Pressemitteilungen

Medieneinladung: Gemeinschaftstagung von Tierärzten und Landwirten

Biosicherheit aus unterschiedlichem Blickwinkel:

Landwirte und Tierärzte stehen im Ringen um den richtigen Weg zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung vor großen Herausforderungen. Gleichzeitig rücken bei der Haltung von Nutztieren sowohl „alte“ (z.B. Parasitosen) als auch neuartige Krankheiten (z.B. Virusinfektionen) wieder in den besonderen Fokus unserer Betrachtung. Nur durch wissenschaftlich begründete und gezielt angewendete Biosicherheitsstandards ist es möglich hohe Leistungen mit gesunden Tieren zu erwirtschaften.

Auf der von Landestierärztekammer Thüringen, Thüringer Tierseuchenkasse und Thüringer Bauernverband gemeinsam organisierten 27. Gemeinschaftstagung von Tierärzten und Landwirten werden diese Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln näher beleuchtet.

Die Veranstalter laden alle Vertreterinnen und Vertreter der Medien herzlich ein, an der Gemeinschaftstagung auf der Messe Erfurt teilzunehmen.

Termin: Donnerstag, den 7. November 2024, 9.30 Uhr bis ca. 15.15 Uhr (ab 8.30 Uhr Einlass)

Ort: Mehrzweckhalle Mellingen, Hirtentorstraße 3, 99441 Mellingen

Die Veranstaltung eignet sich für die Berichterstattung in Wort und Bild. Bild- und Tonaufnahmen sind während der gesamten Veranstaltung möglich. Parkplätze sind ausreichend vorhanden.

 

>>> Zum Veranstaltungsflyer <<<

 

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Katja Förster

Thüringer Bauernverband e. V.,

Alfred-Hess-Straße 8,

99094 Erfurt

Telefon: +49 (0)361 262 532 29 
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Medieneinladung: Landeserntedankfest mit Bauernmarkt und Bühnenprogramm

Durch gewaltige Fortschritte in der Landwirtschaft sind Lebensmittel jederzeit verfügbar und unsere Tische stets reich gedeckt. Unsere Lebensmittelregale sind immer gut gefüllt – ein Umstand, der nicht selbstverständlich ist. Durch die aktuellen weltpolitischen und wirtschaftlichen Verwerfungen sowie die anhaltende Inflation rücken Themen wie Lebensmittelversorgung wieder verstärkt in das Bewusstsein der Bevölkerung. Gerade in diesen für viele zunehmend schwierigen Zeiten gilt es daher, für eine gute Ernte dankbar zu sein und die Bedeutung der Landwirtschaft für unsere Gesellschaft im Bewusstsein der Menschen zu verankern. Hierzu soll das Landeserntedankfest beitragen.

Der Thüringer Bauernverband lädt gemeinsam mit den Kirchen und dem Thüringer Landfrauenverband am Sonntag, den 6. Oktober, 10 Uhr, zu einem ökumenischen Erntedank-Gottesdienst in das Bratwurstmuseum nach Mühlhausen ein. Vor Ort werden in guter Tradition die von den Thüringer Landfrauen angefertigten Erntekronen an den Thüringer Landtagspräsidenten Dr. Thadäus König, Ministerpräsidenten Bodo Ramelow sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter des Landes und der Kirchen überreicht.

Durch den Gottesdienst führen Bischof Dr. Ulrich Neymeyr und der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Mühlhausen Christian Beuchel, begleitet durch den Eichsfelder Posaunenchor.

Zudem wird es eine Landtechnikschau, ein buntes Bühnenprogramm sowie einen Bauernmarkt geben. Thüringer Direktvermarkter bieten von 11 bis 18 Uhr regionale Produkte an, darunter Spezialitäten vom Grill, frisch gebackenen Kuchen der Landfrauen, Wurst & Fleischwaren, Käse, Gemüse, Öle, Honig, Eier, Salze, Holzerzeugnisse, Fell- und Lederwaren u.v.m.

Der Thüringer Bauernverband lädt alle Interessierten und Vertreterinnen und Vertreter der Medien herzlich zum Gottesdienst und zum Besuch des Bauernmarktes mit Bühnenprogramm ins Bratwurstmuseum ein.

