Wochenbericht

Thüringer Bauernverband sucht neuen Vorstand

Satzungsgemäß wählt der Thüringer Bauernverband (TBV) am 17. Dezember 2024 einen neuen Vorstand.

Der Präsident bzw. die Präsidentin und die drei Vizepräsidenten bzw. Vizepräsidentinnen bilden zusammen mit dem Präsidenten bzw. der Präsidentin des Arbeitgeberverbandes und dem bzw. der Vorsitzenden des Fachausschusses Familienbetriebe/GbR den ehrenamtlich tätigen Vorstand des Verbandes.

Bauernverband auf der Regionalmesse des Landkreises Sömmerda

Am vergangenen Wochenende fand in Sömmerda die Regionalmesse des Landkreises statt. Nach einer mehrjährigen Veranstaltungspause überzeugte die Neuauflage des Messekonzeptes sowohl die Aussteller als auch die Besucher der Messe. Der Fokus lag neben der Präsentation der Wirtschaftsunternehmen auf der Vorstellung der Vereine, die in ihrer Vielzahl für ein breites Angebot in Sömmerda und im ländlichen Raum sorgen.

Neu im Konzept war auch eine Genießer-Ecke. Hier konnte verkostet und gekauft werden, was auf den landwirtschaftlichen Flächen und in den Betrieben des Landkreises produziert wird.

Der Kreisbauernverband Erfurt-Sömmerda war mit einem Informationsstand und einer Kinderaktion vor Ort. Viele Nachfragen interessierter Besucher, insbesondere zur Erntesituation in diesem Jahr, konnten beantwortet werden.

Aktuelles zur Blauzungenkrankheit

Das Seuchengeschehen der Blauzungenkrankheit (BTV) breitet sich weiterhin mit rasanter Geschwindigkeit in alle Himmelsrichtungen aus. Besonders in Schleswig-Holstein, im Osten von Hessen und Niedersachsen sowie im Südwesten von Baden-Württemberg werden vermehrt Fälle gemeldet.

In Thüringen sind

Z-Bau: Tradition, Qualität und Innovation im Bauwesen - Vorzugspreise für Mitglieder des Thüringer Bauernverbandes

Die TBV-Service und Marketing GmbH hat mit der Firma Z-Bau eine Rahmenvereinbarung geschlossen. Ziel der Rahmenvereinbarung ist es, den Mitgliedern des Thüringer Bauernverbandes besondere Konditionen einzuräumen.

Die Mitglieder des Thüringer Bauernverbandes sind berechtigt, Leistungen aus dem Programm der Firma Z-Bau zu Bestkonditionen auf eigene Rechnung zu beziehen. Das Tätigkeitsspektrum ist breit gefächert und umfasst unter anderem den Hoch- und Tiefbau gemäß den Vorschriften des Wassershaushaltsgesetzes (WHG), den Bau von LAU- und HBV-Anlagen, sowie den Abbau und Vertrieb von Gesteinsmaterialien. Als Generalunternehmer realisiert Z-Bau darüber hinaus schlüsselfertige Wohn- und Gewerbeimmobilien. Im Tankstellenbereich gehören auch Sanierungs- und Abbrucharbeiten zu der Leistungspalette von Z-BAU. Die Projektierung von Bauleistungen jeglicher Art, einschließlich umfassender Beratung und Bauleitung, rundet das Leistungsangebot ab. Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, hat Z-Bau Betonfertigteilsysteme mit DIBt-Zulassung entwickelt und erfolgreich eingesetzt. Dabei unterstützt das eigene Betonwerk, das die Herstellung von maßgeschneiderten Fertigteillösungen ermöglicht. Das verschafft nicht nur ein hohes Maß an Flexibilität, sondern gewährleistet auch eine umfassende Qualitätskontrolle.

Z-BAU steht für höchste Standards in Bezug auf Qualität, Verlässlichkeit und Beständigkeit.

Die Firma Z-Bau gewährt den Mitgliedsbetrieben 5 Prozent sofortigen Rabatt auf alle Aufträge.

