Wochenbericht

Grundsteuererhöhung belastet Landwirtschaftsbetriebe massiv

Der Thüringer Bauernverband begrüßt die Initiative der CDU-Landtagsfraktion, eine Entlastung bei der Grundsteuer für private Haushalte zu schaffen, allerdings sind nicht nur private Haushalte in erheblichem Maße von zusätzlichen Belastungen betroffen, sondern auch landwirtschaftliche Betriebe.

Durch die z.B. vom Erfurter Stadtrat am 18. September 2024 beschlossene Erhöhung des Hebesatzes für die Grundsteuer A für land- und forstwirtschaftliche Betriebe und Kleingärten von 350 auf 540 Prozent sind die Steuerbeträge bei allen landwirtschaftlichen Betrieben im Stadtgebiet um 32 bis 35 Prozent gestiegen. Auch bei anderen Thüringer Kommunen muss mit deutlichen Steuererhöhungen gerechnet werden, da in fast allen Thüringer Städten und Gemeinden die Hebesätze für die Grundsteuer A deutlich angehoben wurden.

„Wir sehen in dieser Steuergestaltung eine massive Benachteiligung der Landwirtschaft gegenüber anderen wirtschaftlichen Branchen“, so Alexander Amberg, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Erfurt-Sömmerda. „Es kann nicht angehen, dass die privaten Hausbesitzer und Landwirte die Zeche zahlen und ihre zu leistende Grundsteuer drastisch steigt. Auch bei der Grundsteuer A für land- und forstwirtschaftliche Betriebe und Kleingärten besteht dringender Handlungsbedarf! Von der zugesicherten Aufkommensneutralität sind wir derzeit weit entfernt!“

Der Berufsstand fordert vom Landtag, eine Regelung ähnlich der des Nachbarbundeslandes Sachsen zu schaffen, damit Fairness entsteht und die Belastungen nicht einseitig auf Privatleute und einzelne Wirtschaftszweige abgewälzt werden.

 

Hintergrund

Die Bundesländer haben die Möglichkeit, zusätzlich landesspezifische Regelungen im Rahmen der Grundsteuerreform festzulegen. Im Thüringer Landtag wurde hiervon bis dato kein Gebrauch gemacht. Die neue Thüringer Landesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag festgehalten, dass sie beabsichtigt, ausgleichende Regelungen zu schaffen.

 

Berufswettbewerb 2025: Zukunft gestalten, Talente entfalten!

Die Vorfreude steigt – die Berufswettbewerbe der Grünen Berufe in Thüringen stehen vor der Tür! Unter dem inspirierenden Motto „Zukunft gestalten, Talente entfalten!“ laden wir alle Auszubildenden und Fachschüler im Bereich Tierwirtschaft, Landwirtschaft und Forstwirtschaft ein, ihr Können unter Beweis zu stellen. Dies ist nicht nur eine einmalige Gelegenheit, sich mit Gleichgesinnten zu messen, sondern auch eine Plattform, um die besten Talente unserer Branche zu entdecken und zu fördern.

Wichtige Informationen für alle Teilnehmer:

  • Theorie: Der theoretische Teil findet während der Berufsschulzeit statt und ist für alle Azubis verpflichtend. Hier haben Sie die Chance, Ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.
  • Praxis: Nur die Besten aus der Theorie werden zur praktischen Prüfung zugelassen. Der Praxistermin findet in den Osterferien statt; daher bitten wir die Ausbildungsbetriebe um Freistellung ihrer Azubis. Die Betriebe der besten Azubis werden im Vorfeld informiert, damit sie ihre Auszubildenden optimal unterstützen können.

Die besten Teilnehmer haben die aufregende Möglichkeit, im Juni zum Bundesentscheid nach Nordrhein-Westfalen ins Haus Düsse zu fahren und dort unser Bundesland Thüringen zu vertreten!

