ein in Brandenburg tot aufgefundenen Wildschwein positiv auf das Virus der Afrikanischen Schweinepest getestet worden. Entsprechend der Schweinepest-Verordnung werden nun rund um den Fundort drei Zonen festgelegt, in denen unterschiedliche Restriktionen gelten. Ziel ist es, die Virusausbreitung zu unterbinden und dieses zu tilgen. Besonders betroffen sind diejenigen Betriebe, die in diesen Restriktionszonen liegen. Das Verbringen von Schweinen, z.B. zur Schlachtung, ist grundsätzlich verboten und nur unter äußerst strengen Auflagen möglich. Massiv werden aber auch die Auswirkungen sein, die den gesamten Schweinesektor treffen, also auch die Betriebe, die nicht innerhalb dieser Restriktionszonen liegen. Der Export in Drittländer wie China wird zum Erliegen kommen, da die meisten Länder nur Fleisch aus ASP-freien Ländern akzeptieren.

Im letzten Jahr wurden insgesamt 2,87 Millionen Tonnen Schweinefleisch aus Deutschland exportiert. Deutschland ist auf diesen Export von Schweinefleisch angewiesen, da von einem Schlachtkörper auf dem deutschen Markt nur rund 60 Prozent vermarktet werden können, weil hierzulande hauptsächlich Edelteile nachgefragt werden.

 

Hintergrund

Das Virus der Afrikanischen Schweinepest breitet sich seit 2007 von Georgien über Osteuropa flächendeckend aus. In vielen osteuropäischen Ländern wie Polen oder Ungarn ist die Seuchensituation nicht unter Kontrolle. Hier haben sich flächendeckend auch Hausschweine mit dem Virus infiziert. Während das Virus für den Menschen völlig ungefährlich ist, sterben nahezu alle infizierten Schweine innerhalb einer Woche. Das Virus ist extrem widerstandsfähig und bleibt über lange Zeit infektiös. Im Blut ist es z.B. bis zu 70 Tage, in konserviertem Schinken sogar bis zu sechs Monate ansteckend. Verbreitet wird das Virus vor allem durch Wildschweine und Menschen. Menschen tragen z.B. dazu bei, indem sie infizierte Lebensmittelabfälle unsachgemäß entsorgen, so dass diese von Wildschweinen gefressen werden können.

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Medieninformation: Erntepressekonferenz 2020

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Erntepressekonferenz 2020

Ernte 2020: Thüringer Landwirtschaft kommt mit einem blauen Auge davon

Thüringer Bauernverband und Thüringer Landwirtschaftsministerium stellen gemein- sam Ernteergebnisse 2020 vor Der Präsident des Thüringer Bauernverbandes (TBV) Dr. Klaus Wagner und der Thüringer Landwirtschaftsminister Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff präsentierten am 3. September auf dem Gelände der Landhandelsgesellschaft AHG in Erfurt der Öffentlichkeit die diesjährigen Ernteergebnisse.

Insgesamt haben wir bisher unterm Strich eine leicht unterdurchschnittliche Ente eingefahren. Das war Ende April so nicht zu erwarten. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen. Im April fiel gefühlt kein Regen, es drohte uns das dritte Dürrejahr in Folge“ so der Bauernpräsident. Die Ernte 2020 weist jedoch wieder erhebliche regionale Unterschiede auf. Vielerorts konnten sogar besser Ergebnisse erzielt werden, wohingegen im Thüringer Becken die Niederschläge für eine durchschnittliche Ernte nicht ausreichten.

Neben den negativen Folgen des Klimawandels sind es die politischen Rahmenbedingungen, die den Landwirt*innen in Thüringen zunehmend zu schaffen machen. Insbesondere der Anbau von Qualitätsweizen, der gefragt und für den Thüringen bekannt ist, wird durch die neue Düngeverordnung in Frage gestellt. Auch die durch die Umweltgesetzgebung blockierten Möglichkeiten zur gezielten Bekämpfung der Feldmausplage sind ein Beispiel für unverhältnismäßige Restriktionen die einem ganzheitlichen Handeln der Landwirt*innen die Grundlage entziehen.

„Wenn die Entwicklung so weiter geht, werden wir nicht mehr wirtschaftlich arbeiten können. Das bedeutet, dass wir regional nicht mehr ausreichend Lebensmittel produziert werden. “, so die Warnung des Bauernpräsidenten. „Eine daraus resultierende Verlagerung der europäischen Lebensmittelerzeugung ins Ausland, exportiert unsere Probleme in andere Erdteile ohne sie zu lösen. Das ist auch aus Umwelt- und Klimaschutzgründen desaströs. „Außerdem haben wir außerhalb Europas keinen Einfluss auf Umwelt- und Erzeugerstandards. Spätestens wenn wir die Bilder der brennenden Regenwälder sehen, wird uns das bewusst werden“, so Wagner weiter.


