Grüne Woche 2026 beendet: Thüringen präsentierte sich als innovativer Agrar- und Lebensmittelstandort

Grüne Woche 2026 beendet: Thüringen präsentierte sich als innovativer Agrar- und Lebensmittelstandort

Der Thüringer Gemeinschaftsstand zeigte sich auf der Jubiläumsausgabe der Grünen Woche bewusst vielseitig und modern, so das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum. Neben bekannten und beliebten Klassikern wie der Thüringer Bratwurst oder regionalen Wurst- und Milchprodukten wurden gezielt auch innovative Ansätze aus Landwirtschaft, Ernährung und ländlichem Raum präsentiert. Dazu zählten unter anderem neue Anbauformen wie der Trüffelanbau oder die Kultivierung von Brunnenkresse, die exemplarisch für die wachsende Vielfalt und Spezialisierung landwirtschaftlicher Betriebe im Freistaat stehen. Auch technologische Neuerungen fanden ihren Platz, etwa eine Kutsche mit Elektroantrieb, die zeigte, wie sich Tradition und moderne, klimafreundliche Mobilität miteinander verbinden lassen. Ergänzt wurde der Auftritt durch kreative Verarbeitungs- und Vermarktungsideen regionaler Manufakturen sowie durch außergewöhnliche Tourismusangebote – von besonderen Übernachtungsmöglichkeiten bis hin zu einer Vielzahl ausgefallener Veranstaltungen, mit denen Thüringen als attraktiver ländlicher Raum beworben wurde. Insgesamt vermittelte der Stand damit ein Bild von einer Landwirtschaft, die auf regionaler Verwurzelung basiert, sich aber zugleich offen für neue Wege und Entwicklungen zeigt.

Die Präsentation in Berlin war jedoch nicht nur eine Bühne für Thüringer Produkte und touristische Angebote, sondern auch ein wichtiger Ort des Dialogs zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Landwirtschaftsministerin Colette Boos-John unterstrich, dass von der Grünen Woche gerade in diesem Jahr ein klares Signal ausgehen müsse: Eine erfolgreiche und nachhaltige Landwirtschaft sei nur mit verlässlichen politischen Rahmenbedingungen möglich. Die Messe mache deutlich, welchen hohen Wert eine unabhängige und sichere Lebensmittelproduktion für Verbraucherinnen und Verbraucher habe. Vor dem Hintergrund anhaltender geopolitischer Unsicherheiten sei es daher entscheidend, dass Deutschland weiterhin auf eigenständige, leistungsfähige und wettbewerbsfähige Agrarstrukturen bauen könne.

In diesem Zusammenhang verwies die Ministerin auf das Engagement des Freistaates Thüringen, der jährlich rund 290 Millionen Euro zur Unterstützung der Landwirtschaft bereitstellt. Diese Mittel fließen unter anderem in Investitionsförderung, den ökologischen Landbau sowie in Maßnahmen des Natur- und Umweltschutzes. Gleichzeitig machte Boos-John deutlich, dass Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit zusammen gedacht werden müssten. Thüringen setze darauf, die traditionellen Stärken seiner Landwirtschaft zu bewahren, müsse aber ebenso neue Wege beschreiten, etwa durch Digitalisierung, innovative Produktionsverfahren und die Entwicklung umweltfreundlicher Technologien. Dafür brauche es jedoch auch Planungssicherheit auf europäischer Ebene. Die derzeit diskutierten Kürzungspläne bei der Gemeinsamen Agrarpolitik sowie mögliche Benachteiligungen historisch gewachsener Betriebe in Ostdeutschland bereiteten aus Sicht der Landesregierung große Sorgen. Für die Betriebe seien Stabilität, Verlässlichkeit und langfristige Perspektiven unverzichtbar.

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