Termine im Überblick:

  • Landesentscheid Landwirtschaft (Leistungsgruppe II): 04. März 2025, Fachschule Stadtroda
  • Landesentscheid Forstwirtschaft: 07. bis 08. April 2025, Gehren
  • Landesentscheid Landwirtschaft und Tierwirtschaft (Leistungsgruppe I): 16. April 2025, Schwerstedt

Wir appellieren an alle Ausbildungsbetriebe: Unterstützen Sie Ihre Auszubildenden bei dieser einzigartigen Gelegenheit! Lassen Sie sie ihre Talente zeigen und Teil eines spannenden Wettbewerbs werden. Diese Wettbewerbe sind nicht nur eine hervorragende Möglichkeit zur Talentförderung, sondern auch eine wertvolle Vorbereitung auf die bevorstehenden Abschlussprüfungen. Gemeinsam können wir die Zukunft gestalten und einen inspirierenden Austausch fördern.

Seien Sie dabei – nutzen Sie diese Chance und lassen Sie uns gemeinsam auf einen Pfad gehen, der nicht nur Ihre Fähigkeiten herausfordert, sondern auch das Potenzial unserer Branche entfaltet. Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer und unvergessliche Momente beim Berufswettbewerb 2025.

Bei Fragen zum Berufswettbewerb der Grünen Berufe in Thüringen wenden Sie sich an: 

Landjugendverband Thüringen e.V.

Tel.: +49 (0)361 262 532 41  

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

HumusKlimaTag

Humusaufbau in Ackerböden trägt nicht nur zur Klimaresilienz der Landwirtschaft bei, sondern bietet auch Potenzial Kohlenstoff zu binden. Im Modell- und Demonstrationsvorhaben HumusKlimaNetz zeigen Landwirtinnen und Landwirte unter wissenschaftlicher Begleitung, wie sich Humus in der Praxis langfristig aufbauen und erhalten lässt. Das vom Deutschen Bauernverband getragene Netzwerk führt am 18. Februar 2025 in Kassel sein HumusKlimaTag-Symposium mit Exkursion auf den Hof Tolle durch.

Weitere Informationen und Anmeldung finden Sie hier.  

 

Achtung KULAP-Antragsteller: zusätzliche Erklärung für Auszahlung notwendig

Aktuell ergeht an alle KULAP-Antragsteller die Aufforderung eine zusätzliche Erklärung in Bezug auf die bestehende KULAP-Verpflichtung nachzureichen. Auf Nachfrage beim Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum war zu erfahren, dass der erforderliche Textbaustein aufgrund eines technischen Fehlers leider nicht im Sammelantrag enthalten war. Dies werde für die kommende Antragstellung nachgeholt.

-          Betroffen sind alle KULAP-Antragsteller

-          Erklärung ist ausgefüllt und unterschrieben ausschließlich über PORTIA einzureichen

-          bis spätestens 07. Februar 2025

+++ ACHTUNG +++ Auf die heutige (20. Januar) Nachfrage beim Thüringer Ministerium zur extrem bürokratischen Vorgehensweise mit Dokument ausdrucken, ausfüllen mit Unterschrift, einscannen usw. konnten wir folgende Vereinfachung erreichen:

Das Formular wird ohne Unterschrift akzeptiert, wenn das Formular per "hoher Vertrauensstufe" eingereicht wird. Im PDF ist dann jedoch aktiv das notwendige Kreuz digital zu setzen (über z.B. Acrobat Reader) und dann entsprechend in PORTIA einzureichen.

Seitens der Zahlstelle werden ergänzend entsprechende Mitteilungen versandt.

Das Dokument ist bis zum 07. Februar 2025 einzureichen, nicht wie von eingen Agrarförderzentren gefordert bis 03. Februar 2025.
Es besteht vorliegend eine Mitwirkungspflicht. Die zuständige Behörde ist berechtigt, zur abschließenden Prüfung der Fördervoraussetzungen weitere Angaben zu fordern.

In der Aufforderung der Agrarförderzentren wird erklärt, dass der über PORTIA eingereichte Antrag, nicht in vollem Umfang Erklärungen zu den allgemeinen Antragsvoraussetzungen enthält. Vor der Zahlung ist es deshalb unerlässlich, diese Erklärungen nachzufordern. Insbesondere fehlt die Erklärung, dass die im KULAP zur Förderung beantragten Flächen keinen Verpflichtungen unterliegen, die durch den Abschluss von Pacht-, Pflege- und/oder Bewirtschaftungsverträgen begründet wurden.