Hintergrund

In den meisten Regionen Thüringens fielen in diesem Winter nur geringe Niederschläge bei insgesamt sehr milden Temperaturen. Der Winter fiel quasi aus. Die Niederschläge im Frühjahr fielen ebenfalls atypisch: Während der Januar noch zu trocken war, konnten sich die Landwirt*innen im Februar über ausgiebige Niederschlägen freue, die die Spannungen hinsichtlich der Trockenheit etwas entschärften. Problematisch zeigte sich die Lage im April, als landesweit nur 5mm Niederschlag gemessen wurden, noch weniger als in den Dürrjahren zuvor. Regional im Mai und vor allem im Juni fielen demgegenüber teils ergiebige Niederschläge. Teilweise waren es in relativ kurzer Zeit mancherorts bis zu 40 Prozent des Jahresniederschlags. Diese Niederschläge haben die Ernte gerettet, denn es besteht durch die Dürrejahre immer noch ein enormes Bodenwasserdefizit. Anders als in den Vorjahren war es glücklicherweise nicht so heiß. Im Landesdurchschnitt lagen die Temperaturen um 2,4 Grad unter den Werten des Vorjahres. Dadurch gab es weniger Verdunstung, das Wasser kam eher bei den Pflanzen an.

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Medieninformation: Ernteergebnisse der Ökobetriebe 2020

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Ernteergebnisse ökologisch wirtschaftender Betriebe in Thüringen 2020

Leicht unterdurchschnittliche Ernte – regionale Strukturen müssen ausgebaut werden

Der Präsident des Thüringer Bauernverbandes (TBV) Dr. Klaus Wagner und der Thüringer Landwirtschaftsminister Benjamin-Immanuel Hoff präsentierten am 3. September auf dem Gelände der Landhandelsgesellschaft AHG in Erfurt der Öffentlichkeit die diesjährigen Ernteergebnisse. Der Bauernpräsident legte hierbei auch Ergebnisse der Ernteerhebung der ökologisch wirtschaftenden Betriebe vor und mahnte mit Blick auf die Förderung des ökologischen Landbaus an, auch die nachgelagerten Bereiche nicht zu vergessen. „Mehr Anbaufläche und bessere Ernteergebnisse als in den Vorjahren sind überaus erfreulich. Aber auch die nachgelagerten Bereiche müssen beachtet werden: Unsere Öko-Bauern müssen die Möglichkeit haben, ihr Getreide regional lagern, aufbereiten und verarbeiten zu können, wenn sie weiter wirtschaftlich arbeiten wollen. Dafür müssen die Voraussetzungen auch mit Blick auf die Landhandelsgesellschaften geschaffen und ausgebaut werden. Hier bedarf es auch einer Überprüfung der Fördermöglichkeiten“, so die Aufforderung des Bauernpräsidenten.

Zu dem nachgelagerten Bereich zählt auch die AHG. Diese lagert und schlägt seit 2003 Getreide um, das aus ökologisch wirtschaftenden Landwirtschaftsbetrieben kommt. Waren es zu Beginn nur 300 Tonnen pro Jahr, sind es in diesem Jahr bereits 3.000 Tonnen, Tendenz steigend. Auch Uwe Güttich, Prokurist der AHG, betont die Rolle des Unternehmens für die Zukunft der ökologischen Landwirtschaft: „Nur mit Unternehmen wie dem unseren ist auch im Ökobereich ein Wachstum möglich, ein Wachstum, welches von der Politik immer wieder gefordert wird.“

Insgesamt erzielten die Thüringer Ökobauern verglichen mit dem langjährigen Durchschnitt normaler Ertragsjahre eine leicht unterdurchschnittliche Ernte. So ist die Öko-Getreideernte im Vergleich zu den zwei vergangenen Jahren teilweise besser ausgefallen. Mit Ausnahme von Wintergerste und Sommergerste wurden bei allen Getreidearten höhere Erträge als im Vorjahr erzielt. Die stärksten positiven Ertragsunterschiede verglichen mit dem vierjährigen Ertragsmittel 2016-2019 waren bei Roggen, Triticale und Hafer zu verzeichnen.