 

Termin:     Sonntag, 6. Oktober 2024, ab 10 Uhr
Ort:           Bratwurstmuseum, Am Stadtwald 60, 99974 Mühlhausen/Thüringen

 

Programm:

10 bis 11 Uhr ökumenischer Gottesdienst

11 bis 11:30 Uhr Übergabe der traditionellen Erntekronen mit Grußworten

11:30 bis 18 Uhr buntes Bühnenprogramm mit Tanz, Musik und Unterhaltung für Groß und Klein

11 bis 18 Uhr Bauernmarkt

10 bis 18 Uhr Landtechnikschau

Die Veranstaltung eignet sich für die Berichterstattung in Wort und Bild.

 

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Medieneinladung: Landwirtschaftsmesse Grüne Tage Thüringen - Forum zur Grundsteuerreform, Messehighlights und Pressefrühstück

Vom 27. bis 29. September 2024 findet auf dem gesamten Erfurter Messegelände die Landwirtschaftsmesse Grüne Tage Thüringen statt. Hier wird die Vielfalt der Thüringer Land-, Ernährungs- und Forstwirtschaft transparent und erlebnisreich präsentiert. Nutzen Sie die Gelegenheit, spannende Interviews und Fotos mit den vielfältigen Partnern der Messe zu machen.

Im Rahmen der Landwirtschaftsmesse Grüne Tage Thüringen veranstaltet der Thüringer Bauernverband (TBV) ein Forum zum Thema „Grundsteuerreform: Aktuelles aus der Perspektive von Pächtern, Finanzverwaltung und Kommunen“. Hierzu laden wir alle Medienvertreter sowie Interessierte herzlich ein, Fragen zu stellen und sich in die Diskussion einzubringen.

 Zeit: Freitag, 27. September, 14 Uhr

Ort: Messe Erfurt, Gothaer Str. 34, 99094 Erfurt, Carl-Zeiss-Saal im Congress Center

Bitte melden Sie sich an unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Weitere Information zur Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungsflyer.

Zudem präsentiert sich der TBV mit Partnern vom 27. bis 29. September auf den Grünen Tagen Thüringen in der Messehalle 1 mit vielen Highlights:

  • virtuelle Stallrundgänge mit VR-Brillen
  • Fahren von Landmaschinen im Simulator
  • Regionalmarktplatz: regionale und saisonale Produkte
  • interaktive Mitmachausstellung „Coole Grüne Berufe“
  • Fachbesucher- und Verbraucherinformationen rund um die Landwirtschaft und Thüringer Direktvermarkter durch den TBV, den Geflügelwirtschaftsverband Thüringen, das Kompetenzzentrum Direktvermarktung, die Initiative Heimische Landwirtschaft und die Thüringer Beratungsgesellschaft für Landwirtschaft, Gartenbau und ländlichen Raum
  • Landcafé der Thüringer Landfrauen mit frisch gebackenem Kuchen
  • Pflanze dir ein Kresse-Töpfchen zum Mitnehmen!

Über die Höhepunkte der Landwirtschaftsmesse wollen wir Sie vorab zu einem Pressefrühstück informieren. Die Messe Erfurt, das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft sowie der Thüringer Bauernverband laden alle Vertreterinnen und Vertreter der Medien herzlich ein, am Pressefrühstück teilzunehmen.

Zeit: Freitag, 27. September, 10 Uhr

Ort: Messe Erfurt, Gothaer Str. 34, 99094 Erfurt, Messerestaurant Cube (Zugang über Empfang)

 Ihre Gesprächspartner sind:

  • Ministerin Susanna Karawanskij, Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft
  • Michael Kynast, Geschäftsführer der Messe Erfurt GmbH
  • Klaus Wagner, Präsident des Thüringer Bauernverbandes (TBV)
  • Peter Ritschel, Präsident des Thüringer Landesamtes für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR)

Im Anschluss an das Pressefrühstück findet 11 Uhr die offizielle Eröffnung der Grünen Tage Thüringen im großen Tierschauring in Halle 3 mit der Krönung der Thüringer Milchkönigin statt, wozu wir Sie ebenfalls herzlich einladen.

Zur besseren Planung bitten wir Sie, sich für das Pressefrühstück bei Judith Kießling Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. bis 26. September anzumelden.

 

Über Ihre Teilnahme an den Terminen freuen wir uns.

