Wochenbericht

Aktuelles zu Flufenacet

Aktuell wird in der Agrarbranche viel über den Wirkstoff Flufenacet berichtet und diskutiert. Zur Klarstellung: Der Wirkstoff Flufenacet befindet sich im Verfahren zur Wiederzulassung. Am 26. September legte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ihre Bewertung vor - die durchaus negativ ausfällt. Der Fall wurde erstmals auf der Tagung des sogenannten Ständigen Ausschusses für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel der EU, kurz SCoPAFF am 2. und 3. Oktober erörtert. Die negative Beurteilung der EFSA ist nicht gut, aber nicht gleichzusetzen mit einer „Nichtwiederzulassung“. Darüber hat nicht die EFSA zu entscheiden sondern der SCoPAFF. Leider wird das an der einen oder anderen Stelle unsauber kommuniziert. Die Abstimmung dürfte beim SCoPAFF zwischen Februar und April stattfinden. In Anbetracht der Bedeutung dieses Stoffes und der bereits sehr eingeschränkten Verfügbarkeit von Herbiziden sind die Vertreter des Deutschen Bauernverbandes auf Ebene der EU und Copa-Cogeca seit Anfang an dabei, auf eine erneute Zulassung zu drängen.

 

Landsenioren wählen Präsidium

Am 17. Oktober fand die jährliche Herbstvertreterversammlung des Landseniorenverbandes Thüringen e.V. statt. In Apfelstädt trafen sich dazu 75 Senioren aus allen Regionen Thüringens.

Der Tag begann mit einem Vortrag von Kriminalhauptkommissar Kormann von der Polizeidirektion Gotha zu Fragen des sicheren Lebens. Gefahren, die durch Betrüger drohen, entsprechende Vorsorge und die dabei bestehende Rolle der Polizei dabei wurden anschaulich von ihm dargelegt und entsprechendes Informationsmaterial übergeben.

Auf der anschließenden Versammlung legte der Präsident Gerold Schmidt Rechenschaft über die Arbeit des Verbandes in den vergangenen drei Jahren ab. Mit einer Art Neustart nach Corona wurde das Leben im Verband wieder aktiv entwickelt und weiter gestaltet. Neben den vielen positiven Geschehnissen und der aktiven Arbeit gilt es, immer wieder neue Mitstreiter für die 16 Kreisvereinigungen zu gewinnen.

Finanzverantwortliche Barbara Ernemann konnte eine solide Haushaltsführung darstellen. Anschließend wurde das Präsidium des Verbandes neu gewählt. Präsident bleibt Gerold Schmidt.

Die Vizepräsidenten Karl Aschoff, Wolfgang Helmbold, Albert Seifert, Fritz Sitzenfrey und Dr. Siegfried Stenzel bleiben ebenfalls im Amt und sind regional verantwortlich.

Barbara Ernemann bleibt Finanzverantwortliche. Barbara Wünsche und Cornelia Müller bilden das Revisionsorgan.

Der Verband hat sich vorgenommen auch in Zukunft verlässlicher Partner für die Landwirtschaft zu sein und den ländlichen Raum zu stärken.

 

Foto: Wahlleiter Bernhard Ernemann (r.) gratulierte dem neugewählten Präsidium und Cornela Müller von der Revisionskommission (Quelle: Landseniorenverband Thüringen e.V.)

 

Betriebliche Invaliditätsvorsorge – Wie Firmen mit einem umfassenden Unfallschutz ihre Mitarbeiter absichern können

Genesungskarte war einmal: Nicht nur vor den finanziellen Folgen von Unfällen vieler Art können Arbeitgeber ihre Angestellten heutzutage schützen. Besonders im Agrarbereich sollte eine Unfallvorsorge genauso alltäglich sein wie die Arbeit in der Höhe, am Hang und mit schwerem Werkzeug.