Der bundesweit positive Trend der Ausweitung der ökologisch bewirtschaftenden Fläche setzte sich 2019 auch in Thüringen fort. So (mit Stand 31. Dezember 2019) wurde auf einer Fläche von 49.482 Hektar ökologisch produziert, das sind 2.845 Hektar mehr als im Vorjahr und entspricht 6,4 Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche im Freistaat, ein, im Vergleich zu 2014, Flächenanstieg von über 50 Prozent. Auch die Zahl der Ökobetriebe ist gewachsen. Von insgesamt 646 in Thüringen gemeldeten Öko-Unternehmen arbeiteten 401 Öko-Betriebe im Bereich der landwirtschaftlichen Erzeugung und Imkerei, teilweise mit eigener Verarbeitung und Direktvermarktung. Das macht 11,6 Prozent der Thüringer Landwirtschaftsbetriebe aus. Sowohl bei der Fläche als auch bei der Zahl der Ökobetriebe ist das der Rekordstand seit 1996.

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Medieneinladung: Erntepressekonferenz 2020

Medieneinladung

Erntepressekonferenz 2020

Ernte 2020: Landwirtschaft braucht regionale Wertschöpfungsketten

Gemeinsame Erntepressekonferenz des Thüringer Bauernverbandes und des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft

Die Ernte in Thüringen ist weitestgehend abgeschlossen. Regional geringe Niederschläge, vor allem im März und April, sowie ein Kälteeinbruch zu den Eisheiligen Mitte Mai haben in diesem Jahr die Ernte geprägt, deren Erträge und Qualitäten stark beeinflusst. Die genauen Zahlen werden der Öffentlichkeit am Donnerstag, den 3. September, ab 11 Uhr, auf der gemeinsamen Erntepressekonferenz des Thüringer Bauernverbandes (TBV) und des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) auf dem Gelände der AHG Agrarhandel GmbH in Erfurt vorgestellt.

Der TBV lädt hierzu gemeinsam mit dem TMIL und der AHG Agrarhandel GmbH alle Vertreter*innen der Medien sowie alle Interessierten herzlich ein.

Zeit: 3. September, 11 Uhr Ort: AHG Agrarhandel GmbH, Blumenstraße 70, 99092 Erfurt

Die Ergebnisse werden von Landwirtschaftsminister Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff und TBV-Präsident Dr. Klaus Wagner präsentiert. Wagner wird in seinen Ausführungen die diesjährige Ernte aus Sicht der Thüringer Landwirtschaft einordnen und die Erntezahlen der in Thüringen ökologisch wirtschaftenden Betriebe vorlegen. Anschließend wird Gastgeber Uwe Güttich, Vertriebsleiter der AHG Agrarhandel GmbH, den anwesenden Gästen das Unternehmen vorstellen und die Bedeutung der nachgelagerten Bereiche für die Thüringer Landwirtschaft umreißen. Die AHG ist ein unverzichtbarer Partner für zahlreiche landwirtschaftliche Unternehmen in Thüringen, was sie zu einem zentralen Teil der regionalen Wertschöpfungskette macht. Geplant ist, den Anwesenden einen Blick auf die Beprobung und Einlagerung des geernteten Getreides zu zeigen, weshalb sich die Veranstaltung auch hervorragend für eine Bildberichtberichterstattung eignet.

Bild- und Tonaufnahmen sind während der gesamten Veranstaltung möglich. Parkplätze sind vor Ort ausreichend vorhanden.

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Medieninformation: Kompromissvorschlag entpuppt sich als Luftnummer

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Kompromissvorschlag entpuppt sich als Luftnummer

Feldmausbekämpfung: Kompromissvorschlag der Thüringer Umwelt- und Agrarverwaltung entpuppt sich als Luftnummer

Der Thüringer Bauernverband (TBV) kritisiert das von der Umwelt- und Agrarverwaltung angedachte Verfahren zur Bekämpfung der Feldmausplage als realitätsfern. Aus Sicht des TBV sind die Vorschläge für die Genehmigung des Ausbringens von Rodentiziden in der bis zur Aussaat zur Verfügung stehenden Zeit schlicht undurchführbar. Das Verfahren sieht eine verpflichtende Begutachtung der von Feldmäusen befallen Flächen vor, um möglicherweise vorkommende Feldhamster zu schützen, bevor die Landwirt*innen die Feldmäuse mit Rodentiziden bekämpfen dürfen.

„Bis eine Begutachtung fertig ist, ist der jetzt anstehende Raps gesät, gekeimt und aufgefressen.“, so Dr. Lars Fliege, Vizepräsident des TBV und mit seinem Betrieb im Weimarer Land selbst stark betroffen von der diesjährigen Feldmäuseplage. „Der gefundene Kompromissvorschlag entpuppt sich als reine Luftnummer. Die Gutachterkapazitäten sind nicht ansatzweise ausreichend, um eine effektive Abarbeitung in der zur Verfügung stehenden Zeit zu gewährleisten. Es muss dringend ein anderes, schnelleres Verfahren gefunden werden.“, so Fliege weiter.

