Wochenbericht

Verleihung der Goldenen Ehrennadel des TBV an Bernd Apfel

Anlässlich des 70. Geburtstages am 27. März 2025 verlieh der Präsident des Thüringer Bauernverbandes (TBV) Dr. Klaus Wagner dem langjährigen Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes (KBV) Eisenach/ Bad Salzungen Bernd Apfel die Goldene Ehrennadel des TBV.

In seiner Laudatio würdigte er die Verdienste des Ausgezeichneten für die Belange des Berufsstandes im Kreis, aber auch auf Landesebene. Bernd Apfel war über viele Jahre das, im wahrsten Sinne des Wortes, prägende Gesicht des KBV Eisenach/Bad Salzungen. In der Öffentlichkeit, bei Veranstaltungen und Diskussionsrunden hat er stets die Belange des Berufsstandes mit viel Engagement, Einsatz und Herzblut vertreten.

Seit 2005 war er im Vorstand des KBV aktiv, seit 2008 dessen stellvertretender Vorsitzender und von 2010 bis 2021 Vorsitzender und bis 2024 wiederum stellvertretender Vorsitzender.

Mit hohem landwirtschaftlichen Sachverstand hat er seine Gesprächspartner mit Fakten und hohem Allgemeinwissen beeindruckt. Oft hielt er beharrlich an seiner Position fest und wusste diese erfolgreich zu verteidigen und umzusetzen - ein streitbarer Verfechter des Berufsstandes.

Auch innerhalb des Verbandes wußte er die Position des Kreisverbandes eindeutig und klar darzustellen, was ihm den Respekt der Verbandspartner einbrachte. Es ging ihm letztendlich immer um die Sache und den Erfolg des Berufsstandes.

Bernd Apfel war es ein großes Anliegen, die massiven Wildschäden an landwirtschaftlichen Kulturen durch Schwarzwild um den Nationalpark Hainich einzudämmen. Auf seine Initiative wurde ein Forderungskatalog erarbeitet und im Ergebnis kamen ab 2021 Landwirte, Jäger, Ministeriumsvertreter und Verantwortliche des Nationalparks Hainich regelmäßig zu intensiven Beratungen zusammen, um dieses Problem zu lösen. Letztendlich führte das dazu, dass eine spürbare Reduzierung des Schwarzwildbestandes erfolgte und hier auch neue Wege der Zusammenarbeit aller Beteiligten gefunden wurden. Das hat den betroffenen Landwirten auch finanzielle Einbußen erspart.

Mit Bernd Apfel hatte der KBV und letztendlich auch der TBV einen Kreisvorsitzenden, der hohes Ansehen bei Verwaltung, Politik und weiteren gesellschaftlichen Gruppierungen im Wartburgkreis genoss und weiterhin genießt und dem KBV die aktuelle hohe Anerkennung gebracht hat.

Seit 2009 hat er den Verband zur jährlichen Erntepressekonferenz mit dem Landrat auch medial erfolgreich vertreten.

Seine Reden zu den Kreiserntedankfesten haben die Verbundenheit mit der Kirche in der Region zum Ausdruck gebracht und er konnte zu diesen Anlässen die Anliegen des Berufsstandes verbandsübergreifend darstellen.

Er war in unzähligen Gremien des Wartburgkreises präsent und war auch dort in vielen Belangen ein kritischer und streitbarer Vertreter der Landwirte.

Aus diesem Grund hat der Vorstand des KBV dem Präsidium des TBV vorgeschlagen, Bernd Apfel die Goldene Ehrennadel des TBV zu verleihen. Das Präsidium des TBV folgte diesem Antrag gern.

KBV und TBV wünschen Bernd Apfel alles erdenklich Gute und viel Gesundheit.

SuedOstLink: weiterer Abschnitt im Bereich Eisenberg genehmigt

Der Abschnitt A2 des sogenannten SuedOstLink (die Trassen der Vorhaben 5 und 5a nach Bundesbedarfsplangesetz verlaufen hier parallel) wurde von der Bundesnetzagentur (BNetzA) am Dienstag, dem 18. März 2025 mittels Planfeststellungsbeschluss genehmigt und 

Landwirt/in des Jahres 2025 – Jetzt bewerben!

