Wochenbericht

Flurfahrt im Eichsfeld

Am Mittwoch, dem 23.07.2025, fand im Eichsfeld die jährliche Flurfahrt mit dem Ministerpräsidenten Prof. Dr. Mario Voigt, der Ministerin für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum, Colette Boos-John, sowie weiteren Vertretern des Ministeriums statt. Ziel der Fahrt war es, den Entscheidungsträgern anhand praktischer Beispiele die Alleinstellungsmerkmale und Herausforderungen der Thüringer Landwirte näherzubringen.

Hierzu waren die folgenden vier Betriebe Gastgeber und Gesprächspartner zu aktuellen Themen:

  • Landwirtschaft Stephan Riethmüller in Gerbershausen
  • AGROPRO Agrar Produkt- und Handels-GmbH & Co. KG in Wahlhausen,
  • LEVER Agrar-AG in Heiligenstadt.
  • Agrargenossenschaft „Am Ohmberg“ eG/Eichsfelder Landschlachterei in Bischofferode.

Neben den Verantwortlichen der Betriebe waren auch Vertreter des Eichsfelder Bauernverbandes, darunter Ingolf Lerch, Andreas Fernekorn und der Präsident Dr. Klaus Wagner, sowie Fachreferenten des TBV und dessen Geschäftsführung vor Ort.

Unser Dank gilt den Organisatoren und Gastgebern, ohne die diese Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Wir haben uns außerdem sehr gefreut, dass sich Colette Boos-John und Mario Voigt viel Zeit für unsere Mitglieder genommen und detaillierte Rückfragen gestellt haben.

Solche Formate und Dialoge sind weiterhin notwendig, um unbürokratische Lösungen für die täglichen Herausforderungen unserer Branche zu finden.

Exkursion der Präsidentenkonferenz des Bayerischen Bauernverbandes in Thüringen

Am Samstag, den 26.07.2025 war das Agrarunternehmen Pfersdorf e.G. Teil der mehrtägigen Exkursion der Präsidentenkonferenz des Bayerischen Bauernverbandes in Thüringen .
Hierbei waren mehrere Vertreter des TBV Ehren- und Hauptamts und der Landfrauen vertreten.

Neben einem Betriebsrundgang mit Toralf Müller (Betriebsleiter des gastgebenden Landwirtschaftsunternehmens) war ausreichend Zeit sich intensiv zu Themen wie erneuerbare Energien und Tierhaltung auszutauschen.

Unser Dank gilt dem Gastgeber, Agrarunternehmen Pfersdorf e.G, der dem Treffen einen sehr gelungenen Rahmen gegeben haben.

Thüringer Vertreter bei DBV-Fachausschuss Milch in Kassel: Weichenstellung für die Zukunft

Silvio Reimann, Vorsitzender des Thüringer Fachausschusses Milch, und Stefan Ritter, Milchreferent des Thüringer Bauernverbandes, nahmen an der zweitägigen Klausurtagung des DBV-Fachausschusses Milch in Kassel teil.
Im Mittelpunkt der Tagung stand die grundlegende Ausrichtung der Ausschussarbeit zu Beginn der neuen Legislaturperiode.
Anders als in früheren Sitzungen wurde diesmal in Workshop-Form intensiv an den Themen gearbeitet, die die Milchbäuerinnen und Milchbauern aktuell bundesweit bewegen.
Dabei ging es nicht nur um die Überarbeitung des QM-Standards, sondern vor allem um die Sammlung und Priorisierung zentraler Herausforderungen der Branche, von Tierwohl und Klimaschutz über Bürokratieabbau bis hin zur Stärkung des Wertes von Milch aus Deutschland.
Reimann und Ritter brachten dabei gezielt die Sicht der Thüringer Milcherzeuger ein, deren Betriebe zunehmend unter wirtschaftlichem Druck und wachsender Regulierungsdichte stehen.
Ein Highlight war der Besuch auf dem Milchviehbetrieb der Familie Schmal in Waldeck-Sachsenhausen.
Die junge Betriebsleiterfamilie zeigte eindrucksvoll, wie moderne Milcherzeugung mit Zukunftsperspektive aussehen kann.
Beim gemeinsamen Abendessen nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit zum Austausch über Ländergrenzen hinweg, ganz im Sinne eines starken Netzwerks für die deutsche Milchwirtschaft.
„Nur mit den Milchbäuerinnen und Milchbauern vor Ort können Klimaschutz, Tierwohl und wirtschaftliche Perspektiven sinnvoll zusammengebracht werden“, betonte Silvio Reimann.
Ziel bleibt es, den Wert von Milch als regional erzeugtes Qualitätslebensmittel gemeinsam sichtbarer zu machen, auch in Thüringen.

Thüringer Tierwohlförderung: Tierhaltende Betriebe mit 3,5 Millionen Euro unterstützt

Tierhaltende Betriebe aus Thüringen können sich in diesem Jahr auf eine finanzielle Unterstützung für die Umsetzung von tierwohlgerechteren Haltungsbedingungen in Höhe von insgesamt 3,5 Millionen Euro freuen.