In dem Dokument werden, obwohl in PORTIA lediglich die Erklärung für Pacht-, Pflege-, Bewirtschaftungsverträge fehlt, ebenso die Erklärungen für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen und die Erklärung für Mitgliedschaft in einer Erzeugerorganisation abgefordert um sicherzugehen, dass auch diese Erklärungen vollständig vorliegen.

Die Erklärung wurde am 16. Januar 2025 in PORTIA unter Fachbereich Sammelantrag, ==> Dokumente ==> 004_KULAP2022 ==> 004_B_Anlagen bereitgestellt.

Die Einreichung erfolgt ausschließlich in PORTIA im Fachbereich Sammelantrag, ==> Anträge ==> Antragsjahr 2024 ==> Anträge KULAP2022 ==> Unterlagen zur Nachweisführung KULAP, hier ist das Feld „Ich/Wir reiche(n) weitere Unterlagen zur Nachweisführung KULAP2022 ein (KU22.NWA)“ anzukreuzen und dann die gescannte bzw. digital ausgefüllte Erklärung als Anlage hochzuladen und das Dokument einzureichen (Anmeldung mit hoher Vertrauensstufe ist erforderlich).

 

SKW Piesteritz drosselt Düngemittelproduktion

Die Stickstoffwerke (SKW) Piesteritz, einer der letzten verbliebenen Düngemittelhersteller Deutschlands, muss aufgrund der Marktlage und politisch bedingten Rahmenbedingungen die Produktion drosseln und eine von zwei Ammoniakanlagen für eine unbestimmte Zeit abstellen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt getätigte Bestellungen werden selbstverständlich fristgerecht ausgeliefert, so das Unternehmen. Trotz der Bemühungen von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Rainer Haselhoff, der selber aus der Nähe des Standortes der SKW stammt, fühlt sich die aktuelle Bundesregierung kaum verpflichtet konkrete Maßnahmen zu erlassen. Geschäftsführerin Antje Bittner: „Seit nahezu drei Jahren warnen wir vor massiven Verwerfungen auf dem Düngemittelmarkt als Folge des russischen Angriffskrieges. Bis heute hat die Politik absolut nichts Wirksames gegen das Fluten des europäischen Marktes mit billigen russischen Düngemitteln unternommen. Zudem werden Unternehmen wie die SKW Piesteritz durch Entscheidungen der Bundesregierung, die unsere Wettbewerbsnachteile immer weiter vergrößern, aus dem Markt gedrängt.“ Die Bundesregierung ist aufgefordert, für die Industrie endlich Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine Produktion in Deutschland überhaupt noch ermöglicht.

Förderprogramm Höfe.Bilden.Vielfalt

Mit dem Förderprogramm HÖFE.BILDEN.VIELFALT bietet die Initiative Bioland Landwirtinnen und Landwirten eine unkomplizierte, finanzielle Unterstützung für die Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt. Die Landwirtschaft spielt eine zentrale Rolle, um den Verlust der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Landwirtschaftliche Betriebe können ihre Mehrleistungen für den Naturschutz häufig nicht über den Marktpreis finanzieren und öffentliche Fördermittel stehen nur unzureichend zur Verfügung.

Mit dem Förderprogramm bietet die Initiative sowohl ökologisch als auch konventionell wirtschaftenden landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland eine Möglichkeit, Naturschutzmaßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, für die keine öffentlichen Förderangebote zur Verfügung stehen.

Der aktuelle Stichtag für die Antragsabgabe ist der 15. Februar 2025. Die genauen Rahmenbedingungen und was gefördert wird, finden Sie hier.  

 

DBV-Veranstaltungen zur Grünen Woche 2025

Im Rahmen der Grünen Woche in Berlin präsentiert sich der Deutsche Bauernverband auf dem ErlebnisBauernhof in Halle 3.2 - Kommen Sie vorbei!

Sie können außerdem die DBV-Fachforen verfolgen, die am 20. Januar 2025 im Livestream auf der DBV-Homepage übertragen. Hier ist auch eine Teilnahme in Präsenz auf dem Gelände der Messe Berlin in Halle 6.3 im Studio möglich, für die jedoch eine vorherige Anmeldung notwendig ist. (Begrenzte Platzzahl).

