Wochenbericht

Erhöhtes Risiko für Übertragung der Blauzungenkrankheit ab Mai

Laut Informationen des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) könnte das Blauzungenkrankheitsgeschehen in Deutschland bereits ab Mai wieder zunehmen. In ihrer aktuellen Risikobewertung schätzt das FLI das Risiko einer saisonalen Übertragung der Blauzungenkrankheit durch Gnitzen (kleine, blutsaugende Stechmücken) ab Mai als hoch ein. Grund für diese Einschätzung ist die vermehrte Aktivität der Gnitzen insbesondere in den Sommermonaten. Es wird erwartet, dass es vor allem in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen zu Infektionen von Rindern und Schafen mit dem Serotyp 3 der Blauzungenkrankheit (BTV-3) kommt, sobald diese Mücken aktiv werden.

Da es bisher noch keine wirksame Möglichkeit gibt, die weitere Verbreitung des Virus via Gnitzen und Winddrift zu verhindern, muss auf die Möglichkeit einer Impfung oder Handelsbeschränkung zurückgegriffen werden. Für Deutschland liegt seit März 2024 die Erlaubnis zur Herstellung eines autogenen (betriebsspezifischen) Impfstoffes für Schafe, Rinder und Ziegen vor. Die Anwendung dieses Totimpfstoffes ist ausschließlich niedersächsischen und nordrhein-westfälischen Betrieben mit empfänglichen Tieren gestattet und soll als Überbrückung dienen, bis ein zugelassener (Lebend-)Impfstoff zur Verfügung steht.

In Bezug auf die Verbringung von empfänglichen Tieren in BVT-freie Gebiete, ist weiterhin die Behandlung mit Repellentien sowie die Testung der Tiere mittels PCR-Untersuchung durchzuführen. Dabei ist der Zeitraum zwischen dem negativen Test und dem Transport der Tiere so gering wie möglich zu halten, damit es nicht zu einer Infektion nach der Testung kommt.

 

Bürokratieabbau - Im Gespräch mit dem Staatssekretär

Der Bürokratieabbau war Thema des gemeinsamen Gesprächs zwischen dem Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft Torsten Weil sowie dem Präsidenten des Thüringer Bauernverbandes (TBV) Dr. Klaus Wagner am 16. April.

Im Ergebnis werden [ecr] drei Arbeitsgruppen zu den Themen GAP, Förderungen (TAB/GfAW)) sowie Tierhaltung mit Vertretern des TBV und aus den Wiso- Partner-Gesprächen einberufen. Ziel ist es, noch vor der Sommerpause (ab 20. Juni) Ergebnisse zu kurzfristigen Entlastungsmöglichkeiten der Landwirtinnen und Landwirte zu erzielen.

Bei Interesse an der Mitarbeit in einer der drei Arbeitsgemeinschaften melden Sie sich gerne unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder  Tel.: +49 (0)361 262 533 20

Gespräche am Feldrand: Staatssekretär in Bischofferode

Am vergangenen Donnerstag, 18. April trafen sich Landwirtinnen und Landwirte aus dem Eichsfeld und dem Kyffhäuserkreis im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gespräche am Feldrand“ mit Staatssekretär Torsten Weil vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft. Gastgeber war die Agrargenossenschaft "Am Ohmberg" e.G. Bischofferode. Deren Vorstandsvorsitzender Martin Zappe stellte die beeindruckende Entwicklung des Unternehmens von der Wende bis zum jetzigen Zeitpunkt vor.

Im Anschluss entwickelte sich eine intensive Diskussion der Anwesenden zu Fragen der überbordenden Bürokratie, dem Flächenregister, zum Tierhaltungskennzeichnungsgesetz, zur TA-Luft, zur Nachwuchsgewinnung und weiteren aktuellen Problemfeldern.

Man habe das Gefühl, Teil des Staates geworden zu sein und spüre seit einigen Jahren ein tiefes Mißtrauen der Politik gegenüber den Landwirtschaftsbetrieben, wobei doch gerade in unserer Branche die gute fachliche Praxis vorausgesetzt werden kann, so mehrere Wortmeldungen.

Man habe mittlerweile eine Regelungsdichte mit zahlreichen Gesetzesüberschneidungen erreicht, die nicht mehr überschaubar und händelbar sei.

So war auch die klare Forderung an den Staatssekretär, zumindest auf Thüringer Ebene hier einen Riegel vorzuschieben und nicht auf ein problembehaftetes System wie Portia und Fan App, ein weiteres aufzusatteln, wie mit dem Flächenregister beabsichtigt. Hier sei man in der Abstimmung zu einer akzeptablen Vorgehensweise, so der Staatssekretär.

Auch die Forderung nach einer zukunftsorientierten Förderung der Tierhaltung sowie dezentraler Energieanlagen (Biogas) und dazugehöriger Leitungsnetze durch das Land Thüringen wurde aufgemacht.

Inwiefern die Forderungen der Betriebe Gehör finden, bleibt abzuwarten.

Zum Abschluss gab es noch eine Führung durch die Fleischerei der gastgebenden Agrargenossenschaft "Am Ohmberg" e.G.

Bildungsmesse: Ausbildung und Studium im Unstrut-Hainich-Kreis

Am vergangenen Samstag, den 20. April fand auf dem Berufsschulcampus Unstrut-Hainich in Mühlhausen die Bildungsmesse „Ausbildung und Studium im Unstrut-Hainich-Kreis“ statt. Mit 120 Ausstellern und ca. 4.300 Besucherinnen und Besuchern stieß die Veranstaltung auf großes Interesse und rege Teilnahme. Die „Grünen Berufe“ wurden am Stand des Kreisbauernverbandes Unstrut-Hainich beworben.

