Wochenbericht

Grünlandtag 2024 in Kamsdorf: Auftakt der Arbeit der Ausbildungsverbünde der RGS-Ost

Am 2. Mai fand bei strahlendem Sonnenschein ein besonderes Ereignis in den Fluren von Kamsdorf statt - der Grünlandtag 2024. Die Agrargenossenschaft Kamsdorf eG stellte eine Fläche bester Luzerne zur Verfügung und sorgte außerdem für das leibliche Wohl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort. Hochmoderne Maschinen präsentierten dazu die Unternehmen Kotschenreuther und Kuhn. 

Ein Höhepunkt des Tages war zweifellos der Auftakt der Arbeit der Ausbildungsverbünde im Rahmen eines LEADER-Projekts. Auszubildende aus den Landkreisen Saale-Holzland-Kreis, Saalfeld-Rudolstadt und Saale-Orla-Kreis erhielten eine detaillierte Einführung und Präsentation von Maschinen für Grünlandtechnik im Einsatz auf der Fläche.

„Der Grünlandtag war eine tolle Sache! Es ist etwas anderes als bei einer Messe, die Maschinen in Aktion zu sehen. Da bekommt man auch nach Jahren der Arbeit mit ihnen noch Gänsehaut. Die Erklärungen der Fachleute, die viele meiner Fragen beantworteten, waren sehr aufschlussreich", drückte Jonas Schmutzler, Teilnehmer und Auszubildender der Agrargenossenschaft Reinstädt seine Begeisterung aus.

Der Grünlandtag 2024 war nicht nur informativ sondern auch inspirierend und motivierend für die Zukunft der kreisübergreifenden landwirtschaftlichen Ausbildung in der Region.

Großer Dank gilt allen Beteiligten, insbesondere den Organisatoren und Teilnehmenden, für ihren Beitrag zu diesem erfolgreichen Ereignis. 

 

Ansprechpartner und Projektmanager des LEADER-Verbundprojektes „Zukunft Landwirtschaft im Verbund - Teil Koordination“ mit Sitz in der Regionalgeschäftstselle Ost des Thüringer Bauernverbandes in Stadtroda:

Constantin Raab

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Tel.: +49 151 59 83 86 51

 

Auszahlungsantrag für Thüringer Tierwohlförderung bis 15. Mai stellen!

Tierhaltende Betriebe, die an der Thüringer Tierwohlförderung (Rinder, Schweine, genetische Ressourcen) teilnehmen, haben bis zum 15. Mai 2024 Zeit, ihren Auszahlungsantrag für das laufende Verpflichtungsjahr bei der Antrags- und Bewilligungsbehörde zu stellen. Diese Frist ist zwingend einzuhalten und kommt während des fünf-jährigen Verpflichtungszeitraumes jedes Jahr auf

Hinter den Kulissen – Projekt FarmWater

Der Thüringer Bauernverband nimmt am Projekt „FarmWater“ teil. Geleitet wird dieses Projekt von der Bauhaus Universität Weimar. Ziel ist es, Kenntnisse zum Thema Wasserwiederverwendung zu gewinnen und zum anderen eine Pilotanlage zu entwickeln.

Diese Pilotanlage ist im Gesamten eine Reinigungs- und Desinfektionsanlage in der Abwasser so aufbereitet wird, dass es für die Bewässerung von Kulturen der Landwirtschaft und des Gartenbaus tauglich ist.

Im Rahmen des Projekts wird darüber hinaus eine Potentialstudie für die Wasserwiederverwendung in Thüringen durchgeführt. Die Studie zielt darauf ab, Daten zu erheben, um heutige und zukünftige Mangelregionen in Thüringen zu identifizieren, insbesondere solche mit geringem Niederschlag und ohne Zugang zu Brauchwasser für die künstliche Bewässerung. Technische Eigenheiten wurden in mehreren Projekttreffen bereits umfangreich beleuchtet.

Nun sollte es für die Projektteilnehmer aus dem Bereich Wasseraufbereitung und Desinfektionsanlagenbau hinter die Kulissen einer Anlage gehen, die eine Bewässerung betreibt. Vergangenen Dienstag besuchten die Projektteiltehmer Europas größte zusammenhängende Gewächshausanlage in Alperstedt bei Erfurt. Auf über 20 Hektar werden Tomaten und Paprika nahezu ganzjährig produziert. Möglich ist das durch ein ausgeklügeltes System von Wärme, Licht, CO2, einer Bewässerung und der Art und Weise wie die Pflanzen mittels Rankhilfe wachsen. Durch Stefan Apel erhielt die Gruppe eine Führung durch die Gewächshäuser mit Bewässerungsanlage.

