Wochenbericht

Umsetzung der TA-Luft: Hinweise für betroffene Betriebe

Mit Inkrafttreten der neuen TA-Luft im Dezember 2021 ergeben sich für die Betreiber von genehmigungsbedürftigen Anlagen zum 01. Dezember 2026 Sanierungsfristen, die je nach Tierart und Anlage variieren. Die ersten Unteren Immissionsschutzbehörden haben bereits Anhörungsschreiben

Thüringer Aufbaubank veröffentlicht Positivlisten zu ILU  

Die Thüringer Aufbaubank (TAB) informierte bereits darüber, dass der Antragsstichtag für Maßnahmen im Bereich Investitionsförderung in Landwirtschaftliche Unternehmen (ILU 2023) für Teil A, B, C und D auf den 31. März 2025 verschoben wurde. Hintergrund waren die Berücksichtigung anstehender Anpassungen in der Fördergrundlagen (GAK-Rahmenplan und Richtlinie ILU 2023).

Laut TAB sollte die Anlage 3 "Förderung von spezifischen Investitionen zum Umwelt- und Klimaschutz (SIUK) der Förderrichtlinie ILU 2023" angepasst werden. Die wesentlichsten Änderungen bestehen darin, dass Emissionsminderungsmaßnahmen bei flüssigen Wirtschaftsdünger- und Festmistlagerstätten unabhängig von Stallbauten förderfähig sind. Auch können Maschinen und Geräte der Außenwirtschaft gemäß Anlage 3A wieder bezuschusst werden. Einschränkend ist dabei jedoch, dass die Ziffern 2.1-2.4 zur Förderung von besonders umweltschonender Pflanzenschutztechnik derzeit noch nicht möglich ist, da eine entsprechende Liste förderfähiger Geräte des Julius-Kühn-Instituts noch aussteht. Ab sofort stehen nun die fortgeschriebene Positivliste für Maschinen und Geräte der Außenwirtschaft für die Teile Teil B und C unter Downloads zur Verfügung.

Die Antragstellung erfolgt über das TAB-Förderportal. Dort finden sich auch alle notwendigen Antragsunterlagen. Weiterführende Informationen zur Antragsbearbeitung im Förderportal finden sich im Merkblatt zum Antrag.

Die Veröffentlichung des überarbeiteten Leitfadens zur Förderrichtlinie steht noch aus.

 

Start der Antragstellung am 18. März!?

Laut der Informationsschreiben des Thüringer Landesamtes für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR) zur Antragstellung 2025, welche aktuell an alle Antragsteller versendet werden, startet die Antragstellung im PORTIA am 18. März.

Leider macht das Bundesministerium für Inneres (BMI) da einen Strich durch die Rechnung. Wie das BMI dem Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum mitgeteilt hat, wird es am 18. und 19. März jeweils zwischen 08:00 und 16:00 Uhr ein Wartungsfenster der BundID geben. Demnach soll am 19. März zwischen 08:00 und 12:00 Uhr die BundID sogar gänzlich abgeschaltet werden. In diesem Zeitraum ist die Anmeldung in PORTIA nicht möglich. Für den 18. März werden bis auf kurze Unterbrechungen keine Auswirkungen auf die Produktivumgebung vom TLLLR erwartet. Die Terminierung von Wartungsfenstern der BundID erfolgt kurzfristig und kann laut Aussage vom TLLLR nicht beeinflusst werden.

 

Landwirtschaft trifft Tourismus: Neue Veranstaltungsserie für Direktvermarkter

Was kann die Land- bzw. Erzeugerwirtschaft für den Tourismus tun und umgekehrt? Welche Initiativen zur touristischen Vermarktung von Regionalerzeugnissen gibt es und wie finde ich als Anbieter Anschluss?

Wie kann ich mit meinem Produkt Gäste gezielt ansprechen? All diese Fragen werden im neuen Veranstaltungsformat der Landvolkbildung Thüringen und der Thüringer Tourismus GmbH diskutiert.  

