Am 24. März fand in Mühlhausen das 5. Treffen der Arbeitsgruppe „Schwarzwildmanagement rund um den Hainich“ statt.
Diese wird vom Schwarzwild-Kompetenzzentrum koordiniert und wurde mit dem Ziel gegründet, die Schwarzwildbestände im Bereich des Hainichs zu reduzieren und so die in der Vergangenheit aufgetretenen hohen Wildschäden dauerhaft zu verringern. Auch aufgrund der Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest ist eine dauerhafte Absenkung der Schwarzwildbestände zwingend nötig.
Neben den ortsansässigen Kreisbauernverbänden und Vertretern der Jägerschaft nahmen auch Vertreterinnen und Vertreter des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten, des Thüringer Landesamtes für Verbraucherschutz, des Nationalparks Hainich sowie von ThüringenForst teil.
Zunächst gab Dr. Jochen Schaub, Sachgebietsleiter Management und Infrastruktur im Nationalpark Hainich, einen Überblick über die Jagdstrategien und die Streckenergebnisse im Nationalpark. Unter anderem durch den Einsatz von Saufängen und Nachtzieltechnik konnten die Streckenergebnisse beim Schwarzwild auf dem Gebiet des Nationalparks in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert werden. Dies führt auch zu einer deutlichen Verringerung der Wildschäden in den umliegenden Bereichen. Die aktuelle Jagdstrategie des Nationalparks wird von allen Beteiligten als sehr positiv wahrgenommen. Von allen Beteiligten wurde berichtet, dass derzeit keine größeren Schäden durch Schwarzwild zu verzeichnen sind. Als deutlich problematischer wird die Entwicklung der Dam- und Rotwildbestände wahrgenommen. Die Populationen beider Wildarten und die damit einhergehenden Wildschäden sind in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen.
Im Anschluss berichtete Ulrike Wenig vom Landesamt für Verbraucherschutz über das Thema „Tuberkulose bei Wild- und Nutztieren in Thüringen“.
Zum Abschluss des Treffens resümierten alle Teilnehmer, dass durch die Gründung der Arbeitsgruppe im Jahr 2022 ein Schritt in die richtige Richtung gemacht worden ist und dieser gemeinsame Weg dauerhaft weiter beschritten werden muss.