Wochenbericht

27. Gemeinschaftstagung: Biosicherheit im Fokus

Angesichts der aktuellen Tierseuchenlage in Deutschland und Thüringen ist die Einhaltung von Biosicherheitsstandards im eigenen Betrieb wichtiger denn je. Hierbei sind Tierhalter und Tierarzt gemeinsam gefragt, sich den Herausforderungen zu stellen und breit aufgestellte Konzepte zu entwickeln, um der Ausbreitung von Tierkrankheiten entgegenzuwirken. Auf der 27. Gemeinschaftstagung von Tierärzten und Landwirten am 07. November wurde diese Thematik aufgegriffen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Insgesamt konnte die in der Mehrzweckhalle Mellingen ausgerichtete Veranstaltung 120 Teilnehmende begrüßen. Dr. Klaus Wagner, Präsident des Thüringer Bauernverbandes, eröffnete die Tagung mit Blick auf die langjährige Tradition dieses Formates. In einer Zeit in der sowohl die Landwirtschaft als auch die Tiermedizin vor immer neuen Anforderungen stehen, ist es entscheidend, Biosicherheit als gemeinsames Ziel zu betrachten, so Wagner. Im Anschluss richtete Heike Werner als zuständige Ministerin für Veterinärwesen (Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie) ihre Worte an die Anwesenden und appellierte an die gute Zusammenarbeit zwischen Tierärzten und Landwirten. Viele der Tierseuchen, die sich zurzeit in unseren Breiten verbreiten, waren uns lange Zeit nur aus unseren Lehrbüchern bekannt.

Im ersten Vortrag widmete sich Prof. Dr. Christian Bauer von der Universität Gießen dem Parasitenmanagement bei Weidetieren und brachte dieses mit dem One-Health-Gedanken in Verbindung. One-Health ist ein Ansatz, welcher anerkennt, dass die Gesundheit von Tier und Mensch mit ihrer gemeinsamen Umwelt verbunden ist und dazu dient, die Gesundheit und das Wohlbefinden nachhaltig zu verbessern. Bei der Weidehaltung von Tieren spielen bekanntlich mehrere Einflussfaktoren für das Auftreten oder Nicht-Auftreten von Parasitosen (wie z. B. Trichostrongyliden, Lungenwürmer, Pansenegel) eine Rolle. Eine zu hohe Besatzdichte bedingt beispielsweise ein hohes Ansteckungsrisiko und zu feuchten Weideflächen fördern das Überleben von infektiösen Larvenstadien. Zu den größten Herausforderungen in der Bekämpfung von Parasiten gehört mittlerweile die zunehmende Bildung von Wurmmittel-Resistenzen. Um dieser Problematik entgegenzuwirken, empfiehlt Bauer, in Bezug auf das Entwurmungsmanagement, nicht die gesamte Herde, sondern nur einen Teil der Herde zielgerichtet mit Wurmmittel zu behandeln. Dadurch bleiben neben den resistenten Würmern weiterhin auch empfindliche Würmer erhalten, die jedoch nicht flächendeckend auftreten.

An diese Thematik anknüpfend gab Dr. Katja Dittmar vom Tiergesundheitsdienst der Tierseuchenkasse Thüringen einen Überblick über die parasitologische Diagnostik im Labor. Hierbei ging Dittmar insbesondere auf das Verfahren der Flotation, Sedimentation und das Auswanderverfahren ein. Dr. Wiebke Scheer, Referentin für Veterinärwesen beim Landvolk Niedersachsen, griff im Anschluss daran die Bedeutung der Biosicherheit auf und stellte den Anwesenden das niedersächsische Biosicherheitskonzept für Schweinehaltungen vor, welches im Nachgang des ASP-Ausbruchs im Emsland (2022) erarbeitet wurde. In diesem Zusammenhang wurden auch Leitlinien zur Auslauf- und Freilandhaltung von Schweinen unter ASP-Bedingungen entwickelt, um Behörden und Betriebe bei der praktischen Umsetzung der Biosicherheitsmaßnahmen zu unterstützen.