Der CERES AWARD – Landwirt des Jahres zeichnet Landwirtinnen und Landwirte aus, die tagtäglich außergewöhnliche Leistungen erbringen. Durch die mediale Aufmerksamkeit trägt die Auszeichnung dazu bei, unsere moderne Landwirtschaft transparenter darzustellen, Akzeptanz zu fördern und das öffentliche Bewusstsein nachhaltig zu stärken. Entscheidend sind dabei nicht Höchstleistungen, sondern innovative und nachhaltige Betriebskonzepte mit Unternehmertugenden wie Mut, Ideenreichtum sowie Verantwortungsbewusstsein für Mitmensch, Tier und Umwelt. Nutzen Sie die einzigartige Chance, herauszustellen, was Sie leisten!

Bewerben Sie sich jetzt:

Mit einer direkten Bewerbung oder laden Sie die Bewerbungsunterlagen runter und senden diese bis 13. April ein. 

 

Hintergrund: 

Im vergangenen Jahr kam die Unternehmerin des Jahres aus Thüringen: Anja Kolbe-Nelde aus Schönewerda überzeugte die Jury des CERES AWARDS und siegte in der Kategorie Unternehmerin.

„Ich bin total überrascht und habe eigentlich gar nicht daran geglaubt, denn jeder von uns hier hat diesen Preis verdient. Für uns ist dieser Preis ganz wichtig, denn Trüffelanbau gehört zur Landwirtschaft dazu und ist in Deutschland mit hohen Erträgen möglich“, sagte Anja Kolbe-Nelde auf der Bühne des CERES AWARDS 2024. Trüffelanbau ist eine Branche der Landwirtschaft und kann einen kleinen Anschub gebrauchen. Der Unternehmerin des Jahres ist es wichtig, ihre Arbeit in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und die Zusammenarbeit mit Landwirten zu stärken. Die Jury überzeugte sie mit ihrem Mut, ihrer Entschlossenheit und großen Expertise im Pilz- und Trüffelanbau. Sie sei ein besonderes Vorbild für die Landwirtschaft.

Anja Kolbe-Nelde gründete 2016 ihr erfolgreiches Unternehmen. Seither baut sie auf 2.000 Quadratmetern parasitisch lebende Pilze wie Austernseitlinge, Rosenseitlinge, Limonenseitlinge und Shiitake so natürlich wie möglich im Freiland an. Im Mittelpunkt ihres Unternehmens steht aber ganz klar der Anbau von Trüffeln. Neben der eigenen Trüffelbaumschule bewirtschaftet die Unternehmerin knapp drei Hektar selbst. Auf dieser Plantage ist ihr vor kurzem eine absolute Sensation gelungen: der Fund der ersten Trüffeln nach 5 Jahren – normalerweise gehen Trüffelplantagen erst nach frühestens sieben Jahren in den Ertrag. Damit die Trüffel erfolgreich wachsen, bietet Anja Kolbe-Nelde neben der Anlage von ganzen Plantagen für Landwirte auch Anbauberatung, Planung und Managementunterstützung nach dem Thüringer Modell an. „Trüffel gelten dabei als Dauerkultur, sodass der Ackerstatus erhalten bleibt“ erklärt die Unternehmerin.

WB 14 Ceres

 

Grundsteuerreform: Infoschreiben zur Anzeige von Änderungen

Die Finanzämter haben an alle Betriebe, die nach den bei der Finanzverwaltung vorliegenden Angaben mehr als 100 Hektar Landwirtschaftsfläche im Eigentum haben, ein Informationsschreiben versandt. Das Schreiben weist darauf hin, dass gemäß § 228 Absatz 2 Bewertungsgesetz jährlich Änderungen an den im

62. Biogasfachtagung – vom alten zum neuen EEG

Die erste Biogasfachtagung in diesem Jahr lockte überraschend viele Teilnehmer. Die Themen waren demnach gut gewählt und der Austausch unter Betreibern und Ausstellern notwendig.