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Medieninformation: Erfolg für den Berufsstand - Stoffstrombilanz ausgesetzt

In der vergangenen Woche zeigte der Thüringer Bauernverband (TBV) erneut Präsenz zur Agrarministerkonferenz (AMK) in Oberhof. Für zwei Tage errichtete der TBV vom 12. bis 13. September ein Landwirte-Camp vor dem Tagungshotel. Mit einem „Schilderwald“ zum Bürokratiedschungel, Strohballen und Trettraktoren, Gummistiefeln und Plakaten machte die berufsständische Vertretung auf ihre, seit den Bauernprotesten im Dezember 2023 noch immer bestehenden Forderungen an Bund und Land aufmerksam. Zudem wurden die 194 Forderungen zum Bürokratieabbau an Ballons gebunden, die in die Luft flogen, im Himmel verpufften oder wieder herunterfielen und hoffentlich auf "fruchtbaren Boden" landeten. Und die Proteste in den verschiedensten Formen sowie die Gesprächsrunden zum Bürokratieabbau auf Landesebene haben ihre Wirkung nicht verfehlt.

Wesentliche Forderungen wurden nun im Ergebnis der AMK umgesetzt: Die aktuelle Stoffstrombilanzierung wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt ausgesetzt. Die dafür ersatzweise geplante Nährstoffbilanz wird es in absehbarer Zeit nicht geben, so Thüringens Landwirtschaftsministerin Susanna Karawanskij und Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir im Gespräch mit Vizepräsident Dr. Lars Fliege und weiteren Landwirten des TBV am vergangenen Freitag.

Er freue sich, erklärte Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir, dass die Länder auf der Herbstkonferenz der Agrarministerinnen und Agrarminister in Oberhof auf das Angebot des Bundes eingegangen sind, die Verordnung aufzuheben. Dieses Angebot hatte man den Ländern bereits im Juli im Bundesrat unterbreitet, so Özdemir weiter. Damals fiel die Novelle des Düngegesetzes, mit der unter anderem eine verschärfte Stoffstrombilanzierung geregelt werden sollte, durch den Bundesrat. Auf das Angebot gemeinsam eine neue Nährstoffbilanzierung zu erarbeiten, ließen sich die Länder nicht ein und warfen dem Bundesministerium vor, lediglich eine „Umetikettierung“ zu betreiben. Mit einem einstimmigen Beschluss forderten die Agrarministerinnen und Agrarminister der Länder Özdemir jetzt auf, zügig eine Monitoring-Verordnung zur Düngeverordnung vorzulegen. Anders als bei der Stoffstrombilanzierung kann damit schlaggenau und einzelbetrieblich das Stickstoffmanagement abgebildet und verursachergerecht bewertet werden. Erwartet wird, dass der Bund in Kürze den Vermittlungsausschuss anruft. So könnte dann das im Bundesrat an der Stoffstrombilanz gescheiterte Düngegesetz, dass auch die Grundlage für eine Monitoringverordnung bildet, verabschiedet werden. Özdemir zufolge sollen die Regeln für das Monitoring mit der EU-Kommission unter Einbeziehung der Länder erarbeitet werden.    

Weitere kleine Schritte hin zum Bürokratieabbau, auf die sich Bund und Länder auf der AMK einigten, sind etwa die Verlängerung der Fristen von Aufzeichnungspflichten für Düngemaßnahmen und eine Reduktion von Dokumentations- und Informationspflichten bei der Tierhaltung. Das schließt die Vereinheitlichung der Alters- und Größenklassen und -kategorien sowie Meldetermine in der Schweinehaltung oder die Verkürzung der einschlägigen Zweckbindungsfristen für investive Maßnahmen ein. Diese soll der Bund nun als nächsten Schritt umsetzen, erklärte Karawanskij.

Weitere Themen, mit denen sich die AMK beschäftigte, waren etwa die Kosten und das Management der Afrikanischen Schweinepest oder die EU-Verordnung für entwaldungsfreie Lieferketten (EUDR). Özdemir hat die EU-Kommission aufgefordert, den Anwendungsstart der EUDR um ein halbes Jahr auf den 1. Juli 2025 zu verschieben, was bei den Ländern auf Zustimmung traf.

Einstimmig forderten die Länder den Bund auf, über den Klima- und Transformationsfonds Mittel für Maßnahmen gegen die Waldkrise sicherzustellen.

Ein weiterer Schwerpunkt galt dem Risikomanagement in der Landwirtschaft durch Mehrgefahrenversicherungen. Hier fordern die Länder den Bund auf, sich über die GAK an der Finanzierung geförderter Versicherungsprämien zu beteiligen. Auch erwarten die Länder, dass Özdemir EU-Nothilfen für die vom Frost geschädigten Obst- und Weinbauern nach Deutschland lenkt.

