Wochenbericht

Eigentümer- und Nutzerverbände des ländlichen Raums unterstützen Bauernproteste

Am 9. Januar haben sich Eigentümer- und Nutzerverbände des ländlichen Raums in Thüringen, die sogenannte LEUCHTENBURGER RUNDE, bei einem Neujahrstreffen in Seitenroda für die weitere intensive Zusammenarbeit im Jahr 2024 ausgesprochen.

Ziel der LEUCHTENBURGER RUNDE ist es, die gemeinsamen Positionen aller Land- und Wassernutzenden in Thüringen verstärkt an die Politik und die Bevölkerung heranzutragen. Anlass ist die zunehmende Gefährdung der naturverträglichen Land- und Gewässernutzung in Thüringen durch falsch verstandenen Umweltschutz, der jede Nutzung natürlicher Ressourcen drastisch erschwert. Insbesondere die stetig fortschreitende Ausweitung immer weiterer Schutzgebiete und eine Zunahme an Vorschriften von EU, Bund und Land engen eine naturverträgliche Nutzung von Land, Wald und Wasser ein, obwohl viele Arten und deren Lebensräume erst durch diese Nutzung entstehen. Auch die wirtschaftlichen Interessen der Eigentümerinnen und Eigentümer werden durch die neuen Regelungen kaum noch berücksichtigt, deren Rechte immer weiter ausgehöhlt, was Wertschöpfung und Arbeitsplätze im ländlichen Raum zunehmend gefährdet.

Schwerpunktthemen zum Neujahrstreffen der LEUCHTENBURGER RUNDE waren die seit 18. Dezember anhaltenden Bauernproteste. Während der Präsident des Thüringer Bauernverbandes Dr. Klaus Wagner die Gründe für den Protest erläuterte, bekräftigen die anwesenden Vertreter der Eigentümer- und Nutzerverbände ihren Rückhalt und die Unterstützung dafür. Auch sie sind von geplanten Haushaltskürzungen der Bundesregierung betroffen und sprechen sich geschlossen gegen diese aus. Auf der Tagesordnung standen des Weiteren Themen, wie Umgang mit dem Spitzenprädatoren Wolf und dem Umweltgestalter Biber, der Entwurf des Bundeswaldgesetzes und die Inanspruchnahme wertvoller Acker- und Waldböden durch Ausbau von Photovoltaik und Windenergie. Auch hierzu wurden gemeinsame Positionierungen und Absprachen getroffen.

Alle Nutzerverbände kritisieren die derzeitige Rechtslage zu streng geschützten Tierarten, wie Wolf, Biber, Luchs, Kormoran und Fischotter, die besonders die nachhaltige Bewirtschaftung in der Kulturlandschaft erheblich erschweren. Eine Art darf im Naturschutz nicht durch eine andere ausgespielt werden. Der funktionelle Naturschutz in den Lebensräumen darf nicht einzelnen Arten untergeordnet werden. Diese Politik und Verfahrensweise wird den Erhalt einer artenreichen Kulturlandschaft zerstören. Auch Nutztiere wie Schafe und Ziegen haben wesentliche ökologische Funktionen für Flora und Fauna.

Weiterhin haben sich die Verbände verständigt, gemeinsame Veranstaltungen und Foren zum bevorstehenden Superwahljahr im Freistaat Thüringen für ihre Mitglieder und die Öffentlichkeit zu organisieren.

Hintergrund

In der LEUCHTENBURGER RUNDE haben sich im Januar vergangenen Jahres Eigentümer- und Nutzerverbände zusammengefunden: Waldbesitzerverband für Thüringen, Landesjagdverband Thüringen, Familienbetriebe Land und Forst Sachsen und Thüringen, Thüringer Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbezirkinhaber, Landesanglerverband Thüringen der Fischwaid und zum Schutz der Gewässer und Natur, Verband für Angeln und Naturschutz Thüringen sowie der Thüringer Bauernverband.

Gemeinsame Aktionen, Veranstaltungen und regelmäßiger Austausch intensiveren die Zusammenarbeit und bringen die Anliegen der Verbände und ihrer Mitglieder in die Gesellschaft und auf politischen Entscheidungswegen ein.

Zusammen haben die Verbände rund 50.000 Mitglieder und repräsentieren in ihrer Vielfalt den ländlichen Raum Thüringens.

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ASP in den zuerst betroffenen Gebieten erfolgreich getilgt

In den zuerst von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) betroffenen Gebieten der Landkreise Oder-Spree und Dahme-Spreewald können nun Teile der sogenannten Sperrzone II (infiziertes Gebiet) aufgehoben und die angrenzende Sperrzone I verkleinert werden. Das betrifft ein ca. 1.300 km² großes Gebiet. Dies wurde von der EU-Kommission auf Antrag des Landes Brandenburg gebilligt. Damit gilt die ASP in diesen Gebieten offiziell als getilgt.

Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher: „Zum ersten Mal konnte in Europa nach einem Flächeneintrag durch Einwanderung von infizierten Wildschweinen in einem Gebiet die Afrikanische Schweinepest vollständig getilgt werden.“

Beschränkungen für Schweinehalter und Jäger können in diesen Gebieten aufgehoben werden. Somit gibt es keine Beschränkungen mehr für das innerstaatliche Verbringen von Schweinen, und die Möglichkeit der innerstaatlichen Vermarktung von Fleisch von erlegten Wildschweinen mit negativem Untersuchungsergebnis.

In dem aufgehobenen Teil der Sperrzone II in den Kreisen Oder-Spree und Dahme-Spreewald befinden sich 37 Schweinehaltungen mit insgesamt rund 10.000 Schweinen.

Plätze für Pensionstierhaltung

Ein Grünlandbetrieb in Südthüringen, in unmittelbarer Nähe zur A73, bietet ca. 300 Plätze für die Aufzucht von Färsen.

Bei Interesse kontaktieren Sie den Betrieb unter +49 (0)151 182 220 21 oder unter +49 (0)176 804 982 24.

Elektrifizierung der Mitte-Deutschland Verbindung zwischen Weimar und Gößnitz

Die DB Netze hielt am 4. Juli in Pölzig eine Informationsveranstaltung zur Elektrifizierung der Mitte- Deutschland- Verbindung auf der Ausbaustrecke Weimar- Gera- Gößnitz ab. Das Raumordnungsverfahren ist bereits abgeschlossen und für die ca. 17 km lange Leitung ein 1.200 Meter breiter Korridor festgelegt. Die DB Netz stellte den anwesenden Landwirten und Landwirtinnen sowie den Vertreterinnen des Kreisbauernverbandes Greiz- Gera und des Thüringer Bauernverbandes den in Planung befindlichen Verlauf der 110- kV- Bahnstromleitung und die Alternativen von Gera bis nach Pölzig vor. In Pölzig wird die Leitung dann an eine vorhandene Bahnstromleitung angeschlossen werden. Die Landwirte und Landwirtinnen nutzten die Veranstaltung um Hinweise zum Verlauf der Trasse und auch mögliche Alternativen zur Erleichterung der späteren Bewirtschaftung zu geben. Diskutiert wurde auch die Thematik des Ausgleiches für den Eingriff nach Bundesnaturschutzgesetz, d.h. die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen auf und an landwirtschaftlichen Flächen. Ebenso wurde die DB Netze auf die Sensibilität des Bodens und den zwingend einzuhaltenden Bodenschutz (siehe auch DIN 19639) bei Baumaßnahmen hingewiesen. Geplant ist seitens der DB Netze im Frühjahr 2024 den Planfeststellungsantrag beim Eisenbahnbundesamt zu stellen. Baubeginn ist voraussichtlich 2026 und die Inbetriebnahme der elektrifizierten Strecke zwischen Weimar und Gößnitz soll mit dem Fahrplanwechsel Dezember 2028 erfolgen.

Kärcher-Aktion: Danach kräht der Hahn!

Unter diesem Motto startet ab 02.09. die Kärcher-Herbst-Bauernverbandsaktion 2022

Exklusiv für die Mitglieder des TBV bietet Kärcher Reinigungsgeräte speziell für den landwirtschaftlichen Einsatz zu attraktiven Sonderkonditionen an. Egal ob handliche Kaltwasser-Hochdruckreiniger, platzsparende stationäre Melkstandreiniger oder effiziente Stromunabhängige, kraftvolle Akku-Produkte– bei der TBV-Service und Marketing GmbH sind passende Geräte für jeden Bedarf zu finden.

Alternativ zum Kauf bietet Kärcher einen 24 Monate Ratenkauf an und eine zusätzliche Garantieverlängerung auf 24 Monate!

Auf der Homepage des Thüringer Bauernverbandes unter Meine Vorteile/Kärcher werden die Modelle der angebotenen Reinigungsgeräte detailliert vorgestellt.

Aufruf zum Thüringer Braugerstenwettbewerb 2022

Der Thüringer Braugerstenverein e.V. führt, trotz der regional sehr starken Niederschlagsunterschiede, 2022 wieder seinen traditionellen Braugerstenwettbewerb durch. Wir rufen alle Mitgliedsbetriebe auf, sich am diesjährigen Landesbraugerstenwettbewerb zu beteiligen und uns entsprechende Proben einzusenden. Nichtmitglieder können sich ebenfalls gerne an unserem Wettbewerb beteiligen. Wir sind auf Ihre Braugerstenproben gespannt.

Das Einsenden der Proben ist bis 06. September 2022 an den Thüringer Braugerstenverein e.V., Alfred-Hess-Straße 8, 99094 Erfurt möglich.

Für alle Mitglieder der EZG „Qualitätsgetreide und Ölsaaten Thüringen w.V.“ an die Geschäftsstelle der EZG. Nähere Informationen im Büro in Erfurt unter 0361-26253281 oder unter http://www.th-braugerstenverein.de/

Susann Grau (Thüringer Braugerstenverein e.V.)

Thüringer Bauernverband e.V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Tel.: +49 (0)361 262 530
Fax: +49 (0)361 262 532 25
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