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AgraNova Preisverleihung 2026

Es ist inzwischen zu einer schönen Tradition geworden, dass am Vorabend der Eröffnung der Grünen Tage in Erfurt der AgraNova Innovationspreis verliehen wird. Das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum und die Thüringer Aufbaubank würdigen mit dieser Auszeichnung besonders innovative Projekte im Freistaat. Auch in diesem Jahr fiel der fünfköpfigen Jury die Auswahl aus den 23 Bewerbungen schwer. Wie der Vorsitzende der Thüringer Aufbaubank, Matthias Wierlacher, betonte, bietet der Wettbewerb zukunftsweisenden Ideen eine Bühne und macht das große Innovationspotenzial der Thüringer Land- und Ernährungswirtschaft sichtbar. Staatssekretär Marcus Malsch unterstrich in seiner Rede, dass Thüringen längst auch ein Technologiestandort sei und innovative Projekte entscheidend zur Weiterentwicklung des Landes beitrügen. Dabei gehe es nicht allein um einzelne Vorhaben, sondern immer auch um die Menschen, die hinter den Ideen stehen. Das Ministerium wolle sich deshalb als „Möglichmacherministerium“ verstehen und dort unterstützen, wo gute Ideen in die Umsetzung gebracht werden sollen. Ein wichtiger Ansatz sei dabei, Förderverfahren professioneller und effizienter zu gestalten. Aufgaben könnten stärker gebündelt und über erfahrene Partner wie die Thüringer Aufbaubank abgewickelt werden. Gleichzeitig müsse der Blick über bestehende Programme hinausgehen. Gerade mit Blick auf künftig knapper werdende öffentliche Mittel gelte es, zusätzliche Fördermöglichkeiten – auch auf europäischer Ebene – zu erschließen. Dabei könnten Förderlotsen eine wichtige Rolle spielen, die Betriebe und Unternehmen gezielt durch die zunehmend komplexe Förderlandschaft begleiten. Matthias Wierlacher blickte bei der Preisverleihung auch auf seine persönliche Verbindung zu Thüringen zurück. Der gebürtige Österreicher kam vor mehr als 25 Jahren gemeinsam mit seiner Frau nach Thüringen. Damals habe eine besondere Aufbruchstimmung geherrscht und die Möglichkeit, tatsächlich etwas bewegen und gestalten zu können. Seitdem habe sich vieles verändert: Strukturen und Verfahren seien professioneller geworden, gleichzeitig aber auch deutlich komplexer. Nach seiner Erfahrung scheiterten gute Vorhaben dabei nur in den seltensten Fällen am Geld – häufig entscheidender seien geeignete Strukturen, Ansprechpartner und der Weg durch die verschiedenen Verfahren. Umso wichtiger seien Wettbewerbe wie AgraNova, die zeigen, wie viel Ideenreichtum und unternehmerischer Gestaltungswille in der Thüringer Land- und Ernährungswirtschaft vorhanden sind.

Besonders erfreulich aus Sicht des Thüringer Bauernverbandes: Auch ein Mitgliedsbetrieb des Verbandes gehört zu den diesjährigen Preisträgern. Der mit 3.000 Euro dotierte Sonderpreis der Thüringer Landgesellschaft ging an die Pahren Agrar Verwaltungs- und Vermarktungs GmbH & Co. Produktions KG aus Zeulenroda-Triebes. Der Betrieb wurde für das Projekt „Next Generation der Milchproduktion“ ausgezeichnet, das Digitalisierung und Künstliche Intelligenz mit Tierwohl und Ressourceneffizienz verbindet.

Der Thüringer Bauernverband gratuliert herzlich zu dieser Auszeichnung!

Thüringer Bauernverband e.V.
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