Angestellte in einem landwirtschaftlichen Betrieb als auch im Garten- und Landschaftsbau begegnen im Arbeitsalltag so manchen Gefahrenquellen, die schnell zum Unfallschauplatz werden können: So erging es zum Beispiel Landschaftsgärtner Alex, der beim Hantieren mit Heckenwerkzeug ungünstig von der Leiter stürzte und mit einem Unterschenkelbruch wochenlang ausfiel. Trotz großem Engagement konnten die verbleibenden Kollegen nicht alle Aufträge auffangen, sodass Krankengeld und ausbleibende Einnahmen ihren Arbeitgeber doppelt belasteten.

Mehr als finanzieller Unfallschutz für Unternehmen und ihre Mitarbeiter

Noch bevor Unfälle wie diese passieren, können Arbeitgeber sich selbst, ihre Angestellten und deren Angehörige vor deren verheerenden Folgen schützen. Ein unkomplizierter Weg ist eine betriebliche Gruppen-Unfallversicherung, die nicht nur am Arbeitsplatz und auf dem Arbeitsweg greift, sondern auf Wunsch auch in der Freizeit. Da die gesetzliche Unfallversicherung keinen Schutz in der Freizeit anbietet, ist die betriebliche Gruppen-Unfallversicherung der R+V Versicherung eine sinnvolle Ergänzung zu den Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung.

Die betriebliche Gruppen-Unfallversicherung sorgt dafür,

  • … dass Mitarbeiter nach einem Unfall schnell wieder fit werden: Kosten für empfohlene Rehamaßnahmen bis zu 20.000 Euro übernimmt die R+V. Ein Reha-Manager unterstützt neben der medizinischen zusätzlich auch die berufliche Rehabilitation und koordiniert das Heilverfahren.
  • … dass die Arbeit während der Krankheitszeit nicht liegenbleibt: Fällt ein Mitarbeiter länger aus, erhalten Arbeitgeber bis zu sechs Monate lang einen Zuschuss für eine externe Vertretung und Vermittlungskosten.
  • … dass alle Mitarbeiter bald wieder wohlauf sind: Nach traumatischen Unfall-Ereignissen erhalten alle Beteiligten psychologische Unterstützung.

Dank der Kooperation der Verbände mit der R+V und dem somit direkten Draht zum Versicherer bleibt der Verwaltungsaufwand für Arbeitgeber denkbar gering. Die Beiträge zur Gruppen-Unfallversicherung können als Betriebsausgabe geltend gemacht werden.

Wir beraten Sie gerne zu den R+V-Policen.

Kontaktieren Sie hierzu Ihren Berater Jens Gießler per E-Mail unter vDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder telefonisch unter +49 361 262 53 801. Weitere Informationen erhalten Sie auf www.ruv.de unter dem Reiter Firmenkunden – Unfallversicherung – Betriebliche Gruppen-Unfallversicherung.

Mitgliederversammlung im Wartburgkreis: Andersek erneut Vorsitzender

Am Donnerstag den 17. Oktober fand in Gumpelstadt die Mitgliederversammlung des Kreisbauernverbandes Eisenach/Bad Salzungen statt.

Inhaltlicher Schwerpunkt der Rede des Vorsitzenden Florian Andersek waren die Aktionen des Kreisverbandes im Rahmen der Bauernproteste zum Jahreswechsel 2023/24. Er bedankte sich bei den vielen aktiven Teilnehmern und zeigte sich beeindruckt von der Vielzahl der friedlichen Aktionen auf Kreisebene.

Resümierend stand dann die Frage im Raum: Was hat es gebracht? Da gab es auch in der anschließenden Diskussion viel Unmut über die abrupte „Beendigung“ der Proteste durch den Deutschen Bauernverband, aber auch viel Positives über die Weiterführung auf Landes- und Kreisebene.

