Wochenbericht

Hochschule Anhalt in Bernburg startet neuen Masterstudiengang Landwirtschaft – Bewerbungsfrist endet am 15. März

Die Hochschule Anhalt gibt den Start für den neuen Masterstudiengang Landwirtschaft zum Sommersemester 2024: Der Master of Science Landwirtschaft richtet sich an Studierende, die anspruchsvolle Leitungs- und Führungspositionen in der Landwirtschaft übernehmen und ihre bereits vorhandenen Managementkenntnisse in drei Semestern vertiefen möchten.

Ziel des neuen Masterstudiengangs ist es, die Studierenden optimal für die vielfältigen Berufswege in der Landwirtschaft zu qualifizieren. Die Studierenden werden darauf vorbereitet, ihre Kompetenzen in der Beratung landwirtschaftlicher Unternehmen weiterzuentwickeln oder komplexe Aufgaben im öffentlichen Dienst oder in landwirtschaftlichen Fachverbänden zu übernehmen.

Der Masterstudiengang Landwirtschaft ist auf drei Semester angelegt und kann sowohl im Winter- als auch im Sommersemester begonnen werden. Die Schwerpunkte des Studiums reichen von der Produktion und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte über das Management landwirtschaftlicher Unternehmen und Kommunikationskompetenz bis hin zu Agrarökologie und Nachhaltigkeit. Diese breite Palette ermöglicht es, individuelle Interessen und berufliche Ziele der Studierenden zu verfolgen. Studienfachberater Professor Heiko Scholz erklärt die Zielsetzung des Masterstudiengang Landwirtschaft: "Mit dem Master Landwirtschaft sollen diejenigen Absolventen angesprochen werden, die sich für eine Leitungs- und Führungsposition in der Landwirtschaft oder den direkt angrenzenden Bereichen des Agribusiness qualifizieren wollen."

Neben der Managementkompetenz erhalten die Studierenden die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten in der angewandten Forschung zu vertiefen und damit einen Bezug zu einer zukunftsorientierten Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte herzustellen. Die projekt- und anwendungsorientierte Lehre fördert innovative Problemlösungskompetenz und unternehmerisches Denken.

Der Master Landwirtschaft ergänzt letztlich das mit dem Bachelor Landwirtschaft, dem Master Food and Agribusiness und dem Master Agrarmanagement bereits bestehende landwirtschaftliche Studienangebot an der Hochschule am Standort Bernburg.

Bewerbungen für den Masterstudiengang Landwirtschaft am Hochschule Anhalt für das Sommersemester 2024 sind bis zum 15. März möglich.

Ansprechpartnerin:

Stephanie Eckstein

Dekanat Fachbereich Landwirtschaft/Ökotrophologie/Landschaftsentwicklung

Tel.: +49 (0)3471 355 12 77    

Fax: +49 (0)3471 355 912 77

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Hochschule Anhalt

Strenzfelder Allee 28

06406 Bernburg

Internet: www.hs-anhalt.de

 

Foto: Hochschule Anhalt

Antibiotika-Monitoring: Kennzahlen zur Therapiehäufigkeit veröffentlicht

Am 15. Februar hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit die bundesweiten Kennzahlen zur Therapiehäufigkeit für Rinder, Schweine, Hühner und Puten veröffentlicht. Hintergrund ist das neue Tierarzneimittelgesetz (TAMG) in der Version vom 21. Dezember 2022, nach welchem die Tierhalter halbjährlich ihren durchschnittlichen Tierbestand in HIT-TAM melden müssen. Gleichzeitig sind die Tierärzte dazu verpflichtet, jede Antibiotikagabe am Tier zu melden. Mithilfe dieser Daten ergibt sich für jeden Betrieb eine eigene Therapiehäufigkeit, die anschließend mit den bundesweiten Kennzahlen 1 und 2 (= Referenzdaten) verglichen wird.

