Wochenbericht

Entscheidungen aus dem Bundesrat

Am vergangenen Freitag tagte der Bundesrat. Hier fanden die Abstimmung über den vom Vermittlungsausschuss formulierten Kompromiss zum Wachstumschancengesetz und über das Haushaltsfinanzierungsgesetz statt.

Trotz einer kontroversen Debatte im Vorfeld hat der Bundesrat letztlich dem Wachstumschancengesetz zugestimmt.

Klausurtagung des Thüringer Bauernverbandes

In der vergangenen Woche fand die jährlich Klausurtagung des Thüringer Bauernverbandes (TBV) in Weimar statt. Nach einer planmäßigen Präsidiumssitzung mit dem agrarpolitischen Bericht des Präsidenten, aktuellen Themen und Berichten aus den Fachausschüssen und einem Austausch zum Thema Mitgliederentwicklung und -gewinnung folgte ein agrarpolitischer Workshop.

Neue Antragsrunde für Vorhaben zur Revitalisierung von Brachflächen (REVIT) im ländlichen Raum

Laut Medienmitteilung des Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) können bis zum 2. April 2024 und zum 31. Mai 2024 noch Anträge für Fördervorhaben zur „Revitalisierung von Brachflächen (REVIT)“ im ländlichen Raum beim Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und ländlichen Raum gestellt werden. Laut Ministerin Susanna Karawanskij hat sich die REVIT-Förderung zur Wiederbelebung von Brachen und Leerstand bewährt. Antragsberechtigt sind neben Gemeinden und Gemeindeverbänden, auch natürliche Personen und Personengesellschaften sowie juristische Personen des privaten Rechts. Die Förderung erfolgt in ländlich geprägten Gemeinden und Ortsteilen mit bis zu 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.

Die Maßnahme REVIT ist Teil der Richtlinie zur Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung und der Revitalisierung von Brachflächen (FR ILE/REVIT), die mit Mitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) kofinanziert wird. Insgesamt stehen über 2,3 Mio. Euro für REVIT-Maßnahmen zur Verfügung.

Zuwendungsfähig sind die anerkannten Ausgaben für fachliche Konzepte, vorbereitende Untersuchungen, die Honorare für Architekten und Ingenieure. Gefördert werden auch der Grunderwerb, der Abriss bzw. Teilabriss von Gebäuden sowie die Beräumung brachliegender Flächen und deren Folgenutzung. Zuschüsse können in Höhe von bis zu 60 % der zuwendungsfähigen Ausgaben gewährt werden. Der Grunderwerb wird mit bis zu 10 % gefördert, wenn damit die weitere Revitalisierung der Fläche verbunden ist.

Weitere Informationen und aktuelle Formulare zur Maßnahme „REVIT“ sind unter folgenden Links abrufbar:

https://tlllr.thueringen.de/landentwicklung/integrierte-laendliche-entwicklung/revitalisierung

https://infrastruktur-landwirtschaft.thueringen.de/unsere-themen/laendlicher-raum/integrierte-laendliche-entwicklung/revitalisierung-brachflaechen

Für Fragen rund um die Fördermaßnahme kann sich an das Infotelefon der Landentwicklung (Tel.: +49 (0)361 57 40 62-999) oder an das für ihr Gebiet zuständige Referat des Thüringer Landesamtes für Landwirtschaft und Ländlichen Raum gewendet werden. Die örtliche Zuständigkeit findet sich unter https://tlllr.thueringen.de/wir/standorte.

 

Foto: TMIL

Züchtungsfortschritt sichern – Nachbauerklärung online einreichen!

Für das Anbaujahr Herbst 2023 / Frühjahr 2024 kann die Nachbauerklärung unter www.stv-bonn.de ab sofort online eingereicht werden. Im Auftrag der Pflanzenzüchter bittet die Saatgut-Treuhandverwaltungs GmbH (STV) die Landwirtinnen und Landwirte um ihre Nachbauauskunft.

Angaben zur Erklärung des Nachbaus müssen bis zum 30. Juni 2024 eingereicht werden.

Ab 2025 wird die Nachbauerfassung vollständig auf ein Onlineverfahren umgestellt, daher empfiehlt die STV die Nachbaumeldung schon jetzt über diesen komfortablen Weg.

Wird die Zahlungs- bzw. Rückmeldefrist 30. Juni 2024 verpasst, kann das finanzielle und rechtliche Folgen haben, die häufig falsch eingeschätzt werden. Was viele Betriebsleitende nicht wissen: nicht nur durch die Verwendung des Nachbausaatguts werden bei Missachtung der Nachbaubestimmungen die Sortenschutzrechte verletzt, sondern die so erzeugte Ernte unterliegt ebenfalls den sortenschutzrechtlichen Bestimmungen.

