Wochenbericht

COPA-Umfrage: Reform der Öko-VO

Der europäische Dachverband der Bauernverbände COPA ruft Bio-Landwirte auf, ihre Herausforderungen über einen Fragebogen zu melden. Ziel ist es, mit einem gebündelten Forderungskatalog die Öko-Verordnung (VO) zu verbessern und den Bürokratieaufwand im Ökolandbau zu verringern. Über die Umfrage kann die Position der deutschen Bio-Branche gestärkt werden.

Die Beteiligung ist bis zum 17. April möglich. Näheres dazu im Schreiben des Deutschen Bauernverbandes.

 

TA-Luft: Fachinformation zur Wirtschaftsdüngerlagerung veröffentlicht

Mit Inkrafttreten der neuen TA-Luft im Dezember 2021 ergeben sich für die Betreiber von immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftigen Tierhaltungsanlagen und Anlagen zur Lagerung von Gülle oder Gärresten sowie von Fest- und Flüssigmist Sanierungsfristen.

Grundsteuerreform – Klarstellung zum Infoschreiben zur Änderungsanzeige

Wie bereits seitens des Thüringer Bauernverbandes am 28. März berichtet, haben die Finanzämter an Betriebe, die mehr als 100 Hektar landwirtschaftliche Fläche im Eigentum haben, ein Informationsschreiben versandt. Das Schreiben weist darauf hin, dass gemäß § 228 Absatz 2 Bewertungsgesetz jährlich Änderungen an den im Eigentum stehenden Flächen bis spätestens zum 31. März des Folgejahres über

Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl im KBV Nordhausen

Am 03. April fand die diesjährige Mitgliederversammlung vom Kreisbauernverbandes (KBV) Nordhausen in Günzerode statt. Neben dem Bericht des Vorstandes, der nochmal das Demo-Jahr 2024 in Gänze Revue passieren ließ, stand auch die Neuwahl des Vorstandes auf der Tagesordnung. Der alte Vorstand stellte sich erneut zur Wahl. Dieser ist von der Mitgliederversammlung für weitere vier Jahre bestätigt. Die Kreisvorsitzende, Betina Pietzer, von der AG Heringen eG wurde in der konstituierenden Sitzung des Vorstandes erneut zur Kreisvorsitzenden bestimmt, ebenso wie Markus Bertuch von der Agrar GmbH Mauderode-Herreden, der auch in dieser Legislatur als stellvertretender Vorsitzender agiert.

Eine umfangreiche Tagesordnung stand zudem auf dem Programm. Die Änderungen im Antragsverfahren der GAP 2025 erläuterte Anja Nußbaum, Referentin des Thüringer Bauernverbandes, ausführlich.

Anja Kolbe-Nelde stellte ihre Firma Elanti – „Hochertragsplantage im Trüffelanbau im Kyffhäuserkreis“ vor. Der Vortag der Geschäftsführerin beeindruckte und weckte großes Interesse bei der Mitgliedschaft.

Als besonderen Gast konnten die KBV-Mitglieder den neu gewählten Nordthüringer Bundestagsabgeordneten der CDU, David Gregosz begrüßen, der einen kurzen Überblick zum Sachstand der Koalitionsgespräche in Berlin gab.

 

Foto: Der KBV-Vorstand: (hintere Reihe v.l.) Erik Förster, Steffen Köhler, Alf Jungermann; (mittlere Reihe v.l.) Markus Bertuch, Frank Wagner, Marcus Gerbothe; (vordere Reihe v.l.): Betina Pietzer, Susann Goldhammer

(nicht im Bild) Uwe Kühne, Dr. Steffen Sendig

Workshop „Klauengesundheitsmanagement Rind“ in Pfiffelbach

Für Klauenpfleger, Tierhalter und Tierärzte wird am 23. und 24. April in der Agrargesellschaft Pfiffelbach mbH ein Workshop zur Klauenpflege und Behandlung von Klauenerkrankungen sowie zur Organisation des Klauengesundheitsmanagements im Milchviehbestand angeboten. Der erste Tag des Workshops vermittelt hauptsächlich theoretische Grundlagen zur Klauengesundheit. Am zweiten Tag finden dann praktische Demonstrationen und Übungen zur Klauenpflege im Stationsbetrieb statt.

Für die Teilnahme am Praxisteil ist zwingend eine aktuelle Tierseuchenfreiheitsbescheinigung notwendig, die am Anfang des Seminars überprüft wird und nicht vor dem 10. April 2025 ausgestellt sein darf. Außerdem müssen frisch gereinigte Arbeitskleidung inklusive Gummistiefel mitgebracht werden.

