Wochenbericht

Fachausschuss Ökologischer Landbau

Am 6. März fand im Haus der Grünen Verbände der Fachausschuss Ökologischer Landbau nach langer Pause wieder statt. Als Referenten waren Anja Nußbaum die zur aktuellen Agrarpolitik referierte und Wolfram Dienel, Referent für Ökolandbau beim Deutschen Bauernverband dabei. [ecr]

Thomas Worbes von der Marktgemeinschaft Ökuflur gab in gewohnter Weise einen Einblick in den aktuellen Markt. Es zeigt sich ein stetiger Aufwärtstrend seit Jahresanfang, der sich aber noch nicht beim Erzeuger widerspiegelt. Der Fleischpreis ist im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls positiv zu bewerten. Trotz niedriger Kosten beim Futter stieg die Menge an aufgestallten Tieren nicht merklich an. Als großes Hemmnis für die Öko-Branche werden nach wie vor die kaum vorhandenen Kapazitäten im Bereich Lagerung, Vermarktung und Verarbeitung im Freistaat angesehen.

EU-Biopreis – Bewerbungszeit läuft

Der Bewerbungszeitraum für den EU Bio-Preis 2025 ist offiziell eröffnet und läuft bis zum 27. April 2025. Die Auszeichnungen würdigen herausragende Initiativen, die zum Wachstum und Erfolg der ökologischen/biologischen Produktion und des ökologischen Verbrauchs beitragen.

Es gibt sieben Preise in sechs Kategorien: 

  • Bester Biobauer
  • Beste Bio-Region/Bio-Bezirk
  • Beste Biostadt
  • Bestes ökologisches Lebensmittel
  • Bester Bio-Lebensmitteleinzelhändler
  • Bestes Bio-Restaurant/Lebensmittelservice

Bewerben können sich EU-Akteure oder -Institutionen mit Projekten, die die Erschwinglichkeit und Zugänglichkeit von Bioprodukten fördern. Die Gewinner werden am EU-Bio-Tag, dem 23. September 2025, in Brüssel geehrt. Weitere Informationen finden Sie hier

Positivliste des ILU (Ökoinvest) veröffentlicht

Das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlicher Raum informiert, dass die Positivliste des ILU 2023 Teil C: Investitionen zur Unterstützung des ökologischen Landbaus (ÖkoInvest) nunmehr final vorliegt und unter Downloads auf der Webseite der Thüringer Aufbaubank eingestellt ist. Sie ist die Grundlage für alle bis 31. März 2025 eingereichten Anträge im Teil C des ILU 2023.

Alle weiteren Informationen gibt es hier

 

TMWLLR überarbeitet Merkblatt Konditionalität

Das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TMWLLR) hat sein Merkblatt „Änderungen in der Konditionalität ab 2025“ überarbeitet.

Die Befreiung der Betriebe bis 10 Hektar wird noch einmal klargestellt, da Fachrecht als auch KULAP und die soziale Konditionalität davon nicht ausgenommen sind. Für die einzelnen GLÖZ-Standards werden weiterführende Erläuterungen vorgenommen und auf die Ausnahmeregelungen laut Landesverordnung ThürGAPVO verwiesen.

 

Treffen der Arbeitsgruppe „Schwarzwildmanagement rund um den Hainich“

Am 4. März 2025 fand in Mühlhausen das jährliche Treffen der Arbeitsgruppe „Schwarzwildmanagement rund um den Hainich“ statt.

Diese wird vom Schwarzwild-Kompetenzzentrum koordiniert und verfolgt das Ziel, die Schwarzwildbestände im Bereich des Hainichs weiter zu reduzieren und so die in der Vergangenheit aufgetretenen hohen Wildschäden dauerhaft zu verringern. Auch aufgrund der Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest ist eine weitere Absenkung der Schwarzwildbestände zwingend nötig.

Neben den ortsansässigen Kreisbauernverbänden und Kreisjägerschaften nahmen Vertreterinnen und Vertreter des Thüringer Landesamtes für Verbraucherschutz, des Nationalparks Hainich sowie von ThüringenForst teil.

Zunächst gab Dr. Jochen Schaub, Sachgebietsleiter Management und Infrastruktur im Nationalpark Hainich, einen Überblick über die Jagdstrategien und die Streckenergebnisse im Nationalpark. Unter anderem durch den Einsatz von Saufängen und Nachtzieltechnik konnten die Streckenergebnisse beim Schwarzwild auf dem Gebiet des Nationalparks in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert werden. Dies führt auch zu einer deutlichen Verringerung der Wildschäden in den umliegenden Bereichen. Die aktuelle Jagdstrategie des Nationalparks wird von allen Beteiligten als sehr positiv wahrgenommen.

