Der Thüringer Bauernverband (TBV) hat gemeinsam mit dem Landjugendverband Thüringen (LJV) eine umfassende Stellungnahme zum Thema „Generationenwechsel in der Landwirtschaft im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2028“ erarbeitet und an das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TMWLLR) übermittelt.
Im Fokus steht die Frage, wie der Generationswechsel in landwirtschaftlichen Betrieben nachhaltig gesichert und verbessert werden kann. Der TBV hebt dabei hervor, dass die Landwirtschaft eine zentrale Rolle für die wirtschaftliche Stabilität und Entwicklung des ländlichen Raums in Thüringen spielt. Ein zentrales Ergebnis der Ausarbeitung ist, dass der Generationswechsel vor erheblichen strukturellen Herausforderungen steht. Insbesondere die Fachkräftesicherung, die Betriebsnachfolge sowie die wirtschaftliche Stabilität der Betriebe erfordern gezielte Maßnahmen. Entscheidend ist dabei eine leistungsfähige Bildungs- und Beratungsinfrastruktur, die von der Ausbildung über die Weiterbildung bis hin zur praxisnahen Unterstützung bei Betriebsübernahmen reicht. Darüber hinaus wird in der Stellungnahme betont, dass bestehende Förderinstrumente häufig zu komplex und nicht ausreichend praxistauglich sind. Der TBV fordert daher einen vereinfachten Zugang zu Förderprogrammen, transparente und verlässliche Rahmenbedingungen, flexible Finanzierungsinstrumente für Junglandwirte sowie eine frühzeitige und kontinuierliche Beratung.
Mit der Übermittlung der Stellungnahme bringt der TBV die Perspektiven der landwirtschaftlichen Praxis aktiv in den politischen Entscheidungsprozess zur Ausgestaltung der GAP ab 2028 ein.
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