Bei der ab 2025 erstmals stattfindenden Veranstaltungsreihe „Landwirtschaft trifft Tourismus-kulinarisches Thüringen“ stehen das gegenseitige Kennenlernen mit Vertretern und Ansprechpartnern der Thüringer Tourismus GmbH und der Austausch im Mittelpunkt. Die Vernetzung und die Kooperation zwischen Landwirtschaft und der Thüringer Tourismus GmbH sollen zukünftig mehr Sichtbarkeit und mehr Absatz für Thüringer Direkterzeugnisse und Qualitätsprodukte in Thüringen bringen.

Als Referenten begrüßt werden: Michaela Friedel, Themenkoordination Gastgewerbe & Kulinarik, und Sebastian Pohl, Unternehmenskommunikation & Kooperationsmarketing, der Thüringer Tourismus GmbH.

Termine:

01. April 2025

15:30 Uhr bis 18:00 Uhr

Landvolkbildung Thüringen in Stadtroda

Am Burgblick 1a

 

28. April 2025

15:30 Uhr bis 18:00 Uhr

Landvolkbildung Thüringen in Erfurt

Im Haus der Grünen Verbände

Alfred- Hess- Str. 8

Weitere Informationen gibt es hier

Ausschreibung zur Lagerung von Weizen im Rahmen der Bundesreserve

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) führt eine beschränkte Ausschreibung durch, die auf den Abschluss von Verträgen für die Lagerung von 15.000 t Weizen für die Bundesreserve gerichtet ist.

Neben dem Lagerraum werden das Lagergeld pro Tonne und Monat sowie die Ein- und Auslagerungskosten ausgeschrieben.

Die Wareneinlagerung ist voraussichtlich unter Berücksichtigung der Verfügbarkeit der notwendigen Haushaltsmittel und der Marktsituation ab dem 1. Dezember 2025 vorgesehen.

Eine Garantie für eine Einlagerung, eine bestimmte Lagermenge, des Einlagerungszeitraumes und für die Einhaltung einer bestimmten Lagerdauer übernimmt die BLE nicht (die durchschnittliche Lagerdauer betrug in der Vergangenheit ca. 10 Jahre).

Nähere Informationen sind in den folgenden Dokumenten zu finden:

Anschreiben der BLE

Ausschreibung der BLE

Bewerbungsbedingungen der BLE

 

11. Oßmannstedter Gespräche ganz im Zeichen des 100. Todestag von Ferdinand Gerstung

Am 5. März jährte sich der Todestag des großen Thüringer Bienenvaters Dr. phil. h.c. Ferdinand Gerstung zum 100. Mal. Gerstung fasste das Bienenvolk erstmals als einen Organismus höherer Ordnung auf. Diese so genannte organizistische Betrachtungsweise des „Bien“ erklärte die Lebensvorgänge der Bienen auf eine grundlegend neue Weise und brachte Gerstung im Jahr 1920 die Ehrendoktorwürde Dr. phil. h. c. durch die Universität Jena ein. Er hat die bisherigen Vorstellungen vom „Bienenstaat“ auf revolutionäre Weise verändert und das von ihm verfasste Lehrbuch „Der Bien und seine Zucht“ vermittelt noch heute dem Imker Theorie und Praxis einer am Bien orientierten, artgemäßen Bienenhaltung.

1893 gründete er die Zeitschrift “Deutsche Bienenzucht in Theorie und Praxis“, später rief er gemeinsam mit August Ludwig, dem Gründer des Jenaer Universitätsbienenstandes, den “Deutschen Reichsverein für Bienenzucht“ ins Leben, aus dem im Jahre 1907 der Deutsche Imkerbund hervorging. Auf Gerstungs Anregung wurde 1910 mit dem „Deutschen Reichs-Bienenzuchtmuseum“ das erste Museum dieser Art in Weimar gegründet, aus dem das jetzige „Deutsche Bienenmuseum Weimar“ hervorgegangen ist.

