Eine streitbare Stimme für die Landwirtschaft: Astrid Hatzel mit Goldener Ehrennadel des TBV ausgezeichnet

Eine streitbare Stimme für die Landwirtschaft: Astrid Hatzel mit Goldener Ehrennadel des TBV ausgezeichnet

Anlässlich ihres 65. Geburtstages wurde Astrid Hatzel am 2. Februar für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement mit der Goldenen Ehrennadel des Thüringer Bauernverbandes (TBV) ausgezeichnet. TBV-Präsident Dr. Klaus Wagner überreichte ihr die höchste Auszeichnung des Verbandes im Rahmen einer Feierstunde und würdigte in seiner Laudatio ihr konsequentes und oft wegweisendes Wirken für die Interessen des Berufsstandes.

Seit nunmehr 35 Jahren engagiert sich Astrid Hatzel auf Verbandsebene, zunächst im Vorstand des Kreisbauernverbandes Schmalkalden-Meiningen und nach der Fusion auch im Regionalbauernverband Südthüringen. Als Gründungsmitglied der Interessengemeinschaft der Betriebe in benachteiligten Gebieten (IG BENA) hat sie sich früh der strukturellen Ungleichbehandlung landwirtschaftlicher Betriebe im ländlichen Raum gewidmet, einem Thema, das sie bis heute mit Klarheit und Ausdauer verfolgt.

Lange Jahre war sie Stellvertreterin von Dr. Aribert Bach, bevor sie 2009 den Vorsitz der IG BENA übernahm – ein Amt, das sie mit großer Verlässlichkeit, tiefem Sachverstand und politischer Sensibilität ausfüllt. Besonders prägend war ihr Einsatz für die Stärkung der 2. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik. Ohne ihre beharrliche und konstruktiv-kritische Arbeit, unter anderem im Begleitausschuss des Thüringer Landwirtschaftsministeriums, wäre diese Säule in Thüringen heute wohl nicht mehr in der bestehenden Form verankert. Astrid Hatzel gilt als eine der wichtigsten Stimmen der IG BENA und des TBV.

Ein Moment, der ihr Wirken auch weit über die Fachöffentlichkeit hinaus sichtbar machte, war ihr Auftritt auf der Großdemonstration am 8. Januar 2024 in Erfurt. Bei minus 15 Grad sprach sie auf dem Erfurter Ring vor über 4.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern – Landwirten, Handwerkern, Vertretern aus Gastronomie, Hotellerie und vielen weiteren gesellschaftlichen Gruppen, die sich dem Protest angeschlossen hatten. Ihre Rede war klar, kämpferisch und emotional und brachte auf den Punkt, was viele dachten, aber nicht in Worte fassen konnten. Der Zuspruch war überwältigend, der Applaus ehrlich und bis heute wird in Verbandskreisen und darüber hinaus von diesem Auftritt gesprochen.

Dr. Klaus Wagner betonte in seiner Rede, dass Astrid Hatzel „nie nur Vertreterin des Berufsstandes war, sondern ein lebendiger Teil davon, mit Leib und Seele“. Ihre Stimme im Verband sei sachlich, unaufgeregt, aber immer auf den Punkt, so Wagner weiter.

Mit der Verleihung der Goldenen Ehrennadel würdigt der TBV nicht nur eine außergewöhnliche Ehrenamtskarriere, sondern ein Lebenswerk im Dienst der Landwirtschaft, des ländlichen Raums und der Solidarität unter Berufskollegen.

Der TBV dankt Astrid Hatzel von Herzen für ihre klare Haltung, ihr unermüdliches Engagement und ihren Einsatz, der vielen als Vorbild dient.

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