Wochenbericht

Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes: Verschiebung in Sicht

Die Frist für die Umsetzung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes (THKG) soll vom 1. August 2025 auf den 1. März 2026 verschoben werden. Darauf haben sich am 22. Mai Agrarpolitiker der Union und SPD in Berlin verständigt. Ein entsprechender Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen wurde bereits am

Ergebnisse für die Landwirtschaft aus dem Koalitionsausschuss

Am vergangenen Mittwoch (28. Mai) fand ein Koalitionsausschuss statt. Union und SPD haben dabei ein Sofortprogramm angekündigt, das zahlreiche Maßnahmen aus dem Koalitionsvertrag enthält und bis Mitte 2026 umgesetzt werden soll.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßte die Ergebnisse. "Die Richtung stimmt", erklärte DBV-Präsident Joachim Rukwied dazu.

DBV-Fachausschuss Ökolandbau

Der Fachausschuss (FA) Ökologischer Landbau des Deutschen Bauernverbandes (DBV) kam am Freitag (23. Mai) zu einer Online-Sondersitzung „Öko-Tierhaltungsregeln“ zusammen. Tagesordnungspunkte waren die Lobby-Aktivitäten zur Verhinderung einer alternativlosen Öko-Weidepflicht für das Milchvieh (Kühe, Ziegen, Schafe). Es wurde über die Alternativen zur Weidepflicht für Öko-Wiederkäuer, insbesondere Milchvieh und Nachzucht berichtet. Der DBV und der Bayrische Bauernverband kooperieren zu dem Thema seit Februar eng mit Naturland in Form von Briefen an Kommissar Hansen sowie an die Landwirtschaftsminister der Bundesländer. Für diese wurden Informationen zu den Hintergründen und alternative Möglichkeiten erstellt und die im Auftrag von Naturland erstellten Rechtsgutachten und Tierwohl-Gutachten beigefügt.

Intensiv wurde zuletzt auch mit den Österreichischen Verbänden kommuniziert. Weitere Entwicklungsblockaden in der Tierhaltung durch das EU-Öko-Tierhaltungsrecht, wie der überflüssige Pflicht-Grünauslauf für Junggeflügel in der ersten Voraufzuchtphase ab 2030 wurden ebenfalls beraten. Der DBV-FA Ökolandbau vereinbarte in den nächsten Jahren eine Gesamtstrategie für eine fachgerechte und tierwohlgerechte Öko-Tiergesetzgebung Richtung der deutschen Bundesländer und vor allem der EU-Kommission, zu verfolgen.

 

 

Vorstandssitzung mit Betriebsleitern vom KBV Nordhausen und BV Kyffhäuserkreis

Einmal im Jahr findet beim Kreisbauernverband (KBV) Nordhausen die nun schon zur guten Tradition gewordene erweiterte Vorstandssitzung, zu der auch die Betriebsleiter der Mitgliedsunternehmen eingeladen werden, statt. Diesmal war es am 21. Mai in Günzerode wieder soweit und hierzu waren erstmalig auch die Mitgliedsbetriebe aus dem benachbarten Bauernverband (BV) Kyffhäuserkreis eingeladen, da die Themen von allgemeinem Interesse waren.

Nadja Gipser, Referentin des Thüringer Bauernverbandes, informierte über die rechtlichen Grundlagen sowie über Unterschiede von landwirtschaftlichen u. nichtlandwirtschaftlichen Transporten und was hierbei zu beachten ist.

Von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) Kassel wurde Hartmut Fanck begrüßt. Er referierte zur Beitragsanpassung bzw. Umstellung der Landwirtschaftlichen Krankenkasse (LKK).

Auch die Kreissparkasse (KSK) Nordhausen möchte in Zukunft Partner für die Landwirtschaftsbetriebe sein. Jan Oberbüchler, Vorstandsmitglied der KSK, gab hierzu Auskünfte bzgl. möglicher Finanzierungsmöglichkeiten.

 

Sozialreferententagung

Am 20./21. Mai haben sich die Sozialreferenten der Landesbauernverbände und des Deutschen Bauernverbandes (DBV) zu einer Tagung in Erfurt getroffen.

Wesentliche Themen waren die Beiträge zur Landwirtschaftlichen Krankenversicherung und der Stand der Überprüfung der Standardeinkommenswerte im neuen Beitragssystem, die Beiträge zur Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft, insbesondere die Auswirkungen auf die Beiträge durch die geplante neue Berufskrankheit „Parkinsonsyndrom durch Pestizide“ sowie die Betriebs- und Haushaltshilfe. Hierzu gab es einen intensiven Austausch mit Referenten der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG).