Um eine verbindliche Anmeldung wird bis 15. April 2025 gebeten. Die Teilnehmerzahl ist auf max. 40 Personen begrenzt, um allen Teilnehmenden genügend Zeit zum Üben zu ermöglichen.

Das Seminar wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert und ist daher kostenfrei.

Weitere Informationen gibt es hier im Flyer.

 

Landwirtschaft und Naturschutz ziehen an einem Strang

Am 2. April trafen sich Vertreterinnen und Vertreter des Thüringer Bauernverbandes e.V., des BUND Thüringen e.V., des NABU Thüringen e.V. sowie des Thüringer Ökoherz e.V. zum offiziellen Auftakt der Kooperation „Thüringer Netzwerk Landwirtschaft und Naturschutz“. Gemeinsam möchten die vier Verbände den Dialog zwischen Landwirtschaft und Naturschutz intensivieren und tragfähige Lösungen entwickeln, um die Biodiversität in Thüringens Agrarlandschaft zu stärken.

Im Fokus des Netzwerkprojektes stehen insbesondere die Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Lösungsvorschläge, um die biologische Vielfalt in der Thüringer Kulturlandschaft zu fördern. Dabei geht es um den Schutz gefährdeter Arten wie Feldhamster, Kiebitz, Feldlerche und Rebhuhn, deren Lebensräume durch die Landwirtschaft maßgeblich beeinflusst werden.

Das Netzwerkprojekt wird mit Kofinanzierung der Europäischen Union und des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum durchgeführt. Die Projektpartner werden in den kommenden Monaten daran arbeiten, praxistaugliche Maßnahmen zu erarbeiten, die sowohl den Erhalt bedrohter Arten als auch die nachhaltige Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen in Einklang bringen.

Dr. Klaus Wagner, Präsident des Thüringer Bauernverbandes: „Die Landwirtschaft ist in Thüringen nicht nur essenziell für unsere Lebensmittelversorgung, sondern trägt auch eine große Verantwortung für Natur und Umwelt – doch wirtschaftliche Zwänge und politische Rahmenbedingungen schränken eine nachhaltige Bewirtschaftung teilweise ein. Der Verlust von Weidewirtschaft und Fruchtfolgen sowie die fortschreitende Versiegelung landwirtschaftlicher Flächen bedrohen die Artenvielfalt und erschweren eine zukunftsfähige Produktion, weshalb wir heute Lösungen finden müssen, um morgen noch erfolgreich und umweltbewusst wirtschaften zu können.“

Sebastian König, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen: "Nachdem in anderen Bundesländern mit Projekten wie dem "Niedersächsischen Weg" oder den "Runden Tischen" in Hessen bereits erfolgreiche Ansätze für eine Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz umgesetzt wurden, wird nun auch in Thüringen ein solches Projekt in offizieller Form gestartet."

Eine zentrale Grundlage für das Vernetzungsprojekt bildet die vom Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten (TMUENF) geförderte Studie „Mehr Biodiversität in der Landwirtschaft in Thüringen – Grundlagenstudie“, die derzeit erarbeitet wird. Sie liefert eine fundierte Analyse der aktuellen Situation sowie einen praxisorientierten Maßnahmenkatalog. Die Studie zielt darauf ab, konkrete, umsetzbare Empfehlungen für die Landwirtschaft zu entwickeln und den finanziellen Förderbedarf für biodiversitätsfördernde Maßnahmen zu ermitteln.

„Artenvielfalt sichert wichtige Ökosystemleistungen wie Bestäubung oder die Bereitstellung fruchtbarer Böden, doch der Artenschwund schreitet unaufhaltsam weiter voran und stellt auch die Landwirtschaft vor große Herausforderungen. Wir freuen uns, in diesem Projekt praktikable Maßnahmen und ergänzende Lösungen wie beispielsweise Biodiversitätsberatungen zu entwickeln, um die Biodiversität auf Agrarflächen zu fördern,” sagt Martin Schmidt, der Landesvorsitzende des NABU Thüringen.

Ute Baumbach-Rothbart, Vorstand Ökoherz Thüringen ergänzt: “Ich freue mich, dass in diesem verbandsübergreifenden Dialogprozess auf Augenhöhe nach Lösungen gesucht wird. Der Ökolandbau kann ideengebende Innovationen in konventionelle Landwirtschaftsprozesse einbringen, die die Biodiversität stärken.”

