Wochenbericht

Drei Kreisvorstände zur Vorstandssitzung auf der Leuchtenburg

Am 14. Februar fand das traditionelle Treffen der drei Vorstände der Bauernverbände Eisenberg/ Jena/ Stadtroda, Saale-Orla und Saalfeld-Rudolstadt statt.

In diesem Jahr oblag die Organisation des Informations- und Erfahrungsaustausches mit Blick auf Aktivitäten im Jahr 2025 dem Bauernverband Eisenberg/ Jena/ Stadtroda.

Ein konstruktiver Austausch und klare Worte in Richtung Agrarpolitik des Freistaates Thüringen und bundesweit wurden mit der Vizepräsidentin des Thüringer Bauernverbandes, Doreen Rath, gefunden, die der Einladung in die Runde der ostthüringischen Betriebsleiter gefolgt war. U.a. wurden die anvisierte Einführung eines Flächenregisters, die Optimierungsmöglichkeiten der Instrumente der internen Mitgliederinformation im Verband, die Notwendigkeit der flächendeckenden Internetanbindung sowie die Grundsteuerthematik diskutiert.

Vonseiten der eingebundenen Ausbildungsbetriebe wurde die Umsetzung der Aktivitäten der vier Ausbildungsverbünde in den drei Landkreisen sehr positiv gewertet. Diese Arbeit zugunsten der Ausbildungsqualität soll fortgesetzt werden. Für das koordinierend wirkende Kooperationsprojekt über die LEADER-Förderung wird aktuell eine Verlängerung verhandelt.

62. Biogasfachtagung – vom alten zum neuen EEG

Zur ersten Biogasfachtagung in diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf dem Thema "Wechsel vom alten in das neue EEG". Aus verschiedenen Blickwinkeln, ob Energieversorger, Projektbüro oder Berater,  wird berichtet.

Der Fachverband Biogas wird zu den aktuellen Entscheidungen zum Biomassepaket informieren und sowohl die Firma C.A.R.M.E.N. als auch die GraNott Gas GmbH werden zu Erfahrungen mit verschiedenen Einsatzstoffen berichten.

Die Gemeinschaftstagung des Fachverbandes Biogas e.V. Regionalgruppe Thüringen, des Thüringer Bauernverbandes sowie des Thüringer Landesamtes für Landwirtschaft und Ländlichen Raum findet am 27. März im Schützenhaus Stadtroda „Zur Louisenlust“ statt. 

Anmeldungen zur Tagung und das Programm finden Sie hier.

 

Ostdeutsche Flächenländer fordern radikales Umsteuern in der europäischen Agrarpolitik

Am Rande des Bundesrates haben die Ministerpräsidentin und die Ministerpräsidenten der ostdeutschen Flächenländer eine grundlegende Reform der europäischen Agrarpolitik gefordert. In einem gemeinsamen Schreiben an die EU-Kommission fordern die Regierungschefin und die Regierungschefs von Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern eine transparente, unbürokratische und zukunftsfeste Agrarpolitik, die den ländlichen Raum nachhaltig stärkt und gleichzeitig wirtschaftliche Sicherheit für landwirtschaftliche Betriebe unabhängig ihrer Größe gewährleistet.

„Der ländliche Raum ist von zentraler Bedeutung für ein leistungsfähiges und nachhaltiges Europa. Seine Stärkung ist der Schlüssel für Europas Zukunft“, so Thüringens Ministerpräsident und derzeitiger MPK-Ost-Vorsitzender, Mario Voigt. Die ostdeutschen Flächenländer seien in besonderem Maße geprägt vom ländlichen Raum.
„Diese Regionen laufen nicht ‚unter ferner liefen‘! Sie sichern unsere Lebensgrundlagen und sind darüber hinaus europäische Innovations- und Industrieschwergewichte. Gleichzeitig stehen die Menschen und die Betriebe vor enormen Herausforderungen, denen die zukünftige Agrarpolitik der EU stärker begegnen muss“, betont Mario Voigt.