Behandelt wurden auch die Themen Sozialhilfeanspruch, Sozialhilferegress und Elternunterhalt, Herausforderungen bei Beschäftigung von Saisonkräften (Mindestlohn, 70-Tage-Regelung, Drittstaatsangehörige), geplante Maßnahmen der neuen Bundesregierung im Bereich Arbeit und Soziales sowie Vorhaben der neuen Arbeitsgruppe zur Suizidalität in der grünen Branche im Rahmen des Nationalen Suizidpräventionsprogramms für Deutschland (NaSPro).

 

 

 

Werden Sie Teil des bundesweiten Netzwerk „Leitbetriebe Pflanzenbau“!

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) startet eine Neuauflage des "Netzwerks Leitbetriebe Pflanzenbau". Rund 100 Betriebe unterschiedlicher Größe und aus allen Regionen Deutschlands können Teil des dreijährigen Netzwerks werden. Bewerbungen konventioneller und ökologischer Betriebe nimmt die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) bis zum 31. Juli 2025 entgegen.

Bereits von 2021 bis 2025 nahmen rund 100 Betriebe aus ganz Deutschland am Projekt-Netzwerk teil. Damals wie heute ist es das Ziel, sowohl konventionell als auch ökologisch wirtschaftende Ackerbau- und Gemischtbetriebe deutschlandweit stärker zu vernetzen und die moderne, umwelt- und ressourcenschonende Landwirtschaft der Öffentlichkeit näherzubringen.

Ein Fokus liegt auf dem intensiven Wissensaustausch. Bei gegenseitigen Betriebsbesichtigungen lernen sich die Teilnehmenden "live" kennen und können vor Ort unterschiedliche Ansätze im Ackerbau erleben. Besonders produktiv war in der vergangenen Laufzeit ebenso die Online-Seminarreihe "Praxis-Talk". Hier stellen die Betriebe selbst praktikable und innovative Ansätze entlang der Handlungsfelder der Ackerbaustrategie 2035 vor. Diese diskutierten sie im Anschluss mit verschiedenen Expertinnen und Experten.

Teil des "Netzwerks Leitbetriebe Pflanzenbau" ist es, die lokale und regionale Öffentlichkeit auf die jeweiligen Höfe einzuladen. Dazu veranstalten die Netzwerkbetriebe beispielsweise Hoffeste oder Führungen für Schulklassen. Im direkten Austausch bringen die Landwirtinnen und Landwirte den Besuchern so den Ackerbau näher und schaffen mehr Transparenz und Verständnis.

Bei der Planung und Umsetzung öffentlichkeitswirksamer Maßnahmen erhalten die Netzwerkbetrieb fachkundige Hilfe in der Medienkommunikation und Veranstaltungsplanung. Eine Koordinationsstelle berät bei der Organisation von Terminen auf dem Betrieb, hilft in Fragen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie bei der Produktion von Videos, Broschüren und weiterem Informationsmaterial. Zusätzlich können die Landwirte und Landwirtinnen auch an Fortbildungsmöglichkeiten zu Themen wie Pressearbeit, Pädagogik und Kommunikation teilnehmen.

Teilnahmebedingungen:

Betriebsleitende landwirtschaftlicher Betriebe können ihr Interesse an einer Zusammenarbeit im "Netzwerk Leitbetriebe Pflanzenbau" bis zum 31. Juli 2025 online bei der BLE bekunden. Informationen zur Bekanntmachung gibt es hier.

Hintergrund:

Mit dem Netzwerk Leitbetriebe Pflanzenbau setzt das BMLEH die Ackerbaustrategie 2035 konkret um. In der Ackerbaustrategie liegen die Schwerpunkte auf einer zukunftsorientierten und nachhaltigen, das heißt ökonomisch, ökologisch und sozial tragfähigen, Bewirtschaftung. Zum anderen geht es um die Versorgung der Gesellschaft mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln, Futtermitteln und biogenen Rohstoffen.

 

 

TBV-Futterbörse für alle landwirtschaftlichen Betriebe in Thüringen: Angebote und Gesuche kostenlos einstellen!

Fehlende Niederschläge führen in weiten Teilen des Freistaates zu verminderten Aufwüchsen bei Wiesen und Weiden. Der Mais kommt nicht so richtig in Gang. Daher sehen einige Betriebe die Futterversorgung mit Sorge. Wir möchten daher auf unsere noch immer aktive Futterbörse des Thüringer Bauernverbandes hinweisen. Diese finden Sie hier oder unter www.tbv-erfurt.de unter Service-Leistungen > Futterbörse

Sie haben Futtermittel abzugeben oder suchen für Ihre Tierhaltung Futter? Wenden Sie sich mit Ihrer Anfrage gerne per E-Mail mit dem Betreff „Futterbörse“ an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Das Einstellen von Angeboten und Gesuchen ist kostenlos und ein Angebot für alle landwirtschaftlichen Betriebe in Thüringen!

 

Thüringer Bauernverband e.V.
Alfred-Hess-Straße 8
99094 Erfurt

Tel.: +49 (0)361 262 530
Fax: +49 (0)361 262 532 25
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