Für 1 kg Tomaten werden 17 Liter Wasser benötigt. Der tägliche Bedarf der gesamten Anlage beläuft sich auf 1.000 m³ Wasser. Dabei wird neben Brauchwasser aus der Leitung auch Regenwasser verwendet. Das Wasser wird mit Nährstoffen versetzt und mittels direkter Tropfleitung an die Steinwollblöcke gegeben, in denen die Pflanzen stehen. Somit werden die Pflanzen optimal versorgt und „produzieren“ elf Monate lang Tomaten. Danach werden die Gewächshäuser geleert, gereinigt und für die nächste Generation an Pflanzen desinfiziert. Die Projektteilnehmer erhielten einen Einblick, welche Parameter, Vorgaben und Eigenschaften eine Wasseraufbereitungsanlage haben und einhalten muss, um damit Lebensmittel produzieren zu können.

 

Phänologische Beobachtungen für den DWD

Die Phänologie im Deutschen Wetterdienst (DWD) befasst sich mit den im Jahresablauf periodisch wiederkehrenden Wachstums- und Entwicklungserscheinungen der Pflanzen. Es werden die Eintrittszeiten charakteristischer Vegetationsstadien (Phasen) beobachtet und festgehalten. Sie stehen in enger Beziehung zur Witterung und zum Klima und eignen sich daher für die verschiedensten Anwendungsgebiete und für vielseitige wissenschaftliche Untersuchungen.

Das Wort Phänologie ist dem Griechischen entlehnt und bedeutet in wörtlicher Übersetzung Lehre von den Erscheinungen.

Die Phänologischen Beobachtungen werden vielseitig genutzt und dienen insbesondere vier Anwendungsgebieten:

-        Klimatologie: zur Dokumentation von Veränderungen unserer natürlichen Umgebungsbedingungen neben den meteorologischen Messgrößen

-        Landwirtschaftsberatung: zur Unterstützung von Entscheidungen zur Bestandesführung, zu Pflanzenschutz- und Düngungsmaßnahmen sowie zum Erntemanagement

-        Allergikerinnen und Allegiker: Unterstützung für den Polleninformationsdienst

-        Aneichung von Fernerkundungsdaten von Satelliten zur besseren flächenhaften Einschätzung der Vegetationsentwicklung

Der DWD sucht für die Durchführung solcher Beobachtungen freiwillige Personen. In Thüringen ist dies aktuell im Raum Saalfeld-Rudolstadt, im Landkreis Greiz, im Saale-Holzland- sowie im Saale-Orla-Kreis, im Eichsfeld, im Raum Schmalkalden-Meiningen, in Erfurt und Weimar, im Raum Gotha, im Kyffhäuserkreis, im Raum Nordhausen, in der Region Eisenach sowie im Unstrut-Hainich-Kreis der Fall.

Mithilfe der gewonnenen Daten können dann wissenschaftlich belegte Veränderungen der Vegetationsentwicklung dokumentiert werden, wie sie in der sogenannten phänologischen Uhr für Thüringen sichtbar sind. Ein breiter Datenfundus ist dafür nötig.

Wenn Sie Interesse an dieser freiwilligen ehrenamtlichen Tätigkeit, mit der eine kleine Aufwandsentschädigung verbunden ist, nehmen Sie gern Kontakt mit Falk Böttcher vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig auf (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., Tel.: +49 (0)69 806 298 90).

Weitere Informationen finden Sie unter www.dwd.de/phaenologie.

 

Agrarpolitisches Forum des TBV zur Thüringer Landtagswahl am 16. Mai

Der Thüringer Bauernverband (TBV) veranstaltet anlässlich der diesjährigen Landtagswahl in Thüringen am Donnerstag, den 16. Mai, ab 16 Uhr ein agrarpolitisches Forum im Bürgerhaus in Apfelstädt.

Zum agrarpolitischen Forum wird den Parteien die Gelegenheit gegeben, ihre Positionen für die nächste Landtagslegislatur, insbesondere für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum, darzustellen. Fragen und Diskussionen schließen sich an. Die Moderation des Forums übernimmt Ralf Stephan (Bauernzeitung).