Alle Ergebnisse der AMK können Sie hier nachlesen. Das endgültige Ergebnisprotokoll wird zeitnahe hier nachzulesen sein.

Alles in allem haben die Proteste der Landwirte einiges in Bewegung gebracht. Die Stoffstrombilanz auszusetzen, war eine zentrale Forderung des Berufsstandes. Mit Nachdruck hat der TBV mit seinen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern immer wieder in Gesprächsrunden, mit Protesten und Aktionen darauf hingewirkt. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen, die uns dabei geholfen haben und hoffen auf weitere tatkräftige Unterstützung aus dem Berufsstand. Gemeinsam bleiben wir dran und sehen den Prozess an Veränderungen damit erst am Anfang – wir machen weiter.

 

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Medieninformation: Agrarministerkonferenz in Oberhof - Forderungen der Landwirte ungehört

Nach den Bauerndemonstrationen, die sich gegen die Agrardieselkürzung und die Streichung der Steuerbefreiung von land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen richteten, erarbeitete der Thüringer Bauernverband (TBV) Anfang Februar Forderungen des Berufsstandes an Land und Bund. Denn während den Demonstrationen wurde schnell klar, hier hat sich etwas angestaut, was weit über den Agrardiesel hinausgeht.

Im März bündelte der Bund all die Forderungen und Vorschläge der Landwirte – u.a. zum Bürokratieabbau, zur Steuerbefreiung für Biokraftstoffe, für eine steuerliche Entlastungen durch Risikoausgleichsrücklage und nicht nur Gewinnglättung, für ein Auflagenmoratorium/Programm zur Wiederherstellung von Wettbewerbsfähigkeit, zukünftig keine neuen Auflagen zu schaffen bzw. Auflagen abzubauen. Die insgesamt 194 Vorschläge wurden kategorisiert (Kat. 1 - 5) und per 28. März an die Länder zurückgespiegelt. Bezeichnend ist, dass 41 Vorschläge in die Kategorie "abgelehnt" fallen und 77 Vorschläge in die Kategorie "prüfen", wobei unklar ist, was das genau bedeutet. Im Ergebnis wurden jedoch mehr als 50 Prozent der Vorschläge einfach „wegsortiert“.

Ende Mai fanden drei, vom TBV angeregte, Gesprächsrunden zum Bürokratieabbau auf Landesebene statt, welche am 19. Juni in einer Abschlussrunde mündeten. Fazit: Die Verbändebeteiligung hat stattgefunden, teilweise wurden Themenbereiche jedoch nur angerissen. Mit dem Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft besteht Einigkeit, dass es Folgetermine ab Herbst geben muss, um weitere Bürokratieabbaumöglichkeiten zu diskutieren, aber auch um einen Zwischenstand des Bürokratieabbaus zu besprechen. „Hier wurde viel und konstruktiv miteinander gesprochen und gearbeitet, umgesetzt wurde davon bisher jedoch wenig. Von Bürokratieabbau ist nichts zu spüren. Das ist mehr als unbefriedigend“, findet der TBV. Die Diskussionen und Gespräche des TBV auf Landesebene erscheinen zielorientiert, ob sie jedoch in einem für die Landwirtinnen und Landwirte guten Ergebnis münden, muss sich noch zeigen.

Die Gespräche auf Bundesebene zu den gestellten Forderungen der Landwirte haben wenig bis gar nichts gebracht.

Daher errichtet der TBV zur Agrarministerkonferenz (AMK), die vom 12. bis 13. September in Oberhof stattfindet, erneut ein Landwirte-Camp vor dem Tagungshotel. Mit einem „Schilderwald“ zum Bürokratiedschungel, Strohballen und Trettraktoren, Gummistiefeln und Plakaten macht die berufsständische Vertretung auf ihre seit den Bauernprotesten im Dezember 2023 noch immer bestehenden Forderungen an Bund und Land aufmerksam. Zudem werden unsere 194 Forderungen zum Bürokratieabbau an Ballons gebunden, in die Luft fliegen, im Himmel verpuffen oder wieder herunterfallen und hoffentlich auf "fruchtbaren Boden" landen.

