Pressemitteilungen

Medieninformation: Tag der Artenvielfalt 2020

Medieninformation:

Tag der Artenvielfalt 2020

Naturschutzprogramme müssen auf den Prüfstand –Landwirtschaftliches Engagement geht weiter

Zum Tag der Artenvielfalt erinnert der Thüringer Bauernverband (TBV) daran, dass sich zahlreiche Thüringer Landwirte im Freistaat aktiv für den Erhalt der Artenvielfalt engagieren. Allein in Thüringen haben sie u.a. mehr als 1.000 Hektar Blühflächen angelegt, was einer Fläche von rund 1.420 Fußballfeldern entspricht, auf denen zahlreiche Insekten ihren Lebensraum finden. „Als Landwirte arbeiten wir in und mit der Natur, nicht gegen sie, sind wir doch tagtäglich auf sie angewiesen. Wir stehen zu unserer Verantwortung, die Artenvielfalt in unserem Land zu erhalten und setzen uns, wie die zahlreichen Maßnahmen zeigen, aktiv dafür ein.“, so Dr. Klaus Wagner, Präsident des TBV.

Dass die Landwirtschaft durch die Flächenbewirtschaftung Einfluss auf die Artenvielfalt hat, ist unbestritten. Der fortschreitende Verlust an Artenvielfalt, wie im Bericht zur Lage der Natur aufgeführt, könne aber nicht einseitig auf die Arbeit der Landwirtschaft zurückgeführt werden, da seit Jahren die Viehbestände sowie der Umfang der landwirtschaftlich genutzten Flächen zurückgehen. Dies gilt auch für die Düngemengen und den Einsatz an Pflanzenschutzmitteln. Neben einer Untersuchung der Auswirkungen der Trockenheit müssen daher aus Sicht des TBV auch die zahleichen, mit gewaltigen finanziellen Mitteln Land und Bund betriebenen, Naturschutzprogramme , die dem Verlust entgegenwirken sollen aber offenbar wirkungslos bleiben, sowie die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen einmal auf den Prüfstand: „Wir Landwirte sind die einseitigen Schuldzuweisungen leid, vor allem da wir immer wieder feststellten, dass auf vielen unserer bewirtschafteten Flächen die bedrohten Arten vorkommen, während dies auf den zugewachsenen Naturschutzflächen nicht der Fall ist. Wir brauchen deshalb dringend eine umfassende und faktenorientierte Ursachenanalyse“, so Wagner.

Die Ursachen sind sehr vielfältig. So werden auch durch den Bau neuer Straßen und Gewerbegebiete jeden Tag landwirtschaftlich nutzbare oder naturbelassene Flächen unter Beton und Asphalt versiegelt, wodurch der Lebensraum vieler Arten verloren geht. Auch der Hang zu „besenreinen“ Vorgärten wächst und schließt Lücken, in denen Insekten einen Lebensraum hätten finden können. „Wir müssen deshalb anfangen, den Arten- und Insektenschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu begreifen. Als Landwirte werden wir unseren Beitrag hierzu leisten“, so das Versprechen des Bauernpräsidenten.

PDF-Download Medieninformation

Kontakt

Axel Horn
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Telefon: +49 361 262 53 228 Mobil:+49 1520 1893 493 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Medieninformation: Trockenheit und später Frost

Medieninformation:

Trockenheit und später Frost

Viel zu wenig Regen und später Frost stellen Thüringer Landwirte vor Probleme

Die Thüringer Landwirte sorgen sich derzeit um ihre Ernte und die Versorgung ihrer Tiere. Vielerorts wird es für die Landwirte kritisch werden, so Katrin Hucke, Hauptgeschäftsführerin des Thüringer Bauernverbandes (TBV). Insbesondere in den Ackerbauregionen des inneren Thüringer Beckens entwickele sich derzeit eine kritische Situation, da die Bodenwasservorräte dort begrenzt, das Wasserdefizit besonders hoch sei, so Hucke weiter. „Weniger Ertrag bedeutet weniger Einnahmen und auch weniger Futter. Die wirtschaftlich angespannte Lage der Landwirtschaftsbetriebe wird sich weiter verschärfen und auch der Druck auf die Viehhalter, ihre sowieso schon schrumpfenden Bestände weiter auszudünnen oder die Tierhaltung gar ganz aufzugeben, wird steigen“, so die Erwartung der TBV-Hauptgeschäftsführerin.

