Wochenbericht

Wahlaufruf zur Europawahl: Ihre Stimme für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum

Die Europawahl 2024 liegt vor uns und Ihre Stimmen sind entscheidend für die Gestaltung einer Zukunft für die Landwirtschaft, für einen starken ländlichen Raum. Als Mitglieder des Thüringer Bauernverbandes sind Sie die Stimme und das Herz unseres ländlichen Raumes. Ihr Engagement und Ihre Teilnahme an dieser Wahl sind daher

Änderungen bei der GAP-Förderung 2023 bis 2027 im EU-Rechtsrahmen verkündet

Nach den Bauerndemonstrationen in den Wintermonaten, der erfolgreichen Hintergrundarbeit von Deutschen Bauernverband (DBV) und COPA auf Brüsseler Ebene, dem Vorschlag der EU-Kommission vom 15. März 2024 sowie der breiten Annahme durch das EU-Parlament am 24. April 2024 (425 Fürstimmen, 130 Gegenstimmen, 33 Enthaltungen) und dem finalen Beschluss durch den Rat der Mitgliedstaaten

 

Vorstandswahlen im KBV Erfurt-Sömmerda mit neuer Spitze

Alexander Amberg (Amberg & Rothe Agrarhof GmbH) wurde am 28. Mai in Haßleben zum neuen Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes (KBV) Erfurt-Sömmerda gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von Bert Kämmerer an, der sich entschlossen hatte, nach mehreren Jahren an der Spitze des Vorstandes, nicht mehr für das Amt zu kandidieren. Auch wenn er weiter dem Kreisvorstand angehören wird, sei es ein guter Zeitpunkt, ihm für über zwei Jahrzehnte ehrenamtlichen Engagements zu danken, fasste der Präsident des Thüringer Bauernverbandes (TBV), Dr. Klaus Wagner die zahlreichen betrieblichen und ehrenamtlichen Leistungen Kämmerers zusammen. Wagner überreichte Kämmerer, im Namen aller Mitglieder, die goldene Ehrennadel des TBV und sprach ihm für seine langjährige Tätigkeit als Wortführer der Landwirtschaft im Raum Erfurt-Sömmerda die Anerkennung aus. 

Zuvor erläuterte Wagner in seinem Grußwort die zahlreichen Herausforderungen und regionalen Themen, denen sich der Berufsstand seit Jahren gestellt hat und noch weiter stellen muss. Neben einem Rückblick auf die Bauernproteste Anfang des Jahres und den daraus hervorgegangenen Gesprächen um Bürokratieabbau nannte der TBV-Präsident Themen wie die umstrittene Einführung des Flächenregister, die problematische Lage in den Obst- und Weinbaubetrieben durch Frostschäden von über 80 Prozent sowie die Herausforderungen im Superwahljahr 2024.

Landrat Harald Henning, der nach vielen Jahren an der Kreisspitze nicht mehr zur Landratswahl angetreten war, dankte in seinem Grußwort für die langjährige gute Zusammenarbeit mit den Landwirten des Kreises Sömmerda und würdigt die Rolle der Landwirtschaft in der Region, nicht nur als Produzent der Nahrungsmittel, auch als Energieproduzent, als Naturschützer und als Arbeitgeber und Förderer von Vereinen und Unterstützer der Kommunen. Der KBV und alle Mitgliedsbetriebe dankten Henning für sein beispielhaftes Engagement für die Region, die Landwirtschaft im Kreis und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Für die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Eckhard Dittmar, Ullrich Keil, Uwe Läufer, Philipp Liesegang, Dirk Roth und Evelyn Zschächner wurden Thomas Laufer (Agrar Töttelstädt GmbH) und Daniela Lückmann (LEAG Agrar AG Leubingen) gewählt. Den neuen Kreisvorsitzenden werden Peggy Käferle und Stefan Heßler als seine Stellvertreter begleiten.

 

Foto: v.l.: Bert Kämmerer, Matthias Wiegand, Thomas Laufer, Stefan Heßler, Daniela Lückmann, Steffen Kirchner, Peggy Käferle, Rolf Hecker, Felix Schacke, Dr. Klaus Wagner, Alexander Amberg; nicht auf dem Foto, aber ebenfalls gewählt: Nicky Kuckenburg, Achim Reith (Quelle: Ilona Stark, Leiterin Lokalredaktion Sömmerda, Thüringer Allgemeine)

 

Z-Bau – Tradition, Qualität und Innovation im Bauwesen - Vorzugspreise für Mitglieder des Thüringer Bauernverbands

Die TBV-Service und Marketing GmbH hat mit der Firma Z-Bau eine Rahmenvereinbarung geschlossen. Ziel der Rahmenvereinbarung ist es, den Mitgliedern des Thüringer Bauernverbandes (TBV) besondere Konditionen einzuräumen.