Es konnten viele interessante Gespräche mit Schülerinnen und Schülern, Eltern und Interessierten geführt und die Ausbildungsmöglichkeiten im landwirtschaftlichen Bereich dargestellt werden.

Die Ausbildungsbetriebe in der Region wurden benannt und empfohlen, sich vor Ort nach Praktika und Ausbildungsmöglichkeiten zu erkundigen.

Auch die Informationsmaterialien zur Landwirtschaft fanden reges Interesse, nicht nur bei den Jugendlichen.

Dass in Thüringen in diesem Jahr mehrere Wahlen vor der Tür stehen, merkte man auch am Besuch mehrere Kommunalpolitiker auf der Messe.

 

Solarpaket I: Duldungspflicht gestrichen

Ein großer Erfolg für die Bauernverbände: Die geplante Duldungspflicht für die Verlegung, Errichtung und den Betrieb von Netzanschlussleitungen für Erneuerbare-Energie-Anlagen ist nur noch für Grundstücke der öffentlichen Hand vorgesehen.

Der Deutsche Bauernverband hat sich gemeinsam mit den Landesbauernverbänden von Beginn an klar gegen die 2023 geplante Duldungspflicht positioniert. Vorgesehen war, dass Leitungen von und zu Windenergie- und PV-Anlagen gegen einen Entschädigungsbetrag von nur 5 Prozent des Grundstücksverkehrswertes zu dulden sind.

Die Bauernverbände hatten sich weiter für private Verhandlungen eingesetzt und sahen in dem Vorhaben eine große Gefährdung der Akzeptanz für den Ausbau der Erneuerbare Energien.

Irgendwas blüht immer: 126 Jahre Blütenfest in Gierstädt

2024 verzeichnen wir den frühesten Beginn der Baumblüte an der Fahner Höhe. Insbesondere die Pflaumen, die immerhin auf 20 Prozent der Obstfläche gepflanzt sind, blühten schon Ende März und damit zwei Wochen früher als im Schnitt der letzten 20 Jahre. Inzwischen sind die kleinen Früchte gut sichtbar, die letzten Süßkirschen und Äpfel sind aufgeblüht. Ein Besuch beim Blütenfest in Gierstädt am 27. und 28. April lohnt sich also.

Los geht’s schon am Freitagabend mit dem Lagerfeuer im Obstpark Gierstädt.

Wie immer gibt es ein umfangreiches Angebot für Wanderer und Walker, aber auch erstmals für Fahrradfahrer. Die Plantagen sind geöffnet. Touren zum Selbstwandern sind ab dem Parkplatz im Gierstädter Obstpark ausgeschildert. Geführt Wanderungen werden am Samstag zum Thema Obstbau, inkl. Schnitt und Pflanzenschutz durch die Anbauberater von Fahner Obst und am Sonntag durch die Plantagen zum Obstbaumuseum nach Kleinfahner angeboten. Beide starten am Hofladen/Grünes Klassenzimmer im Obstpark jeweils um 11 Uhr.

Frühaufsteher erwartet Andreas Fleischmann zur Vogelstimmenwanderung: Start Sonntag 6.30 Uhr ab Parkplatz Ortsausgang Gierstädt Richtung Gotha. Neu in diesem Jahr sind geführte Radtouren. Auch hier treffen sich die Interessierten am Grünen Klassenzimmer/Hofladen jeweils Samstag und Sonntag um 11 und 14 Uhr und können sich für eine 8 km oder 15 km Runde entscheiden.

Das Obstbaumuseum in Kleinfahner ist aus den kleinen Räumen im Rautenkranz in die benachbarte große, liebevoll restaurierte, Scheune umgezogen und ist an beiden Tagen von 11 bis 16 Uhr geöffnet.

Die Festbühne im Gewerbepark wird Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr bespielt. Samstag gibt es Frühschoppen mit Walter Groß und seinen Musikanten, den Kinderchören und nachmittags Rock Moon. Am Sonntag nach dem Frühschoppen mit Hainichfeuer heizt die Gierstädter Musikantenscheune mit den Original Thüringer Oldies und Katharina Herz tüchtig ein.

Nebenan ist der Blütengarten der Vereine und lockt mit Hüpfburgen und einer mobilen Kegelbahn seine kleinen GAm Grünen Klassenzimmer im Obstpark steht das große Trampolin der TKK. Hier beginnen auch die Traktorfahrten durch die Baumblüte. Am Samstag 15 Uhr beginnt am Grünen Klassenzimmer unser Kinderprogramm: Die Schöne und das Biest und am Sonntag ebenfalls 15 Uhr: Spiderman mit Arielle. Die Eltern probieren leckere Maibowle und Kuchen.

An allen Standorten sorgen die Fahner Vereine für das leibliche Wohl.Die Gaststätten "Goldenes Lamm" und der "Grieche zur Festwiese" in Gierstädt, sowie der spanische Windmüller in Kleinfahner freuen sich auf Gäste.

Zu allen Veranstaltungen ist Parken und Eintritt frei.

Weitere Informationen gibt es hier.

 

Es laden ein die Gemeinde Gierstädt und die Interessengemeinschaft Fahner Höhe e.V.

 

Neue Industrieemissionsrichtlinie

Der Rat der Europäischen Union hat am 12. April seine Zustimmung zur revidierten Industrieemissionsrichtlinie (IED) gegeben. Die IED wird nun zeitnah im Amtsblatt der EU veröffentlicht und sodann zwanzig Tage nach der Veröffentlichung wirksam werden.

Für die Schweinehaltung wird ein neuer

Thüringer Bauernverband e.V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

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Fax: +49 (0)361 262 532 25
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