Die Landwirte suchen derzeit nach Strategien mit der Trockenheit den daraus resultierenden finanziellen Risiko der Ernteausfälle umzugehen. Hierbei seien langfristige Strategien statt Ad-Hoc-Hilfe gefragt. Die Dürrehilfe 2018 war aus Sicht des TBV ein richtiges Signal. Nachhaltige Risikoabsicherung sehe aber anders aus, so Hucke: „Die beste Vorsorge gegen Klimarisiken wie Trockenheit sind eigene Reserven. Hierfür müssen die politischen Rahmenbedingungen so gesetzt werden, dass die Landwirtschaftsbetriebe nachhaltig wirtschaften können, so dass wir in der Lage sind Rücklagen zu bilden, mit denen wir diese Durstzeiten durchstehen können. Das muss auch die europäische Agrarpolitik bei ihrer Farm to Fork-Strategie berücksichtigen.“

Grund für die derzeit angespannte Situation sind vielerorts ausbleibende Niederschläge in den letzten zwei Monaten, die dazu führten, dass das Defizit beim Bodenwasser durch die vergangenen Trockenjahre nicht aufgefüllt werden konnte und tiefere Bodenschichten ausgetrocknet sind. Hinzu kamen niedrige Temperaturen mit örtlich zum Teil starken Nachtfrösten im zweistelligen Minusbereich, die ebenfalls dem Wachstum der landwirtschaftlichen Kulturen abträglich waren.

Im Winter war der Stand der Kulturen durch ausreichende Niederschläge noch gut gewesen. Mittlerweile zeigen Kulturen jedoch Zeichen von Trockenstress. So ist z.B. Raps der 14 Tage zu früh in seiner Entwicklung, so dass sich die Ertragslage nicht günstig entwickeln wird. Auch Mais und Zuckerrübe, welche teils gedrillt wurden und aufgelaufen sind, zeigen vielerorts Frostschäden und leiden jetzt unter der Trockenheit. Die Menge und Verteilung der Niederschläge in den kommenden Wochen wird darüber entscheiden, in welchem Maße es zu Einbußen bei Ernte und dem Futterversorgung kommen wird.

PDF-Download Medieninformation

Kontakt

Axel Horn
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Telefon: +49 361 262 53 228 Mobil:+49 1520 1893 493 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Medieninformation: Verabschiedung der Bundesdüngeverordnung

Fachlicher Irrweg – Verschiebung der Umsetzung auf 2021 greift zu kurz

Medieninformation: Verabschiedung der Bundesdüngeverordnung

Medieninformation:

Verabschiedung der Bundesdüngeverordnung

Fachlicher Irrweg – Verschiebung der Umsetzung auf 2021 greift zu kurz

Der Thüringer Bauernverband (TBV) sieht in der heute vom Bundesrat verabschiedeten Bundesdüngeverordnung einen fachlich nicht zu begründenden Irrweg „Wir können durch die pauschale Deckelung und verengte Ausbringungszeiten für Wirtschaftsdünger unsere Pflanzen nicht mehr ausreichend ernähren. Diese Radikalität der Bundesdüngeverordnung widerspricht jeden fachlichen Erkenntnissen in der Pflanzenernährung und wird zu schlechteren Ernten führen“, so TBV-Präsident Dr. Klaus Wagner. Hinzu kommt, dass in vielen Fällen die Landwirtschaft als Verursacher der Nitratbelastung nicht ausgemacht ist und regionale Besonderheiten, wie die geringer Niederschlagsmengen oder der niedrige Tierbesatz in Thüringen, keine ausreichende Berücksichtigung fanden.