140 Teilnehmer verfolgten Vorträgen zum Themenschwerpunkt "Wechsel vom alten in das neue EEG". Aus verschiedenen Blickwinkeln, ob Energieversorger, Projektbüro oder Berater, wurden Erfahrungen berichtet.

Der Fachverband Biogas informierte zu den aktuellen Entscheidungen auf politischer Ebene und sowohl die Firma C.A.R.M.E.N. als auch die GraNott Gas GmbH berichteten zu Erfahrungen mit verschiedenen Einsatzstoffen.

Es war ein wichtiger und intensiver Austausch zum aktuellen Geschehen. Die gezeigten Vorträge finden Sie auf der Homepage des Thüringer Bauernverbandes

 

Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl im KBV Saale-Orla-Kreis

Am 25. März fand in Plothen die Mitgliederversammlung des Kreisbauernverbandes (KBV) Saale-Orla-Kreis statt. Die Veranstaltung war mit 55 Mitgliedern und Gästen sehr gut besucht. Auf der Tagesordnung standen neben dem Bericht des Vorstandes, dem Finanzbericht auch die Wahl eines neuen Vorstandes und als Fachbeitrag das Thema Grundsteuer.

Sowohl Vorstand als auch Revisionskommission wurden entlastet.

Aus dem Vorstand verabschiedet wurde, nach dankenswerter langjähriger und konstruktiver Vorstandstätigkeit, Reinhard Metzner vom Biohof der Constanze und Reinhard Metzner GbR.

Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen (im Bild v.r.n.l.): Gunnar Jungmichel (Vorstandsvorsitzender der Agrarprodukte Ludwigshof eG), übernimmt erneut den Vorsitz. Stellvertreter sind Petra Hirsch (Landwirtin aus Oettersdorf) und Rony Braunschweig (Aufsichtsratsvorsitzender der Agrargenossenschaft Hochland eG Gahma).

Weiterhin sind Gabriele Flessa (Vorstandsmitglied der Agrargenossenschaft Oppurg eG), René Kolbe (Landwirt im Nebenerwerb in Dittersdorf), Ralf Voit (Vorstandsvorsitzender der Agrofarm Knau eG, neu gewählt), Matthias Dietzel (Vorstandsvorsitzender der Agrar eG Remptendorf), Sebastian Diehl (Vorstandsvorsitzender der Güterverwaltung Rothenacker AG, neu gewählt) und Wolfram Gräßer (Vorstandsvorsitzender der Agrargenossenschaft Dobareuth eG) im Vorstand vertreten.

Für den Fachbeitrag „Grundsteuer in der Landwirtschaft“ referierten Frau Gipser (Fachreferentin Recht beim Thüringer Bauernverband), Dr. Rötscher (zuständiger Referent im Thüringer Finanzministerium, Herr Windisch (landwirtschaftlicher Sachverständiger des Finanzamtes Pößneck und ein weiterer Mitarbeiter des Finanzamtes Pößneck, Herr Klay.

Die Thematik Grundsteuer wurde umfassend dargestellt, intensiv diskutiert und zahlreiche Fragen beantwortet. Positiv zu bewerten ist das Angebot der Mitarbeiter des Finanzamtes zur individuellen Kontaktaufnahme und Klärung offen gebliebener Detailfragen.

 

Klausurtagung des TBV in Mühlhausen

In der vergangenen Woche fand die zweitägige Klausurtagung (18./19. März) des Thüringer Bauernverbandes (TBV) in Mühlhausen statt.

Eingeleitet wurde die Klausur durch eine planmäßige Vorstandssitzung und eine anschließende Sitzung des erweiterten TBV-Präsidiums. Nach dem agrarpolitischen Bericht des Vorstandes und den Berichten aus den Fachausschüssen wurde sich zu aktuellen Themen ausgetauscht.

