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Fachschule für Agrarwirtschaft Stadtroda erhält den Namen „Friedrich Gottlob Schulze“

Landwirtschaftsministerin Susanna Karawanskij und Peter Ritschel  enthüllen das neue Namensschild der Schule Landwirtschaftsministerin Susanna Karawanskij und Peter Ritschel enthüllen das neue Namensschild der Schule

Am 12. Oktober eröffnete Fachschulleiter Jens Hoffmann an der Fachschule für Agrarwirtschaft Stadtroda feierlich das neue Schuljahr. In diesem Jahr beginnen 28 Fachschülerinnen und Fachschüler in der Fachrichtung Landwirtschaft eine zweijährige Fortbildung mit dem Ziel, sich zum/r „Staatlich geprüften Agrarbetriebswirt/in“ zu qualifizieren.

In seinem Grußwort appellierte Udo Große, Vizepräsident des TBV, an die Nutzung der Fortbildung, um den Bedarf an nachrückenden Führungskräften in den Betrieben zu erfüllen. Nicht nur fachlicher Zugewinn sei zu erwarten, auch können im persönlichen Umfeld geknüpfte Verbindungen über eine lange Zeit ihres Berufslebens und manchmal darüber hinaus bereichernd wirken.

Den feierlichen Rahmen nutzte Susanna Karawanskij, Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, gemeinsam mit Peter Ritschel, Präsident des Thüringer Landesamtes für Landwirtschaft und Ländlichen Raum, um den Namenszug „Friedrich Gottlob Schulze“ am modernen Fachschulgebäude zu enthüllen. Diese Namensgebung war bereits für das vergangene Jahr zum 100jährigen Bestehen der Fachschule geplant und wird nun amtlich.

Mit der Namensgebung wird ein Wegbereiter der landwirtschaftlichen Fortbildung in Deutschland geehrt. Schulze legte, laut der Ausführungen von Werner Wühst, Gastredner und Agrarjournalist, unter anderem den Grundstein für das universitäre Landwirtschaftsstudium in Deutschland und begründete in Thüringen eine Tradition in der landwirtschaftlichen Weiterbildung, der man sich auch in Stadtroda verpflichtet fühlt.

So wird, auf das fachliche Know-how aus der Berufsausbildung sowie die beruflichen Erfahrungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten aufbauend, in Stadtroda eine sehr praxisnahe Fortbildung angeboten. Neben den Lehrkräften werden auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum in den Unterricht einbezogen. Es geht darum, das vorhandene Expertenwissen und neueste Erkenntnisse aus den verschiedenen Fachbereichen des TLLLR zu vermitteln.

Abgerundet wird die Weiterbildung nicht nur durch Veranstaltungen zu diversen Themen, sondern auch durch den „Weizencup“, bei dem die Fachschülerinnen und Fachschüler die erworbenen Kenntnisse auf praktischem Gebiet beweisen können. Die Besten dieses Wettbewerbs werden anlässlich der Schuljahreseröffnung ausgezeichnet.

Die Nachfrage nach Absolventinnen und Absolventen der Stadtrodaer Fachschule ist laut Auskunft der Fachschule deutlich größer als die Anzahl der Fachschulabgänger. Die künftigen Führungskräfte, die in der Mehrzahl aus Thüringen kommen, haben nach einer erfolgreichen Fortbildung sehr gute Chancen, eine Anstellung in einem Landwirtschaftsbetrieb zu erhalten.

Aktuelle Information

Insgesamt nehmen derzeit 72 Lernende an der zweijährigen Fachschulfortbildung in der Winterschulform (Mitte Oktober bis Mitte März) teil.

Zudem qualifizieren sich derzeit 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Vorbereitungskurs für die Prüfung zum Tierwirtschaftsmeister/in und 11 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Vorbereitungskurs für die Prüfung zum Landwirtschaftsmeister/in.

Im jährlich stattfindenden Weizencup, erstmals 2000/01, wetteifern die Fachschülerinnen und Fachschüler in Teams um den höchsten Vergleichsdeckungsbeitrag bei der Produktion von Qualitätswinterweizen. Sie bestimmen hierbei selbst die produktionstechnischen Maßnahmen von der Sortenauswahl über die Düngung bis hin zu den Pflanzenschutzmaßnahmen.

Wir wünschen allen Bildungsbeteiligten sowie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gutes Gelingen und beste Erfolge!

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