Die Bewerbungsphase für den CERES AWARD 2026 ist gestartet - eine der renommiertesten Auszeichnungen für landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland und Europa. Landwirtinnen und Landwirte, die ihren Betrieb wirtschaftlich erfolgreich führen und zugleich Verantwortung für Umwelt, Tierwohl und nachhaltige Entwicklung übernehmen, sind eingeladen, sich zu bewerben. Die Frist zur Teilnahme läuft bis zum 31. März 2026.
Der CERES AWARD zeichnet seit mehreren Jahren herausragende Leistungen in der Landwirtschaft aus. Der oder die „Landwirt/in des Jahres“ erhält ein Preisgeld von 20.000 Euro, eines der höchsten in diesem Wettbewerb. Zusätzlich werden in sieben Kategorien – etwa Ackerbau, Rind, Schwein, Junglandwirt/in oder Energie – Sieger mit jeweils 1.000 Euro ausgezeichnet.
Neu in diesem Jahr ist ein zusätzlich ausgelobter Sonderpreis der Initiative Tierwohl (ITW), der mit 2.500 Euro dotiert ist und erstmals im Rahmen der Preisverleihung vergeben wird. Interessierte können bei der Bewerbung durch Markieren entsprechender Optionen im Anmeldeformular automatisch für den Sonderpreis berücksichtigt werden.
Unabhängige Fachjurys sichten die eingereichten Bewerbungen. Nach einer Vorauswahl werden pro Kategorie drei Betriebe zur Shortlist nominiert. Diese Finalistinnen und Finalisten werden anschließend von der Jury direkt vor Ort besucht und bewertet.
Die feierliche Preisverleihung findet im Oktober 2026 im Rahmen der „Nacht der Landwirtschaft“ in Berlin statt. Neben dem Preisgeld bietet der CERES AWARD den teilnehmenden Betrieben eine wertvolle Sichtbarkeit, sowohl innerhalb der Branche als auch darüber hinaus.
Der Thüringer Bauernverband empfiehlt landwirtschaftlichen Betrieben, sich aktiv zu bewerben. Betriebe, die innovative Ansätze verbinden mit nachhaltiger Wirtschaftsweise, Umweltverantwortung und robusten wirtschaftlichen Ergebnissen, haben gute Chancen, im Wettbewerb erfolgreich abzuschneiden.
So überzeugte die Thüringerin Anja Kolbe-Nelde aus Schönewerda 2024 die Jury des CERES AWARDS und siegte in der Kategorie Unternehmerin. Kolbe-Nelde gründete 2016 ihr erfolgreiches Unternehmen. Seither baut sie auf 2.000 Quadratmetern parasitisch lebende Pilze wie Austernseitlinge, Rosenseitlinge, Limonenseitlinge und Shiitake so natürlich wie möglich im Freiland an. Im Mittelpunkt ihres Unternehmens steht aber ganz klar der Anbau von Trüffeln. Neben der eigenen Trüffelbaumschule bewirtschaftet die Unternehmerin knapp drei Hektar selbst. Damit die Trüffel erfolgreich wachsen, bietet Anja Kolbe-Nelde neben der Anlage von ganzen Plantagen für Landwirte auch Anbauberatung, Planung und Managementunterstützung nach dem Thüringer Modell an. „Trüffel gelten dabei als Dauerkultur, sodass der Ackerstatus erhalten bleibt“ erklärt die Unternehmerin damals.
Die Teilnahme beim CERES AWARD bietet eine Möglichkeit, Engagement und Leistungsfähigkeit der modernen Landwirtschaft zu zeigen und gleichzeitig von Netzwerkeffekten und medialer Aufmerksamkeit zu profitieren.
Für CERES AWARD 2026 bewerben Sie sich online über die offizielle Website unter www.ceresaward.de.