Für Fragen und weitere Informationen zur Nachbauerklärung erreichen Landwirtinnen und Landwirte das STV-Service-Center unter der Tel.: +49 (0)228 969 431 60.

 

 

Die AgrarPolice – Rundumschutz für Ihren landwirtschaftlichen Betrieb

In der Landwirtschaft zählen Verlässlichkeit, alltagstaugliche Lösungen, Innovationskraft und höchste Produktqualität. Dafür benötigen Sie als Betriebsleiter einen Rundumschutz, der alle möglichen Risiken auf Ihrem Betrieb abdeckt. Mit der R+V-AgrarPolice wählen Sie den umfangreichsten Versicherungsschutz, der am Markt verfügbar ist.

Bis zu 14 Produkte in einem Vertrag

Stellen Sie die individuelle Lösung für Ihren Betrieb aus bis zu 14 Produkten in nur einer Police zusammen und schützen Sie sich vor Deckungslücken und Haftungsfallen. Die R+V bietet volle Variabilität bei versicherbaren Gefahren und Selbstbehalten, zudem erhalten Sie Bündelnachlässe von bis zu 35 Prozent bei der Wahl mehrere Produkte.

Beispiele aus unserer Produktpalette:

Ob aus Leichtsinn, Unvorsichtigkeit oder Vergesslichkeit: Für entstandene Schäden finanziell aufkommen zu müssen, ist eines der größten Risiken für landwirtschaftliche Betriebe. Im Fall von unvorhergesehenen Schäden oder Unfällen haftet die Betriebsleitung persönlich. Schlimmstenfalls kann es zu Gerichtsverfahren sowie strafrechtlicher Verfolgung kommen Die verschiedenen Bausteine der Haftpflichtversicherung sind konkret auf den Bedarf und spezielle Haftungsrisiken der Landwirtschaft zugeschnitten.

Cyber-Deckung: Ohne IT geht auf dem Acker und im Stall gar nichts mehr. Und wenn der Landwirt eine täuschend echt aussehende E-Mail mit einer Erpressungssoftware öffnet, können die EDV, die Biogasanlage oder der Melkroboter plötzlich stillstehen. Der Baustein Cyber-Schutz sorgt für Sofort-Hilfe durch IT-Spezialisten - und somit für eine möglichst schnelle Rückkehr zur Normalität im versicherten Betrieb.

Neu in der AgrarPolice ist die Ertragsschadenversicherung für Rinder-, Schweine und Geflügelbestände. Anzeigepflichtige Tierseuchen, übertragbare Tierkrankheiten und Unfälle im Tierbestand sind ein unkalkulierbares Risiko, denn sie haben Tierverluste und Ertragsausfälle zur Folge. Die Ertragsschadenversicherung sichert Ihre komplette Tierproduktion gegen schadenbedingte Einkommensverluste ab.

Ihr Ansprechpartner: das R+V-AgrarKompetenzCenter (AKC)

Sie haben Fragen zur AgrarPolice oder anderen Versicherungslösungen für Sie und Ihren Betrieb?

Das AgrarKompetenzCenter (AKC) ist Ihr Ansprechpartner für alle Anliegen rund um das Thema Agrar inklusive der Bereiche erneuerbare Energien, Pferd, Hund, Garten- und Gartenlandschaftsbau, Weinbau, Landjugend und Landfrauen. Hier bündeln wir die landwirtschaftliche Fachkompetenz der R+V. Das AKC steht für eine Betreuung auf Augenhöhe durch qualifizierte Mitarbeiter mit landwirtschaftlicher Expertise, die Ihre Sorgen und Nöte kennen und Ihre Sprache sprechen. Ihre Fragen und Bedürfnisse werden daher nicht einfach nur versicherungsspezifisch erfasst, sondern im Kontext der komplexen Problemstellungen verstanden und analysiert. Denn wir wollen für Sie die bestmögliche Lösung finden.

Kontaktieren Sie hierzu Ihren Berater Jens Gießler per E-Mail unter vDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder telefonisch unter +49 361 262 53 801.Weitere Informationen zur R+V-AgrarPolice erhalten Sie auf www.ruv.de.