Die Ministerpräsidenten sowie die Ministerpräsidentin der ostdeutschen Flächenländer skizzieren in ihrem Schreiben konkrete Handlungsoptionen und betonen die Dringlichkeit eines Umsteuerns. „Nur, wenn der ländliche Raum mit seinen Potenzialen ernst genommen wird, kann Europa gestärkt aus den aktuellen Herausforderungen hervorgehen“, so Voigt. „Die Menschen sind bereit, ihren Beitrag zu leisten – aber unsere Landwirtinnen und Landwirte brauchen neben Wertschätzung für ihre wichtige Arbeit vor allen Dingen zielführende, wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Kurz gesagt: Mehr Transparenz, weniger Bürokratie und eine angemessene finanzielle Unterstützung!“

Forderungen der ostdeutschen Flächenländer im Überblick:

  • Zukunftssichere Landwirtschaft: Die GAP muss die wirtschaftliche Existenz der Landwirte sichern. Direktzahlungen als einkommensstützendes Element bleiben essenziell. Eine einseitige Verteilung zugunsten kleiner Betriebe greift zu kurz – jeder nachhaltig bewirtschaftete Hektar muss gleichwertig berücksichtigt werden.
  • Vereinfachung der Agrarpolitik: Die steigende Komplexität der GAP überfordert Betriebe und Verwaltungen. Das System der Säulenstruktur muss überarbeitet und die Öko-Regelungen der ersten Säule abgeschafft oder in die zweite Säule integriert werden.
  • Stärkung des ländlichen Raums: Der ländliche Raum darf nicht nur als Erholungsgebiet verstanden werden – er ist ein entscheidender Wirtschafts- und Innovationsstandort. Investitionen in Infrastruktur, Digitalisierung und öffentliche Dienstleistungen sind essenziell.
  • Keine Zentralisierung der Kohäsionspolitik: Die Verwaltung der EU-Fördermittel muss weiterhin auf regionaler Ebene erfolgen. Eine Nationalisierung oder stärkere Zentralisierung der Kohäsionspolitik lehnen die ostdeutschen Länder entschieden ab.

Das Schreiben an die EU-Kommission stellen wir Ihnen hier in voller Länge zur Verfügung.

Das Positionspapier der ostdeutschen Länder zur Gemeinsamen Agrarpolitik, auf welches im oben stehenden Schreiben verwiesen wird, finden Sie hier.

Start in die neue Saison – Warum ist eine Maschinenbruchversicherung für stationäre und fahrbare Maschinen unerlässlich?

Die Abhängigkeit landwirtschaftlicher Betriebe von stationären und fahrbaren Maschinen steigt dauerhaft, ebenso deren Komplexität. Unterschiedliche Situationen erfordern die Reparatur defekter Maschinen oder deren Ersatz bei einem Totalausfall. Inflationsbedingt führt dies zu höheren Material-, Lohn- und Wiederbeschaffungskosten. Um diese wirtschaftlichen Folgen abzufedern, bietet die Maschinenbruchversicherung für stationäre, fahrbare und transportable Maschinen eine individuell anpassbare Lösung.

Was könnte alles passieren?                                    

  • Falsche Bedienung
  • Schäden durch Fremdkörper
  • Verschlammung eines Baggers
  • Über- und Unterdruck, Kurzschluss, Überspannung

Was ist versichert?

Die Maschinenbruchversicherung schützt vor unvorhergesehenen Sachschäden durch:

  • Bedienungsfehler, Ungeschicklichkeit, Fahrlässigkeit
  • Konstruktions-, Material- oder Ausführungsfehler
  • Versagen von Mess-, Regel- oder Sicherheitseinrichtungen

Versichern Sie Ihre fahrbaren landwirtschaftlichen Maschinen individuell nach Ihren Bedürfnissen, wie bei Kraftfahrzeugen. Auf Wunsch ergänzen Sie die Maschinenbruchversicherung stationärer Maschinen durch eine Maschinen-BU, die entgangenen Gewinn und laufende Kosten bei Maschinenstillstand abdeckt.

