Wochenbericht

Hohe Nachfrage bei Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz

Fristgemäß wurde am 19. August 2024 das Interessenbekundungsverfahren im Investitionsförderprogramm von Maschinen und Geräten zur Stärkung der natürlichen Bodenfunktionen in Agrarlandschaften im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK NABO) [ecr] beendet. Das bekundete Interesse sowohl für Maschinen zur Bewirtschaftung von Moorböden (Kategorie A) wie auch in den anderen Kategorien war sehr hoch. Die Rentenbank hat bereits das Reihungsverfahren durchgeführt, in dem u.a. die Anträge in Kategorie A aufgrund der besonderen Bedeutung der Moorböden für den natürlichen Klimaschutz bevorzugt bedient werden.

Am 27. Juli 2024 wurden die ersten Einladungen zur Antragstellung an die Landwirte versendet. Die Antragsteller haben ab dem Datum der Einladung 45 Tage Zeit, ihren Antrag zu stellen. Je nach Rücklaufquote wird es eine weitere Einladungsrunde geben.

Ein weiteres Interessenbekundungsverfahren ist für 2025 - vorbehaltlich verfügbarer Haushaltsmittel - beabsichtigt. Für die Investitionsförderung bodenschonender Maschinen und Geräte sind im ANK nach aktuellen Planungen insgesamt bis zu 100 Mio. Euro vorgesehen.

 

Fachausschussmitglieder diskutieren GAP-Antragstellung 2024

In der Fachausschusssitzung (FA) Agrarpolitik des Thüringer Bauernverbandes (TBV)  am 03. September wurden seitens des Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) die Daten der diesjährigen Sammelantragstellung vorgestellt. Dabei wurde nicht nur auf die reinen Antragsdaten geblickt, [ecr] sondern auch die Transferwirkung der Beihilfen auf die verschiedenen Betriebsformen ausgewertet. Der Vergleich zwischen der alten Förderperiode mit den Greening-Elementen und der neuen Förderperiode mit den Ökoregelungen macht deutliche Unterschiede sichtbar. Nicht zu verkennen sind aber die Sondereffekte der Ausnahmejahre 2023 und 2024 in Bezug auf die Bracheregelungen sowie die angepassten/erhöhten Beihilfesätze. Auch der Blick nach vorn wird weitere Veränderungen bringen. Allein die Anpassungen für 2025 im Bereich der Konditionalität und den Direktzahlungen mit Ökoregelungen sowie gekoppelten Prämien sollen deutlichen Bürokratieabbau schaffen und mehr Anreize bieten (hierzu hatten wir bereits informiert).

Die Vertreter des TMIL informierten, dass parallel auch schon Änderungen für 2026 mit zwei neuen Ökoregelungen auf Bund-Länder-Ebene diskutiert werden. Erste Informationen werden wohl zur Agrarministerkonferenz in der kommenden Woche den Ländervertretern präsentiert.

Ein weiteres Thema in der Sitzung waren die Kontrollen und Sanktionen. Die Problematik der Satellitenerkennung ist nach wie vor nicht gelöst. Die aktuell hohen Aufträge in der FAN-App zum Nachweis der Kulturart und der Mindestbewirtschaftung zeigen dies. Aufgrund der ablaufenden Frist bis Ende September haben die Mitglieder des FA um zeitnahe Klärung des Umgangs mit den offenen Fragen in der App gebeten. Die Einreichung von Auszügen aus der Schlagkartei wären aus Sicht des FA eine Lösung.

Ausführliche Informationen gibt es im nächsten TBV-Journal. Die zum FA gezeigte Präsentation kann hier nachgelesen werden.

 

Landtagswahl in Thüringen: Zügige Koalitionsgespräche und wohlüberlegte Ressortzuschnitte

Der Thüringer Bauernverband (TBV) zeigt sich zum Ausgang der Landtagswahl in Thüringen erfreut über die hohe Wahlbeteiligung. Der Ausgang der Wahl und die endgültigen Ergebnisse erfordern nun ein rasches Aufeinanderzugehen der Parteien, so dass es schnellstmöglich zu Koalitionsverhandlungen kommen kann.

Der TBV fordert bei den bevorstehenden Gesprächen, der Landwirtschaft und dem ländlichen Raum in Thüringen, um eine nachhaltige, widerstandsfähige und ausgewogene Gesellschaft aufzubauen, die in Einklang mit der Natur und den Bedürfnissen der Menschen steht, eine höhere Priorität einzuräumen. Die Landwirtschaft ist nicht nur für die Produktion von Nahrungsmitteln von entscheidender Bedeutung, sondern auch für die Sicherung der Ernährungssouveränität und -vielfalt. Indem die neue Landesregierung der Thüringer Landwirtschaft eine höhere Priorität einräumt, können wir sicherstellen, dass wir lokal angebaute, frische und gesunde Lebensmittel haben, die für eine ausgewogene Ernährung notwendig sind.

Darüber hinaus spielt die Thüringer Landwirtschaft eine wichtige Rolle beim Umweltschutz und der Bewahrung der natürlichen Ressourcen. Nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken tragen zur Bodenfruchtbarkeit, zum Schutz der Wasserressourcen, zur Erhaltung der Artenvielfalt und zur Klimawandel-Mitigation bei. Indem wir die Landwirtschaft und den ländlichen Raum priorisieren, fördern wir eine umweltfreundlichere und nachhaltigere Zukunft.