Im Anschluss berichtete Dr. Ulrike Bange vom Landesamt für Verbraucher über das aktuelle Seuchengeschehen der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland und Europa. Dabei ist vor allem das Ausbruchsgeschehen in Hessen besonders besorgniserregend. Dort wurden seit dem Seuchenausbruch im Juni 2024 bereits mehr als 1300 ASP-Fälle bestätigt. Erfolgreich konnte aus Brandenburg berichtet werden. Dort wurden die eingerichteten Sperrzonen inzwischen deutlich reduziert.

Zum Abschluss des Treffens resümierten alle Teilnehmer, dass durch die Gründung der Arbeitsgruppe im Jahr 2022 ein Schritt in die richtige Richtung gemacht worden ist und dieser gemeinsame Weg dauerhaft weiter beschritten werden muss.

Stammtisch der landwirtschaftlichen Direktvermarkter

Am 11. März lädt die Vereinigung der landwirtschaftlichen Direktvermarkter Thüringens e.V. gemeinsam mit der Agrargenossenschaft Bösleben zum Stammtisch der Thüringer Direktvermarkter ein. Die Veranstaltung beginnt um 15:30 Uhr mit einer kurzen Vorstellung der Thüringer Tourismus GmbH als neuer Kooperationspartner der Vereinigung. Anschließend findet eine Betriebsbesichtigung der Agrargenossenschaft statt, welche mit einem Imbiss und Vernetzung abgerundet wird.

Das Programm finden Sie hier.

Interessierte Direktvermarkter melden sich bitte bis zur ersten Märzwoche unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder unter Tel.: +49 (0)361 262 532 81 an.

Umsetzung der Industrieemissionsrichtlinie

Vom 25. bis 27. Februar fand in Sevilla das Kick-off-Meeting zur Erarbeitung der Uniform Conditions for Operating Rules for Livestock (UCOL) statt, die ein wesentlicher Bestandteil der am 4. August 2024 in Kraft getretenen überarbeiteten Industrieemissionsrichtlinie (IED) sind. Das Treffen stellt den offiziellen Beginn der Entwicklung einheitlicher Betriebsregeln für die intensive Haltung von Schweinen und Geflügel innerhalb der Europäischen Union dar.

Die über 50 Experten vor Ort und die rund 80 online zugeschalteten Teilnehmer setzten sich aus Vertretern der EU-Mitgliedstaaten, der Industrie, Umwelt-Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und verschiedenen Abteilungen der Europäischen Kommission zusammen. Der Deutsche Bauernverband (DBV) nahm mit zwei Experten über die Delegation von Copa-Cogeca teil. Ziel des Treffens war es, den Rahmen für die Ausarbeitung der UCOL festzulegen. Diese zielen darauf ab, die Emissionen aus der intensiven Tierhaltung zu reduzieren und die Ressourceneffizienz zu verbessern. Aus Sicht der Landwirtschaft kommt es bei den weiteren Ausarbeitungen darauf an, auf Machbarkeit, Praktikabilität und Bezahlbarkeit der Maßnahmen zu achten. Das gilt umso mehr, als durch die überarbeitete IED die Größenordnungen der einzubeziehenden Betriebe deutlich herabgesetzt worden sind. Die neuen Betriebsregeln sollen anhängig von der Größe der landwirtschaftlichen Betriebe spätestens zwischen 2030 und 2032 verbindlich werden.

Nmin-Richtwerte 2025 veröffentlicht

Das Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR) hat die aktuellen Nmin-Richtwerte für Thüringer Flächen veröffentlicht.

Die Richtwerte des TLLLR sind außerhalb der Nitratkulisse verpflichtend zu verwenden, wenn keine eigenen Nmin-Untersuchungen vorliegen. Werden eigene Nmin-Proben gezogen und liegen mehrere Untersuchungsergebnisse pro Schlag oder pro Bewirtschaftungseinheit vor, ist der Mittelwert der Untersuchungsergebnisse anzusetzen.

Die Richtwerte sind auf der Homepage des TLLLR zu finden. 

 

Aktuelle Entwicklungen zum Fludioxonil-Verfahren

Fludioxonil schützt Saatgut vor Pilzkrankheiten wie Schneeschimmel, Fusarium und Septoria. Es sichert die Erträge von Getreide und Raps in der Keimlingsphase. Weil Fludioxonil als „endokriner Disruptor“ eingestuft wurde, steht zu befürchten,

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