Highlights auf einen Blick:

  • Allgefahrendeckung mit zahlreichen Leistungserweiterungen
  • Die Versicherungssumme bildet sich unkompliziert aus dem Kaufpreis der Maschine im Neuzustand
  • Optionale Deckungserweiterungen, zum Beispiel GAP-Deckung, Mietkosten für Ersatzgeräte
  • Neuwert-Entschädigung bis zu 24 Monate

Die Maschinenbruchversicherung der R+V stellt eine wesentliche Absicherung für Betriebe dar, die auf moderne Technik und Maschinen angewiesen sind. Durch flexible und individuell gestaltbare Lösungen schützen Sie Ihren Betrieb sicher vor den finanziellen Folgen von Maschinenbruch und Betriebsunterbrechungen.

Falls Sie weitere Informationen zu diesem Thema suchen, kontaktieren Sie hierzu Ihren Berater Jens Gießler per E-Mail unter vDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder telefonisch unter +49 361 262 53 801. Weitere Informationen erhalten Sie auf www.ruv.de unter Firmenkunden – Landwirtschaftliche Versicherungen – AgrarPolice – Technische Versicherung.

 

 

Klares Votum für die Verbandsarbeit – Saatbauverband tagte

Am 13. Februar fand im Bürgerhaus in Apfelstädt die alljährliche Saatbaukonferenz des Saatbauverbandes Sachsen-Thüringen statt. Als Gäste konnten Marcus Malsch, Staatssekretär des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlicher Raum (TMWLLR), Dr. Gerhard Schilling, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutsche Saatguterzeuger e.V. (BDS), Sigrun Köhler, verantwortlich für den Bereich Saatgut im TMWLLR, Lutz Rödiger von der Anerkennungsstelle Thüringen sowie Vertreter der Partnerverbände aus Niedersachsen, Bayern und Sachsen-Anhalt begrüßt werden.

Der Vorsitzende des Saatbauverbandes Sachsen-Thüringen Jens Bauersfeld erläuterte in seinem Geschäftsbericht die Bedeutung der Verbandsarbeit für die Saatguterzeuger, die nach wie vor essentiell ist. Der fortwährende Kontakt zur Politik und zu Mitarbeitern der Ämter sowie der Austausch mit den Partnerverbänden aus dem Bundesgebiet ermöglichen es immer wieder, die Belange der Saatgutwirtschaft an zentraler Stelle anzubringen. Denn davon ist Bauersfeld überzeugt, zertifiziertes Saatgut ist die Grundlage einer erfolgreichen Pflanzenproduktion und Ernährungssicherheit und das muss immer wieder in das Bewusstsein zurückgeholt werden. Passenderweise wurde vom Saatbauverband der neue Staatssekretär für Landwirtschaft in Thüringen, Marcus Malsch eingeladen ein Grußwort zu halten. Wichtig sei ihm der direkte Draht zur Basis. Die überbordende Bürokratie muss endlich angepackt werden, damit Landwirtinnen und Landwirte ihrer eigentlichen Tätigkeit nachkommen können und nicht stundenlang am Schreibtisch sitzen und Formulare ausfüllen müssen, so Malsch weiter. Er nahm sich für den Saatbauverband Zeit und sprach mit Praktikern über die aktuelle Entwicklung in der Saatgut- und Landwirtschaft. Es ist in Planung mit der Thüringer Landwirtschaftsministerin Colette Boss-John, demnächst einen Mitgliedsbetrieb anzusehen. Das Angebot unsererseits aus dem Glückwunschschreiben zu ihrem Amtsantritt nahm Sie damit dankend an. Der Minister für Umwelt und Landwirtschaft Georg-Ludwig von Breitenbuch aus Sachsen erhielt seitens des Saatbauverbandes ebenfalls ein Glückwunschschreiben zum Amtsantritt mit einer Einladung zu einem Betriebsbesuch, welches bisher allerdings unbeantwortet blieb.

Im Anschluss sprach der Vorsitzende des BDS, Dr. Gerhard Schilling zu den Anwesenden. Er ging u.a. darauf ein, dass die Versorgung mit qualitativ hochwertigem Saatgut mit der Möglichkeit einer Beizung und der Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln einhergeht. Doch die derzeitige politische Lage macht ihm diesbezüglich wenig Hoffnung. Er verwies auf die politische Arbeit des BDS auf Bundesebene mit Unterstützung der Landesverbände. Erst kürzlich wurde mit anderen Verbänden auf das Thema Fludioxonil und dessen Bedeutung für die Landwirtschaft hingewiesen.