Bauernverband kandidiert wiederholt für die Kreistagswahl im Saale-Holzland-Kreis

Der Bauernverband im Saale-Holzland-Kreis kandidiert wiederholt für die Kreistagswahl. Das Spitzenteam, bestehend aus Tristan Sammer, Matthias Klippel, Udo Große, Alexander Mark und Jens Tischendorf, wurde während einer Aufstellungsveranstaltung am 7. März im Strohatelier in Gernewitz gewählt. Die Kandidatenliste umfasste insgesamt 43 Personen. Die Aufstellungsveranstaltung war gut besucht und wurde genutzt, um intensiv über die Belange der Landwirtschaft sowohl auf regionaler als auch auf überregionaler Ebene zu diskutierten.

Der Bauernverband Eisenberg, Jena, Stadtroda e.V. ist bereits seit mehreren Legislaturperioden mit einer eigenen Fraktion im Kreistag des Landkreises vertreten, was im Freistaat Thüringen einzigartig ist. Durch diese Vertretung im Kreistag können Entscheidungen über finanzielle Ausgaben für Schulen, Straßenbau und die Zusammenarbeit mit den Verwaltungen des Kreises aus Sicht der regionalen Landwirtschaftsbetriebe beeinflusst werden. Die Fraktion ist in verschiedenen Fachausschüssen aktiv und orientiert sich an den wahlpolitischen Zielsetzungen.

Die Unterlagen des Wahlvorschlags werden nun komplettiert. Nach fristgerechter Einreichung und Bestätigung des Vorschlags beginnt die Bewerbung der Kandidatenliste. Die Bürgerinnen und Bürger des Saale-Holzland-Kreises haben am 26. Mai 2024 die Möglichkeit, sich durch die Wahl der Kandidaten des Bauernverbands in den Belangen der Entwicklung ihrer Heimatregion unterstützen zu lassen.

 

Foto: (v.l.) Tristan Sammer, Matthias Klippel, Udo Große, Alexander Mark und Jens Tischendorf bilden das Spitzenteam des Bauernverbands (Quelle: OTZ)

Bauernverband wirbt für grüne Berufe auf 29. Berufs-Info-Markt in Jena

Der 29. Berufs-Info-Markt in Jena zog zahlreiche junge Menschen an. Im Volkshaus informierten sie sich über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in Jena und dem Saale-Holzland-Kreis. 

Die Bewerbung der Grünen Berufe übernahmen Dr. Britta Ender vom Thüringer Bauernverband (TBV) und Jonas Schmutzler (Landwirt-Azubi im 3. Lehrjahr) von der Agrargenossenschaft Reinstädt e.G. Den Besucherinnen und Besuchern konnten fundierten Informationen über die verschiedenen Aspekte der Landwirtschaft und mögliche Karrierewege ebenso gegeben werden, wie Einblicke in den Berufsalltag eines Landwirts. 

Die unmittelbare Nähe zum Nachbarstand, der von Kolleginnen der Thüringer Fachschule für Agrarwirtschaft „Friedrich Gottlob Schulze“ in Stadtroda betreut wurde, bot den Besucherinnen und Besuchern eine breite Palette von Informationen über Fortbildungs- und Aufstiegsqualifizierungen im Bereich der Landwirtschaft. Dies ermöglicht es, fundierte Entscheidungen über ihren beruflichen Werdegang zu treffen und die für sie passende Bildungs- und Karrierewege zu identifizieren.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Bauernverband und der Thüringer Fachschule für Agrarwirtschaft auf der Berufsmesse war somit eine ideale Möglichkeit, umfassende Informationen und Unterstützung für eine berufliche Zukunft in der Landwirtschaft anzubieten.

Neben der Darstellung von beruflichen Perspektiven, welche die Landwirtschaft bietet, wurden zielführende Gespräche mit dem städtischen Publikum zu landwirtschaftlichen Themen geführt. Dadurch wird unterstützt, dass sich das Verständnis für die Landwirtschaft in der Stadt verbessert. Die Landwirtschaft spielt eine entscheidende Rolle in vielen Aspekten auch des städtischen Lebens, sei es bei der Lebensmittelproduktion, der Umweltgestaltung oder der ländlichen Entwicklung. Daher ist es wichtig, dass das städtische Publikum ein Verständnis für die Herausforderungen und Chancen der Landwirtschaft hat. Durch die gezielten Gespräche mit dem städtischen Publikum können mögliche Missverständnisse oder Vorurteile über die Landwirtschaft ausgeräumt und ein offener Dialog über landwirtschaftliche Themen geführt werden. Dies trägt nicht nur dazu bei, das Bewusstsein für die Bedeutung der Landwirtschaft zu stärken, sondern kann auch zu einer verbesserten Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land führen.

 

Thüringer Bauernverband e.V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Tel.: +49 (0)361 262 530
Fax: +49 (0)361 262 532 25
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