Wochenbericht

Nachruf: Werner Wühsts Verdienste bleiben unvergessen

Mit großer Betroffenheit nimmt der Thüringer Bauernverband (TBV) Abschied von Werner Wühst, der am 8. November im Alter von 82 Jahren nach langer Krankheit verstorben ist. Der Thüringer Berufsstand verliert mit ihm ein geschätztes Mitglied, engagierten Journalisten und verdienstvollen Mitgestalter der Öffentlichkeitsarbeit im Agrarbereich.

Werner Wühst wurde 1943 im sächsischen Riesa geboren und wuchs in Dresden auf. Nach seiner Ausbildung zum Landwirt auf den volkseigenen Gütern in Dittersbach und Kalkreuth war er zunächst als Traktorist tätig. Im Anschluss an den Armeedienst und der Leitung eines Kulturhauses des Landmaschinenkombinats „Fortschritt“ Neustadt/Sachsen wechselte er im Alter von 30 Jahren zur Neuen Deutschen Bauernzeitung nach Berlin. 1985 bis 1990 war er Mitarbeiter in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Zentralvorstandes der Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB). Parallel studierte er Kultur- und Gesellschaftswissenschaften in Berlin.

Nach der Wiedervereinigung setzte Werner Wühst seine journalistische Arbeit in Thüringen fort – zunächst als Landesredakteur des Landwirtschaftlichen Wochenblattes Thüringen und der BauernZeitung, später als Gründer des Landverlages Thüringen. Bis 2010 gab er als freier Journalist das AGRARjournal Thüringen heraus und war von 1995 bis 2014 Herausgeber des Thüringer Bauernkalenders.

Mit dem Buch über Friedrich Gottlob Schulze „Ein trefflicher Mann“ (2020) hat Wühst die Leistungen des Thüringer Agrarwissenschaftlers wieder ins gesellschaftliche Gedächtnis gerufen. In dem Buch „Bauernlust & Bauernfrust“ (2017) verarbeitet er mit seinen Anmerkungen ein Vierteljahrhundert Agrargeschichte aus der Sicht eines Journalisten. Mit beiden Büchern hat Werner Wühst sich und der Thüringer Landwirtschaft ein Denkmal gesetzt. Seine Publikationen und fotografischen Arbeiten zeugen von seiner tiefen Verbundenheit zur Landwirtschaft und dem Leben auf dem Land.

Der Thüringer Bauernverband hat Werner Wühst viel zu verdanken. Sein Wirken hat die Öffentlichkeitsarbeit und das Selbstverständnis des Berufsstandes nachhaltig geprägt. Mit ihm verliert die Thüringer Landwirtschaft eine Stimme, die stets mit Herz und Sachverstand für den ländlichen Raum gewirkt hat.

Wir trauern um Werner Wühst und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie.

Thüringer Bauernverband e.V.

Thüringen: Anerkennung der natürlichen Schwimmschicht als alternative TA-Luft-Minderungsmaßnahme per Erlass

Die technische Anleitung Luft (TA-Luft) sieht zur Einhaltung der geforderten Emissionswerte unter anderem Minderungsmaßnahmen bei der Lagerung von Flüssigmist vor. Sollten sich diese für den einzelnen Betrieb als nicht praktikabel oder unverhältnismäßig herausstellen, sind gleichwertige, qualitätsgesicherte Maßnahmen nach Anhang 11

 

Analyse des Wirtschaftsjahres 2024/25 und verbandsinterne Weichenstellungen

Im Fachausschuss Betriebswirtschaft des Deutschen Bauernverbandes (DBV) standen die Buchführungsergebnisse für das Wirtschaftsjahr 2024/25 im Zentrum. Dabei zeigt sich, dass der Ackerbau deutlich schlechter abschneidet als in den Vorjahren, während der Milchsektor

 