Der zweite Teil der Vortragsveranstaltung widmete sich den Tierseuchen und dem Antibiotikamonitoring. Dr. Ulrike Bange vom Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz gab in ihrem Vortrag einen Einblick in die aktuelle Tierseuchenlage in Deutschland und Thüringen. Hierbei standen insbesondere die Afrikanische Schweinepest, die Blauzungenkrankheit und die Aviäre Influenza (Geflügelpest) im Fokus. Mit Stand vom 04. November sind in Thüringen 187 Fälle von Blauzungenkrankheit zu verzeichnen. Im Hinblick auf den aktuellen Stand der Impfthematik möchte die Thüringer Tierseuchenkasse die Tierhalter weiterhin unterstützen. Geplant ist eine Anpassung der Beihilfen, welche demnächst veröffentlicht werden soll.

Demnach können Betriebe pro Jahr bald für die ersten 10 Impfungen im Betrieb jeweils 5 Euro an Beihilfe erhalten. Für jede weitere Impfung darüber hinaus unterstützt die Tierseuchenkasse mit 2 Euro pro Impfung. Die Zahl der insgesamt je Betrieb und Jahr beihilfefähigen Impfungen ist auf das Zweifache der bei der Tierseuchenkasse gemeldeten Rinder bzw. Schafe, Ziegen begrenzt. Ebenfalls auf dem Weg der Veröffentlichung ist eine Beihilfe für Tiere, die trotz Impfung an der Blauzungenkrankheit verendet sind bzw. infolgedessen getötet werden mussten. Neben Deutschland haben auch andere Länder, wie die Niederlande, Frankreich oder Österreich derzeit mit der Blauzungenkrankheit zu kämpfen, wie Dr. Mark Holsteg von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in seinem Vortrag ausführt. Zum Abschluss gab Dr. Hubertus Even vom Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz einen Einblick in die Entwicklung des Antibiotikamonitorings von 2014 bis heute.

Landwirte und Tierärzte stehen im Ringen um den richtigen Weg zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung immer wieder vor großen Herausforderungen. Gleichzeitig rücken bei der Haltung von Nutztieren sowohl „alte“ (z.B. Parasitosen) als auch neuartige Krankheiten (z.B. Virusinfektionen) wieder in den besonderen Fokus unserer Betrachtung. Nur durch wissenschaftlich begründete und gezielt angewendete Biosicherheitsstandards ist es möglich hohe Leistungen mit gesunden Tieren zu erwirtschaften. Die Gemeinschaftstagung wurde von der Landestierärztekammer Thüringen, der Thüringer Tierseuchenkasse und dem Thüringer Bauernverband e. V. gemeinsam organisiert.

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Kandidatenliste zur Landesvertreterversammlung des Thüringer Bauernverbandes

Am 17. Dezember wählen die Delegierten des Thüringer Bauernverbandes satzungsgemäß zur Landesvertretervesammlung. Gewählt werden für vier Jahre die Präsidentin bzw. der Präsident und die drei Vizepräsidentinnen bzw. Vizepräsident sowie die dreiköpfige Landesrevisionskommission. Vorschläge für alle Ämter nimmt der TBV aus der Mitgliedschaft entgegen.

Wir gestalten mit: Nachhaltigkeit bei der R+V

Das Thema Nachhaltigkeit ist in aller Munde und sollte bereits jetzt, fester Bestandteil unseres täglichen Wirkens sowohl privat als auch beruflich sein. Für die R+V ist der Umweltschutz neben der Verantwortung als Versicherer, als Arbeitgeber, gegenüber unseren Kunden und in der Gesellschaft ein wichtiger Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie.

Unsere Vision

Wir wollen zu den führenden nachhaltigen Unternehmen der Versicherungsbranche zählen. Gemeinsam mit dem Verbund, unseren Partnern und Kunden gehen wir voran in eine nachhaltige und klimaneutrale Zukunft. Dabei begleiten wir unsere Kunden auf Basis unserer genossenschaftlichen Werte in der Transformation. Wir achten auf einen vorausschauenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen der Erde und tragen langfristig zu sozialer Stabilität bei.

