Am 15. Oktober trafen sich die Mitglieder der Thüringer Arbeitsgemeinschaft Imkerei und Landwirtschaft (ThAGIL) in den Räumen des Thüringer Bauernverbandes (TBV), zu ihrer jährlichen Vertreterversammlung. Neu in der Runde waren Hartmut Kaufmann (IV Saalfeld) und Lothar Krüger (IV Weimar), die seitens des Landesverbandes Thüringer Imker e.V. (LVThI) neu in das Gremium entsandt worden sind. Ebenfalls neu in der Runde ist Hardy Eisenschmidt (IV Schleiz), der leider nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte. Auf der Tagesordnung standen u.a. die Neuwahlen des Vorsitzenden und des Stellvertreters der ThAGIL. Ralf Kunz (Vorstand und Schatzmeister im LVThI), der dieses Amt bereits in der letzten Wahlperiode innehatte, wurde einstimmig in seiner Funktion bestätigt. Udo Große, seit Gründung der ThAGIL deren stellvertretender Vorsitzender, stellte sich nicht wieder zur Wahl, wird der ThAGIL aber weiter erhalten bleiben. Alle Anwesenden dankten Große für sein Engagement und seine umsichtige Mitarbeit. Ebenfalls neu in der ThAGIL ist Doreen Rath (Vizepräsidentin des TBV) welche einstimmig zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde. Die folgende Diskussion widmete sich vor allem der Vorbereitung der 13. Oßmannstedter Gespräche, welche am 6. März 2027 im Deutschen Bienenmuseum in Weimar stattfinden werden. Grund für den Ortswechsel sind zwei Jubiläen, denen wir in würdigem Rahmen gedenken wollen:
- 120 Jahre Deutsches Bienenmuseum Weimar
- 190 Jahre Imkerverein 1837 Weimar
Derzeit sind wir noch in Vorbereitung des Tagungsprogrammes, doch wir versprechen Euch schon heute eine interessante Veranstaltung, die Ihr fest im Kalender eintragen solltet. Zum Abschluß informierte Thomas Köhler die Anwesenden über die derzeit laufenden Verbändegespräche zur Ausgestaltung der KULAP-Förderung im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) ab 2028 in Thüringen. In diesem Zusammenhang wurde seitens des LVThI beim Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum ein Antrag zur Förderung des Einsatzes von Trichogramma zur biologischen Bekämpfung des Maiszünslers eingebracht. Dieses praxiserprobte Verfahren bietet Landwirtschaftsbetrieben die Möglichkeit, bei der Bekämpfung o.g. Maisschädlings auf den Einsatz chemischer Produkte zu verzichten und den Maispollen als wichtige Eiweißquelle unserer Bienen im Sommer frei von Pflanzenschutzmitteln zu halten. Ob dieser Antrag Umsetzung finden kann, hängt nicht zuletzt an der finanziellen Ausgestaltung der zukünftigen GAP.