Das Wahlforum ist ausschließlich für TBV-Mitglieder und geladene Personen vorgesehen.

Interessenten melden sich bitte bis 8. Mai bei ihren zuständigen Kreisbauernverbänden oder in der Landesgeschäftsstelle bei Katja Förster telefonisch unter +49 (0)361 262 532 29 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Die Wahlforderungen des TBV gibt es hier

Wirtschaftspolitischer Verbändedialog: Entlasten in der Krise!

Mit Beginn der Bauernproteste im Dezember 2023 war der ohnehin gegebene Schulterschluss mit Wirtschaftsverbänden in Thüringen für den Thüringer Bauernverband wieder mehr in den Fokus gerückt. Die Solidarität und Unterstützung der Mitglieder und Partner von Handwerk, Hotel- und Gaststätten- sowie Baugewerbe war bemerkenswert. So entstand im gemeinsamen kontinuierlichen Austausch die Idee, eine gemeinsame Veranstaltung zu initiieren, bei der Politik und Wirtschaft aufeinandertreffen.
Der erste Thüringer Verbändedialog findet statt am 30. Mai, 11 bis 13 Uhr im „Parksaal“ der Arena Erfurt, Mozartallee 3, 99096 Erfurt.

Geladen sind neben den gastgebenden Verbänden, die Thüringer Abgeordneten der Koalitionsfraktionen des Deutschen Bundestages. Thematisiert werden, die erdrückenden Lasten an Bürokratie, die langfristige Planungen erschweren oder gar unmöglich machen, bei einer ohnehin schlechten wirtschaftlichen Lage und den aufgrund staatlicher Lasten zu hohen Energiepreisen. 

Wer am Verbändedialog teilnehmen möchte, meldet sich bitte bis 8. Mai bei Katja Förster telefonisch unter +49 (0)361 262 532 29 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. 

Neue Registrierungsphase für Ferkelaufzüchter in der Initiative Tierwohl startet am 2. Mai

Die Initiative Tierwohl (ITW) eröffnet jetzt für alle Ferkelaufzüchter die Möglichkeit sich über die neue Registrierungsphase an dem Programm für mehr Tierwohl zu beteiligen. Ferkelaufzuchtsbetriebe können sich im Zeitraum vom 2. bis zum 30. Mai 2024 für die ITW über Ihren Bündler (TBV-Service- und Marketing GmbH) anmelden.

Die neuen Ferkelaufzuchtbetriebe nehmen als sogenannte „nämliche Ferkelaufzüchter“ an der ITW teil. Das bedeutet die Ferkel müssen von Sauenhaltern kommen, die bereits in der Initiative Tierwohl zertifiziert sind und werden an einen ITW-Mäster weitervermarktet. Hier sind also schon im Vorfeld Apsprachen mit dem Mäster bzw. mit dem dahinter stehenden Vermarkter/Schlachthof zu führen.

Dafür erhält der Ferkelaufzüchter ein Tierwohlentgelt für jedes Ferkel von 4 Euro und gibt davon 1,80 Euro an den Sauenhalter weiter. Damit soll die Wertschöpfungskette unter ITW-Kriterien geschlossen werden.

Für die Programmzulassung findet im Juni eine Budgetprüfung statt. Sollte es dabei zu einer Überzeichnung kommen, entscheidet ein Losverfahren über die Teilnahme am Programm. Die Rückmeldung erhalten die Betriebe voraussichtlich ab Mitte/Ende Juni 2024.

Der frühestmögliche Umsetzungszeitpunkt ist der 1. Juli 2024 und der spätestmögliche Umsetzungszeitpunkt ist der 30. September 2024.

Die Laufzeit der Betriebe ist unbegrenzt und verlängert sich mit jedem bestandenen Programmaudit um ein Jahr.

Eine Budgetzusicherung aus dem Ferkelfonds gibt es bis zum 31. Dezember 2024.

 

Alle Unterlagen für die neue Registrierungsphase finden Sie im Downloadbereich unter hier.  https://www.tbv-erfurt.de/service/initiative-tierwohl

 

Ansprechpartner

Stefan Ritter

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Telefon:  +49 (0)361 262 533 00 

Thüringer Bauernverband e.V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Tel.: +49 (0)361 262 530
Fax: +49 (0)361 262 532 25
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