Vor diesem Hintergrund war die Jubiläumsveranstaltung der 11. Oßmannstedter Gespräche, eine jährlichen Tradition der „Thüringer Arbeitsgemeinschaft Imker und Landwirte“ kurz ThAGIL, die am 7. und 8. März in eben diesem Bienenmuseum in Weimar stattfand, sehr vom Rückblick auf Ferdinand Gerstung und sein Wirken gerichtet.

Mehrere renommierte Fachreferenten, wie Thomas Radetzki (Aurelia Stiftung) oder Andreas Pintka beschrieben Gerstungs bedeutendes Wirken, Werk und seine Wirkungen bis zum heutigen Tag.

Ganz im Geiste des Bienenvaters auf ein Zusammenwirken verschiedenster Verbände und in der Landschaft Aktiver standen die Gespräche, neben dem Rückblick auf den Bienenvater, auch im Zeichen des fachlichen Austausches. Falk Böttcher (Deutscher Wetterdienst) beschrieb auf eindrucksvolle Weise die klimatischen Veränderungen sowie die Auswirkungen einer längere Vegetationsperiode oder Trockenphase auf die Landwirtschaft & Imkerei. Dr. Christian Schmid-Egger präsentierte praktische Wege zur Aufwertung der Agrarlandschaft für Bienen und andere Insekten.

Übergreifend über alle Vorträge und Gespräche zog sich der rote Faden, dass alle Akteure gemeinsam handeln müssen und wollen, um die Lebensräume für Bienen weiter zu verbessern. Denn Bienen, wie auch andere Insekten, sind zunehmenden Einflüssen wie Versiegelung, Vergrasung bzw. abnehmender Biodiversität in der Landschaft (mit weniger Futterpflanzen), Lichtverschmutzung, neuen invasiven Fressfeinden und Konkurrenten sowie moderner Landnutzung ausgesetzt.

„Ökologie & Ökonomie und Naturschutz & Naturnutz, verbunden im Miteinander von Imkern, Landwirten & Naturschutz“, wie es Torsten Ellmann (Präsidenten des DIB) in seinem Grußwort zusammenfasste, sind daher der Weg der Zukunft, ein Ansatz der sicher auch Gerstung entsprochen hätte.

Umrahmt wurde die Ehrenveranstaltung mit der Pflanzung des „Baumes des Jahres 2025“, der Roteiche zu seinem 100. Todestag auf dem Oßmannstedter Friedhof und der feierlichen Enthüllung einer Gedenktafel im Eingangsbereich des Bienenmuseums durch den Präsidenten des DIB, Torsten Ellmann, gemeinsam mit dem 1. Vorsitzenden des Landesverbandes Thüringer Imker e.V., Fabian Liesch und dem Thüringer Umweltminister Tilo Kummer. Darüber hinaus gab es eine Vorstellung der Ergebnisse des LFE-Projektes „Landwirte und Imker im Dialog“ sowie der durch den Imker Richard Graf überarbeiteten Version des Buches „Der Bien und seine Zucht“.

Wolf: Herabstufung tritt in Kraft

Seit dem 7. März 2025 gilt offiziell die Herabstufung des Wolfes von "streng geschützt" zu "geschützt" in der Berner Konvention. Daraus folgend muss auch die FFH-Richtlinie entsprechend angepasst werden.

Mit dieser Forderung und weiteren Schritten auch in Richtung der neuen Bundesregierung hat sich der Deutsche Bauernverband mit einer Pressemeldung zu Wort gemeldet.

Ein Vorschlag zur FFH-Richtlinie wird im Laufe des Monats März erwartet.

 

Thüringer Bauernverband e.V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Tel.: +49 (0)361 262 530
Fax: +49 (0)361 262 532 25
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