Übergriff auf Weidetiere in der thüringischen Rhön

Übergriff auf Weidetiere in der thüringischen Rhön

In der Nacht vom 24. zum 25. April kam es in der Gemeinde Dermbach im Wartburgkreis zu einem schweren Angriff auf Schafe. Dabei wurden sechs Mutterschafe direkt getötet, zwei weitere mussten aufgrund ihrer Verletzungen von ihrem Leiden erlöst werden. Sechs weitere Mutterschafe konnten tierärztlich so versorgt werden, dass sie höchstwahrscheinlich überleben werden. Die Schäferei informierte umgehend das Thüringer Kompetenzzentrum Wolf/Biber/Luchs. Eine Mitarbeiterin nahm vor Ort Proben. Aufgrund der großen Zahl gerissener Tiere, von denen nur ein kleiner Teil angefressen war, und der erkennbaren Bissverletzungen geht die Schäferei von einem Wolf oder mehreren Wölfen aus.

Gerade bei eingepferchten Tieren kommt es immer wieder vor, dass Wölfe in einen sogenannten „Blutrausch“ verfallen. Durch fliehende, wehrlose Tiere, die sich in einem engen Raum befinden, wird dieser Beutereflex beim Wolf ausgelöst. Die genetische Analyse steht noch aus. Einige Tage später wurde in der Nähe von Vacha (rund 20 km nördlich von Dermbach) ein toter Wolf am Straßenrand entdeckt.

In der Region um Bad Salzungen und der Rhön kommt es immer wieder zu Wolfsereignissen und -sichtungen. Teilweise handelt es sich um durchziehende Tiere aus Bayern oder dem angrenzenden Hessen.

 

 

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