Die Mitglieder des TBV sind berechtigt, Leistungen aus dem Programm der Firma Z-Bau zu Bestkonditionen auf eigene Rechnung zu beziehen. Das Tätigkeitsspektrum ist breit gefächert und umfasst unter anderem den Hoch- und Tiefbau gemäß den Vorschriften des Wassershaushaltsgesetzes (WHG), den Bau von LAU- und HBV-Anlagen, sowie den Abbau und Vertrieb von Gesteinsmaterialien. Als Generalunternehmer realisiert Z-Bau darüber hinaus schlüsselfertige Wohn- und Gewerbeimmobilien. Im Tankstellenbereich gehören auch Sanierungs- und Abbrucharbeiten zu der Leistungspalette von Z BAU. Die Projektierung von Bauleistungen jeglicher Art, einschließlich umfassender Beratung und Bauleitung, rundet das Leistungsangebot ab. Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, hat Z-Bau Betonfertigteilsysteme mit DIBt-Zulassung entwickelt und erfolgreich eingesetzt. Dabei unterstützt das eigenes Betonwerk, das die Herstellung von maßgeschneiderten Fertigteillösungen ermöglicht. Das verschafft nicht nur ein hohes Maß an Flexibilität, sondern gewährleistet auch eine umfassende Qualitätskontrolle.

Z-BAU steht für höchste Standards in Bezug auf Qualität, Verlässlichkeit und Beständigkeit.

Die Firma Z-Bau gewährt den Mitgliedsbetrieben 5 Prozent sofortigen Rabatt auf alle Aufträge.

Weitere Erläuterungen zum Bestellvorgang sind auf der Homepage des Thüringer Bauernverbandes unter Meine Vorteile eingestellt.

Erster Thüringer Verbändedialog: Entlasten in der Krise

Mit Beginn der Bauernproteste im Dezember 2023 war der ohnehin gegebene Schulterschluss der Thüringer Wirtschaftsverbände wieder mehr in den Fokus gerückt. Die Solidarität und Unterstützung der Mitglieder und Partner von Handwerk, Logistik, Hotel- und Gaststätten- sowie Baugewerbe mit den Thüringer Landwirtinnen und Landwirten war bemerkenswert. So entstand im gemeinsamen kontinuierlichen Austausch die Idee, eine Veranstaltung zu initiieren, bei der Politik und Wirtschaft aufeinandertreffen – der erste Thüringer Verbändedialog.

Zum Dialog am 30. Mai waren die Thüringer Bundestagsabgeordneten der Ampelkoalition - Katrin Göring-Eckhardt (B´90/ Grüne), Gerald Ullrich (FDP), Tina Rudolph (SPD), Elisabeth Kaiser (SPD) und Holger Becker (SPD) - eingeladen. Sie traten in den Dialog mit den Hauptgeschäftsführerinnen und Hauptgeschäftsführern sowie Präsidenten der Wirtschaftsverbände. Zentrale Frage dabei an die Politiker: Was tun sie, um die Thüringer Wirtschaft zu entlasten? Die Verbandsvertreter und ihre anwesenden Mitglieder stellten dabei ihre verbands- und betriebsspezifischen Herausforderungen in der aktuellen Krise dar.

Im Eingangsstatement verdeutlichte der Präsident des Thüringer Bauernverbandes (TBV), Dr. Klaus Wagner, dass sich die Landwirtinnen und Landwirte in den Betrieben mit ihren Problemen allein gelassen fühlen. Die Vertreter der weiteren Verbände fügten hinzu, dass sich der Mittelstand von der Politik ungehört zurückgelassen sieht. In Bezug auf den Bürokratieabbau gelte oft, bevor alte Regelungen weg sind, kommen schon wieder neue hinzu, so die Verbandsvertreter. Ob Landes-, Bundes- oder EU-Regelungen und -gesetze – wenn man ein Anliegen hat, weißt eine Ebene darauf hin, dass die andere dazu der Ansprechpartner sei. Das ist frustrieren und schafft kein Vertrauen zu politischen Entscheidungsträgern. In der (Land-)Wirtschaft wird nicht in Legislaturen gedacht. „2030 ist für uns morgen und deshalb brauchen wir Planungssicherheit“, so Wagner weiter.

Die Antworten und Reaktionen von Seiten der Bundestagsabgeordneten der Ampelkoalition reichten von Verständnis bis hin zu konkreten Vorschlägen, um die Probleme anzugehen. Die Erwartung an den ersten Verbändedialog, nicht in gegenseitigen Monolog zu verfallen, sondern in den Dialog einzutreten und Lösungen zu finden, sind nicht vollumfänglich erfüllt worden. Die Zusammenarbeit unter den Wirtschaftsverbänden bleibt aber bestehen. Eine Auswertung des Dialoges und was für zukünftige Aktionen zusammen angegangen werden, sind noch in dieser Woche geplant.

Einen ausführlicheren Bericht zum ersten Thüringer Verbändedialog lesen Sie im nächsten TBV Journal.