Der ländliche Raum ist ein Ort, an dem Gemeinschaften und Traditionen gedeihen können. Eine höhere Priorität für den ländlichen Raum bedeutet Investitionen in die Infrastruktur, Bildung, Gesundheitsversorgung und wirtschaftliche Entwicklung in diesen Gebieten. Dies schafft nicht nur neue Chancen und Arbeitsplätze, sondern fördert auch den sozialen Zusammenhalt und eine ausgewogene Entwicklung des Freistaates.

Daher fordert der TBV von der neuen Landesregierung ein eigenständiges Landwirtschaftsministerium mit allen Kompetenzen. Momentan stehen den Thüringer Landwirten drei für sie zuständigen Ministerien, mit entsprechend angegliederten Landesämtern, gegenüber. Der Austausch zwischen den Ressorts konnte seit der

Trennung der Zuständigkeiten nicht optimal gestaltet werden. Die Herausforderungen insbesondere

im Bereich der Nutztierhaltung und der Umweltauflagen sind für die Landwirtschaft enorm. Weder die

Landwirtschaft noch die Landesregierung kann sich weiter die bestehenden Reibungs- und Abstimmungsverluste leisten. Es braucht deshalb ein eigenständiges Landwirtschaftsministerium, das auch die vollumfängliche Programmhoheit für den ELER-Fond innehat, genauso wie die Zuständigkeit für Tiergesundheit und Tierschutz.

Bei den Gesprächen zwischen den möglichen Koalitionspartnern gilt es die Forderungen des Verbandes zu berücksichtigen, um den Landwirten und den Menschen im ländlichen Raum die Bedeutung beizumessen, die sie verdient haben.

Wir suchen eure Braugerste

Auch in diesem Jahr führt der Thüringer Braugerstenverein seinen jährlichen Wettbewerb durch.

Bis zum Ende dieser Woche können für den Braugerstenwettbewerb noch Proben eingereicht werden. Diese können Sommer- oder Winterbraugerstensorten sein.

Bitte dafür 1,5 kg Braugerste senden an:

Thüringer Braugerstenverein e.V.

Alfred-Hess-Straße 8

99094 Erfurt

Genauere Informationen finden Sie auf der Homepage unter: www.th-braugerstenverein.de.

Wir freuen uns auf eure Probe.

 

Ab sofort Anmeldungen für den Traktorführerschein für Azubis möglich

Seit dem 1. September greift die neue Förderperiode für den Traktorführerschein für Azubis. Nun ist es möglich, in einer Thüringer Fahrschule der Wahl und auch weiterhin in den durch die frühere Förderung bekannten Fahrschulen, den Führerschein Klasse T zu erlangen.

Die Förderung gilt für Azubis - auch wenn die Lehre noch nicht begonnen hat. Der Führerschein wird mit bis zu 1.150,00 Euro (max. 70 Prozent vom Rechnungsbetrag) gefördert.

Der Flyer zur Anmeldung und das Merkblatt finden Sie auf der Homepage der Landvolkbildung Thüringen

 

 

Antje Wolf nimmt Tätigkeit als Hauptgeschäftsführerin des TBV auf

Mit dem 2. September nimmt Antje Wolf ihre Tätigkeit als Hauptgeschäftsführerin des Thüringer Bauernverbandes (TBV) auf.

Mit Frau Wolf gewinnt der TBV eine erfahrene Praktikerin, die bereits erfolgreich in unterschiedlichen Unternehmen in leitenden Positionen gearbeitet hat und eine umfassende strategisch-wirtschaftliche Expertise innerhalb von Branchen-Interessensvertretungen mitbringt.

Verbandserfahrung sammelte sie u.a. als Hauptgeschäftsführerin in der Sozialwirtschaft und als Geschäftsführerin eines Tochterunternehmens des Bayerischen Bauernverbandes.

Durch ihre Tätigkeit verfügt Frau Wolf über ein breites Erfahrungsspektrum in der Führung und Umsetzung zukunftsorientierter Strategie- und Entwicklungsprozesse und im Krisen- und Projektmanagement.

Die ausgebildete Organisationsentwicklerin und Wirtschaftsmediatorin ist zudem eine erfahrene Kommunikationsspezialistin und auf Basis langjähriger Vertriebs- und Marketingerfahrung nicht nur versiert in der Optimierung und Vermarktung von Dienstleistungsangeboten, sondern ebenso in nachhaltiger Öffentlichkeitsarbeit.

Die gebürtige Sächsin freut sich sehr darauf, die Entwicklung der wichtigsten Interessensvertretung der Thüringer Landwirtschaft im engen Austausch mit den Verbandsmitgliedern aktiv voranzutreiben und gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Verbandes die laufenden und kommenden Projekte zum Erfolg zu führen.

Neues Schulungsprogramm der Landvolkbildung Thüringen online

Das neue Schulungsprogramm der Landvolkbildung Thüringen ist ab sofort online unter www.landvolkbildung.de/bildungsangebote-landwirtschaft/ einsehbar.

Beruflich verpflichtende Kurse sowie eine breite Auswahl an Kursen für Landwirte und Direktvermarkter stehen zur Auswahl.

Ab Anfang September wird der neue Bildungskatalog auch gern auf Wunsch postalisch versendet. Anfragen hierzu bitte telefonisch über +49 (0)361 262 532 81 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Thüringer Bauernverband e.V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Tel.: +49 (0)361 262 530
Fax: +49 (0)361 262 532 25
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