In diesem Jahr wurden die bundesweiten Kennzahlen der halbjährlich ermittelten betrieblichen Therapiehäufigkeiten erstmalig auf Basis des gesamten Kalenderjahres 2023 bestimmt und können ab sofort mit den betriebseigenen Therapiehäufigkeiten des zweiten Halbjahres 2023 verglichen werden. Sollten Betriebe eine oder beide Kennzahlen überschreiten, sind sie zum eigenständigen handeln aufgefordert.

Bei Überschreitung der Kennzahl 1 muss der Tierhalter zusammen mit dem Tierarzt die Ursachen für den häufigen Einsatz von Antibiotika ermitteln und gegebenenfalls Schritte zur Reduzierung dieser ergreifen. Bei Überschreitung der Kennzahl 2 muss der Tierhalter mit Hilfe einer tierärztlichen Beratung einen schriftlichen Maßnahmenplan zur Verringerung des Antibiotikaeinsatzes erstellen und ihn der zuständigen Behörde vorlegen.

Ziel des TAMG ist es, die Anwendung von Antibiotika auf ein therapeutisches Minimum zu reduzieren.

Die bundesweiten Kennzahlen für das Jahr 2023 sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt:

WB 08 Krupp

  Vom BVL veröffentlichte Kennzahlen zur Therapiehäufigkeit. Quelle: Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere. 

Projekt „Fit für den Handel“ gestartet

Am 1. Januar 2024 ist das geförderte Projekt „Fit für den Handel“ gestartet. Das Projekt verfolgt das Ziel, Betriebe der Thüringer Land- und Ernährungswirtschaft inklusive Direktvermarktung bei der Absatzförderung von Handelsstandards nach Maßgabe der Lebensmittelinformations-Verordnung durch die Beratung und Ableitung von Handlungsempfehlungen sowie durch die Unterstützung bei der Platzierung in lokalen Märkten zu fördern.

Das öffentlichkeitswirksame Begleiten innerhalb des Projektes soll zudem bei der Bevölkerung das Bewusstsein für regionale Erzeugnisse und kurze Lieferketten steigern.

Die Beratungen zu den geltenden Anforderungen in Sachen Lebensmittelsicherheit und Darstellung, stehen im Projekt klar im Vordergrund. Durch das Begleiten von „Best Practice“-Beispielen soll eine Checkliste und ein Handbuch erstellt werden, welche den Unternehmen als Fundament für den Einstieg in den Handel dienen sollen.

Projektträger ist der Landschaftspflegeverband Thüringer Wald e.V. und vertritt die Kooperation nach außen.

Der Thüringer Bauernverband e.V. (TBV) ist Partner der Kooperation und wird vertreten durch Yvonne Küntzer (Projektkoordination und Controlling) und Luise Unger (inhaltliche Ausgestaltung, Austausch und Betreuung von Mitgliedern des TBV).

 

Das Projekt wird gefördert durch:

 WB 08 ELER    WB 08 FT

Projekt „Vollmobile Schlachtung in Thüringen“ erfolgreich beendet

Das Innovationsprojekt „Vollmobile Schlachtung in Thüringen“ wurde am 31. Januar 2024 erfolgreich abgeschlossen.

Ergebnis des Projektes ist eine Konstruktionszeichnung eines mobilen Schlachthofes für mehrere Tierarten. Nach intensiven Recherchen ist der Bedarf für eine vollmobile Schlachtung in Thüringen gegeben, während die teilmobile Schlachtung ausbaufähig, aber aufgrund fehlender Schlachtstätten, nicht überall in Thüringen möglich ist.

Eine der großen Herausforderungen für die vollmobile Schlachtung ist die Verfügbarkeit von amtlichem Personal und die zu erwartenden hohen Gebühren. Die im Projekt entwickelte Konstruktionszeichnung inkludiert erstmalig mehrere Tierarten und setzt somit neue Maßstäbe, die auf guter Zusammenarbeit aller beteiligten Institutionen, Behörden und Akteuren fußen.

Projektträger ist das Ingenieurbüro Robby Tulke und präsentiert die Kooperation nach außen.