Weitere Erläuterungen zum Bestellvorgang sind auf der Homepage des Thüringer Bauernverbandes unter Meine Vorteile eingestellt.

Erörterungstermin: Stromnetzverstärkung von Wolkramshausen nach Vieselbach

Für den Abschnitt Süd des Leitungsvorhabens 44: Schraplau/Obhausen – Wolkramshausen – Vieselbach, der in Wolkramshausen beginnt und in Vieselbach endet (Leitungsvorhaben 44) hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) am 22. August in Sondershausen im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens einen Erörterungstermin durchgeführt. In dem Termin wurden die rechtzeitig erhobenen Einwendungen und Stellungnahmen mit deren Verfassern, den Trägern öffentlicher Belange sowie dem Vorhabenträger 50Hertz erörtert. Die Freileitung soll auf 380kV verstärkt werden.

Seitens des Thüringer Bauernverbandes (TBV) wurde nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Interessen der Landwirtschaft ein ebenso abwägungsrelevantes Kriterium sind, wie z.B. der Naturschutz. Es wurde ebenso die Wichtigkeit des Bodenschutzes (bspw. Vorrang von Bodenplatten vor Schotterstraßen als ultima ratio) und die erforderliche Abstimmung mit den betroffenen landwirtschaftlichen Unternehmen sowie der Vorzug von produktionsintegrierten Kompensationsmaßnahmen vor anderen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen betont. Weitere Themen waren die Entschädigungspraxis von 50Hertz (neben der Entschädigung von Maststandorten sind auch Flur- und Aufwuchsschäden, Wirtschaftserschwernisse, unwirtschaftliche Flächen und Fördernachteile auszugleichen) und die mögliche Zurverfügungstellung von Shape Dateien, welche die im Zuge des Baus der Trasse zu beanspruchenden Flächen ausweisen. Gerade durch Letzteres könnte der bürokratische Aufwand der Landwirte minimiert werden. Neben dem TBV forderte auch das Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum den besonderen Schutz von Drainagen.

Zum Abschluss kündigte die BNetzA an, dass sie nun nochmals alle Einwendungen und den Antrag von 50Hertz prüfen und das Verfahren nächstes Jahr mit dem Planfeststellungsbeschluss seinen Abschluss finden wird. Dann kann mit dem Bau der Trasse begonnen werden. 

Stark unterdurchschnittliche Getreideernte

Der Deutsche Bauernverband (DBV) geht in seiner Erntebilanz 2024 beim Getreide von einer Gesamterntemenge von 39,3 Mio. Tonnen und somit von einer stark unterdurchschnittlichen Ernte aus. Nach den aktuellen Zahlen liegt die Erntemenge beim Weizen, der wichtigsten Kultur, mit 18 Mio. Tonnen deutlich unter der des Vorjahres (2023: 21,2 Mio. Tonnen). Aufgrund der ungünstigen Witterungsbedingungen zur Aussaatzeit im Herbst ist die Anbaufläche von Winterweizen in diesem Jahr um rund 330.000 Hektar zurückgegangen, was einer der Gründe für die geringe Erntemenge ist. Aber auch die erneut gesunkenen Hektarerträge spiegeln den Abwärtstrend beim Winterweizen wieder.

Bei der Wintergerste liegt die diesjährige Erntemenge mit 8,9 Mio. Tonnen ebenfalls unter der Vorjahresmenge von 9,5 Mio. Tonnen.

Die Winterrapsernte 2024 liegt mit einem Durchschnittsertrag von 33,8 dt/ha auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie im Vorjahr (33,5 dt/ha). Durch eine geringere Anbaufläche ist zudem die Gesamterntemenge beim Raps auf 3,7 Mio. Tonnen gesunken (2023: 3,9 Mio. Tonnen).

