Mitte Juni hat die Europäische Kommission Maßnahmen vorgestellt, um die Landwirtschaft angesichts gestiegener Düngemittelpreise zu unterstützen und somit die Ernährungssicherheit Europas zu gewährleisten. Grundlage dafür ist der angekündigte Aktionsplan für Düngemittel. In den letzten Monaten haben geopolitische Spannungen und Versorgungsunterbrechungen die Düngemittelpreise in ganz Europa in die Höhe getrieben.
Um dieser Situation zu begegnen, mobilisiert die Kommission 540 Millionen Euro, um Landwirten beim Kauf von Düngemitteln zu helfen. Auf Deutschland entfallen davon rund 60 Millionen Euro. Damit greift EU-Agrarkommissar Christos Stylianides eine zentrale Forderung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und des Thüringer Bauernverbandes auf. Ziel ist es, die Folgen der erheblichen Kostensteigerungen infolge des Konflikts im Nahen Osten abzufedern. Über das Hilfspaket entscheiden die EU-Mitgliedstaaten abschließend am 17. Juli. Anschließend liegt die konkrete Ausgestaltung bei den Mitgliedstaaten. Die EU ermöglicht dabei eine nationale Kofinanzierung von bis zu 200 Prozent.
Der DBV und seine Landesverbände fordern daher, dass die Bundesregierung den europäischen Finanzrahmen ausschöpft und kofinanziert.
Der Kostendruck in der Landwirtschaft ist aufgrund globaler Krisen und Kriege nach wie vor immens. Zwar sinken die weltweiten Vorräte bei Getreide, Reis und Körnermais, doch diese Entwicklung zeigt sich am Markt derzeit nicht.
Der DBV berät derzeit mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat über die mögliche Umsetzung der finanziellen Unterstützung durch die EU. Über konkrete Inhalte wird zeitnah informiert.