Wochenbericht

Umfragen zu unlauteren Handelspraktiken

Neben der jährlichen Online-Umfrage der Europäischen Kommission zur Wirksamkeit der Maßnahmen zu unlauteren Handelspraktiken hat auch der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) zur Teilnahme an einer Umfrage zur Bewertung der Richtlinie (EU) 2019/633 über unlautere Handelspraktiken in den Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen in der Agrar- und Lebensmittelversorgungskette (UTP-Richtlinie) aufgerufen.

Die EU-Kommission hat die fünfte Erhebung zu unlauteren Handelspraktiken der UTP-Richtlinie über den „Fragebogen an Lieferanten in der Agrar- und Lebensmittelversorgungskette zu unlauteren Handelspraktiken“ gestartet. Hier gelangen Sie zur Umfrage. Die Teilnahme ist bis zum 17. Dezember 2024 möglich. 

Des Weiteren hat der EWSA zur Teilnahme an einer Online-Umfrage aufgerufen, die sich mit der Umsetzung der UTP-Richtlinie und deren Auswirkungen befasst. Die Umfrage richtet sich sowohl an Erzeuger als auch an Verarbeiter, Händler und Verbände. Hier gelangen Sie zur Umfrage. Die Teilnahme an der Umfrage ist bis zum 15. November 2024 möglich. 

Die daraus erzielten Ergebnisse werden für die Bewertung der Wirksamkeit der UTP-Richtlinie innerhalb der Mitgliedsstaaten verwendet. Eine Überarbeitung dieser Richtlinie ist im Jahr 2025 vorgesehen.

Der Thüringer Bauernverband (TBV) möchte Sie ermutigen, an dieser Umfrage teilzunehmen und die entsprechenden Fragen aus Ihrer einzelbetrieblicher Sicht zu beantworten.

Außerdem ist es wichtig zu erfahren, welchen konkreten unfairen Vertragsklauseln und Verhaltensweisen die landwirtschaftlichen Unternehmen innerhalb der Handelsbeziehungen mit größeren Käufern ausgesetzt sind. Nur durch Hinweise aus der Praxis ist es dem Deutschen Bauernverband (DBV) möglich, im Rahmen bevorstehender Änderungen gezielt vorgehen zu können. Bitte geben Sie per E-Mail bis zum 3. November Hinweise an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.. Diese werden sodann an den DBV weitergeleitet.

Umweltamt im Saale-Holzland-Kreis im Dialog mit Landwirten

Am 23. Oktober versammelten sich im Strohatellier des Agrarunternehmen „Wöllmisse“ Schlöben eG mehr als 20 Vertreter von im Saale-Holzland-Kreis aktiven Landwirtschaftsunternehmen.

Der Leiter des Umweltamtes aus dem Landratsamt in Eisenberg Roy Tröbst erschien in Begleitung von Mitarbeitenden aus unterer Wasserbehörde, unterer Naturschutzbehörde und unterer Immissionsschutzbehörde. Ziele der Regionalkonferenz waren die Wiederaufnahme des Dialogs der Behörde mit Landwirtschaftsvertretern, die Verbesserung der Kommunikation, die Aufnahme von Problemen und Fragestellungen sowie die Erarbeitung von Lösungen.

Auf der Agenda standen die Anforderungen beim Betrieb von Jauche-, Gülle- und Silagesickersaftanlagen (JGS-Anlagen), insbesondere die Verpflichtung zur Umwallung von Biogasanlagen. Zudem wurden die Themen Feldrandzwischenlagerung von Stallmist und Silage, das Wassernutzungsregister, Hecken-/Baumschnitt und die Umsetzung von Entbuschungsmaßnahmen besprochen.

Die Themen boten reichlich Sprengstoff bezüglich der Vereinbarkeit gesetzlicher Vorgaben, deren Umsetzung in der Berufspraxis und behördlicher Prüfung derselben. Die anwesenden Landwirte sprachen die Probleme deutlich, aber in sachlicher Form an.

