Mitte Juni hat die Europäische Kommission Maßnahmen vorgestellt, um die Landwirtschaft angesichts gestiegener Düngemittelpreise zu unterstützen und somit die Ernährungssicherheit Europas zu gewährleisten. Um dieser Situation zu begegnen, stellt die Kommission 540 Millionen Euro bereit, um Landwirten beim Kauf von Düngemitteln zu helfen. Auf Deutschland entfallen davon rund 60 Millionen Euro. Die EU ermöglicht dabei eine nationale Kofinanzierung von bis zu 200 Prozent. Die konkrete Ausgestaltung liegt mittlerweile beim Bund.
Nach aktuellem Stand soll die Unterstützung als Hektarprämie auf besonders betroffene Kulturen begrenzt werden. Dafür ist ein antragsloses Verfahren auf Grundlage der bereits vorhandenen InVeKos-Daten vorgesehen. Welche Kulturen letztlich einbezogen werden und in welcher Höhe die jeweiligen Prämien gewährt werden, ist derzeit noch nicht abschließend festgelegt. Die konkrete Berechnung sowie die abschließende Festlegung der möglichen Bezieher der Hilfe sind noch offen. Auch das konkrete Auszahlungsverfahren befindet sich noch in der Abstimmung.
Insbesondere ist noch zu klären, ob die Abwicklung zentral über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung oder über die Länder erfolgen wird.
Nach derzeitigem Zeitplan soll die nationale Regelung Mitte Oktober 2026 veröffentlicht werden.
Die Auszahlung der Unterstützung soll spätestens bis zum 31. Mai 2027 erfolgen.