Die Milchbranche im Hot Seat – was bringt die Zukunft?
20.01.2025 | 10:00 - 11:30 Uhr

Seien Sie dabei, wenn beim DBV-Fachforum Milch auf der Grünen Woche 2025 erneut die Zukunft der Milchbranche im Mittelpunkt steht! Erleben Sie spannende Diskussionen mit renommierten Experten zu den Themen Rohstoffverfügbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Milchproduktion sowie Klimabilanzierung in der Milchviehhaltung. Nutzen Sie die Gelegenheit, wertvolle Einblicke zu gewinnen und bringen Sie sich mit ihren Fragen in unsere Diskussion ein. Gemeinsam wollen wir Lösungen für die Herausforderungen der Branche ergründen.

Das Fachforum wird hier im Livestream übertragen. Melden Sie sich über diesen Link an, wenn Sie das Fachforum in Präsenz auf der Messe Berlin verfolgen möchten.

Das nächste Kapitel der Energiewende: Wie sich Markt und Regulierung verändern (müssen)
20.01.2025 | 12:00 - 13:30 Uhr

Der Energiemarkt befindet sich im Umbruch: Schwankende Strompreise, Anpassungen der EEG-Förderung und neue Marktmechanismen prägen die Situation. Das nächste Kapitel der Energiewende bringt vielfältige Herausforderungen mit sich, denn jetzt ist nicht mehr nur der Ausbau entscheidend, sondern wie wir mit dem Strom umgehen der produziert wird. Dabei rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie verschiedene erneuerbare Energieproduzenten am besten kombiniert werden können. 

Das Energiefachforum widmet sich der strategischen Positionierung der Landwirtschaft in diesem Wandel. Als unverzichtbarer Akteur trägt der ländliche Raum maßgeblich zum Gelingen der Energiewende und zur Neugestaltung des Strommarktes bei. Mit Impulsvorträgen von Thomas Voß (Energiegenossenschaft Die Energielandwerker eG) und Martin Lass (BioEnergie Gettorf GmbH & Co. KG) sowie einem hochkarätig besetzten Podium werfen wir einen Blick auf die Herausforderungen und Chancen im aktuellen und zukünftigen Strommarkt. 

Das Fachforum wird hier im Livestream übertragen. Melden Sie sich über diesen Link an, wenn Sie das Fachforum in Präsenz auf der Messe Berlin verfolgen möchten.

Modell der Naturschutz-Kooperativen in der Praxis
20.01.2025 | 14:30 - 16:00 Uhr

Im Rahmen des Forums wird der Blick darauf geworfen, wie der Ansatz der niederländischen Naturschutz-Kooperativen in Deutschland umgesetzt werden kann. Nach einer Übersicht über das Niederländische-Modell und verschiedene Varianten einer Naturschutz-Kooperative im MoNaKo Projekt, beleuchtet die anschließende Diskussionsrunde, wo wir in der Praxis bereits stehen und wo wir in Zukunft hinmüssen.

Das Fachforum wird hier im Livestream übertragen. Melden Sie sich über diesen Link an, wenn Sie das Fachforum in Präsenz auf der Messe Berlin verfolgen möchten.

Naturwiederherstellung – Kooperation statt Kampf um die Fläche?!
20.01.2025 | 16:30 - 18:00 Uhr

Die Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung in Deutschland ist eine große Herausforderung für den Naturschutz und mit enormen Befürchtungen auf Seiten der Land- und Forstwirte und den Grundeigentümern verbunden. Während bereits prozentuale Flächenziele für den Naturschutz festgezurrt sind, fehlen die Festlegungen für eine Kooperation zwischen Landwirtschaft und Naturschutz. Im Forum stehen die unterschiedlichen Erwartungen von Seiten des Bundes und der Länder sowie der Landwirtschaft und des Naturschutzes sowie die Strategien für eine erfolgreiche Umsetzung im Mittelpunkt. Gelingt es, die neuen EU-Vorgaben auf Augenhöhe, kooperativ und praxistauglich umzusetzen oder gefährdet ein Kampf um die Fläche die Akzeptanz in der Land- und Forstwirtschaft?

Das Fachforum wird hier im Livestream übertragen. Melden Sie sich über diesen Link an, wenn Sie das Fachforum in Präsenz auf der Messe Berlin verfolgen möchten.

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