Unsere Zielsetzung

  • Nachhaltige Kapitalanlage mit klarem Ziel der CO2-Neutralität
  • Nachhaltiges Versicherungsgeschäft mit klarem Ziel der CO2-Neutralität
  • Wachstum mit innovativen, nachhaltigen Produkten und Services
  • Gelebte Nachhaltigkeit
  • Transparenz nach innen und außen

Unsere bisherigen Meilensteine

Produkte

  • Nachhaltige Fonds in der Rentenversicherung: R+V-VorsorgeKonzept, DuoInvest
  • E-Mobility Versicherungslösungen: Erweiterter Schutz für Elektrofahrzeuge / Unterstützung neuer Mobilitätskonzepte durch innovative Versicherungsprodukte für
    Carsharing-Nutzer / Forschungsprojekt zum autonomen Fahren
  • Kompetenzcenter Erneuerbare Energien: R+V zählt zu den wichtigsten Anbietern von Versicherungen für Erneuerbare-Energien-Anlagen (Solaranlagen, Windräder, Biogasanlagen)

Services

  • Digitale Services: R+V-ScanApp, Online-Antragsstrecke, „Meine R+V“, Restkredit App, Online Akten, Digitale Signatur
  • Schadenmanagement: Reparatur vor Ersatz
  • KRAVAG Truck Parking / KRAVAG Truck Charging

Dienstleistungen

  • Sprint Sanierungen: Innovative Sanierung nach Brand-, Wasser-, Schimmel- oder Unwetterschäden
  • HumanProtectConsulting: Partner für psychische Gesundheit
  • KRAVAG Umweltschutz & Sicherheitstechnik (KUSS): Sachverständigen- und Schadenmanagement in Agrar, Bauwesen, Maschinenbau und Umweltschutz

Unser Bestreben ist es unser Angebot an nachhaltigen Produkten & Services stetig auszubauen. Falls Sie weitere Informationen zu unserem Engagement suchen, kontaktieren Sie hierzu Ihren Berater Jens Gießler per E-Mail unter vDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder telefonisch unter +49 361 262 53 801. Weitere Informationen erhalten Sie auf www.ruv.de - Über uns - Nachhaltigkeit bei der R+V -

 

Meistertag 2024: Glückwunsch zur bestandenen Fortbildungsprüfung

Am 14. November erhielten jeweils 17 Landwirtschaftsmeister/innen, Gärtnermeister/innen und Fachagrarwirt/innen Herdenmanagement ihre Zeugnisse und Meisterbriefe. Das Achteckhaus in Sondershausen bot eine würdige Atmosphäre für diesen Anlass.

Ministerin Susanna Karawanskij übergab die Zeugnisse und appelliert an den Berufsstand die berufliche Fortbildung noch stärker zu unterstützen. Diesem Statement schloss sich Dr. Klaus Wagner, Präsident des Thüringer Bauernverbandes in seinem Grußwort an. „Unterstützen Sie das Engagement und die Motivation junger Fachkräfte sich fortzubilden. Investition in Bildung zahlt sich aus“, so Wagner.

Von den frischgebackenen Landwirtschaftsmeistern erbrachte besondere Einzelleistungen wurden durch Präsidenten Wagner gesondert gewürdigt. Zu nennen sind hier Herr Kuttig, Agrargenossenschaft "Heinleite" e.G. Westernengel, Herr Kalb, Landwirtschaftsbetrieb Bodo Nürnberger und Herr Trabert, Agrargenossenschaft Bösleben e.G, der leider nicht anwesend sein konnte.

Auch die hervorragenden ehrenamtlich erbrachten Leistungen von Prüferinnen und Prüfern wurden gewürdigt sowie Prüfbetriebe, die sich mit ihrer Infrastruktur für die Durchführung der Prüfungen engagierten.

Unterstützt durch Initiativen der berufsständischen Interessenvertretung konnte nun schon zum zweiten Mal vom Land der Meisterbonus übergeben werden. Diesen erhielten insgesamt 25 Absolventinnen und Absolventen. Die jahrgangsbesten Fortbildungsabschlüsse in den Grünen Berufen erhielten zusätzlich 1.000 Euro Meisterprämie bzw. im Fall der Fachagrarwirtinnen und Fachagrarwirte Herdenmanagement 500 Euro.

Herzlichen Glückwunsch an alle Absolventinnen und Absolventen!

Besonderer Dank für die sehr gelungene Organisation der Veranstaltung gilt dem Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum und dem Team um Steffen Fleischhack von der Zuständigen Stelle für Bildung.

