Wochenbericht

Kurse zur Schafhaltung

In Zusammenarbeit mit dem Projekt Weidewonne wurde 2023 ein Sachkundenachweis zur Schaf- und Ziegenhaltung entwickelt und erstmals in Thüringen durchgeführt. Auf Grund der hohen Nachfrage und der erfolgreichen Durchführung der Prüfung wird dieses Jahr wieder ein Kurs angeboten. Start ist der 16. August. In Vorbereitung auf den Kurs wird ein Einsteigerseminar zur Schafhaltung angeboten, dieses wird am 2. August in Erfurt stattfinden.

Ein Kurs zum Thema „Tierwohl bei der Wollsortierung“ wird am 15. Juni in Erfurt-Tiefthal durchgeführt. Hier kann das theoretische Wissen, welches am vormittag vermittelt wird, gleich in die Praxis umgesetzt und geübt werden. Eine gezielte Sortierung des Wollvlieses fördert die Inwertsetzung des Rohstoffes Wolle.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

 

 

Orchideenwanderung am Wipperdurchbruch in Günserode

Unter dem Motto „Die biologische Vielfalt im Kyffhäuserkreis entdecken“ organisiert der Kreisbauernverband jährlich eine Wanderung im Verbandsgebiet. Die diesjährige Exkursion führte die 20 Teilnehmenden Ende Mai nach Günserode.

Der Ort ist Ausgangspunkt vieler Orchideenwanderungen. Idyllisch gelegen an der Stelle, wo der Fluss Wipper die Kalkhänge der Hainleite durchschnitten und ein canyonartiges Tal ge­formt hat. Allein hier wachsen 19 der 30 einheimischen Orchideenarten im Naturpark Kyff­häuser.

Die Orchideen-Exkursion wurde von Claudia Wicht, Expertin und Mitarbeiterin des Na­turparks Kyffhäuser, geführt. Sie zeigte den Naturfreunden bei der zweistündigen Wanderung, die auch steilere Abschnitte enthielt, die schönsten Orchideenplätze und beantwortete eine Vielzahl von Fragen rund um die Orchidee.

Bei der Tour durch das „Orchideenland" können Besucher vor allem von Mai bis Juni zahlrei­che dieser Arten bewundern. Die Wanderung bietet nicht nur die Möglichkeit, seltene Orch­ideen zu entdecken, sondern auch einen atemberaubenden Blick auf die Landschaft.

Die Exkursionsleiterin hob die Bedeutung der Landwirtschaft und insbesondere die Schafbe­weidung für die Erhaltung dieser einzigartigen Kulturlandschaft hervor. Die Beseitigung der Verbuschung sei mitunter auch mechanisch möglich, habe aber negative Auswirkungen. Die Beweidung durch Schafe ist die beste Alternative und unabdingbar für die Förderung der Ar­tenvielfalt.

Die Teilnehmer waren begeistert von der Vielfalt und Schönheit der Pflanzenwelt, die in die­ser Region gedeiht. Auch seltene Vogelarten konnten beobachtet werden, was die Wanderung zusätzlich bereicherte.

                                                                                                                               

1. Thüringer Naturschutztag

Den globalen Wandel im Blick, den lokalen Herausforderungen begegnend – Naturschutz funktioniert am besten gemeinsam, auch in Thüringen. Zum Thüringer Naturschutztag bieten diverse Angebote die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und Perspektiven zum Thema „Biodiversität in Thüringen“ auszutauschen. Im Rahmen der Fachtagung wird eine Erklärung des 1. Thüringer Naturschutztages erarbeitet.

Der Thüringer Naturschutztag findet am Mittwoch, den 12. Juni in der Stadthalle Gotha (Schützenplatz 1, 99867 Gotha) statt.

Am Donnerstag, dem 13. Juni starten verschiedene Exkursionen ab Hauptbahnhof Gotha (Bahnhofstraße 13, 99867 Gotha).

Die Tagesordnung und die Anmeldung sind hier zu finden.

 

Feldtag im Landkreis Nordhausen: Sortenversuche der Agrar GmbH Mauderode-Herreden

Nun schon zur guten Tradition geworden, treffen sich die Nordhäuser Landwirte jährlich zu einem Feldtag. Dieser wurde auf einem ca. 76 ha großen Winterweizen- Sortenversuchsfeld der Agrar GmbH Mauderode-Herreden am 3. Juni durchgeführt. Eingeladen hatten der Südharzer Landhandel Nordhausen und der Kreisbauernverband Nordhausen.

Über 30 Landwirte waren bei bestem Wetter gekommen, um die 24 Sorten Weizen und die zehn Sorten Raps, die auf einer Schlaggröße von ca. 41 ha angelegt worden sind, zu begutachten und in einen regen Austausch mit den jeweiligen Vertriebsberatern zutreten.

Fazit an diesem Tag: Die Bestände stehen gut da und man sei froh, dass man am Wochenende vom Unwetter verschont wurde. Ein Feldtag ist immer eine gute Gelegenheit sich nochmal vor der Ernte zu treffen und sich auszutauschen.
Dank gilt der Agrar GmbH Mauderode-Herreden und allen Helfern.