Gemeinsame Ziele für mehr Biodiversität im Agrarraum

Das Netzwerk setzt auf Workshops, Gesprächsrunden, Betriebsbesichtigungen und Fachveranstaltungen, um den Austausch zwischen Praxis, Wissenschaft und Verbänden zu stärken. Auch Bildungsangebote und Informationsmaßnahmen für Landwirtinnen, Verbraucherinnen und Fachkräfte sollen entwickelt werden. Ein weiterer Fokus liegt auf der Etablierung einer Biodiversitätsberatung für landwirtschaftliche Betriebe in Thüringen.

 

Hintergrund:

Die Landwirtschaft bewirtschaftet rund 47 Prozent der Landesfläche Thüringens und trägt damit eine zentrale Verantwortung für den Erhalt von Natur und Landschaft. Gleichzeitig steht die Branche vor enormen Herausforderungen: Preisschwankungen, globale Konflikte, Klimawandel und der Verlust der Artenvielfalt erfordern tragfähige Konzepte für die Zukunft.

Mit dem „Thüringer Netzwerk Landwirtschaft und Naturschutz“ soll ein Dialog auf Augenhöhe etabliert werden. Ziel ist es, einen ausgewogenen Weg zwischen ökologisch wertvoller und wirtschaftlich tragfähiger Landwirtschaft zu finden, um die Thüringer Kulturlandschaft nachhaltig zu gestalten.

 

Foto: Auftaktreffen des „Thüringer Netzwerks Landwirtschaft und Naturschutz“. v.l.: Ute Baumbach-Rothbart, Vorstand Thüringer Ökoherz; Sebastian König, Landesgeschäftsführer BUND Thüringen; Tilo Kummer, Thüringer Minister für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten; Dr. Klaus Wagner, Präsident Thüringer Bauernverband; Marcus Malsch, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum; Martin Schmidt, Vorsitzender NABU Thüringen.

 

Regionalbauernverband Südthüringen mit neuem Vorstand

Am 31. März fand die Mitgliederversammlung des Regionalbauernverbandes (RBV) Südthüringen statt. 65 Mitglieder fanden sich im Kulturhaus in Reurieth ein, um sich über die Arbeit des Bauernverbandes im letzten Jahr zu informieren und einen neuen Vorstand zu wählen.

Einige Höhepunkte und Veranstaltung wie Bauernproteste, Demonstrationen, Mahnfeuer und Flurfahrten ließ Silvio Reimann, Vorstandsvorsitzender für den Landkreis Hildburghausen, Revue passieren. Auch die mitreißenden Reden von Astrid Hatzel zur Demo in Erfurt und von Gregor Weidner zur Demo in Suhl wurden noch einmal erwähnt.

Neben der Vorstellung der Arbeit des Ehrenamtes und der Geschäftsstelle stand danach auch die Entlastung des Vorstandes für das Jahr 2024 auf der Tagesordnung.

Zur neuen Amtsperiode des Vorstandes und der Revisionskommission für Südthüringen standen einige Mitglieder nicht mehr zur Wahl. Verabschiedet wurden nach langjähriger und konstruktiver Vorstandstätigkeit Martina Räppold, Gregor Weidner, Udo Schubert und Jan Hoffmann. Dank gilt auch Bärbel Stadie und Iris Gratz für ihre Tätigkeit in der Revisionskommission, aus der sie sich verabschiedeten.

Nach der Wahl setzt sich der Vorstand nun aus 18 Personen zusammen und ist noch einmal jünger und weiblicher geworden. Die Revisionskommission besteht wieder aus drei Mitgliedern.

Johannes Schmidt übergab den Vorsitz für den Landkreis Schmalkalden-Meiningen an Isabel Schmidt, Geschäftsführerin der Agrargesellschaft Hermannsfeld mbH.

Zur Mitgliederversammlung war auch der Präsident des Thüringer Bauernverbandes, Dr. Klaus Wagner, gekommen. Er berichtete im Anschluss über die Arbeit des TBV und die vielen Themengebiete, die mit Ministerien und Ämtern zu bewältigen sind.

Das Schlusswort übernahm die neue Vorsitzende Isabel Schmidt, bedankte sich bei allen Mitgliedern für das ihr entgegengebrachte Vertrauen und dankte Johannes Schmidt für seinen unermüdlichen Einsatz für die Südthüringer Landwirtschaft.

 

Foto: Der neue Vorstand und die Revisionkommission des Südthüringer Bauernverbandes sind gewählt. (B. Schunk)                                                                                                                                    

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