Wochenbericht

Update: DBV-Wahlreport zur Bundestagswahl 2025

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied zur bevorstehenden Bundestagswahl: "Wir benötigen einen echten Politikwechsel mit einem Signal des Aufbruchs für unser Land. Eine Minderheitsregierung wäre sicherlich das Gegenteil.

Saatbauverband Sachsen-Thüringen tagt in Apfelstädt

Am Donnerstag, den 13. Februar findet im Bürgerhaus Apfelstädt die Saatbaukonferenz des Saatbauverbandes Sachsen-Thüringen statt.
Die Grußworte werden gehalten vom Staatssekretär des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum Marcus Malsch und vom Vorsitzenden des Bundesverbandes Deutscher Saatguterzeuger Dr. Gerhard Schilling. Neben dem Verbandlichen Teil berichtet Dr. Christodoulos Pringas, Syngenta Agro GmbH über die aktuelle Situation im Bereich der Saatgutbeize. Anschließend kommt Carolin Weimar-Bosse vom Julius-Kühn-Institut zur Qualitätssicherung bei der Beizung zu Wort. Die Berichte der Anerkennungsstellen bilden den Abschluss der Konferenz.

Mitglieder des Saatbauverbandes sowie Interessierte sind herzlich eingeladen.

Es wird darum gebeten, sich im Vorfeld anzumelden.

Die Einladung mit Tagesordnung finden Sie hier

Neues Wolfsterritorium in Thüringen

Das Thüringer Kompetenzzentrum Wolf, Biber, Luchs meldete in der vergangenen Woche ein neues Wolfsterritorium. Fotofallenaufnahmen weisen im Hainich wiederholt zwei Wölfe seit einigen Wochen nach. Damit sind die Voraussetzungen für die Feststellung eines neues Territoriums mit dem Status „Paar“ nach den nationalen Monitoringstandards erfüllt, so das Kompetenzzentrum, welches dem Thüringer Umweltministerium unterstellt ist. Eine genetische Individualisierung, durch welche gegebenenfalls Geschlecht und Herkunft der Tiere festgestellt werden können, steht noch aus, heißt es weiter.

Im Nachbarbundesland Hessen, unweit der Landesgrenze bei Eschwege im Werra-Meißner-Kreis, stießen Spaziergänger auf zwei Wölfe, die sich auf wenige Meter genähert hatten und diese in gedeckter Haltung beobachteten. Ein scheues Verhalten, welches der Wolf nach Angaben von sogenannten Wolfsexperten allgemein aufweisen soll, war augenscheinlich nicht vorhanden.

 

Neujahrstreffen mit Landrat und Behördenvertretern im Wartburgkreis

Am 4. Februar fand in Mihla das traditionelle Neujahrstreffen des Vorstandes des Kreisbauernverbandes Eisenach/Bad Salzungen mit dem Landrat des Wartburgkreises Dr. Michael Brodführer statt. Der Einladung waren ebenso der Amtstierarzt Dr. Silvio Knyrim und Andreas Mensingerals vom Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR) gefolgt.

In offener und konstruktiver Gesprächsatmosphäre wurden die aktuellen Themen in den jeweiligen Zuständigkeitsbereichen diskutiert. Mit dem Landrat wurde die Teilnahme an der jährlichen Erntepressekonferenz sowie die Ausrichtung des Kreiserntedankfestes vereinbart. Er sicherte außerdem die Unterstützung seiner Kreisverwaltung für die Belange der Landwirtschaft zu - hier steht der Bürokratieabbau im Vordergrund. Zur Diskussionen stand weiterhin die "Änderungsverordnung Biosphärenreservat Rhön".

Der Amtstierarzt gab eine aktuelle Einschätzung zur Maul- und Klauenseuche (MKS) sowie Blauzungenkrankheit und bat die tierhaltenden Landwirte in diesen sensiblen Bereichen um erhöhte Achtsamkeit, auch wenn es momentan keine weiteren bestätigten Fälle von MKS gäbe.