Der Vorstandsvorsitzende des Kreisverbandes, Udo Große, mahnte bei der Umsetzung bundes- und landesrechtlicher Vorgaben die Anwendung von Augenmaß und maximale Ausschöpfung der behördlichen Handlungsspielräume an. Amtsleiter Tröbst nahm den Hinweis an, verwies auf die zugrunde zu legende Ehrlichkeit und Verlässlichkeit der Betriebe z.B. bei der Umsetzung von getroffenen Vereinbarungen. Auch wurde die direkte und auch kurzfristige Kontaktaufnahme mit Behördenvertretern bei Unsicherheiten bei geplanten Aktivitäten wie z.B. Baumschnittmaßnahmen oder Silagelagerung angeboten, um diese Aktivitäten ggf. durch die Gewährung von Ausnahmegenehmigungen rechtlich abzusichern.

Ein erster Schritt in Richtung einer Verbesserung der Kommunikationskultur auf Landkreisebene ist getan und erscheint für beide Seiten sinnvoll.

Der Dialog sollte mit dem Ziel die Umsetzung von Kontrollverfahren, die Festlegung von zielführenden und finanzierbaren Maßnahmen unter Beachtung guter fachlicher Praxis zu harmonisieren, fortgesetzt werden.

Eine Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Behörden des Landkreises und der Landwirtschaft hatte der Bauernverband im Zuge des Startgespräches Ende August dieses Jahrs mit dem neugewählten Landrat Johann Waschnewski vereinbart.

ITW: Neue Registrierungsphase für Ferkelaufzüchter ab 4. November

Ferkelaufzüchter haben ab dem 4. November die Möglichkeit, sich für die Teilnahme an der Initiative Tierwohl (ITW) anzumelden. Diesmal können sich erstmalig auch ausländische Betriebe registrieren. Dies gilt nur für Betriebe, die bisher noch nicht an der ITW teilnehmen.
Bereits an der ITW teilnehmende Betriebe müssen nichts weiter unternehmen, um weiterhin dabeizubleiben. Eine Registrierung ist bis zum 2. Dezember 2024 möglich.

Vor der Zulassung erfolgt im Dezember eine Budgetprüfung, sollte es hier zu einer Überzeichnung kommen, entscheidet ein Losverfahren.

Neue Ferkelaufzuchtbetriebe nehmen als sogenannte „nämliche Ferkelaufzüchter“ an der ITW teil. Das bedeutet, Sie beziehen ihre Ferkel komplett von einem oder mehreren ITW-Ferkelerzeugern
und die Voraussetzung für die Auszahlung des Tierwohlentgelts ist die Lieferung der Ferkel an einen ITW-Mäster.

Laut ITW erhalten Ferkelaufzüchter ein Tierwohlentgelt von 4,50 Euro je aufgezogenem Ferkel (inkl. der Preisempfehlung für Ferkelerzeuger) und geben davon 1,80 Euro an den Sauenhalter weiter. Damit soll die Wertschöpfungskette unter ITW-Kriterien geschlossen werden.

Der frühestmögliche Umsetzungszeitpunkt ist der 1. Januar 2025 und der spätestmögliche Umsetzungszeitpunkt ist der 30. September 2025.

Die Laufzeit der Betriebe ist unbegrenzt und verlängert sich mit jedem bestandenen Programmaudit um ein Jahr.

Eine Budgetzusicherung aus dem Ferkelfonds gibt es laut ITW bis zum 31. Dezember 2026.

Alle Unterlagen für die neue Registrierungsphase finden Sie hier im Downloadbereich.

Bundesweite Fachtagung für Akteure aus dem Agrarbereich

Am 21. Oktober veranstaltete der Deutsche Bauernverband (DBV) eine bundesweite Fachtagung zu den Themen "Berufsinformation und Nachwuchswerbung". Die online durchgeführte Tagung wurde von zahlreichen Bildungsinteressierten der Bundesländer zum Wissenserwerb genutzt.

Block I der Veranstaltung widmete sich den Themen "Nachwuchswerbung und Mitarbeitermotivation". Hervorzuheben und erfreulicherweise ist hier, dass sich bundesweit die Ergreifung von „Grünen Berufen“ nach wie vor einer stabilen Beliebtheit bei den jungen Menschen erfreut.

Informationsmedien und Schulungsmaterial verschiedenster Art stehen für Landwirtschaftsbetriebe, Kreisverbände, Ausbildungsbetriebe, Kitas, allgemeinbildende Schulen und Berufsschulen in Vielzahl und fachlich gut aufbereitet zur Verfügung.

Hervorzuheben seien an dieser Stelle die Angebote des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) und die des i.m.a e.V.