Anne Buhlau vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft gab in ihrem Fachvortrag einen Überblick über den aktuellen Stand der Düngeverordnung und des Düngegesetzes. Sie schloss dabei auch die Auswirkungen der Änderung der Verordnung zum Biosphärenreservat Rhön vom 19. August 2024 auf die betroffenen Landwirtschaftsbetriebe mit ein.

Die anwesenden Landwirte kritisierten in der Diskussion die Vorgehensweise des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz, das mit brachialer Gewalt diese unausgewogene und von Kommunen, Verbänden und Landwirten abgelehnte Änderungsverordnung durchsetzen will.

Bei der anstehenden Wahl des Vorstandes wurden Heiko Burger (Dermbach) und Christian Duscha (Mihla) neu in den Vorstand gewählt.

Alter und neuer Vorsitzender ist Florian Andersek. Nicole Lombardi ist seine neue Stellvertreterin. Uwe Teske wurde als weiterer Stellvertreter wiedergewählt.

Aus dem Vorstand verabschiedet wurden die langjährigen Mitglieder Bernd Apfel und Werner Mosebach.

Förderaufruf „Frauen durch Coaching gezielt fördern“

Zusammen mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank unterstützt die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) Frauen in der Grünen Branche mit einem neuen Coaching-Programm.

Das Programm soll Frauen Mut machen und konkret dabei begleiten, Führungsaufgaben in der Landwirtschaft zu übernehmen. Dabei geht es neben der betriebswirtschaftlichen Beratung zur Existenzgründung, Selbstorganisation und Unternehmensführung auch um Gesundheitsförderung und Prävention. Die organisatorische Abwicklung des Programms obliegt der SVLFG. Finanziert wird die Maßnahme aus dem Innovationsfonds der Rentenbank. Gefördert werden Einzel- oder Gruppencoachings mit maximal 1.800 Euro pro Teilnehmerin. Mehr zur Förderung findet sich in der Pressemeldung der SVLFG sowie hier

 

Fachausschuss: Eigentümerstrukturen von Landwirtschaftsflächen und Weiterentwicklung der GAK-Förderung

Eine sehr interessante Analyse zu den Eigentümerstrukturen von Landwirtschaftsflächen in Deutschland stellte Andreas Tietz vom Thünen-Institut für Lebensverhältnisse im Ländlichen Raum zur Fachausschusssitzung Agrarstruktur beim Deutschen Bauernverband vor. Der Hintergrund des Forschungsprojektes

 

DBV mit massiver Kritik am Zukunftsprogramm Pflanzenschutz

Im Rahmen der turnusmäßigen Sitzung der Arbeitsgruppe Umwelt im Nationalen Aktionsplan Pflanzenschutz sah sich das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) massiver Kritik am Zukunftsprogramm Pflanzenschutz sowohl von Umweltseite als auch von Seiten der landwirtschaftlichen Vertreter ausgesetzt. Die Umwelt- und Wasserverbände kritisierten vor allem die Abschwächung des Programms etwa im Bereich des Gewässerschutzes, beim Verzicht auf Einführung einer PS-Abgabe und des insgesamt zu geringen Ambitionsniveaus.

Demgegenüber erneuerte der Deutsche Bauernverband (DBV) seine Kritik, dass das Programm keine Ansätze für die Zukunft des Pflanzenschutzes oder zur Sicherung der Ernährung biete, sondern im Kern nur ein Reduktionsprogramm sei.

Bei der Debatte über notwendige Maßnahmen im Bereich der Biodiversität konnten von Seiten des DBV die Erkenntnisse des FRANZ-Projektes vorgestellt werden, die als erfolgversprechenderen Ansatz gelten. Kritische Diskussionen fanden über die Umsetzung der neuen EU-Verordnung zur Erhebung von Pflanzenschutz-Anwendungsdaten statt, insbesondere wie hierbei künftig der Datenmissbrauch verhindert werden kann.

 

Thüringer Bauernverband e.V.
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99094 Erfurt

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