Dem TLLLR gegenüber wurden die aktuellen Rücknahmeankündigungen bestimmter Zahlungen wie z.B. bei der Junglandwirteprämie kritisiert und der aktuelle Stand zum Flächenregister und Portia diskutiert.

Anhörungsschreiben zu bereits gewährter Junglandwirteförderung

Ende Januar wurden Betriebe, welche die Junglandwirteeinkommensstützung im Rahmen der Direktzahlungen beantragt und im Dezember einen positiven Bescheid erhalten hatten, vom Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR) angeschrieben. In dem Brief wird erklärt,

Biomassepaket im Bundestag verabschiedet

Der Bundestag hat am vergangenen Freitag (31. Januar) ein Biomassepaket verabschiedet. In der Veranstaltung Biogas2Know wurde durch den Fachverband Biogas (FvB) die wesentlichen Kernpunkte analysiert und erläutert. Der FvB stellt fest, dass die Zusammenarbeit der Fraktionen zwar zu Verbesserungen des ursprünglichen Entwurfs des Wirtschaftsministeriums geführt hat, allerdings müssen zentrale Schwachstellen in der kommenden Legislaturperiode dringend nachgebessert werden.

 

Gespräch zum Biosphärenreservat Rhön und weitere aktuelle Problemstellungen

Am 30. Januar fand im Thüringer Landtag ein Gespräch mit Umweltminister Tilo Kummer, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum, Marcus Malsch und Landtagsmitglied Martin Henkel (CDU) zum aktuellen Stand des Biosphärenreservates Rhön und der Umsetzung der Änderungsverordnung statt.

Vertreter der Agrargenossenschaft „Rhönperle“ e.G. Bremen und des Kreisbauernverbandes (KBV) Eisenach/Bad Salzungen erläuterten den anwesenden Politikern die Problematiken aus der aktuellen und anstehenden Umsetzung der Vorgaben der Änderungsverordnung zum Biosphärenreservat Rhön vom August 2024.

Der damalige Umweltminister Bernhard Stengele hatte die umfangreichen Erweiterungen der jeweiligen Zonen, trotz massiver Bedenken der Landwirte und vieler Kommunen, kurz vor Amtsende noch erlassen. Die Umsetzung der Auflagen sind teilweise in den Vorgaben widersprüchlich und praxisfern. Auch fehlen bisher die digitalen Karten vom Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz, um die richtige Anwendung der Düngemittel sicherzustellen.

Die neue Hausleitung des Umweltministeriums sicherte zeitnahe Abhilfe zu. Der KBV stellte zur Diskussion, die Änderungsverordnung zumindest in der Flächenausdehnung auf den alten Stand der Verordnung zurückzuführen. Anliegen des Umweltministeriums ist es, das Biosphärenreservat Rhön so attraktiv zu gestalten, dass alle Betroffenen mit Vorteilen aus der Umsetzung gehen. Man wird dazu im Gespräch bleiben.

Weitere Diskussionspunkte waren :

  • die geplante Umsetzung des Fächenregisters und die aktuellen Probleme
  • der fehlende Support bei Portia (IBYKUs Hotline)
  • Ausnahmeregelungen bei der Ausbringung von Düngemitteln
  • praktikable Ausnahmegenehmigungen für Mähdrescher nach §29 StVo
  • die Vereinheitlichung der Darstellung und Aktualisierung der verschiedenen Kulissen - und die Veröffentlichungstermine
  • der aktuelle Stand zur Stoffstrombilanz

Die Gesprächsatmosphäre war konstruktiv und lösungsorientiert. Bleibt zu hoffen, dass sich das in der Umsetzung so fortsetzt.

Wir danken Martin Henkel (CDU) für die Initiative zum zeitnahen Zustandekommen des Gesprächstermins.

 

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