Im Anschluss daran machte Dr. Christodulos Pringas, Leiter des Bereichs Beize der Syngenta Agro GmbH, Ausführungen zur aktuellen Situation bei den Saatgutbeizen. Ganz klare Aussage von ihm, die Bearbeitungszeit für Zulassungen von Wirkstoffen von durchschnittlich 27 Monaten führt zu extremen Verzögerungen, Doppelarbeit und finanziellen Verlusten bei den Herstellern. Die „Übervorsicht“ in Deutschland führt dazu, dass immer weniger Wirkstoffe zur Verfügung stehen, obwohl es ökonomisch tragfähige und sichere Alternativen gäbe. Auf Anfrage teilt er mit, dass sich deswegen die Syngenta nicht aus dem europäischen Markt zurückzieht.

Darauf folgte Carolin Weimar-Bosse vom Institut für Anwendungstechnik im Pflanzenschutz, welches am Julius-Kühn-Institut angesiedelt ist. In ihrem Vortrag mit dem Titel „Qualitätssicherung bei der Beizung“ gab sie einen Überblick über die rechtlichen Regelungen sowie Zertifizierungen rund um Beizanlagen und welche Entwicklungen es gibt.

Lutz Rödiger vom Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlicher Raum analysierte in Personalunion für die sächsischen Kollegen die Ergebnisse der Feldbesichtigung und Saatgutprüfung des Erntejahres 2024. Erfreulicherweise hat sich die Vermehrungsfläche in Thüringen nach einem jahrelangen Tief bei rund 13.600 ha über die letzten fünf Jahre eingependelt. Ein leichter Flächenrückgang bei den Gräsern ist in beiden Bundesländern zu verzeichnen. Die Anerkennungsrate liegt in Sachsen bei 98,9 Prozent und in Thüringen bei 96,7 Prozent. Die Gründe für Aberkennung lagen beim Getreide, wie auch in den letzten Jahren, beim Auffinden von anderen Getreidearten. Bei der Wintergerste im Speziellen durch den Fund von Flugbrand.

Wir bedanken uns bei den zahlreichen Gästen und freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr, turnusgemäß wieder in Sachsen.

 

Neue dbk: Programmcheck der Parteien zur Bundestagswahl

In der neuen Ausgabe der Mitgliederzeitschrift des Deutschen Bauernverbandes dbk 2/25 erwartet Sie ein umfassender Schwerpunkt zur Milchwirtschaft. Zudem haben wir für die anstehende Bundestagswahl die Parteien mit Fraktion im Deutschen Bundestag zum Programmcheck gebeten,

Gemeinsame Veranstaltung „Wahlforum zur Bundestagswahl Wahlkreis 193“

Am 12. Februar fand eine Dialogveranstaltung der Kreisbauernverbände Altenburg und Greiz/Gera in Rückersdorf, mit den sieben Bundestagskandidaten der aktuell amtierenden Bundestagsparteien statt. Circa 40 Mitgliedsbetriebe folgten der Einladung. Zusätzlich wurden zwei Gäste willkommen geheißen, die ehemalige Thüringer Finanzministerin Heike Taubert sowie Kieran Drake, stellvertretender Botschafter der britischen Botschaft. Nach der Begrüßung durch die beiden Vorsitzenden Tom Bauch (Kreisbauernverband Altenburg) und Gerd Halbauer (Kreisbauernverband Gera/Greiz) wurde die Moderation an Landwirtschaftsjournalist Frank Hartmann (Bauernzeitung) übergeben.

Dieser stellte alle Kandidaten nacheinander vor - Stephan Brandner (AfD), Elisabeth Kaiser (SPD), Cornelius Golembiewski (CDU), Frank Tempel (Die Linke), Marco Thiele (FDP), Bernhard Stengele (Bündnis 90/ Die Grünen) und André Polter (BSW).

Die Bundestagsabgeordneten positionierten sich kurz zu Ihrer Parteiphilosophie und beantworteten u.a. Fragen zu den Themenfeldern Entbürokratisierung, Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), Mindestlohn, Ländlicher Raum und wirtschaftliche Fragen aus Sicht der Landwirtschaft.                                                                                  

Thüringer Bauernverband e.V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

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