 

Anbau von Zuckerrübe, Gemüse und Kartoffel gefährdet

"Der Anbau von Zuckerrüben, Gemüse und Kartoffeln steht durch die rasante Ausbreitung der Schilf-Glasflügelzikade und der von ihr übertragenen Bakteriosen einer existenziellen Bedrohung gegenüber." So beginnt das Schreiben an Landwirtschaftsminister Cem Özdemir zur Ausbreitung 

 

DBV-Fachausschuss Umwelt: Was bleibt nach dem Aus der Regierung?

Am 13. November fand in Berlin der Fachausschuss Umwelt des Deutschen Bauernverbandes (DBV) statt. Vorherrschendes Thema war verständlicherweise das Aus der Ampelregierung und den damit verbunden Folgen für die Landwirtschaft oder anders ausgedrückt, was kann noch von der

 

TLLLR informiert: PORTIA-Umstellung auf BundID

Das Thüringer Servicekonto wird zum 01. Januar 2025 abgeschaltet und durch die BundID ersetzt. In PORTIA kann die BundID seit 12. November wieder für die Anmeldung genutzt werden. Dabei muss für bestehende PORTIA-Nutzerkonten eine Kontoumstellung erfolgen. Der Zugriff auf bereits bestehende Konten und gestellte Anträge in PORTIA bleibt nach der Umstellung erhalten. Bevollmächtigte von Betrieben können die Umstellung ohne aktive Mitwirkung des Betriebes durchführen und behalten den Zugriff auf Organisationskonten und die hinterlegten Berechtigungen.

Im Zuge der Umstellungen soll der Zugang zu Verwaltungsleistungen im Sinne des Onlinezugangsgesetzes (OZG) bundesweit vereinheitlicht werden.

Vorgehen bei der Kontoumstellung:

Die Zuordnung einer BundID zu einem bestehenden PORTIA-Konto erfolgt je nach Rolle und verwendeter Vertrauensstufe auf unterschiedliche Weise. Voraussetzung für die Durchführung der Kontoumstellung ist, dass Sie sich ein BundID-Konto mit der gewünschten Vertrauensstufe erstellt haben. Bei der Erstellung einer BundID wird empfohlen, dieselbe E-Mail-Adresse wie im Thüringer Servicekonto zu verwenden.

Hohe Vertrauensstufe:

Melden Sie sich über die Startseite in PORTIA mit dem Online-Ausweis und der hohen Vertrauensstufe bei der BundID an. Die Daten Ihres Personalausweises werden automatisch mit den Daten des bestehenden PORTIA-Kontos abgeglichen. Bei Übereinstimmung wird das bestehende PORTIA-Konto übernommen. Die Kontoübernahme ist in der hohen Vertrauensstufe auch möglich, wenn die E-Mail-Adresse der BundID von der des Thüringer Servicekontos abweicht.

Niedrige Vertrauensstufe:

Melden Sie sich über die Startseite in PORTIA mit Nutzername und Passwort in der niedrigen Vertrauensstufe bei der BundID an. Die Zuordnung zu einem PORTIA-Konto erfolgt über die hinterlegte E-Mail-Adresse. Daher müssen die hinterlegten E-Mail-Adressen in der BundID und dem Thüringer Servicekonto identisch sein. Im nächsten Schritt muss ein Einmal-Passwort generiert werden, welches an die hinterlegte E-Mail-Adresse gesendet wird. Nach Eingabe des Passworts kann die Übernahme des Kontos erfolgen.

In einer Übergangsphase können bestehende Servicekonten bis zum 31. Dezember 2024 in PORTIA weiterverwendet werden. Ab 01. Januar 2025 ist die Anmeldung nur noch mit der BundID möglich.
Ein BundID-Konto kann unter https://id.bund.de/de erstellt werden. Zusätzlich ermöglicht die BundID die Anmeldung mit einem ELSTER-Zertifikat. In PORTIA wird diese Form der Anmeldung mit der niedrigen Vertrauensstufe gleichgesetzt. Neuen PORTIA-Nutzern wird empfohlen für die Registrierung im Portal direkt die BundID zu verwenden. Fragen zur Umstellung auf die BundID können per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder telefonisch an 0361 574013-333 (Mo-Do 8-12 u. 13-15 Uhr, Fr 8-12 Uhr) an den PORTIA Support gerichtet werden.

 

Thüringer Bauernverband e.V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Tel.: +49 (0)361 262 530
Fax: +49 (0)361 262 532 25
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