Auch der Verschiebung der Umsetzung der Bundesdüngeverordnung durch die EU-Kommission auf den 1. Januar 2021 als Reaktion auf die Corona-Krise greift aus Sicht des TBV zu kurz. Unsere Kapazitäten sind derzeit mit der Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit der Landwirtschaftsbetriebe ausgelastet. Aufgrund der verlängerten Sperrfristen müssen zeitnah mehr Lagerkapazitäten für Gülle und Festmist gebaut werden. „Die Corona-Krise macht es derzeit schlicht unmöglich diese Arbeiten anzugehen. Die Landwirte müssten jetzt damit beginnen, können aber weder die erforderlichen Baugenehmigungen noch die notwendigen Baukapazitäten bekommen.“, so Wagner. Die Folge wird ein weiterer Abbau der Tierbestände sein, in einigen Fällen auch das Aufgeben ganzer Betriebszweige.

Die Verschiebung auf Januar 2021 eröffnet aber zugleich die Möglichkeit, die Roten Gebiete in Thüringen genauer abzugrenzen. Die Roten Gebiete und deren Messstellen müssen die Einwirkungen nach den tatsächlichen Verursachern ausweisen. Nur wenn die Landwirtschaft als Verursacher feststeht, können Maßnahmen von Seiten der Landwirte auch einen Beitrag zur Verbesserung der Grundwasserqualität leisten. Nach massiven öffentlichen Druck der Thüringer Landwirte überprüft das Thüringer Ministerium für Energie und Umwelt derzeit gemeinsam mit dem TBV, der Interessengruppe „Land schafft Verbindung“ und der „Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft“ sowie dem Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft das hierfür verwendete Thüringer Messstellennetz. Der TBV begrüßt ausdrücklich diesen jetzt gefundenen kooperativen Weg der Zusammenarbeit, um für die Lebensmittelerzeugung und den Grundwasserschutz gangbare Lösungen zu finden.

PDF-Download Medieninformation

Kontakt

Axel Horn
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Telefon: +49 361 262 53 228 Mobil:+49 1520 1893 493 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Medieninformation: Wahl des Thüringer Ministerpräsidenten

Medieninformation:

Wahl des Thüringer Ministerpräsidenten

Die Thüringer Landwirtschaft begrüßt Wahl Ramelows und die Bildung einer stabilen Landesregierung

Für die Thüringer Landwirte stehen in den nächsten Wochen und Monaten auf Bundes- und EU-Ebene zahlreiche agrarpolitische Entscheidungen an, die die Zukunft der Thüringer Landwirtschaft maßgeblich beeinflussen werden. Um hier gehört zu werden, bedarf es einer starken Thüringer Stimme.

Der Präsident des Thüringer Bauernverbandes Dr. Klaus Wagner begrüßt daher ausdrücklich die Wahl von Ministerpräsident Bodo Ramelow und die Bildung einer handlungsfähigen Landesregierung im Freistaat. „Das Ergebnis der gestrigen Ministerpräsidentenwahl ist ein wichtiger Schritt für den Freistaat Thüringen und die Thüringer Landwirtschaft. Wir gratulieren Ministerpräsident Bodo Ramelow zu seiner Wahl und bieten eine gute fachliche Zusammenarbeit an. Wir setzen auf eine gemeinsame Suche nach sachorientieren Lösungen im Interesse des Freistaates und seiner Bäuerinnen und Bauern. Wir hoffen hierbei natürlich auch auf eine konstruktive Umsetzung der Stabilitätsvereinbarung zwischen der neuen Rot-Rot-Grünen-Landesregierung und der CDU.“

PDF-Download Medieninformation

Kontakt

Axel Horn
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Telefon: +49 361 262 53 228 Mobil:+49 1520 1893 493 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Medieneinladung: 6. Oßmanstedter Gespräche

Medieninformation:

6. Oßmanstedter Gespräche

Rückgang der Artenvielfalt: Imker und Landwirte im Dialog

Der Rückgang der Artenvielfalt und das Insektensterben stehen derzeit im Fokus des öffentlichen Interesses. Verantwortlich hierfür wird auch die Landwirtschaft gemacht. Die Landwirtschaft sieht sich aber nicht als alleiniger Verursacher dieser Entwicklung, sondern vielmehr als Teil der Lösung des Problems.

Die Zusammenarbeit und der Dialog zwischen Imkern und Landwirten sind für den Erhalt der Artenvielfalt von entscheidender Bedeutung. Es gilt, miteinander ins Gespräch kommen zu können, gegenseitige Vorurteile auszuräumen und Verständnis für die jeweils andere Seite zu entwickeln. Wichtigstes Forum für einen Austausch zwischen Imkern und Landwirten in Thüringen sind die Oßmannstedter Gespräche, die am 7. März bereits zum sechsten Mal stattfinden werden.