Hintergrund:
Jeder einzelne der sieben einladenden Wirtschaftsverbände steht momentan vor Herausforderungen, welche im ersten Thüringer Verbändedialog dargestellt werden sollten. Die Mitgliedsunternehmen der Verbände leiden unter erdrückenden Lasten, die langfristige Planungen erschweren oder gar unmöglich machen, bei einer ohnehin schlechten wirtschaftlichen Lage und den aufgrund staatlicher Lasten zu hohen Energiepreisen.

Ziel des Dialogs war der Austausch zu konkreten Entlastungen der Wirtschaft und welchen Beitrag die Thüringer Bundestagsabgeordneten der Ampelkoalition dazu leisten. Damit soll die Kultur des Dialogs gestärkt werden.

Zum Dialog luden ein: 

Verbändedialog

Berufsbildungsausschuss Agrar-, Haus- und Forstwirtschaft tagte

Ende Mai traf sich der Berufsbildungsausschuss des Thüringer Landeamtes für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR) im Bildungs-Center Südthüringen in Zella-Mehlis. Der Geschäftsführer des Bildungs-Centers Jan Wallenstein begrüßte die Gäste und stellte sein Haus u.a. in der Schwerpunktsetzung der Weiterbildung von vietnamesischen jungen Menschen in verschiedenen Tätigkeitsbereichen vor.

Steffen Groß vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) berichtete den Anwesenden zum Fortschritt in der Umsetzung der Anpassung der „Allianz zur Nachwuchsgewinnung“, welche in zwei praxisorientierten Workshops vorangetrieben wird. Er verwies auf die aktuell laufende Ausschreibung des TMIL „Ausbildungsbetrieb des Jahres“.

Steffen Fleischhack (TLLLR) stellte aktuelle Zahlen zur Aus- und Fortbildung dar. Hier wurde der bundesweit positive Trend bei der Nachfrage nach einer Ausbildung in einem der grünen Berufe für Thüringen bestätigt. Zudem wurde der aktuelle Stand des Novellierungsverfahrens für die Berufe Gärtner/in und Landwirt/in sowie rechtliche Änderungen im Bereich der Berufsausbildung wie z.B. der Wegfall der schriftlichen Prüfungen für den Bereich der Berufsschule dargestellt. Der Beschluss des Bundeskabinetts für ein Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetz (BVaDiG) warf viele Fragen zu dessen Notwendigkeit, der praktischen Umsetzung und dessen Wirkung auf die etablierte duale Ausbildung auf.

Die Einführung eines zusätzlichen ÜA-Kurses im Bereich des Garten- und Landschaftsbau wurde diskutiert. Heinrich Kuhaupt (TLLLR) stellte die Situation vor und verwies z.B. auf eine Verbesserung in der Parkplatzsituation.

Kerstin Laue informierte zum Stand und Perspektiven der Berufsausbildung im Thüringer Lehr-, Prüf- und Versuchsgut in Buttelstedt und über bisherige Kooperationen mit der Berufsschule beim Lehrpersonal und bei den Berufsschülern.

Die Tarifsituation wurde anhand der Analyse der Berufsbildungsverträge 2023 durch Steffen Fleischhack ausgewertet.

Mit dieser Sitzung endete die Berufungsperiode der Mitglieder des Ausschusses und es erfolgte eine Danksagung an alle Beteiligten.

 

Foto: Bildungs-Center Südthüringen e.V. (Quelle: https://www.bcsev.de/, Stand 07.06.24)

Empfehlung

TBV startet Petition – Aufruf zum Mitzeichnen!!!

Die Interessengemeinschaft der Betriebe in den benachteiligten Gebieten (IG BENA) des Thüringer Bauernverbandes (TBV) hat eine Petition zur „Verschiebung der Einführung des Flächenregister für Landwirtschaftliche Betriebe“ gestartet und braucht eure Unterstützung.

Mit der Petition fordert die IG BENA, das Flächenregister erst einzuführen, wenn: vollumfängliche Funktionalität besteht, keine Doppeleingaben im Betrieb entstehen, fehlerfreie Datenübernahme aus gängigen Schlagkarteien sowie Synchronisierungsmöglichkeit geschaffen werden.

Alle reden von Bürokratieabbau, einfachen Systemen und Digitalisierung - das wollen die Landwirtinnen und Landwirte auch. Doch mit dem Flächenregister wird ein Bürokratiemonster aufgebaut, das sich in einem unberechenbaren Zustand befindet. Deshalb darf es zum jetzigen Zeitpunkt noch keine verpflichtende Einführung geben.

Unterstützt uns dabei das Bürokratiemonster aufzuhalten – unterzeichnet unsere Petition – postalisch oder per Mail!

Hier geht es zur Petition!

Thüringer Bauernverband e.V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Tel.: +49 (0)361 262 530
Fax: +49 (0)361 262 532 25
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