Beim BZL finden sich u.a. gut in der landwirtschaftlichen Berufsausbildung in Berufsschulen und im Ausbildungsbetrieb einsetzbare und kostenlos lieferbare Materialien.

Der i.m.a. e.V. ist vielen Bildungsinteressierten langjährig bekannt über die Formate der 3-Minuten- Informationen und das kostenlose Abonnement des Lehrerjournals Lebens.Mittel.Punkt. Wenngleich der Trend zu digitalen Angeboten besteht, wird am Druck von Printerzeugnissen festgehalten, bei jedoch unstetigen Verfügbarkeiten und angepassten Preisen.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung betreibt ein branchenübergreifendes Portal für Ausbildungs- und Prüfungspersonal.

Die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz untersuchte im Rahmen einer Masterarbeit das sektorale Employer Branding für den Agrarbereich.

Block II widmete sich den Themen "Praktika für Jugendliche und Gewinnung von Ausbildungsbetrieben". Hier ist zu benennen, dass es bundesweit unterschiedliche Initiativen, Projekte und Intensitäten bei der Einbindung von Landwirtschaft in die berufsorientierenden Praktika von potentiellen Auszubildenden gibt. In jedem Fall ist auch einzelbetriebliches Engagement auf der Suche nach passenden Auszubildenden z.B. durch die Zusammenarbeit mit regionalen Schulen empfehlenswert.

Seminare zum Thema „Lernort Bauernhof“

Im November finden drei Seminare zum Thema „Lernort Bauernhof“ statt. Organisiert werden diese über das Projekt „Lernort Bauernhof Thüringen“ mittels Kooperation von Landvolkbildung Thüringen e.V. und Thüringer Ökoherz e.V.

Am 5. November findet abends ein Online-Seminar zum Thema „Virtueller Büchertisch statt.

Am 6. und 7. November jeweils Tagesseminare zur Thematik der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und deren Umsetzung auf dem außerschulischen Lernort.

Weitere Informationen finden Sie hier auf der Projekthomepage.

 

 

Empfehlung

27. Gemeinschaftstagung von Tierärzten und Landwirten: Jetzt anmelden!

Am 7. November findet die von Thüringer Bauernverband, Landestierärztekammer Thüringen und Thüringer Tierseuchenkasse gemeinsam organisierte 27. Gemeinschaftstagung von Tierärzten und Landwirten statt.

Die Tagung wird in diesem Jahr im großen Saal der Mehrzweckhalle Mellingen ausgerichtet und startet, wie gewohnt, ab 9:30 Uhr (ab 8:30 Empfang und Imbiss). Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt angesichts der aktuellen Seuchenlage auf dem Thema „Biosicherheit aus unterschiedlichem Blickwinkel“.

Eine Anmeldung ist bis zum 6. November über die Homepage des Thüringer Bauernverbandes oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. möglich.

Die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Homepage des Thüringer Bauernverbandes.

 

Empfehlung

Umfrage: Wie stabil läuft die FAN-App?

Vor zwei Jahren wurde die FAN-App als Nachweisinstrument für Mindestbewirtschaftung, angebaute Kulturarten oder auch Kennarten in Thüringen eingeführt. Viele Mitglieder haben sich bei uns zum Umgang mit der App gemeldet. Fehlermeldungen oder Änderungswünsche haben wir als Thüringer Bauernverband in der Arbeitsgruppe "Antragstellung und Kontrollen" oder auch in bilateralen Gesprächen mit dem Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft oder dem Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum direkt ansprechen können. Einige Probleme und Kinderkrankheiten wurden mittlerweile abgestellt.

Etliche Herausforderungen bestehen aber nach wie vor, Grund genug mit einer kleinen Umfrage zur FAN-App den aktuellen Stand abzufragen. Die Antworten dienen unter anderem dazu, um der neugewählten Regierung bzw. dem neuen oder der neuen Landwirtschaftsminister/in in Thüringen sofort drängende Themen ins Pflichtenheft mitzugeben.

Wir bitten um zahlreiche Teilnahme an der Umfrage bis zum 30. Oktober!

+++Hier geht es zur Umfrage+++

Rücksendung bitte bis 30. Oktober 2024 an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

 

Thüringer Bauernverband e.V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Tel.: +49 (0)361 262 530
Fax: +49 (0)361 262 532 25
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