Fachausschuss Umwelt: Novelle Düngerecht und Wolf

Am 13. November fand der Fachausschuss Umwelt des Deutschen Bauernverbandes (DBV) statt. Dieser stand ganz im Zeichen der Diskussion um das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts. Die jüngsten Entwicklungen im Düngerecht zeigen deutliche Spannungen

 

 

Fördermöglichkeiten: Von Liquiditätssicherung bis alternative Antriebssysteme

Der Deutsche Bauernverband (DBV) verweist auf mehrere Aktivitäten im Fördergeschäft hin. Dabei geht es um Liquiditätssicherung, alternative Antriebssysteme, Steigerung der Energieeffizienz aber auch Modellvorhaben. Angeboten werden diese vom Bund sowie der Landwirtschaftlichen Rentenbank. Eine Kurzinfo vom DBV findet sich jeweils nachfolgend:

 

Arbeitsgruppe Wolf in Thüringen

Am 13. November tagte für dieses Jahr ein letztes Mal die Arbeitsgruppe Wolf des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten (TMUENF).

Aktuell sind in Thüringen min. 25 standorttreue Wölfe heimisch. Die geschätzte Gesamtzahl soll bei 30 liegen. Hierbei werden durchziehende Wölfe nicht mitgezählt.

Demgegenüber gibt es in Thüringen aktuell min. 11 standorttreue Luchse. Auch hier ist die Tendenz steigend.

Bisher gab es in Thüringen 53 Nutztierrisse, dabei wurden 160 Nutztiere getötet. Das sind doppelt so viele Fälle wie letztes Jahr. Der Managementplan ist seit Ende August auf der Internetseite des Kompetenzzentrums Wolf, Biber und Luchs zu finden.

 

Runder Tisch von Landwirten und Jägern im Landkreis Hildburghausen

Am 10. November fand im Landkreis Hildburghausen ein "Runder Tisch" statt, bei dem Landwirte, Jäger sowie Vertreter der Jagdbehörde und des Veterinäramtes zusammenkamen. Ziel der Veranstaltung war es, aktuelle Herausforderungen und gemeinsame Lösungen im Bereich von Jagd und Landwirtschaft zu erörtern.
Zu Beginn des Treffens hielt der Amtsleiter des Veterinäramtes, Dr. Abele, einen kurzen Vortrag über das aktuelle Seuchengeschehen im Landkreis. Dabei ging er auf die Situation hinsichtlich verschiedener Tierseuchen und deren Auswirkungen auf Wild- und Nutztiere ein. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei dem Umgang mit möglichen Seuchengefahren und den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen, die sowohl von Landwirten als auch von Jägern beachtet werden müssen.
Im Anschluss an den Vortrag fand ein intensiver Austausch zwischen den Anwesenden statt. Die Diskussion drehte sich vor allem um die aktuellen Wildschäden in der Region sowie um die Frage, wie die Bejagung effizienter gestaltet werden kann, um diese Schadensfälle zu minimieren. Dabei wurde schnell klar, dass eine enge und regelmäßige Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Jägern notwendig ist, um die Herausforderungen effektiv zu bewältigen. Einigkeit herrschte darüber, dass eine kooperative Herangehensweise von beiden Seiten von großer Bedeutung ist. Es wurde betont, wie wichtig es ist, Probleme frühzeitig zu erkennen und Lösungen gemeinsam zu erarbeiten. Die Teilnehmer des Treffens wünschten sich daher einen engen Austausch und regelmäßige Absprachen, um in Zukunft schneller und gezielter auf auftretende Schwierigkeiten reagieren zu können.
Abschließend zeigte sich, dass der "Runde Tisch" ein wichtiger Schritt in Richtung einer kooperativen Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Jägern und den zuständigen Behörden war. Durch den offenen Dialog und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit können nachhaltige Lösungen entwickelt werden, die sowohl den Interessen der Landwirtschaft als auch der Jagd gerecht werden.

Thüringer Bauernverband e.V.
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