Schäden durch regional auftretendes Extremwetter

Der Klimawandel führt zu immer häufigeren Extremwetterereignissen. Die Wetterereignisse vom Wochenende haben es sehr deutlich gezeigt. In immer kürzeren Abständen treten Extremwetterereignisse auf, die keine überregionalen Auswirkungen haben, sondern regional begrenzt sind. Dies zeigen auch die Beispiele der letzten Jahre und Monate: Starkregen, Hagel, Hochwasser, Sturm, Dürre oder

 

 

Arbeitsgruppen Bürokratieabbau gestartet

Auf Initiative des Thüringer Bauernverbandes (TBV) hat das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) drei Arbeitsgruppen (AG) zum Bürokratieabbau einberufen.

Die erste AG beschäftigte sich letzten Montag mit der Thematik „Landbewirtschaftung und Agrarzahlung“. Diskutiert wurde zu den Themen notwendige Angaben im Sammelantrag, Feldblockreferenzen, Vereinfachung bei gekoppelter Tierprämie und Tierwohlförderung. Lösungsvorschläge wurden von den anwesenden Landwirten auch im Bereich der Nachweisführung mit der FAN-App und dem Flächenregister eingebracht. Der dritte Themenkomplex in dieser AG war die Stoffstrombilanz sowie die Vereinfachung bei Abstandsauflagen gewidmet. Das TMIL nahm die Lösungsansätze seitens der Praxis entgegen, zeigte Verständnis und erklärte, insbesondere beim Thema Abschaffung Stoffstrombilanz auf Bundesebene aktiv zu sein. Auch die Vereinfachung bei Abstandsauflagen im Bereich Düngung und Pflanzenschutz sei bereits in Bearbeitung. Konkrete Vereinfachungen oder Bürokratieabbau konnten zur Sitzung noch nicht vereinbart werden.

Am vergangenen Donnerstag traf sich die AG „nichtflächenbezogene Förderung“. In dieser AG sowie in der AG am Montag wurde das Zeitfenster deutlich überzogen, zeigt es doch einmal mehr, wie schwierig es ist, den Bürokratieaufwand darzustellen und echte Lösungsansätze gemeinsam mit den Behördenvertretern zu diskutieren. In dieser AG erfolgte im Vorfeld bereits ein Votum seitens des TMIL zu den eingereichten Vorschlägen der Landwirtschaftsverbände. Das TMIL sieht in einigen Punkten ebenfalls dringenden Bürokratieabbaubedarf und prüft aktuell schon die Umsetzung. Andere Punkte können erst nach Rücksprache mit dem Bund oder dem Thüringer Finanzministerium in Angriff genommen werden. Es gibt aber auch Themen, wie Fördergrundsätze, Zentralisierung und Synchronisierung von Förderportalen, welche anzugehen, jedoch auf Bundesebene zu regeln sind. Die Themen Abschaffung der Kostenplausibilisierung oder Vereinfachung und Verringerung von Vor-Ort-Kontrollen werden sofort angegangen. Wann eine konkrete Umsetzung erfolgt bleibt offen, denn Bürokratieabbau ist ein „zäher Prozess“.

Die dritte AG mit dem Arbeitsschwerpunkt Tierhaltung hat ihre Stellungnahme am Freitag beim TMIL eingereicht. Dabei standen die Themen Tierhaltungskennzeichnungsgesetz, Tierarzneimittelgesetz, Dokumentation sowie Stallbau im Fokus. Eine Auswertung der Stellungnahmen ist für diese Woche Donnerstag online geplant.

Eine Zusammenfassung aller drei AGs soll am 19. Juni erfolgen. Das TMIL hat aber bereits angekündigt, dass die AGs sich in unregelmäßigen Abständen weiterhin treffen sollten, um die To-do-Listen weiter abarbeiten zu können bzw. weitere Themen zur Entlastung aller Beteiligten zu besprechen.

 

Jetzt für "Thüringer Innovationspreis 2024" bewerben!

Innovationen sind die Grundlage von Fortschritt. Sie generieren Wachstum, wirtschaftlichen Erfolg und werden benötigt, um die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der Landwirtschaft zu bewältigen. Ohne die Nutzung neuer Ideen und ständiges Weiterentwickeln von Produkten, Verfahren und Dienstleistungen ist es heute kaum noch möglich im Wettbewerb zu bestehen. Deshalb sollte die Suche nach Innovationen Bestandteil jeder Unternehmensphilosophie sein.

Mit der regelmäßigen Auslobung des Preises sollen die Innovationsbereitschaft der Thüringer Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft gewürdigt und die Unternehmen animiert werden, weiter innovativ zu bleiben bzw. sich neu damit auseinanderzusetzen. Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) und die Thüringer Aufbaubank (TAB) sind gemeinschaftliche Träger des Innovationspreises 2024.

Verantwortlich für die Durchführung des Wettbewerbes ist die TAB. Hier finden sich weitere Informationen und Hilfestellungen. Bis 21. Juni können die Bewerbungsunterlagen unter https://www.agranova.de eingereicht werden.

 

Thüringer Bauernverband e.V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Tel.: +49 (0)361 262 530
Fax: +49 (0)361 262 532 25
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