Hintergrund:

Von dem Wunsch nach „one in one out“ ist die Wirklichkeit weit entfernt – in langwierigen Prozessen tauchen zehn neue Regelungen auf, bevor eine gelöscht wird. Bürokratieaufbau kostet Zeit, Bürokratieabbau noch viel mehr. Die Mühlen mahlen einfach zu langsam. Zumal für die Landwirte bereits heute weiterer Aufbau an Bürokratie droht, hier sind u.a. die ab 01. Januar 2025 gültigen sozialen Konditionalitäten zu nennen. Aber auch die Vereinfachungen durch die Digitalisierung, Stichwort Flächenregister, kosten die Thüringen Landwirte momentan mehr Nerven und Zeit, als dass sie Entlastung bringen. Hier muss Veränderung mit Augenmaß angegangen werden.

 

PDF-Download Bürokratieabbau auf Landesebene

PDF-Download Bürokratieabbau auf Bundesebene

PDF-Download Bürokratieabbauforderungen vom Deutschen Grünlandverband

 

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Medieneinladung: Agrarministerkonferenz in Oberhof - Aktion „Forderungen gehen in die Luft“ mit Landwirte-Camp

Nach den Bauerndemonstrationen, die sich gegen die Agrardieselkürzung und die Streichung der Steuerbefreiung von land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen richteten, erarbeitete der Thüringer Bauernverband (TBV) Anfang Februar Forderungen des Berufsstandes an Land und Bund. Denn während den Demonstrationen wurde schnell klar, hier hat sich etwas angestaut, was weit über den Agrardiesel hinausgeht. Die Forderungen der Landwirte an den Bund und das Land wurden gebündelt, auf Landesebene fanden Gesprächsrunden zum Bürokratieabbau statt. Die Diskussionen und Gespräche des TBV auf Landesebene erscheinen zielorientiert, ob sie jedoch in einem für die Landwirtinnen und Landwirte guten Ergebnis münden, muss sich noch zeigen.

Die Gespräche auf Bundesebene zu den gestellten Forderungen der Landwirte haben wenig bis gar nichts gebracht. Daher errichtet der TBV zur Agrarministerkonferenz (AMK), die vom 12. bis 13. September in Oberhof stattfindet, erneut ein Landwirte-Camp vor dem Tagungshotel. Mit einem „Schilderwald“ zum Bürokratiedschungel, Strohballen und Trettraktoren, Gummistiefeln und Plakaten macht die berufsständische Vertretung auf ihre seit den Bauernprotesten im Dezember 2023 noch immer bestehenden Forderungen an Bund und Land aufmerksam. Zudem werden die bestehenden 194 Forderungen zum Bürokratieabbau an Ballons gebunden, in die Luft fliegen, im Himmel verpuffen oder wieder herunterfallen und hoffentlich auf "fruchtbaren Boden" landen.

Zeit:                                      

Donnerstag, 12. September, 8 bis 18 Uhr

Landwirte-Camp

Donnerstag, 12. September, ab ca. 15:30 Uhr

Aktion mit Luftballons „Forderungen gehen in die Luft“

Freitag, 13. September, 8 bis 15 Uhr

Landwirte-Camp

Ort:                                     

AHORN Panorama Hotel Oberhof

Dr. Theo-Neubauer-Straße 29

98559 Oberhof

 

Hinweis für Journalistinnen und Journalisten:

Die Veranstaltung eignet sich hervorragend für eine Berichterstattung in Bild und Ton. Kostenpflichtige Parkmöglichkeiten finden Sie beim Hotel oder in Oberhof. Bitte melden Sie sich an unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

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Medieninformation: Wolf schlägt erneut in Thüringer Schafherde zu - Praxistaugliches Wolfsmanagement gefordert

Dass ein Wolf einen über 2 Meter hohen Zaun überwinden kann, um in die Schafherde rein- und wieder rauszukommen, ist nur schwer vorstellbar. Unglücklicherweise aber vor kurzem in der Nähe von Gossel (Ilm-Kreis) in dieser Form passiert. Die Herde, mit rund 430 Schafen und 20 Ziegen, war über Nacht in einem fest installierten vermeintlich „wolfssicheren“ Pferch mit Untergrabschutz untergebracht und trotzdem hat es der Wolf geschafft, am 20. August 2024 gegen halb 4 Uhr morgens ein rund 60 kg schweres Altschaf durch einen Kehlbiss gezielt zu reißen (siehe Foto) und eine Ziege an der Hinterhand (Becken sowie Hinterbeine) schwer zu verletzen.