Ein Großteil der Fördersumme, nämlich 2,8 Millionen Euro, geht an 50 Schweinehaltungsbetriebe. Das sind sechs Betriebe mehr, als im letzten Jahr gefördert wurden. Neben schweinehaltenden Betrieben profitieren aber auch rinderhaltende Betriebe und Betriebe, die vom Aussterben bedrohte einheimische Nutztierrassen (wie die Thüringer Waldziege oder das Rote Höhenvieh) halten, von der Förderung. Im Bereich der Rinderhaltung wurden knapp 437.000 Euro auf 71 Betriebe aufgeteilt und für die 88 Betriebe, die sich dem Erhalt von bedrohten Nutztierrassen widmen, gab es insgesamt 258.000 Euro.

Wie das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum in seiner Pressemitteilung am 20. Juli mitteilte, honorieren die ausgezahlten Fördermittel die erbrachten Tierwohlleistungen für das Jahr 2024. Dazu zählen unter anderem ein erweitertes Platzangebot sowie bessere Auslauf- und Abkühlmöglichkeiten.

Weitere Informationen zu den Förderbedingungen und Maßnahmen sind hier zu finden.

SuedOstLink: Anhörung zur zweiten Planänderung bis 1. September

Der Vorhabenträger 50Hertz hat für den Abschnitt B des SuedOstLink (Eisenberg-Großraum Gera-Zedlitz-Weida-Langenwetzendorf-Pöllwitz-Pausa-Reuth-Gefell) mit Schreiben vom 3. Juni die zweite Änderung des bereits ausgelegten Plans und der Unterlagen beantragt. Folgende Änderungen sind enthalten:

  • Kabelbezogene Änderungen
  • Änderung der Kreuzungsbauwerke
  • kleinräumige Trassierungsänderungen
  • Anpassung des Wegekonzepts
  • Fortschreibung Rechtserwerbsplan/Rechtserwerbsverzeichnis

Die geänderten Planunterlagen wurden (ausschließlich in elektronischer Form) auf der Seite der Bundesnetzagentur veröffentlicht und können noch bis 18. August eingesehen werden. Eine erneute Öffentlichkeitsbeteiligung ist nicht erforderlich. Betroffene wurden individuell benachrichtigt und können sich bis einschließlich 1. September zu den geänderten Plänen äußern. Die Gelegenheit zur Äußerung beschränkt sich auf die Änderung an den bereits in der Vergangenheit ausgelegten Unterlagen. Diese sind in den Unterlagen zur Zweiten Planänderung kenntlich gemacht. Auch der Thüringer Bauernverband hat die Möglichkeit eine Stellungnahme zu den Änderungen abzugeben. Ihre Anmerkungen können Mitglieder des TBV gerne an uns weiterleiten unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Neues zum Rapserdfloh

Die Firma Syngenta Agro GmbH informiert darüber, dass das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) für das Produkt MINECTO Gold mit dem Wirkstoff Cyantraniliprole eine Notfallzulassung (gemäß Art. 53 der Verordnung (EG) Nr. 1107/200) zur Bekämpfung des Rapserdflohs in Winterraps ausgesprochen hat.

Die Zulassung ist ausschließlich auf das Inverkehrbringen und die Anwendung gegen den Rapserdfloh in Winterraps begrenzt und im Zeitraum zwischen dem 14.08.2025 bis 11.12.2025 - und damit exakt 120 Tage -  möglich. Die bundesweit zugelassene Menge ist auf 18.750 kg begrenzt

Bild: AJC1 from UKCC BY-SA 2.0 

Landmaschinen im Straßenverkehr

Am Dienstag, den 22.07.2025 haben sich Vertreter des Deutschen Bauernverbandes (DBV) mit Vertretern des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) getroffen. Im Fokus standen Unfälle mit langsam fahrenden landwirtschaftlichen Fahrzeugen. Zur Reduzierung der Unfälle hat der DVR verschiedene Maßnahmen vorgestellt, wie beispielsweise die freiwillige Ausstattung der landwirtschaftlichen Fahrzeuge mit Fahrassistenzsystemen, infrastrukturelle Maßnahmen, Fahrsicherheitstraining und Sensibilisierung der übrigen Verkehrsteilnehmer. Der DBV haben deutlich herausgestellt, dass mögliche Maßnahmen nicht zuerst aufseiten der Landwirte angesetzt werden sollten. Vielmehr wurde sich darauf verständigt, den Blick der übrigen Verkehrsteilnehmer insbesondere in der risikoreichen Erntezeit auf die langsam fahrenden Erntefahrzeuge zu sensibilisieren, sei es durch Radiohinweise oder Plakatkampagnen. Daneben wurde auch das Thema Förderung von Kameras an landwirtschaftlichen Fahrzeugen angesprochen. Der Thüringer Bauernverband hat in den zurückliegenden Jahren zu Beginn der Erntezeit immer wieder medial darauf hingewiesen, dass aufgrund der Ernte vermehrt landwirtschaftliche Fahrzeuge auf Thüringer Straßen unterwegs sind.

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