Die Herbstkulturen wie Zuckerrüben, Mais, Kartoffeln sowie Gemüse konnten größtenteils von den Niederschlägen profitieren. Insbesondere die Kartoffeln leiden jedoch stark unter Kraut- und Knollenfäule. Aber auch bei den Zuckerrüben treten neue Krankheiten wie Stolbur oder das Syndrome Basses Richesses (SBR) vermehrt auf.

Im Obstbau sind erhebliche Schäden vor allem durch Spätfröste zu verzeichnen und auch hier sorgen Restriktionen beim Pflanzenschutz sowie der Mindestlohn für eine schwierige Gesamtsituation.

Beim Wein wird nach ersten Schätzungen über die Anbaugebiete hinweg ebenfalls eine unterdurchschnittliche Menge erwartet.

Zu den Ernteergebnissen im Freistaat Thüringen informiert der Thüringer Bauernverband gemeinsam mit dem Thüringer Ministerium für Infratsruktur und Landwirtschaft am Donnerstag, den 29. August in Buttstädt zur Erntepressekonferenz.

 

„Grüne Berufe sind voller Leben“: Regionalkonferenz an der Berufsschule in Schwerstedt

Am 22. August fand an der Berufsschule in Schwerstedt die 4. Regionalkonferenz zum demografischen Themenjahr statt. Die Organisatorin, die Serviceagentur demografischer Wandel beim Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL), legte hier den Schwerpunkt auf landwirtschaftliche Tätigkeit und Berufsausbildung.

Die Veranstaltung war gut besucht und Anwesende aus Politik, landwirtschaftlicher Praxis, Bildungsunternehmen, Fördermittelgeber, LEADER-Aktionsgruppen, berufsständischen Interessenvertretungen, Behörden und Verbänden erhielten Informationen und Perspektiven zu demografischen Entwicklungen in Bezug auf die Landwirtschaft.

Prof. Dr. Michael Behr, ehem. Thüringer Ministerium Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, stellte die Thüringer Fachkräftestudie vor und referierte zu „Herausforderungen und Chancen im demografischen Wandel – Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsentwicklung in Thüringen – Projektion bis 2035“.

Kerstin Fiedler, TMIL, stellte die aktuell erarbeitete „Gemeinsame Erklärung der Partner der Allianz zur Nachwuchsgewinnung in den Grünen Berufen 2.0“ vor.

„Ausgewählte Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten des TMIL“ vorgestellt durch Jörg Thomas und Pascal Wagenschwanz, TMIL, rundeten den theoretischen Teil der Veranstaltung ab.

Interessant, lebendig und praxisnah erlebten die Gäste die Präsentationen zweier prämierter Ausbildungsbetriebe.

Beim Reitstall Waldhof Dammer in Stedten (Ausbildungsbetrieb des Jahres 2020), vorgestellt durch Birgit Dammer, stand die individuelle Förderung und familiennahe Aufnahme der Auszubildenden im Vordergrund.

Eine sehr gute fachliche Umsetzung der betrieblichen Berufsausbildung realisiert die Gönnatal-agrar e.G. in Altengönna (Ausbildungsbetrieb des Jahres 2022) für die durchschnittlich mehr als 10 Azubis pro Jahr durch den Einsatz eines eigens für Ausbildung eingestellten Mitarbeiters. Besonderen Wert legt das Unternehmen, laut Tristan Sammer, Vertretungsberechtigter der e.G., auf die ausbildungsvorgelagerte Zusammenarbeit mit regionalen Schulen und Nutzung von Praktika. Auch wurde auf ein jugendfreundliches Betriebsklima und leistungsfördernde Anreize z.B. beim Erwerb des Führerscheins verwiesen.

Fazit: Die Tagung offerierte branchenübergreifendes Überblickswissen unter demografischen Gesichtspunkten. Es wurden fachkräftesichernde Aktivitäten der grünen Branche und für diese vorgestellt. Damit eröffnen sich Möglichkeiten eigene betriebliche Wege zu gehen, um dem drastisch zunehmenden Fachkräftedefizit entgegenzuwirken.

 

Die Vorträge zur Veranstaltung gibt es hier

 

 

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