Der betroffene Landwirtschaftsbetrieb hat sich daraufhin an das Kompetenzzentrum Wolf/ Biber/ Luchs gewendet und den Vorfall gemeldet. In der Theorie wäre der zuständige Rissgutachter unverzüglich zu dem Betrieb gefahren und hätte (frische) genetische Proben am verendeten Tier entnommen, um die Schadensursache noch einmal amtlich festzustellen. In diesem Fall waren jedoch alle vier Thüringer Rissgutachter aus verschiedensten Gründen verhindert. Somit konnte erst am darauffolgenden Tag ein Rissgutachter zum Betrieb kommen und Proben entnehmen.

Dass eine (zum Teil deutlich) verspätete Probenentnahme nach einem Raubtierübergriff an den betroffenen Nutztieren erfolgt, ist leider kein Einzelfall. Sobald die DNA-Proben nicht mehr frisch sind und in der Zwischenzeit andere artfremde Tiere (beispielsweise Fuchs, Mader oder gar ein streunender Haushund) die Möglichkeit hatten, am Nutztierkadaver zu schnüffeln, fressen etc., kann der Wolf als Verursacher nicht mehr eindeutig nachgewiesen werden und taucht somit auch nicht in der Schadensstatistik auf. Die Vermutung, dass der Wolf in diesem Fall als Verursacher erst einmal gezielt ausgeschlossen werden sollte, bestätigt auch die Frage des Kompetenzzentrums bei einer ersten Telefonanalyse, „ob es nicht auch ein Fuchs gewesen sein könnte?“, der für den Riss des Schafes verantwortlich war und zuvor einen über 2 Meter hohen Herdenschutzzaun überwunden hat. Zudem wurde dem Betrieb geraten, den Tierkadaver bis zum Eintreffen des Rissgutachters an der Fundstelle überdeckt liegen zu lassen, um eine Kontamination mit artfremden Tieren auszuschließen. Grundsätzlich gängige Praxis. In diesem Fall jedoch bedeutete das für die Herde, über eine längere Zeit gemeinsam mit ihrem verendeten Artgenossen in dem Pferch verbringen zu müssen, da der Rissgutachter erst am darauffolgenden Tag vor Ort erscheinen konnte. An dieser Stelle sei betont, dass der Rissgutachter die Probenentnahme sehr präzise und ordnungsgemäß durchgeführt hat. Das Ergebnis der amtlichen Untersuchung der DNA-Proben steht noch aus.

Rissvorfälle wie diese zeigen, dass selbst bei Zaunschutzmaßnahmen, die über den geforderten Standardhöhen von 0,90 bis 1,20 Meter liegen, eine Überwindung durch ein Raubtier wie den Wolf nicht ausgeschlossen werden kann und damit selbst ein 100-prozentiger Schutz nicht gegeben ist. Bei dem vorliegenden Fall handelt es sich sogar um einen Festpferch, dessen Errichtung vom Umweltministerium unterstützt wurde. Von amtlicher Seite wird eine solche Anlage mit hohen Zäunen als „wolfsicher“ bezeichnet. Eine Fehleinschätzung, wie sich wieder einmal bestätigt. „Fakt ist, in der gesamten Bundesrepublik fehlt ein praxistaugliches Wolfsmanagement. Dies ist nach wie vor zu kritisieren. Eine romantische, märchenhafte Verklärung des Wolfes muss ein Ende haben. Regelmäßige Bekundungen der Politik zur Erhaltung und Förderung der Weidetierhaltung stehen im Wiederspruch zu den stattfindenden Wolfsangriffen. Nicht der Wolf muss geschützt werden, sondern die Weidetiere vor dem Wolf“, so der betroffene Landwirt.

Hintergrund:

Aus dem gesamten Bundesgebiet werden immer wieder solche Vorfälle bekannt. Die Gegend Gossel (Ilm-Kreis) gehört zum Territorium des Ohrdrufer Rudels. Per Fotofallenaufnahmen konnten in diesem Jahr mindestens 8 Wolfswelpen nachgewiesen werden, was die Gesamtzahl der Wölfe in diesem Gebiet auf etwa 13 Tiere erhöht (Quelle: TMUEN). Ansässige Weidetierhalterinnen und -halter müssen daher auch in Zukunft mit Wolfsangriffen rechnen, die für die Wölfe das Ziel haben werden, sich und ihren Nachwuchs zu versorgen sowie ihrem Nachwuchs das Jagen beizubringen.

 

Fotos: gerissenes Schaf/ verletzte Ziege (privat)

 

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Fotos zum Download: gerissenes Schaf und verletzte Ziege

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