Der Thüringer Bauernverband e.V. unterstützt das Projekt als Partner der Kooperation mit der Tätigkeit von Yvonne Küntzer als Leiterin der Projektkoordination und des Controllings sowie von Luise Unger (Koordination und inhaltliche Unterstützung).

 

Das Projekt wird gefördert durch:

 WB 08 ELER     WB 08 epi      WB 08 FT

Empfehlung

Bürokratieabbau – Endlich loslegen!

Wie oft wurde schon über das Thema Bürokratieabbau gesprochen? Immer waren es nur Lippenbekenntnisse und es kam eher zu einem weiteren Aufbau statt zu einem Abbau.

Im Untersuchungsbericht der Bundesregierung zum Thema "Hofarbeit statt Schreibtischzeit" von 2021 wurde die finanzielle Gesamtbelastung der Landwirtschaft durch Bürokratie mit 620 Millionen Euro jährlich angegeben. Davon entfallen rund 220 Millionen Euro auf den Bereich Düngung/ Pflanzenschutz, 217 Millionen Euro auf Tiergesundheit/ Tierarzneimittel und 101 Millionen Euro auf Tierkennzeichnung/ Tierbestände. Dies hat sich in den letzten Jahren mit Sicherheit weiter erhöht.

Mit den Bauernprotesten hat die Bundesregierung das Thema mal wieder konkret auf die Tagesordnung gesetzt. Die Ministerien, egal ob auf Bundes- oder Landesebene, sind nun gefragt, Vereinfachungen zusammenzutragen und endlich mit dem Bürokratieabbau loszulegen.

Auch der Thüringer Bauernverband (TBV) wurde vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) angefragt für eine Meldung an den Bund zu unterstützen. Die Anmerkungen des TBV wurden an das TMIL übergeben. Die Übersicht des TBV zum Bürokratieabbau auf Bundesebene enthält die dringendsten Anliegen, kann aber gern ergänzt werden. Schreiben Sie dazu Ihre Anregungen gern an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

 

"Hick Hack" auf EU-Ebene: Ausnahmemöglichkeit GLÖZ8-Pflichtbrache

In Brüssel wird zum Thema Ausnahmemöglichkeit zur GLÖZ8 Pflichtbrache kräftig diskutiert, eigentlich sollte eine finale Abstimmung über die notwendige EU-VO am 9. Februar im zuständigen Verwaltungsausschuss erfolgen.

Mitte der Woche legte die Generaldirektion Landwirtschaft (GD AGRI) der EU einen neuen Vorschlag vor:

 

Weiterbildungsveranstaltung „Tiergesundheit/Tierwohl – jeder Mitarbeiter zählt“

Am 6. März 2024 sind Mitarbeitende, vorzugsweise in schweinehaltenden Betrieben, herzlich eingeladen, an der Weiterbildungsveranstaltung zum Thema „Tiergesundheit/Tierwohl – jeder Mitarbeiter zählt“ teilzunehmen. Durch ihre motivierte sowie sach- und fachgerechte Betreuung üben Mitarbeiter einen großen Einfluss auf das Wohlergehen und die Leistungsfähigkeit der Tiere aus. Dabei müssen alle Haltungsabschnitte und Arbeitsprozesse berücksichtigt werden.

Eine Teilnahme ist sowohl vor Ort in der Fachschule für Agrarwirtschaft „Friedrich Gottlob Schulze“ in Stadtroda als auch online möglich.

Inhaltlich fokussiert sich das Seminar auf die Früherkennung von Atemwegserkrankungen in der Aufzucht und Mast sowie auf die praktische Umsetzung der Impfung gegen Ebergeruch.

Die Weiterbildungsveranstaltung wird gemeinsam organisiert von der Interessengemeinschaft der Schweinehalter in Thüringen (IGS), dem Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und ländlichen Raum (TLLLR), dem Netzwerk Fokus Tierwohl und der Landvolkbildung Thüringen e.V.

Weitere Informationen sowie Hinweise zur Anmeldung finden Sie hier.

Thüringer Bauernverband e.V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Tel.: +49 (0)361 262 530
Fax: +49 (0)361 262 532 25
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