Die „Thüringer Arbeitsgemeinschaft Imkerei und Landwirtschaft“ (ThAGIL), der Förderverein des Deutschen Bienenmuseums Weimar und der Thüringer Bauernverband laden hierzu alle Vertreterinnen und Vertreter der Medien sowie alle Interessierten herzlich ein.

Zeit: 7. März 2020, 10:00 bis 16:00 Uhr
Ort: F.-Gerstung-Haus, Ferdinand-Gerstung-Platz 1, 99510 Oßmannstedt

Neben der traditionellen Ehrung von Ferdinand Gerstung, einem bedeutenden Imker, der seine Wirkstätte in Oßmannstedt hatte und dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 160. Mal jährt, werden dem Publikum zahlreiche Fachvorträge zum Thema Imkerei und Landwirtschaft geboten.

Weitere Informationen, sowie das Tagungsprogramm finden Sie auf dem beigefügten Flyer. Bild- und Tonaufnahmen sind während der gesamten Veranstaltung möglich.

PDF-Download Medieninformation

Kontakt

Axel Horn
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Telefon: +49 361 262 53 228 Mobil:+49 1520 1893 493 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Medieneinladung: Informationstag Bewässerung

Medieneinladung:

Informationstag Bewässerung

Zukunft der Wasserversorgung für Landwirtschaft und Gartenbau

Der Klimawandel ist in der Landwirtschaft und im Gartenbau angekommen. Nun gilt es, intelligente Lösungen zu entwickeln, wie mit der Ressource Wasser in den kommenden Jahrzehnten effizient, gerecht und nachhaltig umgegangen werden kann. Zu diesem Thema findet am 26. Februar 2020 in der Bauernscheune Bösleben ein Informationstag „Bewässerung“ statt, auf dem führende Experten Ideen und Möglichkeiten diskutieren, wie die Zukunft der Wasserversorgung für Landwirtschaft und Gartenbau in Thüringen aussehen kann.

Der Thüringer Bauernverband lädt hierzu zusammen mit dem Landesverband Gartenbau und der Thüringer Fernwasserversorgung alle Vertreterinnen und Vertreter der Medien herzlich ein.

Zeit: Mittwoch, 26. Februar 2020, 8.30 Uhr bis ca. 16.00 Uhr
Ort: Bauernscheune Bösleben, Ettischlebener Weg 19, 99310 Bösleben (www.kornbett.de/bauernscheune)

Der Termin eignet sich für die Berichterstattung in Bild und Ton. Parkmöglichkeiten sind vorhanden.


Hintergrund

Wasser ist Nahrungsmittel, Wirtschaftsgut und ein, für den Gartenbau und Landwirtschaft, essenzieller Produktionsfaktor. Im Zuge der klimatischen Veränderungen kommt dem Medium Wasser und dessen Einsatz in Landwirtschaft und Gartenbau eine wachsende Bedeutung zu. Dies gilt umso mehr, weil Thüringen schon bisher als eine der trockensten Regionen Deutschlands ist. In Zeiten des Klimawandels und damit verbundener extremerer Trockenphasen erscheint die Zusatzbewässerung in niederschlagsarmen Regionen Thüringens als ein mögliches Mittel, um den Zusatzwasserbedarf zu bedienen. Wichtig ist hierbei die Bereitstellung und Nutzung von Brauchwasser, was zugleich auch für den Hochwasserschutz sowie Löschwasserversorgung nutzbar gemacht werden sollte. Welche Tendenzen und Möglichkeiten unterschiedliche Bewässerungssysteme haben und inwieweit sie in Thüringen Anwendung finden können, ist eine der Zukunftsfragen für die Landwirtschaft und den Gartenbau im Freistaat.

PDF-Download Medieninformation

Kontakt

Axel Horn
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Bauernverband e. V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Telefon: +49 361 262 53 228 Mobil:+49 1520 1893 493 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Thüringer Bauernverband e.V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Tel.: +49 (0)361 262 530
Fax: +49 (0)361 262 532 25
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Kontakt
1000 Zeichen noch.