Oßmannstedter Gespräche: Austausch zur Förderung der Biodiversität

Oßmannstedter Gespräche: Austausch zur Förderung der Biodiversität

Am 7. März luden die Thüringer Arbeitsgemeinschaft Imkerei und Landwirtschaft (ThAGIL) sowie der Förderverein Deutsches Bienenmuseum zu den traditionellen Oßmannstedter Gesprächen ein. Im Gedenken an den Ideengeber Ferdinand Gerstung, dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 101. Mal jährte, kamen Imker, Landwirte und Naturinteressierte zusammen, um über Wege zur Förderung der Biodiversität in der Kulturlandschaft zu diskutieren.

Den Auftakt der Vorträge machte André Rathgeber vom Thüringer Bauernverband. Er stellte die Arbeit des Thüringer Netzwerks Landwirtschaft und Naturschutz vor, in dem TBV, BUND Thüringen, NABU Thüringen und Thüringer Ökoherz zusammenarbeiten. Ziel des durch die Thüringer Aufbaubank unterstützten Projekts ist es, Maßnahmen zur Stärkung der Biodiversität zu entwickeln, die sowohl von Landwirtschaft als auch von Naturschutz getragen werden. Derzeit werden dazu verschiedene Themenfelder in Arbeitsgruppen bearbeitet, außerdem ist der Aufbau einer Biodiversitätsberatung in Thüringen geplant.

Carolin Rudolf von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (ABL) präsentierte anschließend ein Projekt zur gezielten Insektenförderung in der Landwirtschaft. Durch spezielle Blühstreifen sollen Nützlinge wie Marienkäfer oder Florfliegen gefördert werden, die Schadinsekten regulieren können. Der Abschlussbericht des Projekts wird voraussichtlich im Juni 2026 vorgestellt.

Zum Abschluss berichtete Frieder Kreß von der Stiftung Lebensraum Thüringen über verschiedene Biodiversitätsprojekte, darunter Maßnahmen zum Feldhamsterschutz, zur Förderung des Rebhuhns und zur Stärkung der Artenvielfalt in der Feldflur. Dabei betonte er die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Naturschutzakteuren und Grundstückseigentümern.

Auch in der anschließenden Diskussion spielte die Vernetzung der verschiedenen Akteure eine zentrale Rolle. Die Oßmannstedter Gespräche haben sich hierfür zu einer wichtigen Plattform entwickelt.

Eine ausführlichere Darstellung der Veranstaltung erscheint im nächsten TBV-Journal.

 

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