Das Thema „Bildung in der Landwirtschaft“ schloss sich der Präsidiumssitzung an und stellte den Schwerpunkt des ersten Klausurtages dar. Der Vorsitzende des TBV-Fachausschusses Bildung, Dirk Reichelt, sowie die zuständige Referentin Dr. Britta Ender zeigten auf, welche Aufgaben das Referat wahrnimmt und wie kompliziert sich die Zuständigkeiten für den Bereich Bildung in den grünen Berufen in der Verwaltung und den Ministerien darstellen und welche Herausforderungen bestehen. Im Anschluss daran tauschten sich die anwesenden ehren- und hauptamtlichen Klausurtagungsteilnehmer in vier Gruppen zu den Themen 1) Berufsorientierung/betriebliche Praktika; 2) Zusammenarbeit Kitas/Schulen, Messen; 3) Prüfungswesen/ Berufsschule/ ÜAS/ Berufswettbewerb; 4) Ausbildungsverbünde/Projekte) aus. Dabei wurde erfasst, was in den Themenbereichen gut oder weniger gut läuft, welche Empfehlung können zu Eigenaktivitäten der Betriebe gegeben werden, welche unterstützenden Maßnahmen sollten durch den Verband gegeben werden und welche Forderungen zur Verbesserung der Bildungsarbeit stellt der TBV an die Politik. Im Ergebnis entstand ein Forderungspapier, dass den zuständigen Ministerien übergeben wird.

Der Abend des ersten Klausurtages wurde traditionell der agrarpolitischen Diskussion mit Vertretern aus der Politik gewidmet. Der Einladung des TBV folgten Tilo Kummer, Thüringens Minister für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten, Marcus Malsch, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum und Udo Götze, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie. Der TBV richtete bereits vorab an die Ministerien Fragen, u.a. aus den Bereichen Agrarpolitik, Bildung, Ackerbau/ Umwelt, zur Grundsteuerreform, Tierhaltung, -seuchen und -gesundheit. Die geforderten Themen wurden mehr oder weniger zufriedenstellend beantwortet, sind doch in einigen Fällen die noch offenen haushaltspolitischen Entscheidungen notwendig. Zur Kompensationsverordnung wird noch einmal intern im Ministerium beraten, Lösungen für das Thema Wasserspeicher sollen geschaffen, die Finanzierung der Biogasberatung gesichert werden, das Thema Tierseuchen wird ernst genommen, so die Aussagen. Emotional wurde es bei der Problematik Kontrollen und Sanktionen in Verbindung mit Tierwohl. Hier wird deutlich mehr Fachverstand von allen Beteiligten gefordert. Allgemein muss hier aufseiten der Behörden die Zwickmühle zwischen Tierwohl, Agrarförderung und dem Empfinden der Bevölkerung besser gelöst werden, denn Landwirtschaft ist kein Streichelzoo, so die Tagungsteilnehmer. Insgesamt war die agrarpolitische Diskussion konstruktiv und zielführend. Die Vertreter aus allen drei Ministerien nahmen die Probleme auf und wollen dazu im engen Austausch mit dem TBV bleiben.

Der zweite Klausurtag widmete sich den Themen: Bauernkrieg und KI in der Landwirtschaft. In einem einstündigen Stadtrundgang wurde den Tagungsteilnehmern der Bauernkrieg von 1525 historisch näher gebracht und im Anschluss die Höhepunkte des Gedenkjahres in den Städten Mühlhausen und Bad Frankenhausen, den „Orten des Geschehens“ der Thüringer Landesausstellung 2025 „freihyt 1525 – 500 Jahre Bauernkrieg“, vorgestellt.

Prof. Dr.-Ing. habil. Thomas Herlitzius, Lehrstuhlleiter, Inhaber der Professur für Agrarsystemtechnik der Technischen Universität Dresden, Fakultät Maschinenwesen, Institut für Naturstofftechnik, referierte im zweiten Tagesordnungspunkt zum Thema „KI in der Landwirtschaft – Was ist das und wie wichtig ist das?“. Dabei erläuterte er, was KI alles umfasst, wie es eingesetzt wird und werden kann und welche Herausforderungen dabei bestehen.

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