Allein in den am stärksten betroffenen Landkreisen Erfurt, Gotha, Sömmerda, Weimarer Land, llmkreis und Greiz sind derzeit bis zu 80 Prozent der gesamten Acker- und Grünlandflächen von der Feldmausplage betroffen. In den nächsten drei Wochen werden dort ca. 32.000 Hektar Winterraps ausgesät. Diesen Flächenumfang können die wenigen zur Verfügung stehenden Gutachter*innen in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht untersuchen. Bei einem Zeitbedarf von ca. einer Stunde auf einem Hektar Ackerland würden in den benannten Kreisen ca. 25.000 Arbeitsstunden anfallen. Sollten 100 Gutachter*innen zur Verfügung stehen, was derzeit nicht der Fall ist, würden diese bis Mitte Oktober brauchen, um die Flächen in den Landkreisen zu untersuchen.

Hinzu kommt, dass Kosten eines Gutachtens mindestens 50 Euro pro Hektar betragen. Zusammen mit den sonstigen Kosten für den Einsatz von Rodentiziden und den trotz Bekämpfungsmaßnahmen unvermeidbaren Schäden aufgrund des Zeitverzuges durch die Begutachtung, ist ein wirtschaftlicher Anbau von Raps kaum noch möglich. Erschwerend ist zudem, dass die Begutachtung nur auf Stoppelfeldern durchgeführt werden kann. Wer Raps säen will, der hat die Stoppeln aber bereits vor zwei bis drei Wochen umgebrochen, um der neuen Rapssaat ein gut abgesetztes, feinkrümeliges Saatbett zur Verfügung zu stellen.


Hintergrund

Rodentizide gehören zur Klasse der chemischen Pflanzenschutzmittel und dienen zur Bekämpfung von Schadnagern, wie der Feldmaus. Zur Bekämpfung von Schadnagern sind in Deutschland im Rahmen des Pflanzenschutzes lediglich Mittel mit dem Wirkstoff Zinkphosphid zugelassen. Zinkphosphidköder müssen in die Löcher der Nagetiere abgelegt oder in geeigneten Köderstationen verwendet werden. Durch eine sachgerechte verdeckte Ausbringung ist ein Schaden an Nichtzielorgansimen (Feldhamster, Haselmaus, Greifvögel usw.) nicht gegeben, da der direkte Kontakt von Nichtzielorganismen zu dem Präparat nicht besteht. Trotz der Förderung von Greifvögeln oder Niederwild wie z.B. dem Fuchs, reichen diese Fressfeinde nicht aus, um die massenhafte Population der Feldmäuse zu dezimieren.

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Medieneinladung: Rücksicht macht Wege breit

Medieneinladung:

Rücksicht macht Wege breit

Mehr gegenseitige Rücksichtnahme auf Feld- und Wirtschaftswegen

In Feld und Flur treffen verschiedene Interessen aufeinander, die manchmal zu Konflikten führen können. Der Thüringer Bauernverband möchte dafür werben, dass alle, die dort aufeinander treffen, Rücksicht aufeinander nehmen.

Landwirtschaftliche Flächen dienen der Produktion von hochwertigen Nahrungs- und Futtermitteln. Unsere Landwirt*innen erreichen ihre Arbeitsflächen über Feld- und Wirtschaftswege, die auch als Radrouten oder Fußwege genutzt werden. Gerade in besonders arbeitsintensiven Zeiten, in denen die Landwirt*innen günstiges Wetter möglichst nutzen möchten, freuen sie sich über eine freie Fahrt zum Feld. Unsere Bitte ist, dass die Radfahrer*innen und Fußgänger*innen Rücksicht nehmen und dem landwirtschaftlichen Verkehr Vorrang gewähren.

Zu diesem Zweck unterstützt der Thüringer Bauernverband alle Thüringer Landwirt*innen beim Anbringen von entsprechenden Hinweisen auf den Radwegen, mit denen zur gegenseitigen Rücksichtnahme aufgefordert wird. Anlässlich des diesjährigen Ernteendes und dem Beginn der Aussaat, wird für die Öffentlichkeit das Auftragen der Hinweismarkierung „Rücksicht macht Wege breit“ (siehe Foto) mit Schablonen und Kreidespray auf einem Radweg gezeigt und erläutert.

Der Thüringer Bauernverband lädt hierzu alle Vertreterinnen und Vertreter der Medien herzlich ein.

Termin: Donnerstag, 20. August 2020, 11 Uhr
Ort: Radweg im Weimarer Land Eberstedt/Auerstedt,
Dorfstraße 28/29, 99518 Eberstedt (Autos bitte auf dem angrenzenden Parkplatz der Mühle Eberstedt parken)

Die Veranstaltung eignet sich hervorragend für die Berichterstattung in Wort und Bild. Parkplätze sind auf dem angrenzenden Parkplatz der Mühle Eberstedt ausreichend vorhanden.


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