Am 19. Mai hat die Europäische Kommission ihren Düngemittelaktionsplan veröffentlicht. Ziel des Aktionsplans ist es, auf die steigenden Preise und Versorgungsrisiken zu reagieren. Der Deutsche Bauernverband (DBV) bewertet den Plan als wichtigen Schritt, sieht jedoch kaum Maßnahmen zur sofortigen Entlastung noch vor der Herbstaussaat 2026. Die Versorgung mit Düngemitteln ist aufgrund des Nahost-Konflikts sowie des kürzlich in Kraft getretenen CO2-Grenzausgleichsmechanisus (CBAM) gefährdet. Auch die Preisentwicklung ist davon betroffen. Der Deutsche Bauernverband hatte daher gemeinsam mit COPA-COGECA die EU-Kommission aufgefordert, CBAM sowie Anti-Dumping Zölle temporär auszusetzen. Der nun veröffentlichte Düngemittelaktionsplan bleibt weit hinter den Forderungen zurück und greift zu kurz. Kritisch wird auch die starke Verlagerung der Krisenreaktion in die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) gesehen. Der Plan stellt bisher nur eine Kommunikation der EU-Kommission dar, noch keinen Gesetzesvorschlag. Der DBV wird sich somit in Zukunft aktiv in die Gespräche einbringen und für wirksame Entlastungen kämpfen.