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Landrat Marko Wolfram (Saalfeld-Rudolstadt) folgt Einladung zur Flurfahrt nach Kamsdorf

 (v.l.): Steffen Obenauf, Marko Wolfram, Dirk Reichelt (v.l.): Steffen Obenauf, Marko Wolfram, Dirk Reichelt Peter Lahann

Im Rahmen der traditionellen Flurfahrt mit dem Kreisbauernverband besuchte Landrat Marko Wolfram am 4. Juli verschiedene Standorte der Agrargenossenschaft Kamsdorf e.G. Dirk Reichelt als Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Saalfeld-Rudolstadt, und Steffen Obenauf, Aufsichtsratsvorsitzender der Agrargenossenschaft, stellten Landfleischerei und Milchviehhaltung samt Melkroboter am Standort Oberwellenborn vor. Nach einem kurzen Zwischenstopp an der Schweinemastanlage in Röblitz ging es über den Bullenstall in Köditz über den Roten Berg mit den dortigen Ackerflächen zurück nach Kamsdorf.

In den Gesprächen informierten die Landwirte über die qualitativen und quantitativen Auswirkungen der diesjährigen Dürre auf den Mais- und Getreideertrag. Entmutigen lassen sie sich aber dadurch nicht. Die Agrargenossenschaft erzeugt Energie in der Biogasanlage und mit Photovoltaik auf praktisch jedem Dach, ist Direktvermarkter der eigenen Erzeugnisse und beliefert mit der eigenen Landfleischerei den Großhandel. Es wurde erheblich in moderne Technik investiert. Insgesamt 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen bei der Agrargenossenschaft mit ihren Ablegern in Lohn und Brot.

Gegen den Trend hat die Agrargenossenschaft auch die Milchviehbestände erhalten, trotz des niedrigen Milchpreises. Die 800 Milchkühe produzieren nicht nur Milch, sondern auch den Rohstoff für die Biogasanlage und wertvollen Dünger. „So haben uns die explodierenden Düngerpreise nicht so stark getroffen“, sagte Geschäftsführer Reichelt.

Die Biogasanlage produziert ein Megawatt Strom im Jahr und versorgt in Oberwellenborn 70 Häuser mit der Abwärme. Als Stromproduzent erzeugt die Agrargenossenschaft zudem 2,7 Megawatt durch Photovoltaik auf Ställen und anderen Gebäuden. Außer den Rindern werden 1.600 Schweine in der Zuchtanlage in Röblitz gehalten. „Daneben versuchen wir auch die Schweinehaltung auf Stroh mit Grünfutter. Es wird sich zeigen, ob die Verbraucher bereit sind, dafür entsprechend mehr zu bezahlen“, so der Geschäftsführer.

Im Anschluss an die Betriebsbesichtigung schildern die Landwirte dem Landrat und dem zum Gespräch dazu gestoßenen Saalfelder Bürgermeister Dr. Steffen Kania ihre Sorgen im Hinblick auf die Erreichbarkeit ihrer Flächen und den Transport der Ernte. Mit dem Ausbau der B281 soll die neue Straße zur Kraftfahrstraße werden, die von Traktoren nicht befahren werden darf. Das bedeutet lange Umwege auf schmalen Straßen und mitten durch die Stadt Saalfeld. Wolfram und Dr. Kania versprachen, sich für eine entsprechende Ausnahmeregelung wenigstens während der Erntezeit einzusetzen.

Wolfram und Dr. Kania versprachen, sich für eine entsprechende Ausnahmeregelung wenigstens während der Erntezeit einzusetzen. Wolfram dankte Reichelt und Obenauf für den informativen Einblick in ihre Arbeit. „Es ist wichtig, zu wissen, wo unsere Lebensmittel herkommen und welche die aktuellen Herausforderungen unserer Landwirtschaft sind. Die Agrargenossenschaft ist sein sehr gutes Beispiel für moderne Landwirtschaft und regionale Wirtschaftskreisläufe zur Versorgung der Menschen in der Region. Vor dieser Arbeit habe ich größten Respekt und wir sollten ihr höchste Wertschätzung entgegenbringen“, sagte Wolfram.

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